Montag, 18. März 2013

Niederlage für Social Media Interactive – Sieg für die Meinungsfreiheit



Mit einer Abmahnung vom 16.12.2012 sowie einem Antrag auf Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg mit Schriftsätzen vom 16.01.2013 und 25.01.2013 versuchte der von der Social Media Interactive GmbH, Schäufeleinstrasse 5, 80687 München beauftragte Rechtsanwalt Michael Augustin u.a. Einfluss auf die Inhalte dieses privaten Blogs zu nehmen. 

Im Speziellen ging es um Beiträge, in denen ich meine Kritik an dem Online-Abnehmprogramm mit dem Namen 10-weeks-BodyChange (10wbc) geäussert hatte.



Entscheidung gefallen. FÜR die Meinungsfreiheit.



Am 14.03.2013 kam es zu einem Verhandlungstermin vor dem Landgericht Hamburg.

Die Richterin sagte dazu während der Verhandlung (Gedächtnisprotokoll):
"Dies ist keine Diktatur, dies ist ein freies Land. Man darf seine Kritik äussern, sofern man nicht beleidigt. Bei allen Textpassagen, die Sie (Anmerkung: gemeint ist RA Augustin) monieren habe ich keinen einzigen gefunden, der nicht unter die freie Meinungsäusserung fällt.
So lange Kritik nicht beleidigend ist und nicht gezielt Unwahrheiten verbreitet werden, ist sie in Ordnung. Wenn man mit einem Unternehmen an den Markt geht, muss man mit Kritik rechnen und lernen, damit vernünftig umzugehen."

Ein guter Tag für die Meinungsfreiheit, ein guter Tag für diesen Blog.
Die Meinungsfreiheit des Einzelnen ist eben doch höher anzusiedeln als die finanziellen Interessen eines Unternehmens. Wir dürfen weiter unzensiert bleiben!

Die 10wbc-Betreiberfirma Social Media Interactive GmbH hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Ich denke ich werde über die Vorgänge in den nächsten Tagen noch ein wenig ausführlicher berichten. Das alles war ein rechter Krimi…

Bis bald.

(PS: Was es mit dem Pflaster auf sich hatte, erfahrt Ihr hier)

150.000 Besucher


Herzlichen Dank und ein paar virtuelle Blumen für den 

150.000 Besucher 

auf diesem Blog!




Montag, 4. März 2013

Rezept: Okras, Tomaten, Hackfleisch


Um mal wieder etwas mit Okras zu machen, hier mein Rezept vom vergangenen Samstag:

Okras, Tomaten, Hackfleisch - eine harmonische Mischung




Leckeres für den Abend

Zutaten:
1 Dose Okras / gerne auch frisch oder TK
1 Dose geschälte Tomaten
400 Gramm Rinderhackfleisch
1 Zwiebel
2 - 3 Knoblauch-Zehen
Basilikum, gerebelt
Oregano
Cayenne-Pfeffer
schwarzer Pfeffer
Salz
Olivenöl/Butter
Optional: etwas Parmesan gerieben als Würzer, evtl Knoblauchpulver

Zubereitung:
Die Zwiebeln in Butter oder etwas Olivenöl in einer Pfanne oder einem Topf zusammen mit einer Prise Salz und den gehackten Knoblauchzehen schön andünsten.
Das Hackfleisch dazugeben und ebenfalls satt anbraten.
Dann die Okras (abgetropft) dazu geben und die Tomaten.
Die Tomaten mit dem Kochlöffel zerteilen.
In der Regel braucht es kein Wasser extra, die Flüssigkeit aus den Tomaten reicht völlig. Wer es eher suppenartig mag kann eine Tasse lauwarmes Wasser zugeben...

Gut mit den Gewürzen abschmecken und ca 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. 

Servieren mit etwas Parmesan, wer mag (war superlecker damit).

Durch das Hackfleisch ein sehr gutes Gericht für den Abend.
Viel Spass beim Nachkochen...
 

Bis später.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Rezept: Hähnchenschenkel mit Pastinaken aus dem Ofen

Mal wieder ein schönes Rezept, entstanden letztes Wochenende spontan in der DaVinci-Küche:

Hähnchenschenkel mit Pastinaken aus dem Ofen 


Einfach alle Zutaten auf einer Alufolie ausbreiten, etwas Olivenöl drüber und aus der Alufolie eine Tasche basteln. Die dann ab in den Ofen.



Vorher


Nachher... Hmmm.... :)


Zutaten:

2 Hähnchenschenkel
1 grosse Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Pastinaken
1 Karotte
2 mittelgrosse Tomaten
Champignons
Katenschinken
Oregano
Pfeffer
Cayennepfeffer
Salz
Olivenöl


Zubereitung:

Eine gutes Stück Alufolie auf einem Backblech auslegen, die beiden Hähnchenschenkel auflegen.

Würzen mit Salz, Cayenne-Pfeffer, schwarzem Pfeffer und Oregano.
Tomaten vierteln, Champignons und Karotte in Scheiben schneiden, Zwiebeln in Ringe, die Pastinaken in Stifte. Die Knoblauchzehen pressen oder klein schneiden.

Alles mit dem Katenschinken zusammen über den Hähnchenschenkeln drappieren und einen guten Schuss Olivenöl drüber geben.

Eine zweite Folie darüber legen und eine enge Tasche formen. Gut darauf achten, dass sie dicht ist und nicht aufgehen kann. Das spart Zeit beim Saubermachen des Blechs und sorgt dafür, dass die Flüssigkeit und die Aromen nicht verloren gehen, sondern schön beieinander bleiben.

Bei 220°C im Backofen für 40 Minuten erhitzen - vorgeheizt ca 30 Minuten.

Die Tasche in der Mitte öffnen und den wunderbaren Geruch geniessen...

Das Hühnchen wird sehr zart, die Aromen tun ihr übriges. Geht relativ schnell und braucht kaum Überwachung.



Viel Spass beim Nachkochen!



Bis später

Dienstag, 26. Februar 2013

Lieber lecker als Gesund: Die Studie der Technikerkrankenkasse



Die Technikerkrankenkasse hat aktuell eine Befragung vorgenommen.
Geklärt werden sollte damit der Stellenwert der Ernährung bei den Deutschen.


Das Ergebnis ist wenig verwunderlich: Essen wird für viele zur Nebensache.
Lästig, notwendiges Übel.

Und Fastfood ist auf dem Vormarsch.

Das ist ein Problem, das die Gesundheitskosten auf lange Sicht in die Höhe treiben wird.

Ein paar Highlights aus dem Bericht (oder Lowlights, gibt es das Wort überhaupt als Gegenteil?)

"Es gibt kein wirkliches Bewusstsein mehr für Essen"
"Bei etwa einem Drittel der Befragten läuft beim Essen der Fernseher oder Computer."
"Täglich gekocht wird nur in jedem zweiten Haushalt"
"Stattdessen kommen immer öfter schnelle Fertiggerichte auf den Tisch"
"45 Prozent der Befragten ist es am wichtigsten, dass ein Essen lecker ist."
"Deutlich weniger, nämlich 35 Prozent, legen Wert auf gesunde Kost"
"Etwa die Hälfte nennt demnach fehlende Zeit und Ruhe als wesentlichste Hürde für eine gesündere Ernährung"

"Bei 39 Prozent der Befragten mache jedoch die Essensauswahl in Kantine oder Arbeitsumgebung eine gesunde Ernährung schwierig."

"Knapp die Hälfte vergisst bei der Arbeit, genug zu trinken."




Quelle: Die Welt, online verfügbar:
Hier geht es zum dazugehörigen Bericht mit ein paar interessanten Kennzahlen und Charts.



Ich weiss, Ihr macht es besser. Gott sei Dank!

Bis später.

Donnerstag, 21. Februar 2013

KK-Essen ist teuer? Bis 30% sparen bei gleicher Qualität?

Aus Berlin zurück, mit einer amtlichen Grippe im Gepäck, die gerade (hoffentlich abklingt).

Und gleich wieder ins Thema:

Vor einiger Zeit hatten wir mal eine Umfrage, bei der es darum ging, ob unsere besonderen Form der Ernährung teurer ist. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer meinten damals, es sei spürbar teurer und würde die Haushaltskasse schon spürbar strapazieren.

Die Frage, was man dagegen tun kann, ist unbeantwortet geblieben - bis heute.
Die ZDF-Mediathek bietet seit heute einen Film an, den ich gestern nacht gesehen habe, der evtl beim einen oder anderen für etwas  Spielraum sorgen kann.

Ich empfehle Euch, diesen Film hier anzusehen:

ZDF-Mediathek: Vergleich No-Name-Lebensmittel und Markenprodukte


In dem Beitrag wird (wenn auch nicht sehr wissenschaftlich) die Frage erörtert, wie sich No Name - Produkte der Discounter von Markenprodukten unterscheiden. Für den Test wurden folgende Testparameter verglichen:

  • Geschmack
  • Vielfalt
  • Fairness
  • Preis
  • Qualität

Eine Randinformation finde ich besonders bemerkenswert:

Heute geben wir für Lebensmittel vom Monats-Einkommen ca 10% aus.
Ich finde das ist wenig! - 1970 waren es noch 25%. Ein Zeichen dafür, dass Essen für die meisten eher notwendiges Übel als Genuss ist? Oder ist tatsächlich das Budget mit Miete und anderen Lebenshaltungskosten so blockiert, dass wir uns vernünftiges Essen nicht mehr leisten können? Oder wollen? Lieber krank? Hm....

Ich hätte mir vielleicht noch gewünscht, dass sie beim Geschmack mehr blind verglichen hätten, mit Kleberchen unterm Teller, denn so ist die Macht "Marke" zumindest psychologisch doch wieder mit Einfluss ausgestattet.

Mein Fazit:
Wer (und das tun vor allem Frauen gerne) lieber nach schönen Verpackungen oder namhaften, bekannten Herstellern greift, der hat ein Einsparpotential von bis zu 30%. Bei gleicher Qualität und gleichem Geschmack. Teilweise sogar bei den identischen Produkten.

Ich LIEBE übrigens den Italiener, der die Pizzas testet. "Isse gleische". 



Bis später.

Dienstag, 12. Februar 2013

Auf, auf nach Berlin...

Pause. Ein paar Tage etwas anderes sehen.

Und am Samstag beim ersten offiziellen KK-Treff ein paar liebe Menschen treffen, die ich auf meinem Weg hier kennengelernt habe... Ich freu mich schon.

Kommenden Montag bin ich zurück.

Habt eine gute Zeit,

bis dahin!

Montag, 11. Februar 2013

Rezept: Pastinaken-"Bratkartoffeln" mit Schinken

Bestimmt kann man mit Pastinaken noch vieeeel aufwändigere Gerichte machen, aber bei meinem ersten Versuch wollte ich es einfach und schnell halten...


Pastinaken-"Bratkartoffeln" mit Schinken und Champignons







Zutaten
1 Pastinakenwurzel
1 Zwiebel
Champignons
Kochschinken
Butter
Sesam
Cayennepfeffer

Salz

Zubereitung
Die Pastinakenwurzel schälen und in dünne Rädchen schneiden.
Den Schinken in Streifen schneiden, ebenso die Champignons und die Zwiebel.
Die Zwiebeln in der Butter anbraten Champignon und Pastinakenscheibchen dazu geben.
Wenn die Scheibchen langsam braun werden den Schinken und den Sesam dazu, mit Cayennepfeffer und Salz abschmecken.


Das Gericht ist schnell und einfach zu machen. Man kann natürlich statt dem Schinken viele andere Dinge dazu geben, vermutlich würde mein Lieblingskatenschinken sogar noch ein bisschen besser dazu passen. Allerdings wollte ich den Schinken mal als Anregung dazu geben, vielleicht ist das mal ne andere Idee mit dem Schinken in der Pfanne.

Hat gut geschmeckt, die Pastinaken sind - wie schon die Topinambur - ein sehr guter Ersatz für Kartoffeln. Freue mich schon auf das nächste Experiment mit dieser Wurzel.

Noch ein Wintergemüse: Die Pastinakenwurzel

Äusserlich wirkt die Wurzel des Pastinaks wie eine deformierte Karotte, leicht bräunlich, eher unscheinbar.


Pastinakenwurzeln im Rohzustand


Obwohl er eigentlich schon eine lange Historie in der menschlichen Ernährung vorzuweisen hat, die bis ins Römische Reich zurück reicht, ist er heute im deutschsprachigen Raum eigentlich weitgehend von der Kartoffel verdrängt worden. In den grossen Supermärkten gehört er daher wahrscheinlich auch weniger zu den Standards der Gemüsetheken, auch wenn er gelegentlich dort saisonal zu finden ist. Ich fand meine bei meinem Besuch im Bioladen.

Schält man die Wurzel, entwickelt sich ein Geruch, den ich zwischen Zitrone und Karotte ansiedeln möchte. Geschält sieht die Wurzel aus wie eine bleiche Karotte. Im Unterschied zur Kartoffel schmeckt die Wurzel ein wenig süsslicher und etwas herber.


Hier geschält und gewürfelt...


Interessant für die KK-Küche machen dieses Wurzelgemüse die Nährwerte und die geschmackliche Nähe zur verbotenen Kartoffel. Und die ähnliche Konsistenz, die daher auch ähnliche Zubereitungsarten wie die Kartoffel zulässt. Für Menschen, die von Kartoffeln Sodbrennen bekommen könnte die Wurzel aufgrund des niedrigeren Nitratgehalts ebenso ein spannender Ersatz sein.

Im Vergleich zur Kartoffel sieht es so aus:
Die Pastinake hat mit 2,5% lediglich ca 1/6 des Stärke-/Kohlenhydratanteils der Kartoffel bei allerdings 6 mal so viel Ballaststoffanteil. Der Brennwert ist nahezu gleich, auch im Wassergehalt schenken sie sich beide nicht viel. Das sind sehr günstige Werte und sollten vor allem denen Hoffnung machen, die so ungern auf Kartoffeln und Kartoffelprodukte verzichten.

Einsatzmöglichkeiten:
Man kann mit Pastinaken wunderbaren erlaubten Ersatz für Pommes frites, Kartoffel-Püree, Bratkartoffeln, oder sogar Kartoffelchips ersetzen. 


Zu Beachten:
Beim Zubereiten und lagern sollte man beachten: Brät oder lagert man ihn zu lange, werden in der Wurzel eher unangenehme Bitterstoffe freigesetzt.

Ein erstes Rezept folgt.

Bis später...

Sonntag, 10. Februar 2013

Rezept: Beilagen-Chipschen von der Topinambur

Hier ist es nun also, das erste Rezept mit der Topinambur-Knolle.


Topinambur-Chips






Zutaten:
Ein paar Knollen Topinambur
Eine Karotte
Etwas Katenschinken
Butter
Cayennepfeffer
Pfeffer, schwarz
Salz

Zubereitung:
Die Topinambur-Knollen mit dem Sparschäler von der Schale befreien und dann in dünne Scheiben schneiden, gleich mit der Karotte verfahren. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Topinambur-Knollen eingeben. Die Karotten etwas später dazugeben, dann haben sie noch Biss. Gegen Ende den Katenschinken. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken, fertig.



War eine geniale Beilage zu meinem Steak, aber ist wirklich auch mal zum so essen super.
Ich glaube, die sind auch ohne Karotte ein Gedicht, sie haben einen ganz eigenen, leckeren Geschmack. Man darf sie ruhig ein bisschen braun werden lassen, ein bissl Knuspern und Röstaromen schaden nicht. Ich glaube sie funktionieren auch ganz gut in der Zubereitungsart, die Ihr von den Brokkoli-Krachern hier im Blog schon kennt.


Bis bald.

Topinambur: Eine interessante Alternative für die KK-Küche


Optisch erinnert mich die Topinambur-Knolle an eine Art Mischung aus Kartoffel und Ingwer. Tatsächlich ist sie jedoch mit der Sonnenblume verwandt. Die Ernte-Zeit dieser interessanten Nutzpflanze ist zwischen November und März.

Topinambur ist auch unter den Namen Jerusalem-Artischoke, Erdtrüffel, Erdsonnenblume oder Ross-Erdapfel bekannt. Letzteres aber nicht wegen einer (nicht vorhandenen) optischen Ähnlichkeit zu Rossäpfeln, sondern vielmehr, weil er früher oft den Pferden verfüttert wurde.

Topinambur - Eine interessante Knolle


Sie schmeckt leicht süsslich, in einigen Berichten während der Recherche fand ich, dass andere den Geschmack als dem der Artischoke ähnlich empfinden. Das kann ich nicht bestätigen. Für mich liegt er eher zwischen Kartoffel und... Weiss nicht so genau. Roh beisst sie sich ein wenig wie Rettich oder Kartoffel.

Geschält oxidiert sie sehr schnell und wird braun, was aber eigentlich ziemlich egal ist, wenn man sie wie ich ohnehin in der Pfanne ähnlich wie Bratkartoffeln zubereitet. Rezept folgt.

Interessant macht die Pflanze für unsere KK-Küche ein besonderer Umstand.
Wer über die Pflanze nachliest wird darauf stossen, dass man aus ihr auch Zucker macht.
Trotzdem können wir sie verwenden. Denn die Sorte Zucker, die dort enthalten ist, heisst Inulin.

Inulin kann als langkettiger Zucker nicht verdaut werden, dazu fehlen Enzyme in unserem Körper. Der Blutzuckerspiegel bleibt unbeeinflusst. Das macht die Pflanze für Diabetiker  interessant. Und für uns... Zusätzlich von Vorteil ist der hohe Anteil an Ballaststoffen und Eiweiss.


In der Homöopathie nutzt man den Topinambur um das Hungergefühl zu verringern, in Tablettenform oder als Getränk eingenommen dämpft das Aufquellen im Magen den Hunger.

Nebenwirkungen: Eventuell kann es durch den Genuss zu Blähungen kommen, weil die Pflanze spät im Verdauungstrakt verarbeitet wird.

Meine Empfehlung: Probiert das mal. Es gibt eine Menge Sachen in den Gemüseabteilungen, die man vielleicht gar nicht kennt oder von denen man nicht weiss, wie man sie zubereitet. Topinambur sollte künftig immer mal wieder in Eurer Küche für Abwechslung sorgen, denn es ist lecker! Und eigentlich ein guter Kartoffel-Ersatz.

Mein Ausflug in den neuen Biomarkt...

Es gibt Orte, an die geht man am liebsten im Trenchcoat mit hochgeklapptem Revers, die Hutkrempe tieeef ins Gesicht gezogen.
Einige werden mich spätestens dann verstehen, wenn sie an den Besuch in einem Ladengeschäft für Erwachsenenspielzeug denken.

Ich weiss aus sicherer Quelle, dass einige dafür lieber in einen einige Kilometer entfernten Ort fahren, als einfach in das Geschäft am Ort zu gehen. Man könnte ja erkannt werden...

So ist das bei mir mit - Bioläden. 


Als jemand, der beinahe sein gesamtes Leben über die "Ökos" gelästert hat, kann ich mir gar nicht leisten, in so einem Markt erkannt zu werden. 





Nun ist es so, dass bei uns kürzlich in der Nähe ein neuer Biomarkt aufgemacht hat.

Es war Samstag, und ich hatte gerade ein wenig Zeit. 


Also beschloss ich, da mal reinzuschauen. Um ein paar Anregungen für neue Rezepte zu finden, oder nach Dingen zu schauen, die ich noch nie gesehen geschweige denn benutzt habe, mit denen ich experimentieren könnte...

Ich glaube es war kurz nach 16 Uhr, als ich durch die Zisch-Glastür ging.

Vorne war als erstes eine Glastheke mit Backwerk, dahinter zwei freundliche Verkäuferinnen. 


Ich wollte gar nicht erst als möglicher Kunde auffallen und bog verstohlen nach links ab. 

Vorbei an einer Unzahl an Essig- und Öl-Sorten und Pestos aller Art landete ich an der Fleischtheke. Es ist schon interessant zu sehen, was in so einer grossen Vegan-Abteilung alles an Fleischersatz zu finden ist. Nicht, dass ich mir untreu geworden wäre, aber ein Lupinen-Schnitzel musste man ja schon mal in der Hand gehabt haben.

Bei den Tees gab es eine ungeheuer grosse Auswahl, nur getopped von der Auswahl an trockenen Hülsenfrüchten und Mehlsorten, die allein 2 grosse Regale ausfüllten. 


Dann zur Asia-Abteilung und - da gabs mal spannende Sachen... 
Wow. Viel mit Soja, natürlich und alles, was man zu einem Bio-Sushi so braucht. 

Dann die Tiefkühltheke. Bio-King-Prawns. Ob die Krabbenviecher wohl gewusst haben, dass die mal einen Bio-Stempel bekommen...?

Bis hierher war ich standhaft. 


Ich kaufe nichts überteuertes, nur weil es in einem Bioladen ausgestellt ist. 
Man will ja nicht Grundsätze über Bord werfen, die man so lange gepflegt hat. 

Glücklicherweise begann meine weibliche Begleitung langsam zu nörgeln. 
Zuerst sachte, nach ein paar Minuten dann etwas lauter und so kurz vor ner Stunde Aufenthalt dann schon recht eindringlich... "Mir ist langweeeeillliiiiiigg..." 

Der Regaleeinräumer, vermutlich einer der besten seiner Art, war zufällig bei 4 der Nörgler jeweils in Hörweite, und bei "Mir ist langweeeeeilliiiiig"-Teil 2 brach er in Lachen aus.
Auf Nachfrage wies er auf den Umstand hin, dass er das eigentlich nur aus Schuhläden und Klamottenläden kenne, aber da dann anders herum.

Ok. Ertappt. JA, es war interessant, das mal alles anzuschauen und die Auslagen waren halt auch wirklich einladend und appetitlich drapiert. Aber ok, lass uns gehen. 17:04 Uhr.

Und dann kam die Gemüsetheke. Verdammt. Hätte ich die mal zuerst entdeckt.
Noch vor der Zeitnot. Die harmlosen Karotten und anderen Kram habe ich geschickt ausgeblendet, aber da waren sie nun: Die Pastinaken. Der Topinambur. All die Dinge, die ich vor KK nicht kannte und die mir erstmals in der Facebookgruppe unterkamen, weil andere fragten, ob die erlaubt seien.

Kennt Ihr das blöde Gefühl, wenn man sich, ohne etwas einzukaufen an der Kassenbarriere an den wartenden Kunden vorbeischlängelt?

DAS war meine Ausrede.
Schnell ein paar Sachen in Tütchen gepackt (Plastich, im Biomark... nur mal so angemerkt) und dann doch nochmal zu den Hülsenfrüchten, die Packung Bohnenmischung für ein lecker Süppchen doch noch zu holen.
Nicht ohne den ständig scharrenden Frauenschuh im Hintergrund zu hören.

An der Kasse wars dann gar nicht so schlümm. Ging eigentlich. War doch nicht so teuer.

Draussen im Auto (schitt war das kalt) sagte die Gute dann zu mir:
"Das schreibst Du in Deinen Blog! Das sollen alle wissen! Du warst schlimmer als ne Frau im Schuhladen. Und das, obwohl über dem Laden deutlich BIO zu lesen war... Du mutierst noch zum Öko, wenn Du nicht aufpasst!"
Schuld beglichen, meine Liebe, hier stehts geschrieben.

Die nächsten 100.000 können das ruhig lesen.

Ich geh da eh nicht mehr hin...

Zumindest nicht in Frauenbegleitung, die nach einer Stunde schon das Meckern anfängt.... ;)


Bis später.





Montag, 4. Februar 2013

KK und Alkohol - Warum das eigentlich nicht zusammenpasst...


Vorneweg: Ich tauge nicht als Versuchskaninchen, da ich selbst seit über 8 Jahren oder mehr, so genau erinnere ich das nicht - keinen Alkohol mehr getrunken habe. Nein, nicht aus religiösen Gründen,  auch nicht aus medizinischen. Das war einfach irgendwann eine Entscheidung, weil ich mir meinen sonst ganz gut funktionierenden Verstand nicht vernebeln will.

Dieses Thema wird schwierig. Denn in Europa trinken die Menschen im Jahr im Schnitt 12,5 Liter reinen Alkohol. In Deutschland (da sind sie Europameister) sind es sogar 12,9 Liter. Wir reden wohlgemerkt vom Alkohol-Anteil(!) IN den alkoholischen Getränken, nicht von 12,9 Litern, die Alkohol enthalten. Alkohol ist populär.

Alkohol ist die gesellschaftsfähigste Droge, legal, obwohl der Konsum mindestens genauso negative Folge nach sich zieht, wie die meisten anderen Drogen auch.
Spreche ich mit Menschen, die gerne mal ein Gläschen trinken oder zwei, reagieren sie genauso wie ich auf meine eigenen Suchtmittelchen: Man will es sich nicht verbieten lassen. 
Einige reagieren sogar mit einem seltsam mitleidigen Blick, wenn ich sage: "Nein danke, ich trinke keinen." 

Ich schreibe das vor allem deshalb dazu, um zu erklären, warum ich den bis heute kaum auf dem Schirm hatte, als echter Bösewicht für unsere Zwecke. Bis heute.

Es ist unglaublich schwer, das Thema so anzupacken, dass ein gesundes Bewusstsein dafür geschaffen wird. Aber es ist wichtig.

Einige Teilnehmer haben weniger Erfolg als andere. Obwohl sie alles richtig und KK-konform machen. Zumindest sagen sie das. Wenn man mal ein wenig nachhakt, dann kommt meistens doch die eine oder andere Sünde raus, aber auf den Alkohol als "Fehltritt" kommen komischerweise die wenigsten. Die meisten bleiben an der Tatsache hängen, dass sie es geschafft haben, kein Süss mehr zu essen. Was lobenswert ist. Aber eben nicht "alleinseligmachend".





Problem 1: Grundstoff des Alkohols
Ich lasse Euch mal selbst drüber nachdenken und belasse es bei der Info, dass der Alkohol in den gängigen Getränken nichts anderes ist als vergorener Zucker. Mit anderen Worten: Alkohol sind reine, "schnelle" Kohlenhydrate... Das führt zu

Problem 2: Alkoholische Getränke haben einen hohen Brennwert.
Wer eine Maß Bier trinkt hat damit fast eine Tafel Schokolade gegessen, ein unschuldiges Gläschen Sekt sind fast eine halbe Tafel, wobei die Damen gerne auch mal 2 Gläschen trinken und damit auch bei einer Tafel sind. Wohl bekomm's!

Problem 3: Alkohol hemmt den Stoffwechsel
Der Verdauungsschnaps ist einer der schlimmsten Ernährungsmythen und wohl niemals tot zu kriegen. Er erzeugt das Gegenteil, und das vermeintliche Wohlgefühl ist über eine kurzfristig verbessere Durchblutung zu erklären. Statt der Verdauung zu helfen, werden für die Verdauung wichtige Enzyme gehemmt, und der Verdauungsprozess sogar verlangsamt.

Problem 4: Alkohol und die Leber
Das arme Organ. Hat ohnehin schon viel zu tun damit, dass die in unserer Umwelt befindlichen Giftstoffe gefiltert werden. Und dann schickt man Alkohol durch die Speiseröhre. Jetzt erkennt diese, "Au weia, GIFT! SCHLIMMES GIFT!" und lässt alle anderen Aufgaben sein und kümmert sich fast ausschliesslich um den Abbau des Alkohols. Diese Blockade sorgt neben anderen Problemen für die direkte Einlagerung von Fett in der Leber. Und hebelt die anderen Effekte, die uns beim Abnehmen helfen sollen, praktisch komplett aus.

Problem 5: Alkohol fördert Harnsäurebildung
Als hätte wir nicht schon genug damit zu tun. Harnsäure ist der einzige Wert, der durch die Ernährung momentan noch in den Bluttests der Teilnehmer als überhöht angezeigt wird. Der Alkohol macht das nicht besser, im Gegenteil.

Problem 6: Alkohol stoppt die natürliche Fettverbrennung
Richtig. Was wir uns mühevoll versuchen, an Reserven abzuringen, wird vom Alkohol gestoppt. Teilweise sogar rückgängig gemacht.

Problem 7: Alkohol hemmt den Muskelaufbau
Weil weniger Testosteron gebildet wird, können weniger Muskeln aufgebaut werden. Unser Wunsch, dem Körper eine schönere Form zu geben bleibt ein Wunsch. Vielmehr landen die Folgen des Konsums auf den Hüften, genau, wo wir sie nicht haben wollen.

Problem 8: Alkohol fördert Krebs.
Diesen Zeigefinger will ich gar nicht so hoch halten, das will keiner lesen. Aber es ist wahr. Und ihr solltet es wissen. Zumindest das. Es gibt noch ein paar negative Eigenschaften mehr, aber die haben nicht direkt etwas mit unserer Ernährungssituation zu tun, weshalb ich sie heute her weg lasse.

Problem 9: Alkohol und der Pausetag.
Ich habe an anderer Stelle schon einmal etwas dazu geschrieben: Durch unseren konsequenten Zuckerentzug erleben wir die Folgen des Alkoholkonsums in vielen Fällen stärker als wir das vor der Umstellung gewöhnt waren. Ich erinnere an einen Teilnehmer, den 2 Gläser Sekt in eine Ohnmacht geschickt haben, zumindest hat er das beschrieben.


Was aber viel fataler ist, und eine Erkenntnis, die Euch alle aufhorchen lassen sollte:
Der Abbau von Alkohol kann ganz schön lange dauern.
Und die Nebenwirkungen auch.


Wenn Ihr Euch sagt: "Hey, Pausetag, jetzt geb ich mir ein Schlückchen Dack Janiels", dann passiert was ganz Blödes: Was wir dem Stoffwechsel gerade frisch eine Woche lang beigebracht haben, ist dahin. Futsch. Kaputschi. Weg. Ihr werdet eine komplette Woche zurückgeworfen bei Euren Bemühungen. Ein Glas Wein macht da schon ein paar Tage aus. Egal ob am Pausetag oder während Eurer Abnehmwoche.


Verdammt, unpopulär!

Aber ein Glas Wein war doch erlaubt. Tim hat gesagt... Ja. Hat er. Tim macht aber viele Dinge zusätzlich, die wir nicht tun. Schon deshalb können wir uns an ihm nicht immer messen.

Und eines weiss Tim genauso wie ich: Motivation ist wichtig. Und wenn jetzt der mahnende KK-Finger hochgeht und sagt, Alkohol ist böse, dann hilft das nicht unbedingt bei Eurer Motivation. Ich weiss. Ist mir klar.

Deshalb werde ich Euch auch nicht sagen: 



"Folgt meinem Beispiel, trinkt keinen Alkohol, das ist machbar, ich bin der lebende Beweis." Die meisten von Euch würden das nicht, oder... könnten das nicht.

Aber Ihr sollt wissen, dass das mit dem Alkohol und dem Abnehmen nicht zusammen geht. Und dass es ein paar echt massive Probleme mit der Flüssigkeit gibt, die nicht nur nicht hilfreich sind, sondern das Gegenteil von dem bewirken, was wir versuchen. Leider über den Pausetag hinaus.

Die logische Empfehlung lautet daher:
Lasst den Alkohol während Euer Abnehmphase weg - zumindest - wo es nur geht, idealerweise ganz. Und weil der Abbau bzw die Folgen teilweise Tage nachwirken, gilt diese Empfehlung auch für den Pausetag!


Noch eine wichtige Ergänzung:
Von allen alkoholischen Getränken sind die besonders nachteilig, die auch noch eine Kombination von Alkohol und Zucker darstellen. Das sind z.B. Cocktails, RedBull-/Cola-Mischungen mit Alkohol, Liköre, Radler und einige "moderne" Mixgetränke von Brauereien, auch als Alcopops bekannt.

Sonntag, 3. Februar 2013

Warum kein Käse bei KK?!

Ich denke das wird mal wieder ein Renner-Posting, denn diese Frage ist so oft gestellt worden, dass ich es schon gar nicht mehr zählen kann.

Dafür gibt es auch ein paar gute Gründe.

Denn viele verwechseln unserer SlowCarb-Ernährung mit LowCarb. Dabei ist das unscheinbare S so wichtig. Ich denke, ich werde dazu in naher Zukunft ebenfalls schreiben, damit das nicht weiter verwechselt wird. Und in der LowCarb-Ernährung ist Hüttenkäse, Harzer Roller und körniger Frischkäse sowie Sahne und ein paar Ableger ausdrücklich erlaubt. Nicht so bei KK.
Wieso ist das so?

Ich werde einige Mühe darauf verwenden, das verständlich zu erklären.
Wer Tim Ferriss gelesen hat, der weiss, dass das Thema dort auch behandelt wird.
Dort wird von 2 Studien gesprochen, die mir Dank unserer Dr. Simone Koch im Original vorliegen. Lieben Dank dafür, Simone!

Abgesehen von der Tatsache, dass die beiden Studien in Englisch verfasst sind, enthalten sie eine unglaubliche Menge an Fachbegriffen, mit denen wohl kaum einer von Euch etwas anfangen kann. Zumindest der Grossteil nicht. Deshalb versuche ich, die Essenz der beiden Studien in möglichst einfache Worte zu fassen, damit diese Frage so beantwortet ist, dass nichts mehr offen bleibt.



Käse. Was ist das eigentlich?
In Deutschland gibt es in den Supermärkten rund 4.000 verschiedene Sorten zu kaufen.
In allen möglichen Formen und Farben, weich, hart, reif, jung...

Klar ist: Käse wird aus Milch hergestellt.
Der überwiegende Teil auf dem Markt im deutschsprachigen Raum entsteht dabei aus Kuhmilch. Wer ein wenig genauer wissen will, wie man Käse eigentlich macht, und sich dabei nicht zu schade ist, dass es eine Kindersendung ist, in der das beschrieben wurde, kann gerne mal hier reinschauen, da wird das sehr gut und verständlich erklärt:



Die meisten Milchprodukte an sich enthalten Laktose - das ist Milchzucker und wie das Wort erahnen lässt, deshalb in der KK-Ernährung problematisch. Ausserdem ist es so, dass in sehr vielen Milch-Ablegerprodukten (und vor allen in sogenannten Light-Produkten) eine nicht unbeträchtliche Menge Zucker in verschiedenen Formen sogar noch zusätzlich hinzugefügt wird. 


Kurzer Ausflug in "Laktosefrei"
Der ist nötig, weil viele denken, dass Milchprodukte, die als "laktosefrei" etikettiert sind, damit besser sind. Das Gegenteil ist der Fall! 

Wer einmal laktosefreie Milch getrunken hat, wird dabei festgestellt haben, dass sie süsser schmeckt als die normale. Und das hat einen guten Grund.

Tatsächlich sitzen keine Lohnarbeiter in der Molkerei am Band, die die Laktose aus der Milch fischen.

Stattdessen wird der Milch Laktase beigefügt. Damit wird der in der Milch enthaltene Milchzucker aufgespalten. Zu unserem Nachteil. Denn der dabei entstehende Einfachzucker ist NOCH einfacher vom Körper aufzunehmen - er geht direkt ins Blut.
Um so weniger verwunderlich 
ist es, dass der Körper mit einem deutlich höheren Blutzuckerspiegel reagiert und das ausgeschüttete Insulin dementsprechend höher ist als bei normaler Milch.
Kurz gesagt: Wer möglichst wenig Erfolg beim Abnehmen haben möchte, der nimmt keine normale, sondern viel besser noch laktosefreie Milch. Laktosefrei abgehakt!?
Ich hoffe doch!



Doch nun zum Käse...




Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigt, wird feststellen, dass die in der Milch enthaltene Laktose bei der Herstellung von Käse durch den Prozess weitgehend in Milchsäure umgewandelt wird. Deshalb findet man auf den Inhaltsangaben von Käse auch meistens nur sehr geringe Mengen an Kohlenhydraten oder Zucker bei den Angaben.


Dieser Umstand in Kombination oben mit der LowCarb-Verwechslung sorgt nun immer wieder für Verwirrung... DIE dürfen, und wir nicht?! Wie gemein!


Insulin (Abb. Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Insulin) 

Eine wesentliche Grundlage der SlowCarb-Ernährung ist die, dass wir unseren Blutzucker-/Insulinspiegel möglichst dauerhaft niedrig halten. Das sorgt dafür, dass der Körper um an den für den Betrieb der Muskeln nötigen Zucker zu kommen, an die eigenen Reserven geht. Die Folge: Wir nehmen ab.


Nun ist es so, dass in Käse zwar kein (Milch-)Zucker mehr enthalten ist, weshalb der Genuss von Käse auch im Regelfall keine wesentliche Steigerung des Blutzucker-Spiegels zur Folge hat. Wer jetzt in Gedanken schon genüsslich in den Gouda beisst.... HALT!

Aus noch ungeklärten Gründen reagiert der Körper gemäss den Studien jedoch anscheinend trotzdem mit der Ausschüttung von Insulin. Mit allen für unsere Zwecke unangenehmen Folgen:

Weil der Körper auf die Aufnahme von Zucker eingestellt wird, aber keiner kommt, werden die im Blut enthaltenen Zuckerreste verstoffwechselt und die Glykogen-Speicher der Leber angezapft und geleert. Reicht das nicht aus, reagiert der Körper mit - Heisshunger.
Das macht uns entweder anfälliger für Versuchungen oder sorgt dafür, dass wir mehr Brennwert aufnehmen als nötig, weil wir mehr essen als wir brauchen.
Das ist der eine unangenehme Teil.

Der zweite ist: Insulin hemmt den Abbau von Fett.

Somit hindert uns beides natürlich genau bei dem, was wir erreichen wollen: Abnehmen.


Jetzt gibt es noch ein paar andere Aspekte, deren Aufzählung aber den Rahmen sprengen würde, ich finde es ohnehin tapfer, dass ihr mir bis hierhin gefolgt seid...

Kurz angerissen sind wir Menschen eigentlich für die Aufnahme von Kuhmilch gar nicht geschaffen. Bei den Asiaten ist das noch viel ausgeprägter als bei uns, bei denen vertragen um die 80% Milch überhaupt nicht. Wir Europäer sind aber historisch über einen langen Zeitraum schon daran gewöhnt.

Die Abstinenz während der Tage vor dem geliebten Pausetag ist schuld daran, dass sich einiges im Körper verändert, die Gewöhnung an Milch sozusagen wieder zurücknimmt. Deshalb kann die übermässige Aufnahme von Milchprodukten zur verschiedenen Nebenwirkungen führen, die absolut unerwünscht sind.

Wer meine Empfehlungen aufmerksam mitgelesen hat weiss, dass ich gerade am Pausetag neben Kartoffeln, Reis, Brot, Brötchen, Obst auch Milchprodukte empfehle.
Das soll verhindern, dass diese "Rückbildung der Gewöhnung
" auf Dauer problematisch wird.

Gesamtfazit also wie erwartet:
Käse ist in jeder der ca 4.000 im deutschen Sprachraum verkauften Sorten während der Abnehmphase nicht KK-konform, hindert uns bei der Erreichung unseres Abnehmziels und sollte daher ausschliesslich (dort aber bitte ausdrücklich sehr gerne) ein Bestandteil des Schlemmermahls am Pausetag sein. 


Freitag, 1. Februar 2013

1000 Mitglieder bei der KiloKegel-Facebook-Gruppe

Noch ein Meilenstein ist diese Woche geknackt...
Soeben hatten wir das 1000ste Mitglied in der Facebook-Gruppe.
Man muss nicht mehr Worte sagen, als diese hier:




Donnerstag, 31. Januar 2013

Durchfall? Vom Mythos mit der Cola und den Salzstangen

Ich glaube absolut jeder hat schon mal gehört, dass man zur Linderung der Folgen von Durchfall Cola und Salzstangen essen soll... Blöd, ist ja nicht KK-konform...

Toilette? Ja bitte schnell...

Vorhin habe ich allerdings in einer Doku das Gegenteil gehört, und das mit logischer nachvollziehbarer Begründung:

Das Koffein in der Cola regt die Nieren an und sorgt so für einen höheren Wasserverlust - den es aber ja eigentlich einzudämmen gilt...

Deshalb sollte diese Anti-Durchfall-Strategie wohl neu überdacht werden.

Als sinnvolle Alternative nannte der Bericht geriebene Äpfel oder gedünsteten Reis.
Das ist zwar auch nicht KK-konform, aber ja mei, wenns hülft...

Bis später.

Dienstag, 29. Januar 2013

100.000!

Tja. Was soll ich sagen? 

Als ich am Montag, den 13. August 2012 das erste mal auf "Veröffentlichen" klickte und damit meinen ersten Post "Wie alles begann" in diesem Blog hier online gestellt habe, hatte ich keine Ahnung, wohin das führt... 

Hätte mir jemand gesagt: 
"Junge, in nicht mal 6 Monaten wird Dein Blog eine echte Instanz zum Thema SlowCarb-Ernährung werden" - ich hätte ihn ausgelacht. 
Heute lache ich nicht mehr. 

Denn heute Nacht haben wir eine Marke geknackt, von der viele meiner Blogger-Kollegen in dem kurzen Zeitraum allenfalls träumen können.

Ladies + Gentlemen, heute Nacht war hier der Besucher Nr.


Meilenstein: 28.01.2013 - 23:56 Uhr - 100.000 Besucher auf dem DaVinci-Blog


auf diesem Blog.

Dafür sage ich 100.000x Danke, an jeden Einzelnen, der die Zeit hier mit mir verbracht hat.

Wie sich das anfühlt?
Gute Frage. Ich denke es ist eine Mischung aus Stolz, sich bestätigt fühlen, dem beängstigenden Gefühl, damit auch eine gewisse Verantwortung aufgeladen zu haben und der bohrenden Frage, ob das so weiter geht oder in ein paar Tagen oder Wochen einfach ausläuft und aus dem digitalen Interesse wieder verschwindet.


Mir ist aber auch bewusst, dass ich diese Arbeit alleine so gar nicht geschafft hätte. 
Auch dafür bin ich dankbar. Meine Weggefährten von der ersten Stunde, die auch heute noch in der Facebook-Gruppe an meiner Seite sind, die Admins dort, die unermüdlich ihre Arbeit machen und täglich im Hintergrund nach dem Rechten sehen, unsere Anna, die mit viel Mühen in den Dateien und auch sonst stets für Ordnung sorgt -  und jeder einzelne der momentan fast 1.000 Mitglieder dort, der Rezepte hochlädt, Sorgen, Fragen und Nöte in dem geschützten Rahmen teilt und sich Motivation holt, sind alle ein unverzichtbarer Teil des Ganzen.


Leider produziert so eine Aufmerksamkeit auch seltsame Blüten.
Da gibt es einige seltsame, offensichtlich kranke "Menschen", die nicht müde werden, mich und Leute, die mir nahe stehen, über Wochen und Monate im Netz zu verfolgen und mir und denen aus der vermeintlichen Anonymität des www heraus zu schaden. 


Und dann sind da noch die werten Damen und Herren Verantwortlichen des 10xxx.
Wie viele wissen, haben sie kurz vor Weihnachten per Anwaltspost versucht, diesen Blog hier zu stoppen. Neben 15 DIN-A4-Seiten sachlich und fachlich mit Fehlern durchzogenem Rechtsblabla war da eine Rechnung des Abmahnwalts enthalten, über einen Betrag von rund 2.200 Euro. Alles sehr dringlich gemacht, mit einer sehr kurzen Frist. Klar, wer findet zwischen Weihnachten und Neujahr auch schon einen Anwalt, der einem gegen so einen Einschüchterungsversuch hilfreich zur Seite steht!? Ich. 

Unsere Stellungnahme ist bis heute unbeantwortet geblieben, vermutlich, weil die rechtliche Lage recht eindeutig zu meinen Gunsten ist.

Wertes 10WBC®: 
Euer Gebaren wird mir vermutlich für immer ein Rätsel bleiben.
Ihr hättet es doch so viel leichter, wenn Ihr Eure Mauscheleien endlich sein lassen und statt dessen offen und ehrlich ein an sich gutes Programm vermarkten würdet.Und das an der Seite Eurer zahlenden Kunden, statt ständig gegen sie... 
So kann Euch niemand weiterempfehlen. Im Gegenteil. Punkt. 
Und Tatsachenberichte werdet Ihr weder mit Anwälten noch mit dem Jüngsten Gericht jemals unterbinden können. 
Die Lösung wäre, dass es keine unvorteilhaften Tatsachenberichte mehr über Euch zu schreiben gibt. Aber das habe ich Euch nun schon wirklich oft genug geschrieben.

Mit dieser für mich abschliessenden Notiz werde ich auf Euch hier von heute ab in diesem Blog nicht weiter eingehen. Die 100.000 sind eine gute Weggabelung. Ich gehe den rechten Weg. Und es kümmert mich nicht, ob Ihr weiter stehenbleibt oder den linken geht. So lange ihr meinen nicht weiter kreuzt.


Aber nun genug von den leider auch vorhandenen negativen Aspekten, die so viel Öffentlichkeit mit sich bringt... 

Viel wichtiger seid Ihr, die Leser, die Gruppenmitglieder, die, die verstehen, was hier Gutes entstanden ist und weiter wächst.

Im Februar werden sich einige weiterführenden Dinge entscheiden bzw spruchreif werden, und ich freue mich schon jetzt sehr darauf, einige von Euch Mitte Februar in Berlin endlich einmal persönlich, live und in Farbe zu treffen.

Voraussichtlich gibt es dieses Jahr 2 bis 3 weitere Treffen, geographisch einigermassen gerecht verteilt, Genaueres folgt...

Und jetzt wird ein bisschen mit Möhrenchips gefeiert. Und Matcha-Tee.

Bis später.

Montag, 28. Januar 2013

Geschwindgkeit - Speed - Zeit - und wir...

Wie schon erwähnt. Ich war Samstag im Kino.

Der Film ist dieser hier gewesen, und ich fürchte, Ihr werdet es nicht leicht haben, ihn anzuschauen, da diese Filme nicht überall und wenn dann nicht lange gezeigt werden...




Ich bin nicht sicher, ob mich der Film weitergebracht hat. Er hat eigentlich mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet um ehrlich zu sein. Es geht um den Wahnwitz, mit dem unsere Zeit immer schnellebiger, vollgepackter wird und wir mit unserer eigenen Zeit, die uns gegeben ist immer weniger auskommen. Gehetzt. Gestresst. Krank.

Es gibt ein paar gute Denkansätze und Denkanstösse, warum das so ist, und welche Alternativen man hat, weshalb ich ihn durchaus empfehlen kann. Schaut ihn, wenn ihr könnt.

Als ich draussen war aus dem Kino (und fror wie ein Schneider, ihr erinnert Euch) habe ich über die Aussagen und Ereignisse in dem Film noch lange nachgedacht. Mindestens zwei kamen zu Wort, die den Burnout als Anlass genommen haben, ihr Leben komplett umzukrempeln. Sie sind aus ihren Glaspalästen geflohen, haben ihr Smartphone an die Wand geklatscht und sind dort hin gezogen, wo die Natur noch schwer in Ordnung ist. Ob das jeder kann, sei mal dahingestellt, wir alle haben unsere Verpflichtungen, unser Umfeld, das wir nicht so leicht hinter und lassen können und rennen dem Geld hinterher, damit wir Strom und Miete zahlen können. Zumindest die meisten von uns.

Vom Hamsterrad war die Rede, und vor der gefühlten Notwendigkeit, das Handy sofort in die Hand zu nehmen, wenn es vibriert, weil eine SMS, eine Mail oder ein neuer Facebookeintrag uns das Gefühl gibt, wir müssen schnell reagieren, sonst verpassten wir was.

Das Hamsterrad. Tja. Das kenne ich. Ich nenne es Drehtüre. Das gibts auch hier.
Selbst in der als "langsam" bekannten Schweiz.
Wisst Ihr, was interessant ist? Eine Verknüpfung, die ich nach dem Film zusammen gebracht habe. Die langsame Schweiz hat in einer Umfrage, die alljährlich gemacht wird zuletzt erneut Platz 1 belegt. In der Frage, ob die Einwohner glücklich sind. Haben in der Schweiz die meisten auf der Welt prozentual mit "Ja" geantwortet. Vielleicht ist Geschwindigkeit und Glück in einer gewissen Weise miteinander verbunden.
Es muss uns nicht dauernd schwindelig sein, um Glück zu spüren. Muss nicht.

Und dann, dann dachte ich auf einmal an unsere Lebensmittel. 
Brühwürfel, Instantpulver, Fertigessen, das wir nur noch in die Mikrowelle schieben brauchen, oder Schnellrestaurants, in denen das Essen allenfalls auf den Anzeigen über dem Tresen hübsch aussieht, aber mit dem echten Produkt in der Pappschachtel so gar nichts mehr gemein hat. Wenn man es genau nimmt, dann ist der Speed hier auch schon angekommen.

Oft las ich in unserer Gruppe folgenden Satz - sinngemäss: "Wenn ich nach meinem stressigen Tag abends nach Hause komme, habe ich keine Lust mehr grossartig was zu kochen..." Die erste Reaktion war Verständnis. Bei den Kommentatoren. Bei mir.

Dabei sollten wir eigentlich anders reagieren, wenns richtiger sein sollte.
Wir sollten laut "HALT. STOPP!" rufen. Was gibt es eigentlich für eine bessere Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu reduzieren, herunterzukommen, als eine halbe, dreiviertel Stunde in der Küche? Ein wenig Gemüse zu schnippeln, ein paar Zwiebeln anzubraten und ne Hühnerbrust abzuschmecken...?

"Neein, ich habe da keine Lust zu, bin viel zu kaputt..." - Ok, kann ich verstehen, ich kenne solche Momente. Aber was genau wartet denn statt der Küche auf uns? Schnell geschnittene Geschichten im Fernsehen, an deren Inhalte wir uns am nächsten Tag nur noch mit Mühe erinnern können? Das Internet, in dem wir uns selbst so gerne verlieren und erst spät merken, dass wieder ein paar Stunden "weg" sind und wir schon längst im Bett sein sollten, um am nächsten Tag wieder zu funktionieren wie ein Uhrwerk? 

Ich habe das für mich noch nicht zu Ende gedacht und bin mit meinem eigenen Rhythmus mit Sicherheit kein leuchtendes Beispiel, wie man es richtig machen sollte. Trotzdem finde ich, man sollte das mit der Küche mal ausprobieren, denn - auch wenn ich mich manchmal zwingen muss - die Zeit dort ist für mich tatsächlich eine kleine Insel der Ruhe und Entspannung. Und deshalb komme ich auch ganz ohne Fertiglösungen aus. Alles frisch. Gesünder, und das nicht nur wegen der Lebensmittel. Mein Ausstieg aus dem Hamsterrad.

In jedem Fall ziehe ich eines als Zwischenfazit aus der ganzen Sache:
"Glücklichsein und Hasten" sind zwei Dinge, die kaum nebeneinander her gehen.

Und wer will das nicht - Glücklich sein?!

Bis später.

-6°C und ich entdecke das erste Negative am neuen "Sein"

Samstag. 22:12h  -6°C. Ich bin draussen, wo ich gar nicht sein will, wenns so kalt ist.
Ich entdecke das erste Negative am neuen "Sein"...

Ich war immer jemand, an dem sich andere gewärmt haben. Ein zuverlässiger Ofen.
Ein Wal im Polarmeer, eine Robbe auf der Eisscholle. Nichts kratzt. Egal wie kalt.


Am Samstag waren tagsüber ein paar Sachen schon nicht so, wie sie sollten.

Erstens war ich sehr übermüdet, zweitens sind mir verschiedene Sachen dazwischen gekommen, so dass ich nicht vernünftig essen konnte und deshalb auch ziemlich hungrig war. Deshalb war ich auch nicht wirklich voller Energie. Als ich dann am Samstag aus dem Kino kam, fror ich auf einmal wie schon Ewigkeiten nicht mehr in meinem Leben. 

Mit etwas mehr Schlaf und besser satt wär das vermutlich bei Weitem nicht so doll gewesen. Aber vor allem fehlt die "dicke Haut".

Tja. So ist es wohl. Ofen ade. Kein Wal mehr, keine Robbe.
Schlimm? Nein. 


Ich werde wohl nur ein wenig mehr darauf achten müssen, was ich anziehe. 
Und ein dicker Mantel ist wesentlich leichter abzulegen als 14kg Übergewicht.

Die Wahl ist getroffen.


Donnerstag, 24. Januar 2013

KK-Kurztipp für Eilige: Zwiebeln anbraten

Für Euch gefunden, hier ein KK-Kurztipp für Eilige:

Fügt man den Zwiebeln beim Anbraten gleich zu Anfang Salz hinzu, zieht dieses ein wenig Wasser und beschleunigt den Vorgang des glasig werdens.

Getestet und für gut befunden.

Bis später.

Dienstag, 22. Januar 2013

KK-Ernährung und die Vegetarier (Veganer)

Da haben wir das Problem.
Wieder mal jemand, der/die mich besorgt fragt, dass er/sie im Web unterwegs war und besorgt fragt:


"nur, wie schaut das auf dauer aus? macht so viel tierisches eiweiß echt nix?? irgendwie läuft mir zur zeit ständig was über vegan über den weg, und da wird tierisches eiweiß ja sehr schlecht gemacht. echt schwierig. wie gehst du mit dem um?"

Tja. Ich hatte mir eigentlich geschworen, das Thema nicht aufzugreifen, da in der Vergangenheit solche Diskussionen bisher zu nichts geführt haben. Ich werde eine Ausnahme machen und versuchen, die Antwort so umfassend zu geben, dass ich sie danach nie wieder geben muss...

Fleisch, oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage?

Zunächst einmal etwas vorweg - ich möchte etwas zu dem Grund sagen, warum ich keine Lust mehr habe, mich mit Vegetariern und Veganern auseinanderzusetzen:
Einer meiner festen Überzeugungen ist, dass man Menschen in dem leben lassen sollte, in dem sie sich am wohlsten führen. Möchte jemand kein Fleisch essen, oder auch sonst nichts von Tieren, dann kann er das gerne tun. Anders herum wird mir gerade von den  V's das allerdings nicht zugestanden.

Wenn jemand eine Überzeugung hat, dann neigen wir Menschen dazu, andere auch dafür zu entzünden. Zu "missionieren". Davon bin ich selbst nicht frei, denn seit ich mich anders ernähre, geht es mir besser, ich bin ein paar Kilos leichter geworden und teile das mit Euch hier auf dem Blog und in der Facebook-Gruppe. Im Prinzip ist es das Gleiche...

Der Unterschied ist jedoch, dass ich bei den Vs immer eine Art "militanter Eifer" bemerke.
Es werden Bilder gezeigt, die das Essen schlecht machen sollen, Worte wie "Schau die Kälbchenaugen an, und DAS ist Du?" verwendet, die ein schlechtes Gewissen erzeugen sollen. Und die, die es ganz besonders gut machen wollen, die erzählen einem dann, dass es medizinische Gründe gibt, die einen dazu bewegen sollen, Fleisch wegzulassen.

Bitte. Macht das. Es ist Eure Entscheidung, was ihr esst. Ich habe kein Problem damit, wenn ihr Soja besser findet als ein Schnitzel. Aber lass mich auch meine treffen, dass ich ein Steak einfach gerne esse.

Ich vertraue da der Natur.
Und wir haben nun schon seit der Steinzeit Tiere auf dem Speiseplan und es gibt uns immer noch... Und unser Gebiss ist auf eine Mischernährung ausgelegt, auch das werte ich als Indiz, dass es nicht anders vorgesehen ist.

Ich stimme den Vs zu: Die industrielle Verarbeitung der Nahrungsmittel ist ein Problem. 
Ich war in Argentinien auf einer Estancia und habe die Rinder in freier Natur aufwachsen sehen und weiss, dass es ihnen ein Leben lang gut geht. Bei den Bauern um die Ecke hier habe ich auch kein so ein schlechtes Gefühl, auch wenn sie dort bei Weitem nicht so viel Platz haben wie auf einer Hacienda in Südamerika.
Eines haben aber alle 3, die Hacienda, Bauer Müller und der Massentierhaltungskram gemeinsam: Der Prozess des Tötens geht immer mit einem bemerkenswerten Zynismus einher...

Aber das Problem ist nicht nur bei der Verarbeitung von tierischen Produkten allein, das Problem ist allgemein. Seit in unsere "Erfrischungsgetränke" exzessiv Maiszucker (HFCS) beigefügt wird, werden wir fetter. Zufall? Ein sehr auffälliger jedenfalls, wenn man sich die Zahlen anschaut. Maiszucker ist billig und landet deshalb auch immer mehr in Lightprodukten, Smoothies, und allen anderen Dingen, die süss und eben leider schlecht sind.

Man macht es sich vielleicht ein bisschen zu leicht, wenn man nur einen Teilbereich des Gesamtproblems herauspickt und sich darauf einschiesst, wie das meiner Meinung nach bei den Vs der Fall ist.

Nochmal: Eure Überzeugung? Lebt danach - ich habe kein Problem damit.

Zu dem medizinischen:
Noch immer wird behauptet, Eier seien Cholesterinbomben, die Dich früher sterben lassen.
Noch immer wird behauptet, wir werden fett, weil wir zu fett essen und wir uns zu wenig bewegen. Und noch immer wird suggeriert, das ein Zero-Produkt gesünder ist, weil da ja keine Kalorien drin sind. Oder 5x Obst am Tag gut sei.
Ich glaube, wenn man lange genug googelt, findet man auch Berichte darüber, dass der Weihnachtsmann eigentlich einen blauen Mantel trug und eine Frau war. Und so  ist das mit allem. Man darf sich da nicht verrückt machen lassen.
Bezogen auf die KK-Ernährung zum Thema Fleisch selbst ist Folgendes anzumerken:
- Der Harnsäurewert steigt durch diese Form der Ernährung an
- Cholesterinwerte KÖNNEN durch den übermässigen Verzehr vom Fleisch von Wiederkäuern schlechter werden (Rindfleisch, Lamm, Ziege, etc.)

Dieses Problem ist bekannt und wird von uns noch in naher Zukunft adressiert.


Bei allem anderen ist zu bemerken, dass verschiedene Programmteilnehmer vor dem Beginn der Umstellung und nach ein paar Wochen jeweils Blutproben genommen hatten und die Werte sich allesamt massiv verbessert haben. Und eine ganze Menge der Leute verzeichnen ein besseres Lebensgefühl. Auch mit Fleisch.


Zu guter Letzt noch eine gute Nachricht an die Vs.
Es gibt auch Möglichkeiten einer KK-Ernährung ohne Tiere.
Auch hierzu gibt es zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere Nachrichten.

Bis später.



Mittwoch, 16. Januar 2013

Neue Umfrage... Schwach geworden?!

Habe eben eine neue Umfrage geschaltet.
Viele werden im Laufe der Zeit mal schwach, aus verschiedenen Gründen.
Eure Gründe interessieren mich. 




Hier die Auswahl

- Nicht satt genug
- Schweinehund ist stärker
- Kann nicht ohne Schoko
- Kann nicht ohne Cola
- Zu faul zu Kochen
- Ziel erreicht, jetzt darf ich
- Nie schwach geworden


Treffen mehrere Aussagen zu, nehmt die, die für Euch am MEISTEN stimmt.

Euer Grund nicht dabei? Schreibt mir in den Kommentaren...

Ihr findet die Umfrage in der rechten Spalte zwischen "Über mich" und "Suche".
Freue mich auf Eure Antworten...

Bis später.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Eier und Cholesterin: "Myth busted!"

Unsere KK-SlowCarb-Ernährung beinhaltet ja eine Menge Eier.
Immer wieder wird gefragt, ob das nicht Probleme mit den Cholesterin-Werten macht.



"Sind so viele Eier nicht ungesund?"
"Schiessen da die Cholesterinwerte nicht durch die Decke?"
"Ja, aber das Cholesterin?"
Usw, usw...

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Eier machen Probleme mit dem Cholesterin.
Zeit, mit diesem Mythos aufzuräumen.

Die kurze Antwort auf die Frage, ob man sich beim Genuss von Eiern Gedanken über den Cholesterin-Wert machen muss ist: "Nein!"

Die etwas längere:
Einige der Mitglieder unserer Facebook-Gruppe haben vor und während der Zeit ihre Blutwerte ärztlich untersuchen lassen und die erfreuliche Nachricht war, dass sich alle Werte (bis auf einen*) stark verbessert haben, darunter auch das Cholesterin. Verblüffend für viele, sogar die Ärzte waren teilweise erstaunt.
Verblüffend!? Nein. Eigentlich nicht...


Tatsächlich enthält ein Ei Cholesterin, vor allem im Eigelb ist eine ganze Menge davon.
Der Denkfehler bei dem Ganzen jedoch ist, dass nicht, weil wir beim Genuss von Eiern Cholesterin zu uns nehmen, das auch im Körper aufgenommen wird. Dem ist nämlich nicht so.


Flapsig gesagt: Nicht jeder, der ein Schnitzel isst, wird automatisch zum Schwein.

(Auch wenn das die Veganer jetzt wieder anders sehen ^^)

Ausserdem gilt es beim Cholesterin und den negativen Auswirkungen (gesteigertes Herzinfarkt-Risiko) auch näher hinzusehen, denn das böse Cholesterin ist das sogenannte LDL-Cholesterin. 


Fakt ist:
Regelmässiger Konsum von Eiern hat keinen negativen Einfluss auf die Cholesterin-Werte.



Jetzt galt es noch zu "erforschen", warum die Werte sogar besser geworden sind mit der KK-Ernährung. Die Antwort ist einfach: Wir ernähren uns gesund!

Denn Einfluss auf die schlechten Cholesterinwerte haben in Wirklichkeit nur:
- schlechte, vorverarbeitete Kohlenhydrate (Mehle, wie in Weissbrot, Toast etc, Zucker)
- Transfette (Milchprodukte, Fleisch von Wiederkäuern)
- Mangel an Bewegung

Ihr seht schon, wir machen einiges einfach nur goldrichtig :)
Bei dem Rind-/Hammelfleisch solltet Ihr entsprechend aufpassen, dass es nicht zuuu viel wird, ruhig auch mal Huhn oder Fisch, Schweinefleisch selbst sollte man ohnehin nicht zu viel verwenden, auch wenn es das günstigste ist.


*) Der eine Wert ist die Harnsäure, der kann sich verschlechtern, wir arbeiten da an einer Abhilfe zu diesem Problem, Ihr erhaltet noch weitere Nachricht dazu, wenn es soweit ist.


Bis bald.