Montag, 12. Mai 2014

Lassen wir los, denken wir neu

Fakten vs Zöpfe
Warum Umdenken eine gute Idee sein dürfte
Festhalten oder neu bewerten, das ist hier die Frage...

Gelegentlich hat meine Tätigkeit eine ziemlich anstrengende Seite.

Damit meine ich nicht die stundenlange Recherche in englischsprachiger Fachliteratur, das sicher auch - nein - was ich meine, kommt aus einer ganz anderen Richtung...


Ich habe ein sehr gutes Verständnis für den Umstand, dass viele Menschen einem Abnehmkonzept wie KK zunächst einmal hinterfragend gegenüber stehen.

Da sind ja doch ein paar Merkwürdigkeiten wie z.B. der Verzicht auf Milchprodukte und Obst, die einen erst einmal stutzen lassen. Zu lange wurde überall erzählt (und wird es noch), dass Milch wichtig für die Knochen ist und Obst unglaublich wichtig ist, weil da Vitamine drin sind, und der Verzicht auf gutes Brot oder Kartoffeln ist undenkbar.

Und nun kommt einer daher, und behauptet, dass man besser abnimmt, wenn man die weglässt. Und das auch noch im Rahmen einer Ernährungsumstellung, d.h. einer längerfristig angelegten Sache.

Da müssen einem doch die Knochen splittern und Haare und Zähne ausfallen?

In solchen Momenten wünschte ich dann immer, es wäre schon Samstag und in der Facebook-Gruppe ziehen die Erfolgsmeldungen wie am Fliessband vorbei
(Kleine Erklärung für die, die nicht in der Gruppe sind oder das noch nicht kennen: 
samstags haben sehr viele Ihren Pause- und damit Wiegetag und präsentieren in guter Gewohnheit stolz ihre Erfolge...)

Nun - irgendwoher muss das ja kommen. Ich meine, wenn bei uns ständig Menschen von ihrer erfolgreichen Abnahme berichten, wenn wir wunderbare Vorher-Nachher-Fotos gezeigt bekommen von Menschen, die zwischen 10 und 20 kg in einer relativ kurzen Zeit abgenommen haben (und nebenbei ein neues Leben fanden) - dann ist das kein Zufall.

Auf der anderen Seite steht Folgendes:

Auch das muss doch irgendwoher kommen. 
In dieser Ausprägung KANN das kein Zufall sein.

Und ich bezweifle, dass diese Menschen da oben das Ding mit dem Übergewicht freiwillig gewählt haben. 

Plus ich bezweifle ausserdem, dass diese Menschen alle noch nie etwas zum Thema Ernährung gehört haben. Nein, ich glaube sie alle kennen das Ding mit der Milch, die Sage vom gesunden Obst und den Vitaminen und ich würde wetten, dass ein Grossteil dieser Menschen sich selbst eigentlich bescheinigt, sie würden sich einigermassen gesund ernähren.

Ich stelle dazu eine ganz einfach Frage: "Warum läuft dann trotzdem etwas schief?"


Wir Menschen neigen dazu, dass wir Dinge, die wir oft hören, lesen oder sehen irgendwann in unsere Realität einbauen. Das ist keine schlechte Sache an sich, denn oft liegen wir damit ja nicht gar nicht so falsch.

Was wir dabei vergessen ist, dass Dinge, die oft gesagt oder geschrieben werden nicht mit der Garantie auf Wahrheit kommen. 


Im Gegenteil: Werbung zum Beispiel funktioniert nach dem ganz einfachen Prinzip, dass man etwas nur oft genug gesagt bekommen muss, um es zu glauben.
Baba pa pa ba pa pa: McDonalds, ich... (na, klingelt's auch!?) 



Ich glaube, wir hinterfragen zu wenig. Die Zahlen da oben sind Fakt. Nicht wegzudiskutieren.

Ich für mich schliesse daraus, dass spätestens wenn man sie kennt ein guter Moment ist zu hinterfragen,  was wir über Ernährung gelernt haben - vor allem dann, wenn wir zu jenen dort oben gehören, die mit ein paar Kilos zuviel zu kämpfen haben.



Das bedeutet für mich weiter, dass jemand, der mit einem Gewichtsproblem zu unseren KK-Gemeinschaft stösst, am leichtesten zum Erfolg kommt, wenn die Bereitschaft ist, das "alte Wissen" einmal ganz ernsthaft zu hinterfragen. Vor allem dann, wenn dem eigentlich gar keine Fakten, sondern reines Hörensagen (oder Werbung?) zugrunde liegen.

Mein Vorschlag an jene Hinterfrager, Zauderer und Zögerer lautet daher:
Folgt doch einfach mal - sagen wir für zwei Wochen - ohne gross zu Zweifeln, dem KK-Konzept genau so, wie es aufgeschrieben steht. Ohne selbstgenehmigte Ausnahmen, ohne Lebensmittel oder Getränke, von denen Ihr meint, sie wären unverzichtbar. Das sollte nicht schwierig sein - was sind schon zwei Wochen. Und - was könnt Ihr verlieren? (Ausser Kilos?)

Dann zieht nach den 14 Tagen Euer persönliches Zwischenfazit.
Zwischenrein lest mit, was in der Gemeinschaft so geschrieben wird, und vielleicht diesen Blog nach und nach durch. 


Bis dahin habt ihr so viel Verständnis, Informationen und Motivation gesammelt, dass Ihr dem Erfolg kaum aus dem Weg gehen könnt.

Und - ist nicht DAS Euer Ziel!?


Bis später.



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