Donnerstag, 24. September 2015

Lieber Nesteln als ehrlich

KKurz+KKnackig
#Frag Nestlé... lieber nicht mehr
Wie Nestle die Lust am Dialog mit dem Verbraucher verlor


Hashtag: Frags noch einmal, Sam... 


Eine kuriose Geschichte reiht sich momentan an das in den letzten Wochen - z.B. durch TV-Berichte - schon ein bisschen angeschlagene Image des Nestlé-Konzerns ein. 

Die Marketingabteilung des Konzerns wollte den offenen Dialog mit den Kunden.
Der gewählte Weg: Twitter.

Für die vielen Nichtzwitscherer in unseren Reihen kurz erklärt:
Man kann dort mit einer Markierung, dem sogenannten Hashtag zu einem bestimmten Thema Nachrichten schreiben und alle anderen können das suchen und finden. 


Gedacht war das so, dass die Verbraucher unter dem Hashtag #Frag Nestlé ihre Fragen stellen sollen, ich denke mal vor allem zu den Produkten von Nestlé.

Tatsächlich passiert ist aber etwas anderes.
Statt Fragen zu den Produkten zu stellen haben ein paar Fragen zur Unternehmensmoral gestellt.

Das hat sich dann unter anderem so gelesen:


"Warum lasst Ihr Menschen verhungern?"

"Warum wird das Wasser vom trockensten Kontinent nach Europa verkauft anstatt es den Menschen dort zu lassen?"

"Warum hasst ihr Regenwälder? Warum liebt ihr Kinderarbeit? Warum habt ihr ein Monopol für Schokolade und Wasserflaschen?"

"Warum wollt ihr an Wasser verdienen, das ihr von den Ärmsten auf der Welt stehlt?"

"Warum seid ihr nicht so ehrlich, u schreibt auf eure Produkte "Kann Spuren von Kinderarbeit u Privatisierungswahn enthalten"?"

"Wie könnt ihr nachts ruhig schlafen, während ihr Millionen von hilflosen Menschen ausbeutet und unsere Umwelt zerstört?"

"Warum glaubt ihr, daß Wasser kein Grundbedürfnis ist, sondern jeder Mensch dafür zahlen muss?"

Und schliesslich vielleicht nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man das Ergebnis der Aktion nüchtern betrachtet:

"Haben Sie in der Marketingabteilung gekifft?"


Ich habe da so eine Vermutung...
 
Was jetzt passiert ist (ausser, dass möglicherweise jemand seinen gut bezahlten Job verliert), dass dieser Vorstoss zum Kontakt mit den bösen Verbrauchern da draussen mit Sicherheit nicht so schnell wiederholt wird. 

Und ich denke, ein paar andere Konzerne haben das aufmerksam mitverfolgt und werden ihre Lehren daraus gezogen haben.

Schade. Wirklich.

Denn so fehlt etwas ganz Elementares, wozu das eine echte Chance ergeben hätte:
Einfach mal zu hinterfragen, wo die eigentliche Ursache für einen solchen Shitstorm liegt.

Und dann endlich die eigene Firmenmoral ein bisschen an den eigentlichen Bedarf anzupassen.

Dann muss man nämlich nicht Mauscheln und Nesteln, sondern bekommt von den Verbrauchern eher die Anerkennung durch den Kauf guter Produkte.

Naja, das mit den Produkten wäre dann die nächste Baustelle... 


Bis später.

Samstag, 19. September 2015

Du bist nicht Du, wenn Du Diabetes hast

KKommentar
Du bist nicht Du, wenn Du Diabetes hast

Altersdiabetes - jetzt schon mit 3

Kaum ein Thema sorgt bei den Eltern unter den KK-Mitgliedern für grössere Meinungsunterschiede als der sinnvolle Umgang mit süssen Getränken und Süssigkeiten bei Kindern.




Es gibt da hauptsächlich zwei starke Positionen.

Da sind die einen, vertreten mehr die Meinung, man sollte Kinder bei den Lebensmitteln nicht zu sehr einschränken. 

Teils da sie ja selbst sehr gut wüssten, was gut für sie ist und nicht.
Teils denken einige wohl auch, dass man später im Leben noch immer Zeit genug habe, sich mit Diäten und Ernährung an sich zu beschäftigen.

Die andere Seite ist teilweise sehr entschieden gegen den - wie sie es nennen - unverantwortlichen Umgang mit Süssigkeiten und süssen Getränken und sogenannten Energydrinks.

Wie immer, wenn man zwei extreme Positionen vor sich hat, haben beide zu Teilen ihre Berechtigung.

Ich glaube tatsächlich auch, dass - würde man Kindern absolut jeden einzelnen Zuckerkrümel verbieten - das verfügbare Taschengeld "draussen" zu sehr grossen Anteilen in Süss und Klebrig investiert wird. 
Und dann ausser Sichtweite der Eltern, also relativ unkontrolliert.
Gut ist das nicht.

Bei uns gibt es eine Schule, die hat auf der gegenüberliegenden Seite einen 1-Euro-Shop.
In jeder längeren Schulpause stehen die Kids dort Schlange an der Kasse. 

In der Hauptsache kaufen sie Energydrinks und Süssigkeiten.

Das allerdings werden sicher nicht nur die Kinder von Eltern sein, die zuhause Süss verboten bekommen.

Aber relativ sicher sind das Kinder, die nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, was sie sich damit antun. Und das mag auch ein bisschen daran liegen, dass es den Eltern selbst gar nicht so bewusst ist.

Ich würde gerne diese beiden Positionen ein wenig aus ihren Gräben holen und zurück in die Mitte bringen, wo wir uns auf das konzentrieren können, was ja eigentlich wirklich wichtig ist: Das gesundheitliche Wohl der Kinder.


Abgesehen davon, dass wir einen starken Anstieg bei den Zahlen von übergewichtigen Kindern in den letzten Jahren gesehen haben ist da noch etwas anderes. Bedeutsameres.

Wenn man sich wie ich intensiv über Jahre mit dem Thema Zucker sehr in die Tiefe beschäftigt hat (und mit Tiefe meine ich nicht die Werbeseiten der Zuckerindustrie), dann muss man feststellen, dass wir seit den 80er Jahren einen relativ drastischen Anstieg beim allgemeinen Pro-Kopf-Zuckerkonsum hatten.

Es gibt zwar ein paar Statistiken da draussen, die suggerieren, er sei immer gleich geblieben, aber da wird tatsächlich getrickst und bestimmte Zuckersorten einfach ausgeklammert, die gerade in flüssigen Süssvarianten eine beträchtliche Menge ausmachen.

In der Folge zu diesem stetigen Anstieg hatten wir nun eine Reihe Menschen, die in Ihrer Lebenszeit relativ intensiv mit Zucker zu tun hatten, und bei denen sich die Folgen nach und nach ergeben haben. Unter anderem Diabetes Typ 2. Weil das anscheinend eine Weile überhöhten Zuckerkonsums benötigt, sprach man dann auch vom "Altersdiabetes", weil das eben vor allem die getroffen hat, die relativ viel von der Zuckermanie abbekommen haben.


Ein aktueller Bericht stellt das aber nun auf den Kopf.

Und sollte uns eine deutliche Warnung sein. 
Es ist schon eine Weile so, dass man nicht mehr vom "Alters"-Diabetes sprechen kann, da es nach und nach immer mehr jüngere Patienten gibt, die davon betroffen sind.

Aber nun ist es so, dass bereits ein dreijähriges Kind betroffen ist. 3 Jahre alt!



Als Grund wird das Übergewicht genannt und ein ungesunder Lebenswandel.
Mit 3. Das wäre schon fast komisch, wenn es nicht so traurig wäre.

Tatsächlich ist nicht das Übergewicht der Grund für den Diabetes des Mädchens, sondern ein parallel laufendes Symptom des gleichen Problems, ich sehe in beidem als Ursache den übermässigen Zuckerkonsum.

Normalerweise würde das Kind jetzt mit Diabetes Typ 1 diagnostiziert, und die Krankheit ab da ein Leben lang "verwaltet".

Aber dieser Arzt hat lobenswerterweise ein bisschen genauer hingeschaut und gemäss Berichten durch die Reduktion des Gewichtes innerhalb eines halben Jahres wieder für einen normalisierten Zuckerspiegel gesorgt. 

Ich würde sagen: 
Vielleicht ist das Gewicht ja auch nur deshalb mit runtergegangen, weil der Zuckerkonsum angesenkt wurde? Ich denke mal, das dürfte einigen von uns bekannt vorkommen.  

Abgesehen von den horrenden Kosten für unser Gesundheitssystem wäre doch der genauere Blick auf die Mengen, die wir unseren Kindern antun schon allein für deren Wohl eine wichtige Sache? Wer hat denn schon Lust, ein Leben an der Nadel zu verbringen?
Will man das seinem Kind wirklich zumuten?

Viel von der Lösung steckt darin, den Kindern ein Verständnis zu vermitteln, dass Zucker weit weniger harmlos ist, als man das landläufig vermutet.

Aber dazu müssen es zuerst einmal die Eltern verstanden haben.



Bis später.



Weiterführende Links:
Focus: 18 Kilo Übergewicht: Ärzte diagnostizieren Dreijähriger Diabetes Typ 2

Freitag, 11. September 2015

Warum es sinnvoll ist darauf zu achten, was man isst

KKWissen
So wichtig ist vernünftig gesunde Ernährung
Was Google's Big Data uns lehren kann...



Und zwar genau in der Kombination, bitteschön...


Das heitere Symptomegoogeln ist ein relativ beliebtes Gesellschaftsspiel, das beim einen oder anderen Arzt schon mal dafür gesorgt hat, dass ihm ein Zacken aus der Krone fiel - vor lauter Zähneknirschen. 

Kaum etwas nervt die Ärzte mehr, als wenn ein Patient mit einem selbstergoogelten Ausdruck vor der Nase wedelt und für die selbstgestellte Diagnose eigentlich nur noch das Rezept abholt.

Ich halte das gar nicht so für unbegründet, von beiden Seiten.
Auf der einen Seite ist das Selbstbehandeln aufgrund der Google-Daten nicht ganz ungefährlich, denn die "Beratungsqualität" im Internet ist immer nur so gut wie der Mensch, der die richtigen Seiten aufruft und auseinander halten kann, welche Information jetzt nun stimmt und welche nicht.


Die Werbeseiten der Pharmaindustrie und von der Industrie gesponsorte Foreninhaber (wenn es denn nicht gleich eine Kommunikationsagentur dahinter ist, die es betreibt) haben da ebenso ihren Anteil.

Auf der anderen Seite gebe ich tatsächlich auch den Dr.meds eine gute Portion Mitschuld an diesem Zustand, da sie auf der einen Seite nicht nur unglaublich träge zu sein scheinen was das Thema Weiterbildung anbelangt, sondern auf der anderen Seite noch viel wichtiger gar nicht mehr die Sprache der Patienten sprechen.
Anstatt den Empfehlungen der Unternehmensberater zu folgen, die da Sätze loslassen wie "Sie müssen einen guten Abstand zu Ihren Patienten wahren" wäre vielleicht ein Satz wie "Sprechen Sie mit Ihren Patienten so, dass Sie sie auch verstehen" die weit bessere Idee.

Denn so passiert das, was die Natur des Problems vorgibt: 

Man sucht nach Information, die man mit seinem eigenen Wissen auch nachvollziehen kann.
Und allerspätestens wenn die Diagnose nicht verstanden wird, die der Arzt ausspricht hängt der Bürger auch schon im Netz - auf der Suche nach dem Wörterbuch  "Arzt - deutsch | Deutsch - Arzt".

Was ich nun aber bemerkenswert finde ist das, was dieses Verhalten eigentlich erzeugt.
Man erkennt auf diesem Weg relativ gut, welche Krankheiten Deutschland denn so beschäftigen, und damit auch, wo die gesundheitlichen Probleme liegen.

Und damit haben wir die Kurve zum Thema dieses Blogs - Ernährung.

Satte 72% und 9 von 10 der Top-Ten-Suchbegriffe drehen sich um Krankheiten, die in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen, was wir essen und trinken.

Ich habe Euch da mal was grafisch aufbereitet...
Alle violetten haben direkt oder indirekt etwas damit zu tun, was Ihr Euch zwischen die Kiemen oder hinter die Binde kippt. 
Bei den grauen ist kein Zusammenhang direkt erkennbar...







Wer diese eindrucksvollen Zahlen kennt, und immer noch meint, dass Ernährung ein "Ding" ist, das schmecken muss und billig sein, der hat mittelfristig ein Problem.

Denn der wird sich entweder dabei erwischen, wie er einen der Begriffe googelt, oder sich erst an einen Arzt wenden müssen, um dann zu googeln, was er denn nun gesagt hat.

So oder so. An Google kommt man nur schwer vorbei,...

Esst gut. Trinkt gut. Bleibt gesund.


Bis später.

Weiterführende Links:
Artikel auf Heilpraxisnet.de

Sehr ähnlicher Artikel auf Focus zum gleichen Thema

Montag, 7. September 2015

Was man noch tun kann um Kinder nicht dick werden zu lassen

KK-Wissen
Wie man Kinder (auch) dicker werden lassen kann
Erstaunliches aus einer eher unerwarteten Ecke






Jedes fünfte Kind in Deutschland ist heute übergewichtig.


Keine Frage, in erster Linie hat das etwas mit dem insgesamt ungünstigen Ernährungsumfeld zu tun, in dem wir sie heute aufwachsen lassen, und leider auch sehr viel damit, dass die Auswirkungen von Zucker und zuckerhaltigen Getränken noch immer massiv unterschätzt werden.

Allerdings ist da noch etwas anderes, das stark unterschätzt wird, und bei dem es ein Leichtes wäre - ja fast schon selbstverständlich wäre, wenn  man als Eltern die Kinder dabei unterstützt, in die unsägliche Adipositas-Karriere gar nicht erst einzusteigen.


Auch wenn man von unserer Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler eigentlich kaum etwas sinnvoll Innovatives mitbekommt (kennt die überhaupt wer, ausser mir?) und sie mehr darauf aus ist, den Ist-Zustand zu verwalten als neue Impulse zu setzen - ein Vorstoss von ihr wäre tatsächlich einmal hilfreich. 
Und das an einer anderen Stelle, als von ihr ursprünglich beabsichtigt.

Frau Mortler möchte gerne das Rauchen im Auto verbieten. 

Das hat schon einmal jemand versucht und ist gescheitert, und so ganz einig bin ich bei einem generellen Verbot auch nicht, denn das geht tatsächlich sehr weit in die Persönlichkeitsrechte... WENN der Raucher alleine im Auto unterwegs ist.


Absolut indiskutabel finde ich aber nun, wenn man in so einem kleinen abschlossenen System eine nach der anderen quarzt, während hinten im Kindersitz die Lütten mithusten müssen. Das ist inakzeptabel und bei allem Verständnis, das ich für Suchtproblematiken aufbringen kann - hier würde ich mir doch deutlich wünschen, dass man das gar nicht erst als Thema besprechen müsste.


Abgesehen von den offensichtlichen und allseits bekannten Risiken zu Atemwegserkrankungen, denen man die Kinder aussetzt und den schon länger bekannten negativen Auswirkungen auf das soziale Verhalten der Kinder und dem Ausbilden aggressiver Charakterzüge, wurde jetzt in einer kanadischen Studie unter der Leitung von Professor Linda Pagani auch ein Zusammenhang von passiv rauchenden Kindern und deren Gewicht festgestellt.

So hat ein Kind, das 10 Jahre alt ist ein um 43% erhöhtes Risiko, adipös zu werden.
Das ist eigentlich sogar relativ logisch, denn offenbar wird der Stoffwechsel des Kindes stark durcheinander gebracht, wenn die Eltern oder ein Elternteil das Kind am Nikotin-Konsum passiv teilnehmen lassen.

Ich glaube, die Menschen haben ein Recht darauf, frei zu entscheiden ob sie sich mit dem Rauchen schädigen wollen oder nicht. Das muss jeder genauso selbst wissen, wie der Genuss von Alkohol ja auch jedem selbst überlassen wird. 


Aber wenn es darum geht, die Kinder vor dem passiven Graudunst zu schützen, sollte mal als Eltern weder in der Wohnung rauchen, noch ein Kind anpusten, noch darauf warten, ob Frau Mortler sich mit ihrem Verbotsvorstoss im Auto nun durchsetzt oder nicht. 
Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass man das lässt.



Und jetzt sowieso, wo es noch einen weiteren guten Grund gibt, das sein zu lassen.



Bis später.


Weiterführende Links:
Spiegel online: Drogenbeauftragte will Rauchen in Autos verbieten

Die Welt: Wenn Sie rauchen, werden Ihre Kinder eher dick
Link zur Original-Studie von Professor Linda S. Pagani

Donnerstag, 20. August 2015

Medien und Ernährung: Eine Analyse


BedenKKlich
DER IS(S)T-ZUSTAND UNSERER MEDIENLANDSCHAFT

Eine Analyse, wie unser Informationsbedürfnis unmerklich unterwandert wird


In den letzten Wochen hatte ich wiederholt Kontakt zu Journalisten.
Zwischenzeitlich ist es wohl so geworden, dass ich auch gerne mal angerufen und angeschrieben werde, wenn es etwas über Lebensmittelsicherheit, Lobbyismus und Abnehmen zu berichten gibt.

Ich leiste gerne meinen Beitrag, wenn es um gut recherchierte Artikel geht.
Also gerne - immerzu. Ich bin offen für diese Kontakte.





Wie wir nach und nach unser Informationsangebot zerstören


In dieser Zeit hatte ich nun verschiedene erfrischend offene Unterhaltungen mit Journalisten, von zum Teil deutschlandweit recht bekannten Magazinen und aus der Fernsehindustrie, deren Inhalt mich seither nicht losgelassen haben.

Ich möchte Euch ein paar meiner Gedanken dazu aufschreiben, denn damit sind nicht nur ein paar Verdachtsmomente, die ich in der Vergangenheit geäussert habe als Tatsachen belegt, sondern das bedeutet vielleicht auch einen tiefgreifenden Wandel, wie wir Medien in Zukunft wahrnehmen müssen.

Hier ist eine Zusammenfassung zu den Tatsachen, die mir in den vergangenen Wochen berichtet wurden, und meine Einschätzung jeweils darunter.
"Journalistenjobs in den Printmedien bekommt man nicht mehr hinterher geworfen"

Die gedruckte Presse verliert massiv an Boden gegenüber den Online-Medien und kämpft sehr mit einer tragfähigen Veränderung des Geschäftsmodells. Dementsprechend gibt es immer weniger Jobangebote, die unter dem Mitbewerber-Druck dann den Journalisten verhältnismässig schlechte Vertragsmodelle bieten.

Hinzu kommt der Umstand, dass dieser Wettbewerb unter den Verlagen dafür gesorgt hat, dass viele kleine unabhängige Verlage auf der Strecke geblieben sind. Sie sind entweder einfach von der Bildfläche verschwunden oder von grösseren Verlagen aufgekauft worden.

Der Zustand, der sich daraus ergab ist, dass zwischenzeitlich die gesamte Medienlandschaft im Wesentlichen aus 5 namhaften Verlagen besteht, deren Geschicke in den Händen von 5 Familien liegt. Diese Machtkonzentration sollte uns zu denken geben, und wer sich unter diesem Aspekt die Demontage unseres ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff nochmals näher anschaut, der mag seine eigenen Schlüsse ziehen, was da wohl passiert sein könnte...


"Nachrichten sind ein Geschäft."

Mein länger gehegter Verdacht wurde hier erneut bestätigt.
Wie das auch schon eine TV-Doku zum Thema Anzeigenverkauf aufgedeckt hat gibt es die Trennung zwischen Berichterstattung und Anzeigenverkauf nicht mehr. Das ist zwar gesetzlich nicht zugelassen und entspricht auch nicht dem Journalistenkodex, aber tatsächlich sieht die Nachrichtenwelt heute anders aus.



"Es gibt fast nur noch befristete Verträge ohne Tarifbindung. 
Da heisst es in  verschiedenen Bereichen: Friss oder stirb."

Fällt man mit unerwünschter Berichterstattung auf, die unter anderem zum Beispiel gegen die Interessen der Anzeigenkunden laufen, bekommt man im besten Fall noch den freundlichen Hinweis, dass es für dieses Thema wohl "zu wenig Leserschaft" gäbe.
Im schlechtesten läuft dann halt der Vertrag aus. Man kann den Menschen nicht einmal vorwerfen, dass sie gerne etwas im Kühlschrank haben möchten und den Sprit fürs Auto mit ihrem Job bezahlt sein wissen wollen. Oder die Familie ernährt. Aber die Macht-Mechanik dahinter ist bedenklich:


"Das geht so weit, dass manche Anzeigenkunden den Redakteuren die Texte diktieren dürfen."


Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich das laut vermutet. Das war hier.
Jetzt können wir das als gegeben hinnehmen. Und leider ist das in einem ungeahnten Ausmass der Fall. Ich ging von unsäglichen Einzelfällen aus. Das ist leider nicht der Fall.
Das bedeutet aber auch, dass wir damit komplett jede Unterscheidungsmöglichkeit verloren haben, was denn nun wirklich recherchierte Nachrichten sind und was Werbung oder Marketing-Aktionen sind. Somit ist das unabhängige Informationsangebot nicht nur unterwandert, sondern mangels dieser Unterscheidungskraft auch keine Quelle für Wissen, das man nicht noch anders hinterfragen muss, wenn man reell informiert bleiben will.


"Es gibt Kollegen, die haben einen Hintergrund mit starken Wurzeln in der Medizin- und Pharmaindustrie. Das beeinflusst natürlich deren Berichterstattung. Vorsichtig ausgedrückt. Viel klarer mag ich da nicht werden."

Ich möchte das eigentlich schon. 
Wobei ich denke, dass wir da fair bleiben müssen. 
Wenn jemand lange Jahre in der Branche gearbeitet hat, dann ist da aufgrund der ständigen Information dort eine feste Meinung gebildet. 
Die ist über die Zeit nicht unbeeinflusst. 

Zuletzt habe ich das erlebt, als ich in meinem Bekanntenkreis aus der Forscherabteilung eine Diskussion über Gentechnik hatte. Was ich erlebt habe war eine Wiederholung einiger Marketing-Phrasen, die ich schon aus anderen Quellen kannte. Als wir uns dann die Fakten über Glyphosat näher angeschaut haben, kam es relativ schnell zu einem Umdenken.

Was ich damit sagen will: Das sind nicht unbedingt immer skrupellose Menschen, die nur wirtschaftliche Vorteile im Kopf haben und das selbst auf Kosten der Gesundheit anderer.

Aber es gibt offensichtlich durchaus Menschen, die in ihrem beruflichen Umfeld einseitig informiert werden.




Weitere Schwierigkeiten, die ich sehe

Motivation

Wenn jemand in einem gefühlt unsicheren Arbeitsumfeld seiner Tätigkeit nachgeht und ständig bange um seinen Job hat, dann stehen die Chancen leider gut, dass man seinen Idealismus verliert und desillusioniert Dienst nach Vorschrift macht. Das ist schlecht für die Kreativität und wie ich finde auch schlecht für Substanz bei den Inhalten.

Hinzu kommt, dass man teilweise sehr wenig Zeit für die Recherchen zu haben scheint, oder sich diese aus anderen Gründen nicht bereit ist, zu nehmen. In manchen Bereichen sind es knallharte Deadlines, bis wann etwas fertig zu sein hat, in anderen teilweise schlicht Überlastung.


Chefredakteure
Ein sehr gutes Beispiel für das, was ich sagen möchte ist einer, über den wir in den beiden Tagen kurz in der Gruppe diskutiert haben. Dr. Werner Bartens.
Ich schreibe nehme ihn jetzt mal als ein Beispiel, weil wir uns in der Facebook-Gruppe gerade über ihn und seinen Auftritt in einer Maischberger-Sendung ein bisschen gewundert haben. Er hatte dort - sagen wir - eine etwas eigenwillige Meinung zum Thema Essen.

Der Mann ist ein preisgekrönter Journalist, mit einem Medizinstudium in Amerika und Sachbuchautor. 
Ein Mann mit Ausstrahlung. Der es offensichtlich liebt, zu polarisieren.

Ich habe selbst zwei seiner Bücher bei mir, und einige seiner Gedanken sind sehr schlüssig, die er in diesen vertritt. Was es - wie ich finde neben seiner seriösen Ausstrahlung - noch sehr viel schwieriger macht, auseinander zu halten, wo er nun richtig liegt und wo eher nicht. Und viele werden sich sicher auch von seinem Dr.-Titel beeindrucken lassen. 
Und der sonstigen Laufbahn und den vielen Auszeichnungen.


Prädestiniert für einen Chefredakteurposten. 
Als Leiter des Wissenschaftsressorts der Süddeutschen Zeitung prägt er dann auch folgerichtig die Berichterstattung in grossen Teilen mit. 

Aber wenn man sich nur anhört, welche Auffassung er in der Maischberger-Sendung vertritt, dann mag man sich als informierter Mensch über die eine oder andere Aussage doch gerne auch mal ein bisschen wundern. Ich zweifle ein bisschen, dass er sich mit dem Thema Ernährung - ausserhalb der psychologischen Aspekte lange aufgehalten hat.
Sehr verwunderlich denn ein paar seiner Buchtitel sind ganz interessant, über die Zustände der Pharmaindustrie berichtet er wie ich finde ganz solide.
Allein - es fehlt mir die geistige Brücke, wie unsere Industrieernährung tatsächlich in statistisch sehr relevanten Zahlen unsere Menschen genau in diese Arme treibt.

Aber - er kommt sehr selbstsicher rüber. Selbstsicher in seiner eigenen Meinung.
Und damit besteht doch irgendwie das Risiko, dass sehr viel seiner eigenen sehr persönlichen Meinung mit in das einfliesst, was die Leser in der Süddeutschen an Information bekommen. Und vielleicht auch - was nicht. 

Denn als Chefredakteur bestimmt er den Tenor. 

Das war jetzt nur ein Beispiel, wie Einflüsse entstehen, auf einer menschlichen Ebene.

Anders ist es nun aber, wenn man sich die Netzwerke an sich einmal näher anschaut.
Das muss ich Gottseidank nicht übernehmen, dazu gibt es einen guten YouTube-Film.7 Minuten spannende Wahrheiten. Meine Empfehlung.


Das zeigt jetzt nur die politische Seite des Zustandes, ich gehe ziemlich fest davon aus, dass sich da in Bezug auf unsere Belange in Sachen Ernährung und Industrie nicht sehr anders zeigen würde, wenn man es sich einmal näher anschauen würde.
Schon die Sache mit den Anzeigenkunden spricht ja für sich.

Das muss ja irgendwie entstanden sein.


Was bedeutet das aber nun eigentlich?

Ich habe natürlich keine Glaskugel, in der ich die Zukunft sehe. 
Aber einen Verstand, und gute Geschichtskenntnisse.

Ich glaube, was wir hier erleben ist ähnlich den Effekten, die momentan die Wissenschaft in ihrer Glaubwürdigkeit erschüttern. Ich hatte das ja in der Linkliste zum DGE-Film schon einmal angesprochen. Der immer stärker werdende Einfluss von wirtschaftlichen Zwängen und Bedürfnissen auf die Ergebnisse von Studien untergräbt jedes Vertrauen in dieselben. 

Beide Branchen sind dabei, sich in ihrer eigentlichen Aufgabe überflüssig zu machen.

Während die Wissenschaft aber noch auf relativ solidem finanziellen Fundament steht, ist das - zumindest bei der Printpresse - nicht unbedingt der Fall. Der ohnehin angestossene Prozess wird so meiner Auffassung nach nur beschleunigt. 

Wenn hier nicht ein paar verantwortungsvolle Chefs bald gegensteuern, dann wird es dieses Medium sehr bald allenfalls noch zur Unterhaltung geben. 

Vorausgesetzt die Konsumenten und Leser verstehen irgendwann flächendeckender, was hier eigentlich gerade passiert.

Ich vertraue da aber tatsächlich auf den Durst nach Wahrhaftigkeit, den irgendwie ja doch alle haben. Der wird die Menschen nicht verlassen - auch wenn sie momentan insgesamt in einem relativen Moment von Starre zu verharren scheinen - die teilweise fast an Ignoranz grenzt. Und auf demokratische Prozesse, solange sie noch zugelassen sind. 

Die meisten Artikel zu Abnehmen, Lifestyle, Diät und neuen Produkten wie der Cola Life sind jetzt schon eher Unterhaltung denn ernstzunehmende Information.

Auf hoher Ebene kann man sich natürlich schon fragen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand als Journalist eine Regierungschefin kritisiert, wenn die oberste eigene Chefin eine sehr gute Freundin ist?


Ich halte das für ein Problem. 


Und was kann man tun?

Ich glaube man muss in diesen Tagen noch genauer hinschauen, was man glaubt und was nicht.

Dies noch mehr, weil offensichtlich ist, dass manche Journalisten nur noch von anderen abschreiben und sich so eine Fehlinformation vervielfältig. (Siehe letzter Bericht)
Leider ist es nicht mehr nur damit getan, zu schauen ob die gleiche Info an verschiedenen Stellen steht.

Unabhängige Berichterstattung und nicht zuletzt die Blogger werden künftig an Bedeutung gewinnen - sofern: und hier mein eindringlicher Appell an die Bloggerkollegen - hier verantwortlich recherchiert wird und nicht der gleiche Weg eingeschlagen wird, der der Printpresse mittelfristig die Totenglocke als Informationsquelle läuten dürfte.

Das alles sind natürlich ebenso Menschen mit eigenen Meinungen und persönlichen Ansichten, die ebenso einfliessen in das, was sie schreiben wie ich das oben schon beschrieben habe. Ich nehme mich da nicht aus. Im Gegenteil.

Mein persönliches Fazit für heute kann eigentlich nur lauten:

Trau schau wem, schau genau, prüfe doppelt und dreifach.

Und was heute leider nicht mehr gilt:
Der Satz: "Da hast Du es schwarz auf weiss" hat leider jeglichen Anspruch auf Integrität verloren.


Bis später.


Freitag, 14. August 2015

Wie un/klug ist ohne Frühstück?

KKritikK
Schlank ohne Frühstück?
Wie Ernährungsmythen entstehen

Momentan geistern ein paar Berichte durch die Presse, dass das Auslassen des Frühstücks beim Halten des Gewichtes helfen oder sogar dünner machen würde.

Ich nehme das mal zum Anlass und erkläre ein paar Dinge an diesem Beispiel, übe ein wenig Kritik um am Ende die Frage zu beantworten, wie unklug die Entscheidung ist, das Frühstück auszulassen.









Wie ein Ernährungsmythos entsteht - Am Beispiel ELLE

Nina Kleine-Vogelpoth ist eine freie Redakteurin, die nach eigenen Angaben Kenntnisse und Kontakte im Bereich Lifestyle, Prominente, Klatsch und Mode besitzt.

In einem online verfügbaren Bericht erklärt sie nun den geneigten ELLE-Leserinnen unter dem grossen Titel "Wer das Frühstück weglässt, bleibt schlank!", dass das Weglassen des Frühstücks die Fettverbrennung ankurbeln würde, was eine aktuelle Studie beweisen würde.


Sie unterlegt ihre Behauptungen ein klein wenig mit Argumenten aus der Paleo-Ecke und fordert am Ende dazu auf, dass mit dem Frühstück künftig Schluss sein soll.

Ich hoffe einmal, dass diesen Bericht möglichst wenige Damen lesen und wenn doch, dass die Frauen diesem Unfug nicht folgen. 
Und schon gar nicht, dass sie aufgrund diesem "Bericht" jetzt ihre Kinder (weiter) ohne Frühstück aus dem Haus lassen. 

Denn wie ich weiter unten belegen werde sind dieser Artikel und seine überall aufpoppenden Pressezwillinge nicht nur grottenschlecht recherchiert, sondern auch schlichtweg sachlich katastrophal falsch.


Die Studie
Ich bezweifle, dass die Klatschreporterin ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen ist und die Studie überhaupt gelesen hat. 
Umso schlimmer wäre es, wenn doch. Denn dann würde ich ihr empfehlen, doch lieber weiter bei Klatsch und Promis zu bleiben, und die Finger von Ernährungsfragen zu lassen. 
Denn dann fehlen einfach ein paar elementare Basics in Sachen Ernährungswissen, was aufgrund der Reichweite ihrer Auftragsgeber zu unverantwortbaren Folgen führen könnte.

Ich habe mir die Mühe gemacht und habe die fragliche Studie einmal näher angesehen.


Meine Interpretation

Grundlage
46 übergewichtige Teilnehmer zwischen 18 und 65 Jahren, je zur Hälfte weiblich und männlich wurden über den Zeitrum von 4 aufeinanderfolgenden Wochen jeden Morgen nüchtern ins St. Luke's Krankenhaus bestellt, um dort in jeweils 15 Minuten ein vorgegebenes Frühstück einzunehmen. 

Dabei wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt, die dann regelmässig drei verschiedene Frühstücksvarianten zu sich nahmen, um die Unterschiede in den Auswirkungen festzustellen.

Die 3 Varianten

Variante 1 - die Haferflocken
Quaker Quick Oats, also Haferflocken, in der Mikrowelle nach Herstellerangaben erhitzt,
mit Vollmilch mit 3,25% Fettgehalt.
Um die Mengen für alle 3 Varianten gleich zu halten wurde zusätzlich noch 230 ml Wasser hinzugefügt
Meine Anmerkung: 

Gemäss meiner Recherche kommen die Quaker Quickies ohne Zuckerzusatz daher

Variante 2 - die Cornflakes
Kellogg's Frosties, also gezuckerte Cornflakes, serviert mit fettarmer Milch (Fettgehalt 1,7%)
Um die Mengen für alle 3 Varianten gleich zu halten wurde zusätzlich noch 190ml Wasser gereicht.


Variante 3 - die Wassertrinker

350 ml Wasser - ohne jede Zusätze

Alle 3 Varianten bekamen zusätzlich 
200 ml entcoffeinierten Kaffee, geweisst mit 12 ml Coffee-Mate von Nestle und 1 g künstlichem Süssstoff aus der Aspartam-Nutrasweet-Ecke.

Anmerkung: 

Somit wurde bei allen 3 Varianten nicht auf Milchprotein und Zucker(ähnliche) verzichtet, denn das Monstergebräu von Nestle besteht aus 

Maltodextrin, (also Zucker) 
- Palmöl 
Natriumcaseinat 
(aufgeschlossenem Milcheiweiss/-protein), 
Dikaliumhydrogenphosphat
Mono- und Diglyceriden 
(charmantes Wikizitat:"Abbauprodukt der Nahrungsfette [..] sind auch in verdorbenen Lebensmitteln zu finden), 
- Aluminiumsilikat 
(E559, in der EU seit Januar 2014 nicht mehr zugelassen, vermutlich weil im Verdacht Alzheimer- und Parkinson zu fördern, und als Metallöstrogen im Verdacht, die Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone zu beeinflussen und damit die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinflussen) , 
- künstliche Aromen, 
- Farbstoff E160b Bixin, Norbixin 
(falls das Aluminiumsilikat nicht gewirkt hat, denn es hat die gleichen Eigenschaften in Sachen Alzheimer und Parkinson und als Metallöstrogen, aber zusätzlich noch potentiell bei empfindlichen Allergikern die schöne Eigenschaft, Hautreaktionen (Ekzeme, Nesselsucht) auszulösen und Asthmaanfälle zu provozieren.

Original vor Übersetzung: CORN SYRUP SOLIDS, VEGETABLE OIL (PARTIALLY HYDROGENATED COCONUT OR PALM KERNEL, HYDROGENATED SOYBEAN), SODIUM CASEINATE (A MILK DERIVATIVE)**, AND LESS THAN 2% OF DIPOTASSIUM PHOSPHATE (MODERATES COFFEE ACIDITY), MONO- AND DIGLYCERIDES (PREVENTS OIL SEPARATION), SODIUM ALUMINOSILICATE, ARTIFICIAL FLAVOR, ANNATTO COLOR.** Not a source of lactose, Quelle: Amazon

Disclaimer: Es ist möglich, dass bei der Studie noch nach dem alten Rezept verabreicht wurde, das ist aber keinen Deut besser gewesen, sondern Dank der Transfette noch aus anderen Gründen in der Kritik

Jaaaaaha, das trinken die freiwillig da drüben... 
Wie gut, dass es gleich in einem Krankenhaus verabreicht wird... 
Da ist das Fachpersonal ja nicht weit... 
Da bekommt Nestle's Werbeslogan Good Food - Good Life doch gleich eine ganz neue Bedeutung. Aber Hauptsache glutenfrei und laktosefrei. 
Vielleicht versteht Ihr jetzt meine Abneigung gegen den Begriff "Function-Food" ein bisschen besser...


Meine Kritik am Studiendesign
Wie die Wissenschaftler selbst in der Studie bemerken gibt es mit dem Design ein paar Schwierigkeiten. So wurde überhaupt nicht berücksichtigt, was die Probanden den Rest des Tages gegessen und getrunken haben. Sie räumen selbst ein, dass eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Wassertrinker den restlichen Tag entsprechend mehr zu sich genommen haben.
Weitere Kritikpunkte folgen in der Auswertung.


Interessenskonflikte
Gemäss der Angaben (siehe Acknowledgements) in der Studie hat nicht nur eine Person der PepsiCo über Kommentare Einfluss auf das Manuskript genommen, sondern die Studie wurde auch von Quaker Oats und PepsiCo bezahlt. 

Von den Sponsoren wurde ein "Beitrag" geliefert zu Studiendesign und dem Editing der Studie.

Ich werte das als ein riesiges Ausrufezeichen bei der Einschätzung der gesamten Studie.
Ein hervorragendes Beispiel, wie so etwas läuft und wovon ich öfters berichte, wenn es um die wissenschaftliche Tragfähigkeit geht. 

Hat Frau Kleine-Vogelpoth das berücksichtigt, als sie ihren Artikel schrieb? Ich denke nicht.


Ergebnisse der Studie 
(Hier nur "summary", wer es genau wissen will bitte Studie und Schaubilder lesen)

- Wer sein Frühstück ausgelassen hat hat abgenommen aber der Cholesterinspiegel hat sich erhöht
- Es gab keinen Unterschied zwischen der Haferflocken und der Zuckercornflakes-Fraktion
- Man könnte daraus schliessen, dass man mit dem Auslassen des Frühstücks abnehmen kann, aber auf die negativen Effekte des Cholesterinanstiegs sei hingewiesen.


Und der Ernährungsmythos von Schlank ohne Frühstück ist geboren... 

Weil wesentliche Teile dieser Studie nicht hinterfragt werden und einer vom anderen in der Presse abschreibt, ohne sich das selbst anzuschauen verbreitet sich solch ein Unsinn dann wie ein Lauffeuer. Dabei haben doch die Wissenschaftler selbst ausdrücklich in ihrer Discussion ehrenwerterweise auf alles hingewiesen, dass man diesen Schluss auf gar keinen Fall ziehen kann.


Was wir hier eigentlich sehen 
und daraus lernen müssen:

Ein wesentlicher Fehler in der Studie war die Beigabe von Milch. 
Es handelt sich um übergewichtige Personen. Da KANN es gar nicht zu einer Abnahme kommen, selbst wenn sie sich sonst über den Tag vernünftig verhalten hätten.

Ich zitiere aus der Studie, die ihr in diesem Beitrag weiter unten findet
"
Es gibt erhebliche Beweise das eine erhöhte Aufnahme von Milchproteinen bei übergewichtigen Personen eine dauerhafte Überstimulation der Insulinausschüttung erzeugen" und "Im Gegensatz kann eine erhöhte Aufnahme von Milchproteinen eine weitere Verschlechterung des Stoffwechsels von Übergewichtigen, insulinresistenten und Menschen die zu Bewegungsmangel neigen herbeiführen."
Bumm. In Kombination mit den Mängeln beim Ausschluss von insulintreibendem Zucker und Süssstoff war da keine Abnahme zu erwarten.

Ich wiederhole mich deshalb gerne
Milch und Abnehmen gehen nicht zusammen. 
Und Zucker und Abnehmen ebensowenig. 
Hier habt Ihr nur einen weiteren Beleg dafür gesehen.

Nun zu den Frühstücksverweigerern und Wassertrinkern:
Der Anstieg des Cholesterinspiegels ist ein klares Zeichen für Stress
Das kann zwar kurzfristig verantwortlich für die Abnahme sein, die da verzeichnet wurde, ist aber mittelfristig absolut kontraproduktiv für jede Abnahmebemühung zu werten. 
Ausserdem ist diese Strategie somit gesundheitsschädlich und ungünstig für den Stoffwechsel.


Nina's Ausflug in die Paleowelt

Nina fordert Euch auf, aus der Steinzeit zu lernen. 

Das ist ein legitimer Denkansatz und ich schätze die Kollegen aus der Paleowelt sehr und glaube vor allem an den Grundsatz, dass wesentliche Teile wie Hunger-Satt-Mechanismus, Stoffwechsel und dem Umgang des 
Körpers mit Nährstoffen durchaus noch mit der Steinzeit vergleichbar sind.

Aber das muss man mit Verstand tun, und wenn man die Dinge vergleicht ein bisschen Vorsicht walten lassen. 

Es ist zutreffend, dass die Nahrungssuche in der Wildnis früher bedeutet hat, dass man erst einmal die Nahrung beschaffen musste, was ein Hinweis darauf hätte sein können, dass die Steinzeitmenschen ab und zu das Frühstück ausfallen lassen mussten.

Aber, liebe Nina, das geht komplett an den Tatsachen vorbei.
Während die Steinzeitmenschen den Rest des Tages ein relativ gemütliches Leben geführt haben, wenn nicht gerade der Säbelzahntiger um die Ecke bog, hast Du es heute überwiegend mit Menschen zu tun, die in unterbezahlten stressigen Jobs im Sinne des goldenen Kalbs Wachstum die Arbeit für 2 oder 3 Personen erledigen. 

Wer den unterschiedlichen Energiebedarf dieser beiden unterschiedlichen Lebensmodelle nicht auf dem Zettel hat und die Auswirkungen davon unberücksichtigt lässt begeht meiner Meinung nach einen sehr entscheidenden Denkfehler.



FAZIT
Für unsere KK-Mitglieder und meine Leser lautet deshalb die Empfehlung:
Macht diesen Unsinn bitte nicht mit. 
Bleibt bei unseren Empfehlungen zu einem regelmässigen Frühstück und lasst auch Eure Kinder nicht ohne ein gesundes Frühstück nicht aus dem Haus. 
Und gesund heisst nicht Milch, Nutella-Brötchen und Zuckercornflakes. 
Aber das wisst Ihr ja...

Die letzten Personen, die geeignet scheinen, Euch solides Wissen über Ernährung, Abnahme und Lebensmittel zu vermitteln sind Modeexperten und Klatschreporter.
Seht Beiträge aus diesen Quellen immer mit der nötigen Skepsis und übernehmt diese Empfehlungen niemals, ohne sie zu hinterfragen.

Und an die Kollegen der Mainstream-Abnehm-Presse, die diesen neuen Ernährungsmythos weiter füttern geht der Appell, dass Ihr Eurer journalistischen Verantwortung doch bitte mehr gerecht werdet. Ihr gebt hier gesundheitsschädliche Empfehlungen heraus und schreibt diese von anderen ab, ohne zu hinterfragen - das kann nicht Euer Berufsverständnis sein. Da muss doch ein bisschen so etwas wie ein Gewissen vorhanden sein?
Und wie man mit Studien auch umgehen kann - nun, da oben habt Ihr eine Blaupause.
Die dürft Ihr sehr gerne abschreiben und neben den Bildschirm hängen...



Bis später.



Weiterführende Links
Ich habe diesmal alle relevanten Links oben im Beitrag verarbeitet und empfehle ihnen zu folgen, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Bitte besonders gerne vor skeptischen Kommentaren, z.B. wenn man wie Reinhard ist. 



Mittwoch, 12. August 2015

Vom Normalgewichts-Dilemma


Zurecht GerüKKt
Das Dilemma mit dem Normalgewicht
... es ist, was Du draus machst






Heute gleich ins Thema:

Das ist KK - vor allem
KK richtet sich an Übergewichtige, die genug von ihrem ungesunden Ballast haben.
Die einen Weg suchen, der funktioniert, möglichst effizient und gesund ist.


Wir verzichten auf teure Hilfmittel wie Pillchen und Pülverchen oder Wirkstoff freie Globuli.
Wir setzen darauf, die richtigen Lebensmittel zum richtigen Zeitpunkt zu verwenden, und

die ungünstigen zu meiden. Zumindest an 6 Tagen in der Woche.

Die Folge daraus ist, dass aktuell heute - während ich das schreibe - inzwischen 
114 unserer Mitglieder von der Verbesserung ihrer Blutwerte berichten konnten und teilweise die Ärzte sehr verwundert waren, wie so etwas möglich ist. 

Meine Lieblingsgeschichte ist die von dem Arzt, der sogar einen zweiten Labortest machen liess, weil er an einen Fehler bei der Auswertung glaubte - so gute Werte könnten unmöglich richtig sein. Doch. Das waren sie. Auch beim zweiten Mal.

Und die Mitglieder nehmen ab. 
Traditionell schreiben einige stolz am Wiegetag über ihre Erfolge. 
Und wenn sie ein Teilziel oder ihr Wunschgewicht erreicht haben, dann zeigen sie uns teilweise unglaubliche Vorher-Nachher-Fotos. 
Auf denen dann regelmässig ein jünger wirkender Mensch mit einer sichtbar positiveren Ausstrahlung zu sehen ist. Jemand, dem das Leben wieder mehr Freude bereitet. 
Der mehr Energie hat. Und dem man das auch ansieht.


Das ist KK - auch
Gelegentlich bewerben sich in unsere Facebookgruppe auch Menschen, die eigentlich ziemlich normalgewichtig aussehen. 
Jetzt kann man sich fragen: 
"Was wollen die eigentlich in einer Abnehmgruppe? Wieso nehmt Ihr die überhaupt auf? Die brauchen das doch gar nicht...?"

Ja stimmt. Und aber auch wieder nicht. 

Abnehmen brauchen sie nicht. 
Aber etwas über gesundes Essen und Futterfallen zu lernen - schadet niemandem. 

"Ja, aber... werden die dann nicht zu dünn?"
Interessanterweise geht das bei KK im Prinzip nicht. 

Nicht, wenn man es so anwendet wie im Konzept vorgesehen. Irgendwann ist Stopp. 
Dazu weiter unten dann mehr.


Manchmal hakt es eben - das Plateau
Unterbrochen wird der stete Weg nach unten gelegentlich von einem kleinen Plateau, bei dem sich das Gewicht ein paar Wochen nacheinander hartnäckig auf der gleichen Zahl hält. 

Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben und muss man sich im einzelnen anschauen, was da genau passiert ist. 

Ich habe da mittlerweile schon ein bisschen Übung, vorgestern hat sich z.B. jemand bei mir 
gemeldet mit ein paar Wochenergebnissen und wo irgendwann dazwischen dann das gefürchtete Plateau eingetreten ist. 

Ich konnte in dem Fall aus den Ergebnissen von fünf Monaten auf den Tag genau sagen, wann etwas geschehen ist, dass es ausgelöst hat. 
So konnten wir den möglichen Grund herausfinden und können jetzt etwas dagegen tun.

Ich will da gar nicht so sehr langweilig ins Detail gehen, aber die drei häufigsten Gründe kann ich hier gerne nennen: 

- Hungern 
- Auslassen des Pausentages 
- und Alkohol. 

Wobei das hungern oftmals gar keine Absicht war - sondern oft mit schlechter Vorbereitung, Stress am Arbeitsplatz oder sonstigen aussergewöhnlichen Ereignissen zu tun hat.

Erfreulicherweise ist das fast nie mehr falscher Ehrgeiz, das haben wir wohl zwischenzeitlich hinreichend genug besprochen, dass das nicht mehr vorkommt.




So gesehen ist falsch gesehen
Jetzt ist es so, dass sich ab und zu Menschen, die im Normalgewicht ankommen oder sich laut BMI-Rechner schon darin befinden ihre Werte anschauen und sehen: 
"Mist, da geht nichts mehr."

Der erste Verdacht: Plateau. 
Und dann wird gehadert, man ist frustriert und unzufrieden.
Und man weiss ja: Je näher man am Normalgewicht ist, desto langsamer geht es. 
Wenn man im Normalgewicht ist sowieso. 
Aber weil es ein Plateau ist, muss es ja irgendwie weiter gehen 
und die dann meistgestellte Frage ist:
 "Was kann ich tun, damit es weiter geht!? Nico, hilf!"



Die beiden Wohlfühlgewichte und ein Ziel
Das eine Wohlfühlgewicht ist das, das irgendwie jeder kennt. 
Im wahrsten Sinne des Wortes: Das Gewicht, mit dem Du Dich am wohlsten fühlst.

Dann gibt es aber eben noch das Wohlfühlgewicht Nr. 2.
Das ist das bei dem sich Euer Körper am wohlsten fühlt.

Das ist der Punkt, an dem es stoppt, von dem ich oben sprach.

Wenn die beiden nun ähnlich oder idealerweise im Einklang sind, dann ist alles gut.
Ziel erreicht. Super. Und man kann über das Gewicht halten nachdenken.


Aber gelegentlich ist das nicht der Fall. Da will der Kopf anders als der Körper.
In den Einzelunterhaltungen fragte ich dann immer, wie die Leute auf ihren Zielwert gekommen sind. 
Viel zu oft bekomme ich dann die Antwort: 

"Ja, keine Ahnung, das ist halt die Zahl die ich mir als Ziel gesetzt habe."
Rückfrage: "Woran machst Du die denn fest!?"

Hier gibt es dann verschiedene Antworten. 
Manchmal ist sie einfach frei aus der blauen Luft gegriffen. 
Manchmal ist sie aus einer Zeit, in der man noch einen jugendlichen Körper hatte (der wohlgemerkt einfach anders ist - das muss man akzeptieren). 
Manchmal ist es noch irgendwo nocht ein winzig kleines lästiges Pölsterchen, das noch weg soll. 
Manchmal will man eine definierte Figur.
Manchmal will man so aussehen sie die xy auf dem Starmagazin-Frontblatt.

Und manchmal ist es leider eben auch einfach nur der Pupillenknick-Effekt (siehe dort untere Abbildung und den Text dazu).


Nico hilft. Aber anders.

Der erste Rat:
Erstmal entspannen. Entstresst Euch. 
Schreibt den Frust auf ein Papier, zerknüllt es, werft den Knollen an die Wand.
Brüllt ihn in den Wald und wenn der zu belebt ist, dann macht das im Auto.
Aber werdet das los. 
Stress ist nicht des Abnehmenden Freund. 
Und wenn man sich in etwas verrennt, dann stresst das. 
Und man merkt, wie sich manche stressen, wenn man nur aufmerksam die Kommentare liest.

Der zweite Rat
Überprüft das Ziel. Wenn es eine Zahl ist, die frei erfunden und ohne vernünftigen sachlichen Hintergrund ist - überdenkt das.

Der dritte Rat: 
Ihr könnt nicht wirklich gegen das Wohlfühlgewicht des Körpers ankämpfen.
Selbst wenn Ihr einen kleinen Schlenker nach unten schafft wird das sehr viel Energie kosten. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit wird der Körper dagegen steuern.

Ja, Ihr könnt nochmal runter. Aber das ist höchstwahrscheinlich nicht gesund. Es gibt dann ja die mit dem besonders festen Willen, die dann meinen, z.B. zu LowCarb zu wechseln oder zu anderen Hilfsmittel greifen wollen. Ich halte das für sehr unklug, denn mit einer gesunden Abnahme von Speicherfett hat das nicht mehr zu tun. Und die Abnahme von Muskelmasse ist das letzte, was sinnvoll ist. Aber genau darauf läuft es hinaus.

Der vierte Rat: 
Wenn Ihr noch irgendwo ein charmantes Miniröllchen habt oder eine Stelle noch nicht so ist, wie Ihr sie Euch vorstellt, dann gibt es nur eine einzige vernünftige Möglichkeit: 
Trainiert die entsprechenden Muskelgruppen. Am besten mit einem ehrlichen Trainer, der Euch die Übungen zeigen kann - ohne Euch gleich mit irgendwelchen Shakes zu überschütten.

Der fünfte Rat: 
Vergesst das Magazin-Cover. Über 98% der Abbildungen auf und in Magazinen sind gephotoshopped. Das ist nicht das wahre Leben. Das kann nicht Euer Vorbild sein. 
Auch wenn das mittlerweile doch relativ vielen klar ist gibt es noch immer - vor allem Frauen - die das nicht auseinander halten können.  

Der sechste Rat: 
Der schwierigste. Ich weiss. 
Ihr lieben Damen - ich kann das nicht ändern - diese Kurve müsst ihr selbst bekommen: 

Ihr seid zu oft zu streng zu Euch und liegt manchmal mit Euren Wünschen weit über dem, was Euer Körper gesund und sinnvoll leisten kann. 
So wie in dem Pupillenknick-Experiment sich 100 von 100 Frauen falsch eingeschätzt haben - da muss was dran sein. Und vermutlich betrifft das auch viele von Euch. 
Der schlechteste Ratgeber, wann Schluss ist - ist Euer Spiegelbild.

Nehmt Euch einen ehrlichen Menschen Eures Vertrauens zur Hilfe. 
Lasst andere urteilen, die das können. 
Nicht die Omma, die seit dem Krieg immer noch denkt, dass man was auf den Rippen braucht. Nicht die neidische Kollegin, die selbst mit den Kilos zu kämpfen hat und sich wundert, warum die tägliche Tüte Haribo auf die Hüften geht, wo doch kein Fett drin ist. 
Und die Euch gerne wieder drüber sehen will...

Wählt das klug.
Ziemlich sicher werden diese lieben Menschen aus Eurem Umfeld ehrlich sagen, dass es gut ist, wenn Ihr im Normalgewicht angekommen seid.


Das ist einer dieser ganz grossen Unterschiede zu Benzin. 

Beim Gewicht ist normal super. (Was ein KKalauer, sorry...)
Und jetzt kommt das schwierige.
Akzeptiert das doch.
Die meinen es gut mit Euch...



Ist es deshalb?!

Ich kann mir vorstellen, dass für einige das Erreichen eines Zieles, auf das man einen langen Zeitraum hingearbeitet hat manchmal ein bisschen kompliziert für den Kopf ist.

Da ist die Gemeinschaft der anderen, da ist das, was man lernt, da sind die leckeren Rezepte... Und auf einmal ist man da, wo man hin wollte und muss das alles aufgeben?

Nein! Wieso? 

Alles Wertvolle, was Ihr in dieser Zeit gelernt und mitbekommen habt - gebt das doch weiter. Zurück an die Gemeinschaft. An die Neuen. 

So wie Ihr damals zu uns gekommen seid, ratsuchend und unsicher kommen doch täglich Neue hinzu. Mit den gleichen Unsicherheiten...

Gebt denen Halt. Ratschläge. Tipps. Wissen. Sicherheit.

Das ist doch eine sehr schöne Aufgabe. 
Und ein sehr guter Grund, weiter am KK-Ball zu bleiben. 

Im Normalgewicht - mit Freuden.



Bis später.