Samstag, 12. März 2016

Unsere Lebensmittel sind sicher. Oder nicht?

KKritik
"Unsere Lebensmittel sind sicher wie nie zuvor!" 
Lebensmittelsicherheit, einmal näher beleuchtet...


"Unsere Lebensmittel sind sicher wie nie zuvor!"
Behaupten die, die für eben diese Sicherheit in Sachen Lebensmittel für uns zuständig sind.
 


Das sind zum Beispiel Christian Schmidt, unser Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Das ist er zumindest zum Zeitpunkt, als ich diesen Artikel hier schreibe. Man weiss ja nie...  Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.





Oder Thomas Mahlberg. Oder Herrmann Färber. 
Letzere beiden sitzen im Bundestagsausschuss für Ernährung. 

Alle 3 haben eines gemeinsam: Sie sind Mitglieder der CDU/CSU. 
Und alle 3 sagen das gleiche: "Unsere Lebensmittel sind sicher wie nie zuvor."

Ich habe da ein paar Fragen an die 3.
Woran macht Ihr das denn genau fest? Mit der Sicherheit?

An der Tatsache, dass jeden Tag 1.000 neue Diabeteskranke  hinzu kommen?
Oder daran, dass wir jeden Tag 900 neue Demenzpatienten dazu bekommen?
Dass wir 67% der Männer übergewichtig haben und 53% der Frauen?
Und jedes fünfte Kind?


Die Betrachtung von Lebensmittelsicherheit geht über Salmonellenbefall und Streptokokken hinaus, meine Herren.


Und noch etwas haben die Herren gemeinsam. 
Sobald sie vor einer Kamera zu bestimmten Themen befragt werden wie Urinproben, die Glyphosat beinhalten oder neulich der Fund im Bier... machen sie sich lustig über Organisationen wie den BUND oder das Umweltinstitut München. 

Das sei ja nicht wissenschaftlich. Verwunderlich, wo die Proben teilweise in den gleichen Labors untersucht werden wie vom BfR. Und wenn mal nicht, dann so gut wie immer mit der identischen Methode.


Was sie dabei vergessen (oder vielleicht besser gesagt, die Bürger vergessen machen wollen) ist, das es eigentlich ihre eigene Schande ist, dass sich Bürger privat organisieren müssen, um solche Proben überhaupt zu finanzieren und solche Tests durchzuführen. 

Denn es wäre ihre verdammte Pflicht, sich darum zu kümmern. 
Denn dafür werden sie aus Steuergeldern bezahlt, und das gar nicht mal so schlecht. 


Der Herr Bundesminister kommt seit Juli 2015 auf einen Gehaltsscheck von 20.000 Euro.
Und wenn er brav 4 Jahre durchhält, dann kommt er auf auf ein Ruhegehalt von mehr als 4.000 Euro im Monat. Und für jedes weitere Jahr kostet er den Steuerzahler monatlich 350 Euro mehr, gedeckelt auf maximal rund 10.500 Euro. Im Monat.
Wenn er aus dem Amt entlassen wird, bekommt er erst einmal ein Übergangsgeld. 
Um sich von den Strapazen der aufzuschiebenden Entscheidungen wie Kükenschreddern, Quengelkassen, Weinköniginnen küssen und den knallharten Aufgaben als Bierbotschafter zu erholen. Das sind zwischen 65.800 und 197.000 Euro. Je nach Amtsdauer.

Nur mal so gesagt.


Und die anderen beiden verdienen neben den aktuell auch nicht gerade mal unüppigen Diäten um die 10.000 Euro nebenbei auch noch ein bisschen Geld. Herr Färber steht mit mindestens 40.000 Euro im Buch, Herr Mahlberg muss sich mit schlappen 42.000 Euro begnügen. (Stand August 2015)

Aber das gute daran ist ja, dass die Nebenbeiverdienste nicht den Steuerzahlern zur Last fallen. Sondern irgendwelchen anderen. 
Wie viel genau und wofür... müssen sie ja nicht sagen, das wäre ja noch schöner 
(wenn der Wähler wüsste, wessen Lieder sie singen, weil das Brot von anderen kommt).


Aber schauen wir uns doch die beiden leidenschaftlichen Vertreter unserer Lebensmittelsicherheit  im Bundestag einmal näher an.
 (Christian Schmidt haben wir hier ja schon mal beleuchtet...)


Herrmann Färber (Abstimmungsverhalten gemäss Abgeordnetenwatch)
Den Anbau von Genmais in der EU will er lieber nicht verhindern, Kennzeichnungspflicht von Genhonig findet er überflüssig, genauso die Transparenz bei Rüstungsentscheidungen
Bei der Diätenerhöhung hat er Ja gesagt, aber die Renten in Ostdeutschland auf Westniveau angleichen? Da meint er doch lieber Nein. Rückwirkende Erhöhung von Kinderfreibetrag und Kindergeld? - Nein
Ebensowenig versteht er die Aufregung um die Schiedsgerichte. 
Ablehnung von Schiedsgerichten bei TTIP und CETA? Iwo, Nein
Klimaschutz 2020? - Nein


Thomas Mahlberg (ebenfalls Daten aus Abgeordnetenwatch)
Genmais? Aber bitte doch. Genhonig markieren? Nein? Wieso auch. Geht den Verbraucher nix an.
Transparenz ist überflüssig. Natürlich auch bei Rüstungsexporten. Lockerer sieht er das mit den Diäten. Da kann man schon mal zulangen. Aber bitte: Ja! Ein Ossi soll die gleiche Rente erhalten wie ein Wessi? Quatsch. Nein. Schiedsgerichte findet er eine sinnvolle Lösung. Dafür ist Klimaschutz eine unsinnige Massnahme.


Herr Mahlbergs Nebenverdienste hat er u.a. bei einer Firma bezogen, die sich mit dem Verkauf von Agrar-Chemie beschäftigt und damit er in Sachen Ernährung nicht ganz so aus der Übung kommt, ist er nebenher noch Aufsichtsrat in einer grossen Firma, die sich u.a. mit Catering und Kantinenkochen beschäftigt. Das ist sehr praktisch, denn so ist man dann auch Spezialist auf dem Gebiet und hat immer ein verständnisvolles Ohr für die Anliegen der Caterer.


Herr Färber ist grundsolider Landwirtschaftsmeister. So solide, dass er nebenbei auch noch ein angesehenes Mitglied im Vorstand des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg. 

Jetzt muss ich Monsanto doch mal eben schnell einen Tipp geben.
Wenn Ihr Euch eine goldene Zukunft sichern wollt, dann sorgt ihr vor allem mit einem stetigen "Informations"-Fluss und ab und an "Geschenkles" bei den Vorständen dieser Verbände. 
So macht ihr die zu einem effizienten, positiv gestimmten Multiplikator Eurer Botschaften. 
Und wenn man jetzt noch einen finden könnte, der auch noch Bundestagsabgeordneter und im Ernährungsausschuss wäre, dann würde ich dem man einen von Euren Lobby-Leuten vorbei schicken. Besonders wenn der dann auch noch Mitglied im Beirat einer Redaktion, die sich darum kümmert, dass Informationen an die Bauern weitergegeben werden. Und die, die die Bauern gerade regelmässig informiert wie harmlos Dinge wie Glyphosatrückstände im Urin... 
Öh. Moment. Macht Ihr das etwas schon? Man weiss es nicht.

Was man weiss ist, wie er über Einflussnahme von Wirtschaftsinteressen denkt. 
Denn das hat er auf Abgeordnetenwatch auf eine recht direkte Frage zu den Bedenken eines Bürgers (wie kam denn der wohl überhaupt auf so eine Idee?) geantwortet:

Frage:
"Sehr geehrter Herr Färber,

ich frage mich warum Sie und Ihre Partei so vehement gegen Regelungen für mehr Transparenz sind? Sie geben Lobbyisten freien Zugang zu den Parlamenten und lassen sogar ganze Gesetze schreiben, Sie sind gegen strengere Regelungen in Bezug auf Korruption und Mandatsträgerbeeinflussung?
[...]  Ich meine, dass es im Politikbetrieb mehr Transparenz, strengste Regelungen in Bezug auf Korruption und Mandatsträgerbeeinflussung, mehr Bürgerbeteiligung und einen generellen Faktencheck bei Debatten in den Parlamenten braucht. Wie ist Ihre genaue Meinung hierzu?"

Antwort:
"[...] Je vielfältiger die Informationsquellen eines Abgeordneten sind, umso besser seine Entscheidungsgrundlage. [...]  Und für eine gute Entscheidungsfindung muss es eben auch möglich sein, einige Ideen einfach einmal vertraulich zu diskutieren. [...] Selbstverständlich beeinflusst es auch meine Meinung, wenn ich bei derartigen Gesprächen neue Informationen erhalte. [...] Für mich ist wichtig: ich will als Politiker an meinen Entscheidungen gemessen werden, die ich selber zu verantworten habe – unabhängig davon, mit wem ich Gespräche führe."


Da kommt man ja fast in die Versuchung, ihn tatsächlich an seinen Entscheidungen zu messen.



Ich persönlich zweifle daran, dass wir tatsächlich sagen können, unsere Lebensmittel seien sicher wie nie zuvor. 

Nach knapp 4 sehr intensiven Jahren zu diesem Thema habe ich einen vollkommen anderen Eindruck gewonnen. 

Und der ist in einem Satz zusammenzufassen, der gar nicht von mir stammt, sondern aus einer Mail von einer Mutter, die mir letzte Woche schrieb:

"So ein Kindergeburtstag ist gar nicht mehr so einfach. 
Ich musste erst einmal jede Mutter fragen, welche Unverträglichkeiten und Allergien ihr Kind hat. Ich will ja keinen Unfall risikieren."



Bis später.


Donnerstag, 3. März 2016

Rinn! Never Stop.


KKWissen
RINN! NEVER STOP. Mehr essen, als der Körper braucht.
Warum man bei manchen Lebensmitteln nicht aufhören kann


Ihr kennt das alle. Da gibt es diese Dinge, da ritscht man die Tüte auf, und ehe man sich's versieht - ist sie leer. Und man will meeeehr.. und meeehr. Und mehr.

Oder ein Kilo Trauben. Hmpf. Weg wie nix.

Oder - wie meine Schwester einmal auf Facebook fragte:
"Wie viele Portionen sind in einem Häagen-Dazs-Becher?"
Einhellige Antwort: Eine!

Es gibt Lebensmittel, da scheint der normale Stop für Satt im Hirn irgendwie auszusetzen.


Man isst, bis der Magen rebelliert, weil er Überfüllung meldet - die allerletzte Bastion der Überfriss-Dich-Nicht-Mechanismen, die einen normalen Körper eigentlich schlank und gesund halten sollten.


Wer sich ernsthaft mit einem regulierten Körpergewicht auseinandersetzen will, sollte daher gut wissen, woher das kommt, und warum es sinnvoll ist, diesen Fallen aus dem Weg zu gehen.

Denn tatsächlich: Das Gehirn setzt aus.

Ein guter Grund, es schon beim Einkauf einzuschalten, lange bevor die Tüte auf dem mummeligen Sofa ritscht. 

Sonst macht doof eben dick.






Ich hatte aus einer Laune heraus in unserer Facebook-Gruppe die Frage gestellt, welches denn so die Lebensmittel sind, bei denen unsere Mitglieder bei sich selbst beobachten, dass ein natürlicher Stop nicht stattfindet, und sie oft erst aufhören, wenn der grosse Topf leer ist oder die Tüte, oder Teller Nummer siebzehn... 
Oder der Magen so voll, dass es tatsächlich unangenehm ist.


Interessanterweise stand zwischen den Kommentaren einer, der aufmerken lassen sollte: Seit sie nach KK gegessen hat, kennt sie dieses Gefühl nicht mehr.

Nur am Pausentag.
Wer KK nicht kennt: Das ist der eine Tag, an dem alles erlaubt ist... 



Ich habe also mal die ganzen Einträge aufgenommen und sie in ein paar sehr interessante Gruppen organisiert, anhand derer ich erklären kann, warum diese Lebensmittel diese Wirkung haben.


Die Crunch-Crispy-Creamy-Verschwindibusse


Ich habe ja in dem Artikel "Futterfalle Form" schon ein bisschen etwas über die verschwundenen Kalorien geschrieben.

Das sind die fluffig-knusprigen Dinger, die in der Hand noch Volumen haben, im Magen aber allenfalls ein kleines Nährstoff-Pfützchen hinterlassen, wenn sie dort ankommen.

Das dafür jedoch randvoll mit praller Energie, und weil die schon so leicht verwertbar im Magen ankommen, werden sie dann auch gleich weitergeleitet und addieren sich dermassen schnell aufs Energie-Konto, dass das Insulin gar nicht anders kann als den entstehenden Überfluss aus der Ware direkt in Speicherfett umzuwandeln.

Denn man müsste z.B. für einen Double-Choc-Cookie 40 Minuten angestrengt joggen, was aber gar nicht geht, denn bis dahin ist das Energiebündel längst ins Fettdepot unterm Bauchnabel gewandert, so leicht verfügbar, wie es ins System stürmt...

Das wären dann wohl auf die von Euch genannten Lebensmittel zutreffend, die ich hier aus Euren Nennungen sortiert habe:

Eiscreme, Tiramisu, Toast Hawaii, Nutella-Toast, Sandwich-Toast, Pudding, Raffaelo, Marzipan, Gummibärchen, Eis, m&ms, Toffifee, Kinder Schokobons, Schaumküsse, Schokocookies mit Milch, Cornflakes mit Milch, Pfannkuchen. 

Besonders charmant hierbei die Taktik, das ohnehin schon pralle Energiebündel mit Milch vorzuweichen, damit es noch schneller geht. Ich weiss, lecker. Aber dicker - eben auch.

Und der Zucker, der in den meisten Produkten da oben enthalten ist, tut sein Übriges...
Der Freudenkitzler am Belohnungszentrum bei den noch ungeübten Zuckerjunkies und der Extraspritzer Insulin bleibt auch aus anderen Gründen nicht folgenlos. 

Der Sex-Appeal ist bei diesen Dingen dann oft auch die Zucker-Seelenstreichlerei multipliziert mit dem Fett. Denn besonders gern genommen werden für das Vorhaben Ranzen-Spannen Kombis aus "Fett und Süss" oder "Fett und Salzig" oder manchmal sogar alle 3.

Jetzt mag der eine oder andere sagen:
"AHA! Doch das Fett... Sage ich ja schon immer! Und Du bestreitest das..."
Halt. Nein. Ganz so einfach ist es nicht. So lange das Fett nicht gerade Transfett heisst und in einer einigermassen vernünftigen Form daher kommt, würde es für sich alleine genommen bei den gleichen Mengen gar keinen negativen Effekt erzeugen. Diesen Unterschied verstehen zu wenige, und meiden deshalb Fett wie der Teufel das Weihwasser, dabei ist das für eine ausgewogene Ernährung doch so wichtig und der Griff zu Light ist den Teufel mit dem Zuckerstück ausgetrieben.
Den gerade die sind ganz schön oft packevoll davon, damit es wenigstens etwas erträglich schmeckt... Fett für sich genommen ist nicht das Problem, und gutes brauchen wir. Meiden ist dumm.


Milch? Sowieso. Käse? Käse!


Über Milchprodukte habe ich mich ja schon länger einmal hier ausgelassen, und mindestens das unten rot markierte sollte nachdenklich stimmen.
Wer schon dick ist, bleibt das auch.

Ein Sonderfall ist aber Käse. Längst legalisiert und tatsächlich Droge.
Käse ist ja quasi ein Teil der Milch in konzentrierter Form.
Und was viele Leute nicht wissen:
In dem Konzentrat steckt etwas sehr Beruhigendes drin:
Eine Vorstufe von Opiaten und Morphinen, die bei der Verdauung dann ihr volle Wirkung entfalten.  


Das mag jetzt vor allem für jene Suchties ein besonderes Aha-Erlebnis sein, die ein gestresstes Leben führen und besonders gerne unbewusst zu Käse greifen, weil sie das "herunterkommen" lässt. 

Der Nachteil: Das macht tatsächlich süchtig. Und wie das mit Sucht oft ist, man kommt nicht los, und will immer mehr davon. Deshalb 
ist Käse Käse. Wenn man abnehmen will. Und keine gute Idee.

Weil ich weiss, dass das vielen schwer fällt zu glauben lade ich zu einem erfolgversprechenden Selbstexperiment ein: 
Ladet ein paar Freunde ein zu einem lustigen Spieleabend, und beginnt diesen doch mit einem zünftigen Raclette oder einem leckeren Käsefondue. Die Chancen, dass der Spieleabend danach ausfällt und alle eher müde da hängen oder sogar früh nach Hause gehen stehen hervorragend, wenn alle nur genug davon gegessen haben. 

Und die Moral von der Geschicht - zuviel davon ess ich nicht:
Pizza, Käse, mit Käse überbackenes, Käse und Weintrauben, Sachen mit Käsegeschmack, Quark.


Wo wir gerade von legalisierter Sucht sprechen... 

Glutamat ist auch ein geiles Zeug...


Ich habe ja schon hier einmal etwas zu dem Effekt geschrieben, den der Geschmack Umami bei uns Menschen erzeugt. 
Einen unstillbaren Hunger nach vermeintlich hochwertigem Eiweiss, zu oft gefaked durch Geschmacksverstärker, Würze, Gewürzextrake oder Hefeextrakt. Oder trockene Tomaten. Oder ein Teil in einigen Sorten Käse. Oder schööön lang durchgebratenes Hackfleisch mit Zwiebelstückchen... Die alle können das auch... 

Man vermutet, dass die Sehnsucht nach diesem Umami-Geschmack daran liegt, dass man früher relativ schwer Zugang zu hochwertigem Eiweiss hatte, und dieser Geschmack dementsprechend keine Bremse kennt, damit sich unsere Vorfahren in Ruhe satt davon machen konnten. Nun ist aber leider erstens der Zugang heute kein Problem mehr und zweitens das hochwertige Eiweiss kein Eiweiss, sondern weisses Pulver namens Mononatriumglutamat, das in Fertigprodukte, China-Essen, etc eingebaut wird, eben WEIL es genau so wirkt.

Es heisst: Geschmacksverstärker.
Dabei müsste es eigentlich besser heissen: Der Fressstopp-Blocker.


Ein bisschen davon unters Essen gemischt und der einzige, das Euch dabei bremst unnatürlich viel von etwas zu essen - ist Euer Magenvolumen.


Dementsprechend sind die folgenden Eurer genannten Non-Stop-Produkte auch folgeerichtig:

Reis beim Chinesen, Essen beim Chinesen, Sushi (Klebereis), Nudelsuppe, Pasta, Spaghetti, Gulasch, Bolognese, Hackfleisch, Chips und Flips



Wo Stärke Schwäche macht...

Und dann ist da ja noch alles mögliche, das besonders stärkehaltig ist.
Und vorab klein gemahlen? Noch besser. Wenn man zunehmen will...

Eine Scheibe Brot oder Brötchen alleine ist nach ca einer Stunde mit Vollgas einmal durchs komplette Verdauungssystem geflitzt. Und hat wie wir neu gelernt haben zusammen mit ein paar anderen Lebensmitteln nebenbei noch unserer Darmflora den Hals durchgeschlitzt.

Wir sind noch nicht ganz soweit einen Nachweis führen zu können, auf welchem Weg das einen nachteiligen Effekt auf das Sattgefühl hat, aber es gibt erste Ansätze. Und interessantweise gibt es im Glyphosat-Schwimmbecken USA ganze Landstriche, wo die Bürger überhaupt kein Sättigungsgefühl mehr entwickeln.

Leider müssen wir davon ausgehen, dass hier ein sehr direkter Zusammenhang besteht. D.h. man wird nicht nur in der Gesundheit geschädigt weil vergiftet, nein, als Nebeneffekt auch noch dick, was doppelt blöd ist da sich das Zeug anscheinend auch noch schön in den Fettzellen ablagert - entgegen der Beteuerung einiger, die damit Geld verdienen...


Das trifft dann so gut wie auf alle Lebensmittel zu, die Ihr hier genannt habt:

Backwaren, Toastbrot, Tiramisu, Toast Hawaii, Nutella-Toast, Sandwich-Toast, Pudding, Raffaelo, Marzipan, Gummibärchen, Eis, m&ms, Toffifee, Kinder Schokobons, Schaumküsse, Schokocookies mit Milch, Cornflakes mit Milch, Pfannkuchen, Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Gnocci, Kartoffelsalat, Haferflocken, Pizza Milchreis, Reis, Pasta Spaghetti, Chips, Flips. 

Denn sowohl in Milch als auch in Getreide und Kartoffeln sind relativ hohe Konzentrationen bereits gemessen worden bzw zu erwarten. Und sowohl Zuckerrohr als auch Zuckerrüben werden sikkiert. Ebenso der Mais, aus dem heute eine Menge Zucker extrahiert wird und ab nächstem Jahr noch mehr... Bei uns heisst das dann z.B. Glucose-Fructose-Sirup in den Zutatenlisten. Oder umgekehrt. Je nach Konzentration.

Und dann: Höh? Aber Hallo?!


Und dann kommt noch die grosse Überraschung, die ich mir für den Schluss aufgehoben habe. Das ist der Punkt, an den die wenigsten denken, und schon gar nicht 90% derjenigen, die sich berufen fühlen anderen etwas über Ernährung zu erzählen.

Ihr hattet folgende Lebensmittel genannt:
Ananas, Trauben, Apfel, Kirschen, Mango, Datteln, Cherrytomaten, Erdbeeren, 
Himbeeren, Heidelbeeren, Wassermelone, Honig, Rosinen, Pflaumen, Birne, getrocknete Feige, Malzbier(soße), Weisskohl (Kohlrouladen) und Sauerkraut...

Jetzt kommt die Frage aller Fragen... 
Was haben die denn wohl bitteschön allesamt gemeinsam?
Bei einer kleinen Minderheit mag es gerade laut klicke-di-klacken im Hirn.
Denn die wissen das - zwangsläufig. Weil sie es wissen MÜSSEN. 
Und das sind die Fructoseintoleranten unter uns. 

Denn fast alle sind knallrot auf deren Musst-Du-Meiden-Liste, oder mindestens tief-dunkelgelb. Und das, weil sie sich durch einen überdurchschnittlich für den Körper relevanten hohen Fructosegehalt auszeichnen.

Und wenn Ihr Euch jetzt zurecht fragt, wie sich das denn wohl mit dem Nimmersatt-Gefühl vereinbaren lässt, dann solltet Ihr die Antwort SEHR aufmerksam lesen:

Fruktose ist stark energiereich und süss. Und damit verlockend ohne Ende.

Die Krux: 
Sie sorgt für fast keinen Insulin-Anstieg.
Normalerweise klopft aber das Insulin oben im Hirn an und sagt: "Feierabend, satt".
Nun nehmt Ihr aber eine Süsse auf, die dem Hirn suggeriert:
Juhu, Energie, und dann - kommt kein Feedback. Also - kein Stopp-Signal.
Stattdessen denkt der Kopp: lecker, mehr.
Und somit eben erst dann genug, wenn der Magen spannt.

Und noch was zweites ist fatal...
Wenn Ihr in diesem Zustand dann etwas anderes "normales" esst, das für sich genommen harmlos ist - werdet Ihr auch davon automatisch mehr essen, ob Ihr wollt, oder nicht.
Es sei denn, Ihr achtet mit Hintergrundwissen ganz bewusst darauf.

Denn Euer Körper spürt zwar immer noch, dass da was Normales kommt, aber lechzt förmlich nach dem, was angekündigt war aber er nicht "sehen konnte", weil das Feedback gefehlt hat. Und da das "normale" nicht die angekündigte Energiedichte hat, braucht es mehr davon, um endlich satt zu machen.

Das ist eines der zwei wichtigen Argumente, warum wir sagen, dass Obst und Abnehmen nicht zusammengehen. Und eines, warum Haushalts-Zucker & Co so fatal sind, denn die bestehen zur Hälfte aus Fructose das heisst nur halb so viel Energie kommt an wie erwartet...

Aufpassen muss man dann aber eben auch gerade bei Unerwartetem wie eigentlich konformen (Cherry-)Tomaten, Weisskohl-Rouladen und Sauerkraut.

Da ist es dann besonders wichtig, dass man sich an wichtige Empfehlungen wie die 2/3 - Regel mit dem Gemüse hält, damit man tatsächlich sinnvoll satt wird, ohne zuzulegen... 

Zusammengefasst in Axel-Manier:

Bist Du KKlug im KKopp,
bleib dünn und achte auf Dich,
statt "Rinn! Never Stopp." 



Bis später.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Heisse Luft im Presseportal

KKritisch
Wie man heisse Luft produziert
Grosse Fresse im Presseportal


Vor 2 Tagen erschien ein "interessanter" Artikel im Presseportal.

Glyphosat sei doch was Tolles steht da sinngemäss, und jeder der etwas Kritisches dagegen sagt verbreite heisse Luft, und das "viel zu oft ohne wissenschaftliches Fundament".







Aus dem Nachweis von Glyphosat in Muttermilch wurde ein angeblicher, das würde eine aktuelle (die natürlich) wissenschaftliche Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung belegen.

Zur Erinnerung - das BfR sind die, die die Aufgabe übertragen bekommen, das Risiko Glyphosat für die Europäische Union zu bewerten und das dann lieber den Hersteller selbst erledigen lassen, weil es einfach zu viel Papier ist. 
Und weil auf dem Papier dann auch noch zu viele Buchstaben stehen, streicht man einfach mal willkürlich raus, was nicht ins Bild passt. Das einzige, was sie in meinen Augen pulverisieren ist unsere Gesundheit.

Es folgt ein Rundumschlag gegen alle und jeden, die in letzter Zeit Kritik an dem Stoff geübt haben. Alle anderen sind Pfeifen, nur wer positiv schreibt oder die diskreditiert, die dagegen sprechen, das sind die Helden, die Experten, die mit der gepachteten Ahnung.

Erzählt wird das alles von einer Frau Ursula Lüttmer-Ouazane. 
Die kennt sich aus. Mit heisser Luft.
Schliesslich ist sie, wie in dem Bericht steht, die von der AGG, das ist die Arbeitsgemeinschaft Glyphosat. 


Einen Tag später tauchen dann prompt auch die passenden Berichte in der Tagespresse auf. Denn das ist, was ein Presseportal ist: 
Da können sich sackfaule Journalisten an vorgefertigten Inhalten bedienen, ohne sich grossartig mit etwas Lästigem wie Recherchen befassen zu müssen. 
Das wäre ja Arbeit, die kostet Zeit und Zeit ist Geld und - Ihr wisst schon. 
Hier ein Sätzchen umgestellt, da zwei Worte umformuliert und schon ist Feierabend.

Was waren das noch Zeiten, als Journalisten hinter der grossen Story her waren und sich eher mit den ernsten Fragen zu den Mächtigen beschäftigt haben... 

Heute: Copy&Paste. 
Ein Job schafft sich ab. Und merkt's nicht mal.

Denn was die wenigsten wissen ist - wie funktioniert eigentlich so ein Presseportal?

Wikipedia weiss dazu:
"Presseportale sind Websites, die auf das Veröffentlichen von Pressemitteilungen spezialisiert sind. Sie informieren somit die Allgemeinheit und speziell Journalisten über Aussagen, Dementis, Ereignisse, Produkte und Veranstaltungen. Presseportale werden von Institutionen oder Unternehmen, häufig auch durch PR-Agenturen mit Pressemitteilungen bestückt."


AHA! PR-Agenturen... Also Werbemacher. 
Das bedeutet also, wenn man das weiterdenkt, die Journalisten, die da ungeniert abschreiben sind eigentlich nichts anderes als Handlanger der Werbeindustrie. 

Sogar hier geht es gar nicht mehr um die Erzeugung von Information und Nachrichten, nein, es geht um die direkte Verteilung von Werbebotschaften. 

Wer ist das eigentlich, diese AGG für die diese Lütte Uschi da spricht?
Ah, steht ja mit Sternchen in der Pressemitteilung - äh Werbeschrift:
In der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat engagieren sich die Unternehmen ADAMA Deutschland GmbH, Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG, Dow AgroSciences GmbH, Helm AG, Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Nufarm Deutschland GmbH, Syngenta Agro GmbH.

Hach - Das sind doch die, die dem BfR den positiven Glyphosat-Bericht vorgeschrieben haben. In trauter Eintracht beieinander. Nur dort klingt das englischer, das heisst die Glyphosate Task Force (GTF). Vermutlich zu militärisch für eine Werbeschrift.


Aber hey... wieso haben denn die Journalist-ies denn das in ihren Berichten nicht auch abgeschrieben? 

Wär doch toll, wenn man als Leser einordnen könnte, wo sowas eigentlich herkommt. 
Schon um die Seite dann umgehend für den eigentlichen Zweck zu verwenden, nämlich den Biomüll damit einzuwickeln.

Ah - das wirkt dann nicht so... und ah - ich sehe - die arbeiten mit Geheimsprache...
Sternchen heisst: Bis hier kopieren, und nicht weiter. 

Selbst da hilft man ihnen, den Obsoleten von morgen.



Man könnte natürlich auch der Realität ins Auge sehen und alternativ sagen: 

Wer als Hersteller eine Studie an Ratten über 90 Tage für eine ausreichende Langzeitstudie für die Wirkung eines Stoffes am Menschen für ausreichend hält, sollte in Sachen wissenschaftliche Fundamente einfach mal gepflegt die grosse Fresse halten.



Verlängert man den Test an Ratten über die 90 Tage hinaus, sind mit blossem Auge Tumore sichtbar.



Und wer selbst schon mit Strafurteilen wegen wissenschaftlichen Betrugs speziell zu dem Stoff Glyphosat in Verbindung gebracht wird, hat erst Recht keinen Anspruch darauf, andere zu beurteilen.


Und wieso sich hier wohl in zwei Wochen die Darmflora verändert hat?
Ich vermute doch mal stark, die Bakterien werden kaum an Kalorienmangel eingegangen sein... 
Beinhahe Food - also... Fast...


Ach - und noch eins zum Schluss, liebe Leser... Apropos Copy & Paste... 
Kopiert doch mal den Namen "Ursula Lüttmer-Ouazane" in das Google-Suchfenster.
Ihr werdet staunen, wer das ist.


Bis später.



Weiterführende Links:
Heisse Luft im Presseportal

Was ein Presseportal ist: Wikipedia



Samstag, 13. Februar 2016

Wenn andere auf die Tube drücken

KKommentar
Warum es plötzlich eilt...
Für den 7. oder 8. März 2016 wird das Ja für 15 weitere Jahre Glyphosat erwartet

Unnötige Gesundheitskosten im dreistelligen Milliardenbereich und bleibende Schäden an der Bevölkerung. Das ist, was ich mit der Wiederzulassung des Herbizids Glyphosat erwarte.

Seit der Veröffentlichung meines Filmchens, das einen Mechanismus beschreibt, der das Mittel weitaus schädlicher macht als "nur" 2a - wahrscheinlich krebserregend (Einstufung: IARC) war doch einiges los hier bei mir.

Es geht eine recht muntere Diskussion durch die Wissenschaft. 
Auf der einen Seite sind da die, die Geld damit verdienen. 
Und nicht müde werden zu behaupten, das Mittel sei sicher.
Das klappt aber offensichtlich nur dann, wenn man die Langzeitwirkung auf dem Menschen an 30 Ratten für 90 Tage testet. Schon ab dem vierten Monat werden die Ratten komisch und entwickeln Krebs. Sagen andere.


Andere, das sind eine ganze Reihe unabhängiger Wissenschaftler, die vom Gegenteil überzeugt sind. Und die massive Risiken eingehen, wenn sie ihren Mund aufmachen.
Da werden Forschungsgelder gestrichen, Leute verlieren ihren Job, sie werden diskreditiert. Von bezahlten Schreibern im Internet.

Und auf der Seite der Befürworter: Unser Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Da die Deutschen für Gründlichkeit bekannt sind, wurde das von der EU  (EFSA) beauftragt, einen Bericht zu schreiben, wie es denn um die Gefährlichkeit des Stoffes steht. Das hätte für sich schon schief gehen können, denn wenn 9 von 13 "Experten" beim BfR wirtschaftliche Verbindungen zur Ag(g)ro-Chemie haben, dann hat das meiner Meinung nach wohl kaum etwas mit Unbefangenheit zu tun.

Aber es kommt noch dicker. 
Damit das auch ganz sicher schief geht, hat den fraglichen Bericht gar nicht erst das BfR verfasst, sondern die Hersteller selbst. Für mich ist das, als schlenderte ein Angeklagter gelassen zur Richterbank und sagt: "Mach mal Platz, Jüngelchen, das Urteil schreibe ich selbst..."

Das ist öffentlich berichtet worden, nämlich am 02.11.2015 vom WDR.
Aufschrei der Medien? Blieb aus. Aufschrei der Politik? Haben sie wohl nicht mitbekommen.

Aufschrei der besorgen Bürger? Hm. Die hacken anscheinend lieber nach unten, als nach oben.

Trotzdem tauchen jetzt selbst vom deutschen Umweltbundesamt unliebsame Fakten auf, nämlich dass in Studien auf einmal Glyphosat im Urin festgestellt wurde. Und das nicht zu knapp.
Wie auch bei anderen Studien muss man wohl so zwischen 60-70% an betroffenen Bürgern rechnen.


Und der Protest wird lauter.

Deshalb nimmt man nun das Urteil des BfR (äh der Industrie) heran und peitscht das Unverantwortlichste durch, was es seit Jahrzehnten überhaupt gegeben hat. 

15 Jahre weitere Besprühung unseres Essens mit Gift. Sogar ohne nennenswerte Einschränkung. 
Ein Gift, das nachweislich und unfreiwillig in den Körpern der Bürger landet, und von dem bisher alleine die Industrie behauptet, es sei unschädlich. Es aber auf der anderen Seite eine Menge Studien gibt, die das Gegenteil behaupten, und die vom BfR dreist herausgestrichen worden sind bei der Beurteilung, die an die EFSA ging.

Und jetzt kommts. Wisst Ihr, wer es auf einmal eilig hat? 
Der EU-Oberboss für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Vytenis Andriukaitis.
Klingt griechisch, ist aber Littauer. Und ein ganz besonderer dazu.




Wir fragen: Können diese Augen lügen?

Als ich den Namen las, wer da so auf die Tube drückt, dachte ich mir... da war doch mal was?
Ach ja, richtig, das war was. Die einen mögen sagen, die besondere Qualifikation für einen EU-Kommissar ist, dass er einmal etwas war, das mit dem Kommissariat zu tun hat.

Bei allem, was ich in dem Sumpf der offensichtlich getürkten Wiederzulassung gesehen habe, fürchte ich so langsam, man muss für diese ungute Konzentration der Machtfigur EU-Kommissar eine ganz andere Qualifikation mitbringen.




Einige könnten das vermuten...



Wenn wirtschaftliche Interessen über der Gesundheit der Bevölkerung stehen, und deutsche Behörden sich derart ungeniert zum Handlanger der Industrie machen, hört der Spass auf.


Vor ein paar Tagen habe ich einen Umschlag bekommen. Wahlbenachrichtigung.
Ich weiss noch nicht, wen. 

Aber alles ist besser, als diese eingeschworene selbstherrliche Truppe da oben, die auf den Bürger scheisst.



Bis später.


Weiterführende Links:
Bericht: Wiederzulassung steht bevor (viele Details) Top-Agrar.com 
Wikipedia: Vytenis Andriukaitis
Neue Zürcher Zeitung vom 10.07.2004 - Neuer Korruptionsskandal in Littauen



Freitag, 29. Januar 2016

Film: Gift im Darm - 100 Krankheiten, eine Lösung

EigenproduKKtion
Film: "Gift im Darm - 100 Krankheiten, eine Lösung"
... denn nicht der Krebs ist das Problem.


Als ich vor Jahren kugelrund und unzufrieden beschlossen habe, etwas zu ändern war mein Plan klar: Ich wollte verstehen, was es ist, das uns in einer so grossen Zahl dick werden lässt. Und krank.






Mir war bewusst dass - wenn ich nicht verstanden habe, woher das gekommen ist und ich das zukünftig nicht vermeide - würde mich genau das treffen, was allen Angst macht - und viele davon abhält, überhaupt erst den Anfang zu machen: Der Jojo-Effekt.

Ich forschte also unermüdlich, tagaus, tagein, las genau, was die Mitglieder meiner Facebook-Gruppe so alles zurück meldeten wälzte Studien und Bücher und kam vielen Wahrheiten damit für mich genauso auf die Spur wie auch Ernährungslügen und -mythen.

Klar war schnell, dass wir Dinge in unserem Essen haben, die unsere natürlichen Sinne nicht ganz bei Trost sein lassen, und wenn ein Stoff das Zeug dazu hat, dann ist das bei der typischen Menge, die wir so untergeschoben bekommen ganz klar der Zucker.

Wenn man nun so lange mit so vielen Menschen mit dem gleichen Problem Übergewicht zusammen ist, dann erkennt man nach und nach Muster. Und - auch wenn bestimmte Krankheitsbilder relativ logisch mit dem übermässigen Zuckerkonsum zu erklären waren - einige waren es nicht.

Irgendwann im vergangenen Jahr habe ich eine Dokumentation von arte angeschaut.
"Tote Tiere - Kranke Menschen" war der Titel. Auf YouTube zu finden, meine Empfehlung. Auch wenn manche Dinge daran nicht so ganz einfach auszuhalten sind: Wahrheit und Wissen schadet nie.


In dieser Dokumentation sagte eine Veterinärin, Frau Professor Dr. Krüger zwei Dinge, die mich aufmerken lassen haben. 

Erstens: Sie habe versucht, von sich und ihren Mitarbeitern Urinproben ohne das Herbizid zu bekommen. Fehlanzeige. Alle hatten Rückstände. Inklusive ihr selbst.


Und zweitens: Sie sprach davon, dass sie festgestellt habe, dass die guten Darmbakterien in Verbindung mit dem Giftstoff weniger werden, und schlechte mehr.

Gerade das letztere hat mich nicht mehr losgelassen, ich begann, mir das näher anzuschauen, zu recherchieren, Daten zu sammeln. Zwischendurch kamen einige Presseberichte zu dem Thema, und es wurde immer klarer - ein sehr, sehr grosser Anteil der Bevölkerung hat dieses Pflanzenschutzgift bereits im Körper.

Am 04.01. diesen Jahres war es dann soweit. Irgendwann, tief in der Nacht steckte ich das letzte Puzzlestück in das grosse Mosaik. 
Und hatte danach ca eine halbe Stunde Gänsehaut...

Wenn DAS wahr sein sollte... 

Ich begann mich in den folgenden Tagen langsam zu beruhigen, und zeigte meine Ergebnisse ein paar Leuten vom Fach.

Ich sagte: "Spinn ich, oder stimmt das?" 

Nach 5 Minuten Präsentation meiner Theorie wurden ausnahmslos alle blass...

Ich sagte zu zwei Doktores, die ich kenne: 
"Bitte, sucht einen Fehler, bitte, lasst das nur Unsinn sein..."

Beide antworteten unabhängig voneinander das gleiche... 
"Ich befürchte, ich kann da keinen Unsinn finden. Das sieht sehr leider korrekt aus." 
Und einer dann: "Ab morgen wohl nur noch Bio..."

Was ich gefunden habe war der Zusammenhang mit einer ganzen Latte von typischen Krankheiten, von denen ich in unserer Gruppe lesen musste, und von denen auch  klar war, dass sie insgesamt in riesigen, ständigen Zahlen längst einen viel zu grossen Teil der Industrieländer betreffen.

Klar, es gab da schon Menschen, die Zusammenhänge sahen, aber niemand hatte eine Erklärung dafür, was genau die Verbindung ist.

Ich dann schon. Ab dem 04.01. ...

Es ist mir durchaus bewusst, was ich mit meiner Veröffentlichung heute möglicherweise anstossen werde. 

Viele werden sich damit unwohl fühlen, einige werden es nicht glauben wollen, und ein paar weitere werden wohl wie immer aus rein wirtschaftlichen Gründen dagegen sprechen.


Ich bin lange genug mit meinen Recherchen in dem Sumpf aus Lobbytum und Politik unterwegs um in etwa abschätzen zu können, was da wohl für Argumente kommen werden... 

Mag sein, dass ich mich vielleicht in Teilen mit meiner Entdeckung falsch liege - das Risiko werde ich wohl eingehen müssen... 

Denn - wenn ich eben doch richtig liege, dann sprechen wir hier von einer der grössten Gesundheitskatastrophe der letzten Jahrzehnte. 

Und es spricht leider sehr, sehr viel dafür, dass es so ist.

Und dann müssen wir handeln. Und zwar schnell.


Bis später


Weiterführende Links:
FILMBEITRAG:
Gift im Darm - 100 Krankheiten, eine Lösung
Dauer: 18:47 min, deutsch



Tags: ADS/ADHS, Alzheimer, Antriebslosigkeit, ASTHMA, COPD, AUTISMUS, Autoimmunerkrankungen, Bipolare Störungen, Brustkrebs, Colitis Ulcerosa, Demenz, Depression, Depressive Verstimmungen, 
Diabetes Typ 2, Fibromyalgie, Hashimoto, Lernschwierigkeiten, Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündungen, Migräne, Multiple Sklerose, MS-Verdacht,  Schilddrüsenunterfunktion, Schlafstörungen, Parkinson, Prostatakrebs, REFLUX,
SODBRENNEN, Reizdarm, Wachstumsstörungen bei Kindern, Zöliakie

Donnerstag, 21. Januar 2016

Wie geht das denn? Diätgetränke helfen besser beim Abnehmen als Wasser?

KKommentar
Der Preis der Wahrheit
Was eine gekaufte Studie heute wert ist

Im International Journal of Obesity (Obesity = Adipositas) erschien am 10.11.2015 eine sogenannte Meta-Studie mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass sogenannte Diätgetränke besser beim Abnehmen helfen als Wasser. Um die Bedeutung klar zu machen: Eine Meta-Studie hat auf den ersten Blick mehr Gewicht, weil sie verschiedene Studienergebnisse zusammenfasst, und so einen grösseren Überblick verschafft.

Nun wissen wir bei KK aus jahrelanger Erfahrung, dass das auf gar keinen Fall stimmen kann. Was also ist hier passiert?!



Nun, wenn man wie ich schon eine Weile auf dem Gebiet unterwegs ist, dann fährt man bei Studien fast schon reflexartig nach unten um nicht unnötig Zeit zu verschwenden.

Und schaut als erstes auf die Conflicts of Interest (COI), also der Erklärung der Interessenskonflikte. Für mich hätte das sofort gereicht, um die Seite als Datenmüll zu schliessen, denn das ist, was da zu finden ist:

"Peter J Rogers has received grants from Sugar Nutrition, UK in support of research on the effects of sugar on human appetite. Cees de Graaf has received grants from the Dutch Sugar Bureau in support of a study on brain responses to sugars and low energy sweeteners. Suzanne Higgs has received a grant from Canderel in support of research on the effects of low-energy sweeteners on human appetite. Anne Lluch and David J Mela are employees and shareholders of companies that manufacture products containing sugars and low-energy sweeteners. Peter Putz is an employee of ILSI Europe."

Allerspätestens nach der Benennung von ILSI war klar, dass dieses Ding nicht die digitale Tinte wert ist, die da auf meinem Monitor verbraucht wird. Schade um den Strom.

Denn die ILSI ist eine relativ mächtige Lobbygemeinschaft, in der so ziemlich alle Industrie-Giganten wie Coca Cola, Danone, Pepsi, Red Bull, Monsanto und viele mehr vertreten sind.

Aber dann wurde mir gestern ein Bericht zugeschickt, dass das in der Presse aufgegriffen wurde, und zwar endlich einmal von der richtigen Seite. Und nachdem ich das las, habe ich gedacht, das ist so gut aufbereitet, dass ich Euch das nicht vorenthalten kann, als gutes Beispiel, wo wir diesbezüglich momentan stehen...

Eine Meta-Analyse sieht heute so aus, dass man 5.500 Veröffentlichungen ignoriert, die das exakte Gegenteil (wundert uns nicht wirklich, oder?) gezeigt haben und 3(! in Worten DREI!) herauspickt, und deren Ergebnisse dann präsentiert. Nochmal: 5500 zeigen das Gegenteil, 3 werden dann zu einem gewünschten positiven Endergebnis als Metastudie verwurstet.

Besonders ärgerlich ist das, wenn man sieht, dass nicht nur die ILSI für diesen Datenschrott bezahlt hat, sondern leider auch die britischen Steuerzahler und wir über die EU. 

Und wenn man dann noch sieht, dass der Betrag für einen gekauften Autor 750 Britische Pfund, also lächerliche 988 Euro ist - dann würde ich gerne wissen, was der aktuelle Preis für eine Seele ist.

Ich weiss nicht, wieso diese Herren "Wissenschaftler" nicht begreifen, dass sie damit ihren eigenen Berufsstand mittelfristig überflüssig machen. Wenn Wissenschaft heute nicht mehr den Werten von einst folgt, dann wird ihr morgen niemand mehr zuhören. Und eigentlich verstehe ich auch nicht, wieso die anderen Wissenschaftler, die ihren Job ernst nehmen, nicht lauter werden. Leute, die nehmen Euch jede Glaubwürdigkeit.

Schlimm ist, dass das dann auch noch in einem Journal veröffentlicht wird, in dem sich Menschen informieren, denen es wirklich ernst ist, mit der Bekämpfung von Adipositas.

Seid vorsichtig mit Studien, seid vorsichtig mit Zeitungsberichten in Hochglanz-Magazinen, die von solchen Studien abschreiben.

Ich bin sicher: 
Eines schönen Tages wird sich das alles wieder regulieren. 
Denn so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. 

Aber momentan ist der Unterschied zur Wahrheit für unter 1000 Euro zu haben...

Bis später.


Weiterführende Links:
Original-"Studie" (englisch)
Ein Online-Bericht auf RT  

EU-Babynahrung: Puh, das war knapp

KKolerisch
EU: Vorstoss für Babynahrung vorerst gekippt
30% Zucker: Als hätten wir nicht schon genug Probleme mit Übergewicht

Wie still so ein Skandal doch abläuft sollte uns nachdenklich machen.
Da haben doch ein paar Genie-Hirne bei der EU einen Antrag in Sachen Babynahrung gestellt....




Drei Punkte stechen dabei besonders heraus:

1) Die erlaubte Zuckermenge sollte auf 30% angehoben werden (WHO: max 10%)


2) Zusätze von gentechnisch veränderten Rohstoffen sollten erlaubt, die Schadstoffmenge 
für Endokrine Disruptoren, Pestizide, u.a. Glyphosat sollte angehoben werden (derzeit: null)

3) Eine Kennzeichnung auf den Gläschen, die bisher eine Empfehlung ab dem sechsten Monat ausgewiesen hat sollte entfernt werden. Die steht deshalb drauf, weil man die Mütter gerne zu dem wesentlich vernünftigeren und gesünderen Stillen animieren will. 

Herrgott! Es sind kleine Babies! 

Nicht einmal die sind mehr sicher vor solchem Wahnsinn. 

Gut, es ist nicht durchgegangen (vorerst), aber allein, dass solche Anträge überhaupt erst gestellt werden ist doch ein weiteres Armutszeugnis für Ethik, Moral und Anstand. 


Ich bleibe kurz heute (ja, manchmal geht das...)

Es sind ja demnächst Wahlen. Falls Euch interessiert, wer hier gegen die Bevölkerung und für das Zuckerbaby-Pansch-Futter gestimmt hat:
Das sind die roten Daumen... 




Die grünen Daumen haben verstanden, was hier auf dem Spiel stand und uns bewahrt.
Nur mal so gesagt, falls Euch der Bleistift demnächst an der Urne juckt...

Achja. Wisst Ihr was fast schon witzig ist?

Die Lobby-Gruppe der Industrie Specialised Nutrition Europe (SNE) hat anscheinend die Ablehnung "zutiefst bedauert". 

Die Mitgliedernamen dieser Gruppe  lesen sich ziemlich neutral. 
Gerade das ist aber aufregend, darauf komme ich sicher nochmal zurück... 

Aber für Deutschland bedauert das der DIÄTVERBAND e.V.  
Und deren Mitgliederliste ist anscheinend zu geheim für das Internet. 

Zu schade.

Das wär jetzt doch so eine schöne Entscheidungshilfe für die verantwortungsvollen Mütter gewesen... 



Bis später.



Weiterführende Links:
Das Original-Papier der EU
Bericht der Grünen, ohne den Genteil (englisch)
Bericht mit allen Details (englisch).