KKritik
Warum ich mir manchmal die Hölle zurück wünsche
Wie junge Menschen ihr Selbstbild verlieren können
Da ist dieses blutjunge Mädchen, irgendwo auf der Welt.
Eines wie unzählige andere auch.
Unsicher über ihre Wirkung, unsicher ob sie hübsch ist .
Wie viele anderen in dem Alter, in dem man beginnt sich zu finden - ist ihr wichtig, was andere von ihr denken.
Also beschliesst sie, ein Video von sich zu machen und lädt es auf YouTube hoch.
Teilt ihre Unsicherheit mit und fragt die Internette Welt, ob sie hübsch oder hässlich sei.
Was folgt ist eine endlose Schimpftirade von grausamen, gedankenlosen Menschen, die ihr in den Kommentaren in teilweise unerträglich beleidigender Art und Weise mitteilen, wie hässlich sie doch sei.
Teilweise empfehlen ihr die Kommentatoren sogar Dinge wie, sie möge sich plastischer Chirurgie unterziehen.
Der Grund, warum in den letzten Tagen auch ein paar positivere Kommentare hinzugekommen sind ist, weil dieses Video einige Aufmerksamkeit durch ein paar öffentliche Diskussionen bekommen hat, und diejenigen, die darauf aufmerksam gemacht haben einmal deutlich herausgestellt haben, wie daneben und unüberlegt solche Kommentare sind.
Aber wenn man die ersten Kommentare liest, bevor das passiert ist, dann dreht sich einem der Magen um...
Wer momentan noch nicht folgen kann, was diese Geschichte auf einem Blog wie diesem verloren hat - nun, das ist ein gutes Beispiel, wie leicht man in jungen Jahren heute in puncto Gewicht allzu leicht auch in die andere falsche Richtung gedrängt werden kann.
Es geht hier zwar vornehmlich ums Abnehmen, aber das eben als Rückführung aus ungesundem Übergewicht, und nicht um dünner und krank zu werden, weil man sich selbst falsche Massstäbe setzt.
Und wenn junge Mädchen im Web oder auch in den Schulen von anderen Jugendlichen derart angegangen werden, brauchen wir uns nicht wundern, wie so etwas leicht ausser Kontrolle geraten kann.
Natürlich kann man trefflich darüber streiten, ob ihre Eltern das besser hätten kontrollieren können, ob dieser Weg, den sie für sich ausgesucht hat der richtige ist.
Die meisten von uns werden zwischenzeitlich die Erfahrung im Web gemacht haben, dass das keine gute Idee war und hätten ihr sicher auch abgeraten, das zu tun.
Aber dieses Mädchen war 12 Jahre alt. Woher sollte sie ahnen, was da passiert?
In dem Alter hat man noch nicht die nötige Reife.
Und die Eltern?! Wieso kontrollieren sie nicht ihren Laptop?
Sie hat neben einem Internetzugang vermutlich auch ein Smartfon und es wäre sicher für sie auch einfach gewesen, auf diesem Weg ein Video hochzuladen.
Man KANN das als Eltern kaum kontrollieren. Und man kann als Eltern auch nicht davor schützen, was ausserhalb der schützenden 4 Wände daheim in Schulen und in der Freizeit unter Gleichaltrigen passiert. Oder in irgendwelchen Onlineforen oder in sozialen Netzwerken wie Facebook.
Diese Gefahr ist real, und man sollte dringend mit seinen Kindern über so etwas sprechen.
Bevor etwas passiert.
Auch wenn man den jungen Menschen als Eltern nicht die nötige Sicherheit mitgeben kann, die sie sich vielleicht wünschen, weil das Urteil der Eltern wie man aus dem Video erfährt nicht ausreicht, dann sollte man zumindest klar stellen, dass da draussen ein paar unglaublich grausame Volltrottel unterwegs sind, auf deren Meinung sie nichts geben dürfen.
Ich sehe mich nicht als ein Anhänger einer bestimmten Religion, und ich stehe vielem diesbezüglich auch sehr kritisch gegenüber. Zuviel wird und wurde in der Geschichte unter dem Deckmantel Religion an Schlechtem und Furchtbarkeiten gerechtfertigt.
Und es war sicher ein geschickter Schachzug, Menschen klein und demütig zu halten, in dem man ihnen mit der Ewigen Hölle gedroht hat, wenn sie etwas verbrochen haben.
Auch das gefällt mir nicht besonders.
Aber damals, als die Menschen noch eingeschüchtert waren vom Gedanken an die Hölle, hätten sie sich vermutlich nicht so grausam verhalten, wie sie das heute im Internet an allen Ecken und Enden tun.
Von dem her wünsche ich mir tatsächlich manchmal die Hölle zurück.
Bis später.
Weiterführende Links:
Das Video des Mädchens (englisch)
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Dienstag, 28. Oktober 2014
Bisch Du n Bio, odderwas!?
KKommentar
BISCH DU N BIO, ODDAWAS!?
Eine interessante Frage - intensiv beantwortet
Neulich fragte mich ein junger Mann beim Blick in meinen Einkaufswagen im besten Gangsta-Deutsch: "Ey, bisch Du'n Bio, odderwas?!"
Für die Eher-Bausparer unter uns übersetzt:
"Hallo. Bist Du ein Mensch, der nur von Bioprodukten lebt?"
Da war dieser - vorwurfsvolle Unterton...
Du Müsli! Du ... Öko!... Du .... Birkenstockträger! Du ... Uncool, eben.
Irgendwie fand ich ganz interessant zu spüren, was in dem Moment mit mir passiert ist.
Ich hatte dieses Sofortgefühl, mich rechtfertigen zu müssen,
ja mehr noch, ich wollte mich instinktiv "von dieser Sorte Müsli-Mensch" abgrenzen.
Da ich recht schnell festgestellt habe, dass dieser junge Mensch nicht zwingend meine Sprache spricht (kennt Ihr diesen Blick in die Unendlichkeit, den Menschen bekommen, wenn man ihnen etwas sagt und sie einen nicht verstehen?) habe ich die Diskussion mangels Erfolgsaussicht dann auch zügig beendet.
Wie sollte ich auch jemanden in 2 Minuten etwas über Überzeugendes zu Salatgurken sagen, wenn in seinem Einkaufswagen ein 2-Liter-Flaschenkasten Co(o)la Zero steht?
Ich fürchte sogar, dass ihm Topinambur und Pastinaken gänzlich Unbekannte sind.
Ich bin froh, dass das passiert ist, denn im Nachgang beschäftigte mich diese Begegnung noch eine Weile... Da waren ein paar Punkte, an denen ich hängen blieb.
Man ist anscheinend nur mit Burgerresten in den Backentaschen cool.
Oder mit roten Bullen im Blut.
Und - da wir alle das Bedürfnis haben, irgendwo dazu zu gehören, stehen wir vor der Wahl:
Mitmachen und cool sein oder bleiben lassen und uncool sein.
Das kenne ich ja nun schon eine Weile, denn mit dem Alkohol verhält sich das ähnlich. Wenn man konsequent Wein oder Bier ablehnt, bekommt man diese... mitleidigen Blicke...
Interessant, dass das Marketing der daran Geld verdienenden Firmen genau darauf ausgerichtet ist: Gemeinschaftsgefühl (Come together), Sportsgeist (Sail away, Flüügel) und Coolness (Zerohubschrauber).
Aber ich schweife ab. Es geht um "Bio"....
Bin ich "Bio"?
Mit dem Gedanken habe ich tatsächlich ein Problem.
Denn Bio ist für mich so eine Sache...
Ich habe das Gefühl, dass das Wort ein bisschen falsch verstanden wird.
Zumindest sehe ich das anders, als die Wahrnehmung, die ich beobachte.
Hier ein paar Gedanken, wieso ich das glaube:
Was heisst BIO überhaupt?
Bio heisst für mich nicht automatisch = gesund.
Bio heisst für mich eher "moralisch vertretbar(er) erzeugt".
Und das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Bio ist keine Garantie, dass die Lebensmittel für sich genommen tatsächlich auch gesund sind, wenn man sie isst.
Nur das Gewissen beruhigt?
Ich denke viele kaufen ab und an mal Bio ein um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen. Und so ist das halt nicht: Bloss weil ich einen Apfel esse, der nicht mit mehreren Schichten Wachs aufpoliert ist und ein paar Druckstellen hat, werden ja nicht alle möglichen Gesundsheitsprobleme aufgehoben, die mir Fertigfutter dazwischen möglicherweise aufbrummt.
Wenn der Gewinn mehr zählt als ehrliches Essen...
Und ich kann mich auch des Eindrucks gelegentlich nicht erwehren, dass einige mehr interessiert sind an der höheren Marge, die diese Produkte erzielen als an dem Grundgedanken, der eigentlich dahinter stecken sollte.
Das beobachte ich vor allem, wenn grosse Markennamen von bekannten Konzernen dahinter stehen. Oder deren Pendants, die von den grossen Konzernen beim Discounter unter Eigenmarken vertrieben werden.
Biosiegel und Biosiegel...
Bio ist ein EU-weit geschützter Begriff. Das klingt nach Sicherheit.
Aber leider ist dem, wie bei vielen dieser Dinge eben nicht so.
Denn auch hier sind die Kriterien in bestimmten Bereichen wieder so aufgeweicht, dass man mal wieder nicht auf 100% vertrauen kann.
So DARF knapp 1% gentechnisch verarbeitetes Material verarbeitet sein, und es DÜRFEN 5% Inhaltsstoffe enthalten sein, die nicht aus Ökoanbau stammen. Wer die Szene ein bisschen verfolgt, der wird sich der Möglichkeit kaum verschliessen, dass die spitzen Bleistift-Rechner des einen oder anderen Konzerns diese Grenzwerte relativ sicher zu ihrem Vorteil ausreizen, wenn es darum geht, Gewinnmargen weiter in die Höhe zu treiben.
Dann ist das noch das deutsche Biosiegel, das ein bisschen schärfere Regeln zugrunde liegen hat, das aber z.B. ebenfalls die 5% Ausnahmebestandteile zulässt.
Wieder keine 100%. Positiv hier ist aber, dass zumindest das genetisch manipulierte Material draussen bleibt. Das ist eine echte Erleichterung, ich komme gleich noch einmal darauf zurück.
... und Biosiegel
Zusätzlich gibt es in Deutschland noch ein paar weitere Biosiegel, die von verschiedenen Erzeugerverbänden vergeben werden. Auf Basis der Kriterien des deutschen Siegels, aber mit teilweise noch weiter gehenden Anforderungen, die zumindest vom Lesen her Sinn machen, aber eben alle individuell studiert werden müssen, wenn man wirklich Bio nach den eigenen Kriterien möchte.
Bio ist unübersichtlich und nicht aussagekräftig
All diese Sonder-Regelungen und Ausnahmen haben meiner Meinung nach das Bio im Bio so aufgeweicht und unübersichtlich gemacht, dass es nicht die Aussagekraft hat, die ich mir persönlich als Verbraucher wünschen würde.
Ich hätte gern lieber ein Logo, das ich mir einprägen kann von dem ich dann 100% überzeugt sein kann, dass ich etwas natürlich erzeugtes - wie damals noch unsere Grosseltern - essen kann.
So weit ich das nachforschen konnte, gibt es so etwas leider nicht.
Statt dessen fühle ich mich wieder gezwungen, je nach Produkt genau nachlesen zu müssen, ob nicht wieder irgend eine Ausnahme dahinter ist oder nicht.
Das alles wird vielleicht bald gar nichts mehr zählen, denn...
da ist ja noch TTIP. Mit dem Abkommen dürfen dann ja aus den Vereinigten Staaten von Amerika Waren eingeführt werden, die unseren eigenen Standards nicht entsprechen müssen. Klar, darf da kein deutsches Biosiegel drauf, aber ich wette, wir werden ein paar neue sehen, die das suggerieren, aber wieder ganz andere, noch weichere Kriterien haben werden. Und das ist wirklich eine Katastrophe, die da naht, denn...
Schlimmer als Nicht-Bio ist genmanipuliert
Es gibt eine Unzahl von Wissenschaftlern, die vor genmanipulierten Lebensmitteln warnen.
Sie weisen auf Nettigkeiten hin wie Entzündungen im Darm, Allergien und eine Menge anderer Krankheiten, auf die man wirklich gerne verzichten kann.
Die amerikanische Bevölkerung kämpft seit geraumer Zeit -nicht einmal gegen die genmanipulierten Lebensmittel - sondern einfach nur dafür, dass diese gekennzeichnet werden müssen. Denn das ist dort nicht der Fall. Ein paar sprechen meiner Meinung nach nicht ganz zu Unrecht vom grössten medizinischen Experiment an Menschen, mit schon jetzt erkennbar schlimmen Auswirkungen.
Treffen diese ungekennzeichneten Lebensmittel auf den deutschen Markt, müssen wir schon jetzt ernsthaft befürchten, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand bei uns noch wesentlich verschlechtert, was bei der ohnehin schon nicht sehr rosigen Lage ein echtes Desaster werden dürfte.
Was tun, sprach...
Nach allem, was ich momentan an Informationen gesammelt habe, würde ich grundsätzlich empfehlen:
- absolut und ausnahmslos KEINERLEI Soja-Produke, die nicht zuverlässig mit "ohne Gentechnik" oder vergleichbarem gekennzeichnet sind - das "Bio" hat hier in meinen Augen keinerlei zuverlässigen Wert, das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen scheint hoch
- Milchprodukte ausschliesslich wenn klar ist, dass im kompletten Herstellungsprozess keinerlei Gen- oder sonstige Manipulation angewendet wurde, weder beim Futter noch Wachstumshormone, von denen offensichtlich eine grosse Gefahr zu Brustkrebserkrankungen auszugehen scheint. Derzeit sind sie ja noch verboten, aber TTIP wird's im Worst-Case richten. Gegen uns, nämlich.
Beide Punkte für den echten KKler ja gottseidank kein Problem. Aber weiter:
- Wer es mit "Bio" ernst meint, der kommt nicht umhin, die einzelnen lokalen Biosiegel und die dahinter liegenden Kriterien eingehend zu studieren und sich daraus dann jene auszusuchen, die ihm das bestmögliche Ergebnis liefern im Vergleich zu dem, was man sich eigentlich selbst unter Bio vorstellt.
Und.... was ist nu? Bist Du Bio, oder was?!
Nein. Das trifft es nicht für mich. Eher so ist es richtig:
Ich habe eine immer stärker werdende Sehnsucht nach ehrlichem Essen, bei dem ich nicht einen Doktor brauche, um die Zutatenliste zu studieren.
Und bei dem ich nicht unser Lebensmittelgesetz nebendran legen muss um die Fussangeln zu erkennen, die die scheunentorgrossen Löcher darin ermöglichen, Marketingausdrücke zu verwenden, die mir die Augen wischen oder Sachen clean zu labeln, die die Drucktinte für das Label selbst nicht wert sind.
Ich möchte für mich, mein Umfeld und meine Vielleichteinmalkinder eine sichere Umgebung, in der ich darauf vertrauen kann, dass mich mein Essen nicht morgen oder in ein paar Jahren sterbenskrank werden oder den Verstand verlieren lässt.
Und ich habe es satt zu sehen, dass wir zwischenzeitlich ein Umfeld erreicht haben, in dem wirtschaftliche Interessen billigend in Kauf nehmen, dass Kunden an Produkten erkranken oder sterben - für den Profit.
Bis später.
Weiterführende Links:
Startpunkt zur Eigenrecherche zu Biosiegeln
Absolute Kaufempfehlung: DVD Der Gen-Food Wahnsinn
BISCH DU N BIO, ODDAWAS!?
Eine interessante Frage - intensiv beantwortet
Neulich fragte mich ein junger Mann beim Blick in meinen Einkaufswagen im besten Gangsta-Deutsch: "Ey, bisch Du'n Bio, odderwas?!"
Für die Eher-Bausparer unter uns übersetzt:
"Hallo. Bist Du ein Mensch, der nur von Bioprodukten lebt?"
Da war dieser - vorwurfsvolle Unterton...
Du Müsli! Du ... Öko!... Du .... Birkenstockträger! Du ... Uncool, eben.
Irgendwie fand ich ganz interessant zu spüren, was in dem Moment mit mir passiert ist.
Ich hatte dieses Sofortgefühl, mich rechtfertigen zu müssen,
ja mehr noch, ich wollte mich instinktiv "von dieser Sorte Müsli-Mensch" abgrenzen.
Da ich recht schnell festgestellt habe, dass dieser junge Mensch nicht zwingend meine Sprache spricht (kennt Ihr diesen Blick in die Unendlichkeit, den Menschen bekommen, wenn man ihnen etwas sagt und sie einen nicht verstehen?) habe ich die Diskussion mangels Erfolgsaussicht dann auch zügig beendet.
Wie sollte ich auch jemanden in 2 Minuten etwas über Überzeugendes zu Salatgurken sagen, wenn in seinem Einkaufswagen ein 2-Liter-Flaschenkasten Co(o)la Zero steht?
Ich fürchte sogar, dass ihm Topinambur und Pastinaken gänzlich Unbekannte sind.
Ich bin froh, dass das passiert ist, denn im Nachgang beschäftigte mich diese Begegnung noch eine Weile... Da waren ein paar Punkte, an denen ich hängen blieb.
Man ist anscheinend nur mit Burgerresten in den Backentaschen cool.
Oder mit roten Bullen im Blut.
Und - da wir alle das Bedürfnis haben, irgendwo dazu zu gehören, stehen wir vor der Wahl:
Mitmachen und cool sein oder bleiben lassen und uncool sein.
Das kenne ich ja nun schon eine Weile, denn mit dem Alkohol verhält sich das ähnlich. Wenn man konsequent Wein oder Bier ablehnt, bekommt man diese... mitleidigen Blicke...
Interessant, dass das Marketing der daran Geld verdienenden Firmen genau darauf ausgerichtet ist: Gemeinschaftsgefühl (Come together), Sportsgeist (Sail away, Flüügel) und Coolness (Zerohubschrauber).
Aber ich schweife ab. Es geht um "Bio"....
Bin ich "Bio"?
Mit dem Gedanken habe ich tatsächlich ein Problem.
Denn Bio ist für mich so eine Sache...
Ich habe das Gefühl, dass das Wort ein bisschen falsch verstanden wird.
Zumindest sehe ich das anders, als die Wahrnehmung, die ich beobachte.
Hier ein paar Gedanken, wieso ich das glaube:
Was heisst BIO überhaupt?
Bio heisst für mich nicht automatisch = gesund.
Bio heisst für mich eher "moralisch vertretbar(er) erzeugt".
Und das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Bio ist keine Garantie, dass die Lebensmittel für sich genommen tatsächlich auch gesund sind, wenn man sie isst.
Nur das Gewissen beruhigt?
Ich denke viele kaufen ab und an mal Bio ein um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen. Und so ist das halt nicht: Bloss weil ich einen Apfel esse, der nicht mit mehreren Schichten Wachs aufpoliert ist und ein paar Druckstellen hat, werden ja nicht alle möglichen Gesundsheitsprobleme aufgehoben, die mir Fertigfutter dazwischen möglicherweise aufbrummt.
Wenn der Gewinn mehr zählt als ehrliches Essen...
Und ich kann mich auch des Eindrucks gelegentlich nicht erwehren, dass einige mehr interessiert sind an der höheren Marge, die diese Produkte erzielen als an dem Grundgedanken, der eigentlich dahinter stecken sollte.
Das beobachte ich vor allem, wenn grosse Markennamen von bekannten Konzernen dahinter stehen. Oder deren Pendants, die von den grossen Konzernen beim Discounter unter Eigenmarken vertrieben werden.
Biosiegel und Biosiegel...
Bio ist ein EU-weit geschützter Begriff. Das klingt nach Sicherheit.
Aber leider ist dem, wie bei vielen dieser Dinge eben nicht so.
Denn auch hier sind die Kriterien in bestimmten Bereichen wieder so aufgeweicht, dass man mal wieder nicht auf 100% vertrauen kann.
So DARF knapp 1% gentechnisch verarbeitetes Material verarbeitet sein, und es DÜRFEN 5% Inhaltsstoffe enthalten sein, die nicht aus Ökoanbau stammen. Wer die Szene ein bisschen verfolgt, der wird sich der Möglichkeit kaum verschliessen, dass die spitzen Bleistift-Rechner des einen oder anderen Konzerns diese Grenzwerte relativ sicher zu ihrem Vorteil ausreizen, wenn es darum geht, Gewinnmargen weiter in die Höhe zu treiben.
Dann ist das noch das deutsche Biosiegel, das ein bisschen schärfere Regeln zugrunde liegen hat, das aber z.B. ebenfalls die 5% Ausnahmebestandteile zulässt.
Wieder keine 100%. Positiv hier ist aber, dass zumindest das genetisch manipulierte Material draussen bleibt. Das ist eine echte Erleichterung, ich komme gleich noch einmal darauf zurück.
... und Biosiegel
Zusätzlich gibt es in Deutschland noch ein paar weitere Biosiegel, die von verschiedenen Erzeugerverbänden vergeben werden. Auf Basis der Kriterien des deutschen Siegels, aber mit teilweise noch weiter gehenden Anforderungen, die zumindest vom Lesen her Sinn machen, aber eben alle individuell studiert werden müssen, wenn man wirklich Bio nach den eigenen Kriterien möchte.
Bio ist unübersichtlich und nicht aussagekräftig
All diese Sonder-Regelungen und Ausnahmen haben meiner Meinung nach das Bio im Bio so aufgeweicht und unübersichtlich gemacht, dass es nicht die Aussagekraft hat, die ich mir persönlich als Verbraucher wünschen würde.
Ich hätte gern lieber ein Logo, das ich mir einprägen kann von dem ich dann 100% überzeugt sein kann, dass ich etwas natürlich erzeugtes - wie damals noch unsere Grosseltern - essen kann.
So weit ich das nachforschen konnte, gibt es so etwas leider nicht.
Statt dessen fühle ich mich wieder gezwungen, je nach Produkt genau nachlesen zu müssen, ob nicht wieder irgend eine Ausnahme dahinter ist oder nicht.
Das alles wird vielleicht bald gar nichts mehr zählen, denn...
da ist ja noch TTIP. Mit dem Abkommen dürfen dann ja aus den Vereinigten Staaten von Amerika Waren eingeführt werden, die unseren eigenen Standards nicht entsprechen müssen. Klar, darf da kein deutsches Biosiegel drauf, aber ich wette, wir werden ein paar neue sehen, die das suggerieren, aber wieder ganz andere, noch weichere Kriterien haben werden. Und das ist wirklich eine Katastrophe, die da naht, denn...
Schlimmer als Nicht-Bio ist genmanipuliert
Es gibt eine Unzahl von Wissenschaftlern, die vor genmanipulierten Lebensmitteln warnen.
Sie weisen auf Nettigkeiten hin wie Entzündungen im Darm, Allergien und eine Menge anderer Krankheiten, auf die man wirklich gerne verzichten kann.
Die amerikanische Bevölkerung kämpft seit geraumer Zeit -nicht einmal gegen die genmanipulierten Lebensmittel - sondern einfach nur dafür, dass diese gekennzeichnet werden müssen. Denn das ist dort nicht der Fall. Ein paar sprechen meiner Meinung nach nicht ganz zu Unrecht vom grössten medizinischen Experiment an Menschen, mit schon jetzt erkennbar schlimmen Auswirkungen.
Treffen diese ungekennzeichneten Lebensmittel auf den deutschen Markt, müssen wir schon jetzt ernsthaft befürchten, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand bei uns noch wesentlich verschlechtert, was bei der ohnehin schon nicht sehr rosigen Lage ein echtes Desaster werden dürfte.
Was tun, sprach...
Nach allem, was ich momentan an Informationen gesammelt habe, würde ich grundsätzlich empfehlen:
- absolut und ausnahmslos KEINERLEI Soja-Produke, die nicht zuverlässig mit "ohne Gentechnik" oder vergleichbarem gekennzeichnet sind - das "Bio" hat hier in meinen Augen keinerlei zuverlässigen Wert, das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen scheint hoch
- Milchprodukte ausschliesslich wenn klar ist, dass im kompletten Herstellungsprozess keinerlei Gen- oder sonstige Manipulation angewendet wurde, weder beim Futter noch Wachstumshormone, von denen offensichtlich eine grosse Gefahr zu Brustkrebserkrankungen auszugehen scheint. Derzeit sind sie ja noch verboten, aber TTIP wird's im Worst-Case richten. Gegen uns, nämlich.
Beide Punkte für den echten KKler ja gottseidank kein Problem. Aber weiter:
- Wer es mit "Bio" ernst meint, der kommt nicht umhin, die einzelnen lokalen Biosiegel und die dahinter liegenden Kriterien eingehend zu studieren und sich daraus dann jene auszusuchen, die ihm das bestmögliche Ergebnis liefern im Vergleich zu dem, was man sich eigentlich selbst unter Bio vorstellt.
Und.... was ist nu? Bist Du Bio, oder was?!
Nein. Das trifft es nicht für mich. Eher so ist es richtig:
Ich habe eine immer stärker werdende Sehnsucht nach ehrlichem Essen, bei dem ich nicht einen Doktor brauche, um die Zutatenliste zu studieren.
Und bei dem ich nicht unser Lebensmittelgesetz nebendran legen muss um die Fussangeln zu erkennen, die die scheunentorgrossen Löcher darin ermöglichen, Marketingausdrücke zu verwenden, die mir die Augen wischen oder Sachen clean zu labeln, die die Drucktinte für das Label selbst nicht wert sind.
Ich möchte für mich, mein Umfeld und meine Vielleichteinmalkinder eine sichere Umgebung, in der ich darauf vertrauen kann, dass mich mein Essen nicht morgen oder in ein paar Jahren sterbenskrank werden oder den Verstand verlieren lässt.
Und ich habe es satt zu sehen, dass wir zwischenzeitlich ein Umfeld erreicht haben, in dem wirtschaftliche Interessen billigend in Kauf nehmen, dass Kunden an Produkten erkranken oder sterben - für den Profit.
Bis später.
Weiterführende Links:
Startpunkt zur Eigenrecherche zu Biosiegeln
Absolute Kaufempfehlung: DVD Der Gen-Food Wahnsinn
Mittwoch, 24. September 2014
KK und Dropbox
KK-Tipp
KK und die Dropbox
KK und die Dropbox
Dateien und Fotos speichern, von überall erreichbar
![]() |
Dropbox: Ein guter Weg zur Datensicherung,
um Dateien auf verschiedenen eigenen Geräten
zu synchronisieren oder um Dateien zu teilen
|
Vor kurzem habe ich in der Gruppe einen Tipp gegeben, der dort einigen positiven Anklang fand. Deshalb gebe ich ihn auch gerne hier noch weiter...
Es geht um die Möglichkeit, Dateien im Web relativ einfach und geschützt abzulegen, um sie dann entweder mit den eigenen Geräten abzuholen und hin und her zu schieben, oder auch über einen Link dann anderen zur Verfügung stellen.
Wir werden einige unser Downloads künftig darüber zur Verfügung stellen, da es sehr praktisch ist und -weitgehend- geräteunabhängig ganz gut auch für die mobilen Lösungen funktioniert.
Was kann EUCH das nutzen?
Stellt Euch vor, Eure Festplatte geht kaputt oder Euer Handy geht verloren, und Ihr verliert auf einen Schlag alle schönen Fotos, die ihr besitzt.... Wären sie auf der Dropbox gesichert, dann hättet ihr sie wieder, trotz Reparatur oder Verlust Eures Gerätes.
Neben den privaten Fotos oder auch der Sicherung einiger Dateien, die man gerne behalten möchte könnt Ihr dort z.B. auch eine Rezeptsammlung anlegen. Oder Euer Offline-Erfolgstool. Die Möglichkeiten sind grenzenlos...
In Bezug auf die Sicherheit sei erwähnt, dass ich dort jetzt nicht superwichtige Schriftwechsel, ein Testament oder meine Geburtsurkunde ablegen würde - Dinge, bei denen ich ganz sicher nicht möchte, dass das andere bekommen - die lege ich dort nicht ab. Auch wenn es bisher noch nicht zu Vorfällen kam, es gibt zwischenzeitlich doch ein paar richtig grosse Firmen, die als sicher galten und es doch nicht waren... Für viele Dateien trifft das aber nicht zu...
Ansonsten ist das für mich seit einiger Zeit schon ein unabdingbares Werkzeug, das ich nicht mehr missen möchte auf meinem täglichen Weg durchs Internet.
Das ganze ist kostenlos - nur wenn Ihr richtig viel Speicher benötigt, dann könnt Ihr gegen eine Gebühr den Speicherplatz erweitern. Im Regelfall kommt man mit dem zur Verfügung stehenden Platz aber relativ lange ganz gut aus...
Hier könnt Ihr Eure Version der Dropbox kostenlos holen und installieren:
JETZT DROPBOX HOLEN
Hoffe, der Tipp hilft Euch weiter.
Bis später.
Dienstag, 16. September 2014
Nachgedacht: Gesundes Krankensystem oder krankes Gesundheitssystem?
Persönlich, Meinung, Rage against the "machine"
Wie Medizin tatsächlich satt macht - aber anders
Bzw warum ich den Zustand satt habe
"Chefarztbehandlung? Da steht eine Woche täglich Chefarztbehandlung in meiner Krankenhausrechnung. Das ich nicht lache! Das zahlt ihr aber nicht!
Die Chefarztbehandlung sah so tatsächlich aus: Montag kam er mit einem Tross Jungärzte vorbei, schüttelte kurz meine Hand und fragte mich, wie es mir geht.
Die restlichen Tage der Woche folgte er lieber einer Einladung in ein Golfhotel in Ägypten als nach mir zu sehen. Das hat er selbst noch stolz erzählt...Und das soll mehrere tausend Euro kosten? Neeee...."
Ich kann nicht mehr anders. Ich muss mir jetzt mal Luft machen.
Mehr als 2 Jahre überzeugter Kampf gegen Übergewicht haben irgendwie ziemlich selbstverständlich dafür gesorgt, dass ich immer mal wieder mit Erzählungen zu Arztbesuchen und Behandlungsversuchen in Berührung kam.
Von Symptomen, die das Übergewicht der Menschen nun mal teilweise mit sich bringt.
Und - da ich selbst in meinem Leben dankenswerterweise relativ selten krank war - habe ich einen sehr viel intensiveren Einblick in den Zustand unseres Gesundheitssystem bekommen als je zuvor. Was ich sah, gefällt mir nicht.
Und ich habe es satt!
In diesem Blog gibt es nicht sehr viele Ausrufezeichen, aber das hier, das meine ich richtig ernst: Ich habe es SATT!
Wir haben kein Gesundheitssystem mehr, sondern ein Krank-system.
Und ein System, das Krankheit erhält, statt zu heilen.
Was für ein Mist läuft hier eigentlich? Das ist unerträglich.
Ein kleiner Auszug von dem, was mich masslos stört:
Krankenkosten
Es ist etwas über 40 Jahre her, da lag der Krankenbeitrag noch bei 8,2%, aktuell sind wir bei 15,5%, das ist fast das Doppelte. Wieso? Sind wir jetzt tatsächlich doppelt so krank?
Und mit welchem Recht kostet eine Packung Tabletten mit gleichem Inhalt bei uns teilweise das 200-fache als anderswo? 2008 haben wir knapp 30 Milliarden für Medikamente ausgegeben. NUR für Medikamente, ohne die Behandlungskosten, wohlgemerkt...
Ausbildung
Wir bilden Ärzte aus, 6 Jahre lang, Fachärzte dann nochmal 3 Jahre extra.
Das kostet die Gesellschaft Geld. Und was passiert mit diesen Ärzten? Sie gehen nach Grossbritannien oder in die Schweiz, denn dort kann man ungleich viel mehr Geld verdienen. Bei oftmals besseren Arbeitsbedingungen. Kein Vorwurf meinerseits, wer würde nicht so handeln? Beim Leben und beim Verdienst ist sich ja zunächst jeder selbst der Nächste.
Aber es liegt an uns - wir haben das Umfeld geschaffen, in dem die von uns bezahlt ausgebildeten Ärzte ins Ausland abwandern, während dann aus anderen Ländern die Ärzte zu uns kommen, bei denen wir NULL Einfluss auf die Ausbildungsqualität haben.
Warum schauen wir da zu?
Abrechnung
Die Patienten haben doch absolut keine Ahnung, was der Arzt abrechnet und was deren Medikamente eigentlich kosten, wenn sie die Krankenkassenkarte am Emfang abgeben.
Es wäre zumindest nicht auszuschliessen, dass man mit einer harmlosen Erkältung beim Arzt vorstellig wird, und dieser dann -versehentlich- eine wesentlich teurere Behandlung abrechnet. Wieso schliessen wir das nicht aus? Das wäre so einfach!
In meiner kaufmännischen Ausbildung habe ich das Prinzip des Lieferscheines kennengelernt, oder das Aufträge unterschrieben werden, die man erteilt. Ein Zettel mehr, der bei der Abrechnung angehängt werden müsste, ein wertvoller Zettel mit der Unterschrift des Patienten, der sicherstellt, dass er die Behandlung bekommen hat, die da abgerechnet wird.
JA, das müsste dann auf Deutsch da stehen, nicht auf Arztdeutsch bzw Latein, So what? Das ist sowieso ein Problem, zu viele Menschen unter 30 Jahren verstehen ihren Arzt sowieso nicht mehr. An diese Gegebenheiten sollte man sich beizeiten anpassen. Falls einer der Verantwortlichen eine Anregung zur nächsten Überarbeitung der Lehrpläne in der Schule braucht - hier wäre eine!
Eigenverantwortung zulassen
Im Übrigen habe ich in meiner beruflichen Laufbahn dann auch einmal die andere Seite kennengelernt. Die Privatversicherten. Die wissen nämlich, was Behandlung und Medikamente kosten. Und ja, tatsächlich, es gibt dort Menschen, die verantwortungsvoll darauf hinweisen, wenn eine Abrechnung nicht den Tatsachen entspricht. Geben wir uns doch die Chance! Und noch etwas anderes: Wenn man mal sieht, was die Medikamente so kosten, die man zwar noch in der Apotheke abholt, die dann aber unverbraucht im Medizinschrank verrotten, dann regt sich vielleicht doch auch beim einen oder anderen einmal so etwas wie ein Gewissen. Da bin ich sicher.
Bedarfsermittlung
Ein Arztgespräch sieht heute ziemlich anders aus, als früher. Ich habe das so erlebt, dass ein Arzt gehetzt den Behandlungsraum betritt, um dann angestrengt mit der neuen Praxis-Software zu kämpfen. Wenn ich richtig erinnere, hat er mir während der gesamten "Behandlung" nicht ein einziges Mal in die Augen gesehen. Und das ist, was passiert:
Er fragt nach Symptomen. Und dann beginnt das grosse Raten. Nicht beraten. Als erstes wird das probiert, was am wahrscheinlichsten ist, dafür gibt's ein paar Pillen, dann die Aufforderung, wieder zu kommen, wenn es nicht besser wird. Das war's, Arztbesuch nach ca 15 Minuten beendet. Oder auch nicht. Denn wenn die Standards nicht ziehen, beginnt das grosse Hin- und-Her-geschickt-werden. Von Arzt zu Arzt zu Arzt. Bei denen sieht die "Beratung" oder die Bedarfsermittlung auch meistens nicht viel besser aus.
Weiterbildung
Ich lasse mich gerne korrigieren, aber hier ist meine Wahrnehmung der Tatsachen:
Wer einmal als Arzt niedergelassen ist, hat keinerlei Verpflichtung zu Weiterbildungen mehr. Er kann in Würde ergrauen, mit all dem alten Wissen, das die Wissenschaft teilweise jedoch mehrfach überholt. Die einzigen, die sich um die Weiterbildung rührend kümmern, sind die Pharmafirmen, die ihre Pillen verkaufen wollen. Das passiert natürlich vollkommen ohne wirtschaftlichen Interessen und rein unter wirtschaftlichen - äh 'tschuldigung, netter Verschreiber - wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Und mir ist zu Ohren gekommen, dass diese Weiterbildungen dann auch gelegentlich dadurch interessant gemacht werden, in dem der Seminarort irgendwo an einem ganz warmen Platz in einem angenehm vornehmen Hotel stattfinden soll. Vor allem dann, wenn sich die Praxis oder das Krankenhaus über den Verkauf eines bestimmten teuren Medikamentes mehrfach ausgezeichnet hat. Natürlich ist das ein wunderbarer Anzeiger, wie interessiert der Arzt an eben diesen Krankheiten ist. Da muss man dann schon mal in Florida oder Ägypten weiter bilden. Ist klar.
Was für ein Gewinn für die Gesellschaft das sein könnte...
Man stelle sich vor, wie viel mehr Zeit und Lebensqualität die Menschen hätten, wenn die Behandlung schneller anschlagen würde, weil man genauer hinsehen würde.
Wie viel sicherer wäre der Arbeitsplatz, wenn wir produktiv sein könnten statt unnötig lange mit Symptomen zu kämpfen, die lieber gehegt als in der Ursache behandelt werden.
Mögliche Lösungsansätze
Ein paar Dinge habe ich ja oben schon erwähnt, aber ich kritisiere nur ungern Zustände so ganz ohne Lösungsvorschläge oder Denkansätze für eben solche.
Die Gesellschaft bekommt, was sie bezahlt
Wir bezahlen Arztbesuche nach deren Anzahl. Und nach der Krankheit.
Schade. Es wäre sehr interessant zu sehen, wie sich unsere Welt verändern würde, wenn wir eine winzig kleine Veränderung im System einbringen würden. Und entweder statt oder ergänzend nach dem Erfolg der Behandlung entschädigen würden.
Was ein Arzt immer fragen sollte. Immer.
Heute wissen wir, dass das Umfeld eines Patienten einen 2x höheren Einfluss auf seine Gesundheit hat, als seine genetischen Anlagen. Dabei ist unberücksichtigt, dass es ja ebenfalls die Lebensumstände das sind, was die Epigenetik selbst beeinflusst.
Auch wissen wir, dass 60% der vermeidbaren Todesfälle allein im Lebensumfeld der Patienten begründet sind. Schon deshalb sollten die Fragen sich immer auch intensiv auf das Lebensumfeld konzentrieren. Unter anderem z.B. auch die Ernährungsgewohnheiten.
Oder krankheitsspezifisch: Wenn jemand Asthma beklagt, dann kann man schon mal eindringlich nach Schimmelbefall fragen. Die Trefferquote dürfte sehr hoch sein.
Und solche kleinen Dinge wären doch sinnvoll als erstes auszuschliessen, noch lange vor teuren MRTs CTs oder schmerzvollen Entnahmen von Nervenwasser, weil jemand dauerhaft über Kopfschmerz klagt.
Weiterbildung zum Pflichtfach
Wir brauchen mehr sinnvolle Weiterbildung. Das sollte verpflichtend werden. Oder von mir aus auch für die richtigen Betroffenen wirtschaftlich interessant. Allerdings glaube ich, das liegt momentan in den vollkommen falschen Händen. Hier muss dringend mehr Unabhängigkeit zu wirtschaftlichen Interessen Dritter geschaffen werden.
Attraktivität steigern
Ich sehe einen dringenden Handlungsbedarf die Attraktivität von Gesundheit statt Krankerhaltung zu erhöhen. Und die Arbeit im Gesundheitssystem mit einer angemessene Entlohnung zu honorieren. Schon um die Menschen bei uns zu halten, die wir teuer ausbilden.
Zum guten Schluss
Ja, es gibt sie. Die engagierten Ärzte, die ihren Beruf ernst nehmen und - was noch viel wichtiger ist - ihre Patienten ernst nehmen. Und ihre Berufung.
Allerdings sah ich in den letzten beiden Jahren, dass sie augenscheinlich in der Minderheit sind.
Das ist schade, unerträglich und eigentlich auch nicht hinnehmbar.
Deshalb werden wir mittelfristig einen Weg suchen und finden, damit unsere Mitglieder diese engagierten Ärzte mindestens leichter finden und weiterempfehlen können.
Es wird Zeit, dass unsere Gesellschaft das wieder in die Hand nimmt.
Und nicht weiter die Aktien-Gesellschaft.
Bis später.
Wie Medizin tatsächlich satt macht - aber anders
Bzw warum ich den Zustand satt habe
"Chefarztbehandlung? Da steht eine Woche täglich Chefarztbehandlung in meiner Krankenhausrechnung. Das ich nicht lache! Das zahlt ihr aber nicht!
Die Chefarztbehandlung sah so tatsächlich aus: Montag kam er mit einem Tross Jungärzte vorbei, schüttelte kurz meine Hand und fragte mich, wie es mir geht.
Die restlichen Tage der Woche folgte er lieber einer Einladung in ein Golfhotel in Ägypten als nach mir zu sehen. Das hat er selbst noch stolz erzählt...Und das soll mehrere tausend Euro kosten? Neeee...."
- Kommentar eines Privatpatienten beim Einreichen einer Krankenhausrechnung -
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| Und welchen Antrieb hat DEIN Arzt? |
Ich kann nicht mehr anders. Ich muss mir jetzt mal Luft machen.
Mehr als 2 Jahre überzeugter Kampf gegen Übergewicht haben irgendwie ziemlich selbstverständlich dafür gesorgt, dass ich immer mal wieder mit Erzählungen zu Arztbesuchen und Behandlungsversuchen in Berührung kam.
Von Symptomen, die das Übergewicht der Menschen nun mal teilweise mit sich bringt.
Und - da ich selbst in meinem Leben dankenswerterweise relativ selten krank war - habe ich einen sehr viel intensiveren Einblick in den Zustand unseres Gesundheitssystem bekommen als je zuvor. Was ich sah, gefällt mir nicht.
Und ich habe es satt!
In diesem Blog gibt es nicht sehr viele Ausrufezeichen, aber das hier, das meine ich richtig ernst: Ich habe es SATT!
Wir haben kein Gesundheitssystem mehr, sondern ein Krank-system.
Und ein System, das Krankheit erhält, statt zu heilen.
Was für ein Mist läuft hier eigentlich? Das ist unerträglich.
Ein kleiner Auszug von dem, was mich masslos stört:
Krankenkosten
Es ist etwas über 40 Jahre her, da lag der Krankenbeitrag noch bei 8,2%, aktuell sind wir bei 15,5%, das ist fast das Doppelte. Wieso? Sind wir jetzt tatsächlich doppelt so krank?
Und mit welchem Recht kostet eine Packung Tabletten mit gleichem Inhalt bei uns teilweise das 200-fache als anderswo? 2008 haben wir knapp 30 Milliarden für Medikamente ausgegeben. NUR für Medikamente, ohne die Behandlungskosten, wohlgemerkt...
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| Das hier kostet so viel weil Bla bla bla einfach kostet... Und weil der Dumme zahlt, ohne zu wissen, wieviel eigentlich... |
Ausbildung
Wir bilden Ärzte aus, 6 Jahre lang, Fachärzte dann nochmal 3 Jahre extra.
Das kostet die Gesellschaft Geld. Und was passiert mit diesen Ärzten? Sie gehen nach Grossbritannien oder in die Schweiz, denn dort kann man ungleich viel mehr Geld verdienen. Bei oftmals besseren Arbeitsbedingungen. Kein Vorwurf meinerseits, wer würde nicht so handeln? Beim Leben und beim Verdienst ist sich ja zunächst jeder selbst der Nächste.
Aber es liegt an uns - wir haben das Umfeld geschaffen, in dem die von uns bezahlt ausgebildeten Ärzte ins Ausland abwandern, während dann aus anderen Ländern die Ärzte zu uns kommen, bei denen wir NULL Einfluss auf die Ausbildungsqualität haben.
Warum schauen wir da zu?
Abrechnung
Die Patienten haben doch absolut keine Ahnung, was der Arzt abrechnet und was deren Medikamente eigentlich kosten, wenn sie die Krankenkassenkarte am Emfang abgeben.
Es wäre zumindest nicht auszuschliessen, dass man mit einer harmlosen Erkältung beim Arzt vorstellig wird, und dieser dann -versehentlich- eine wesentlich teurere Behandlung abrechnet. Wieso schliessen wir das nicht aus? Das wäre so einfach!
In meiner kaufmännischen Ausbildung habe ich das Prinzip des Lieferscheines kennengelernt, oder das Aufträge unterschrieben werden, die man erteilt. Ein Zettel mehr, der bei der Abrechnung angehängt werden müsste, ein wertvoller Zettel mit der Unterschrift des Patienten, der sicherstellt, dass er die Behandlung bekommen hat, die da abgerechnet wird.
JA, das müsste dann auf Deutsch da stehen, nicht auf Arztdeutsch bzw Latein, So what? Das ist sowieso ein Problem, zu viele Menschen unter 30 Jahren verstehen ihren Arzt sowieso nicht mehr. An diese Gegebenheiten sollte man sich beizeiten anpassen. Falls einer der Verantwortlichen eine Anregung zur nächsten Überarbeitung der Lehrpläne in der Schule braucht - hier wäre eine!
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| Wohl dem, der gesund ist und gesund bleibt. Werden wir krank gepflegt? |
Eigenverantwortung zulassen
Im Übrigen habe ich in meiner beruflichen Laufbahn dann auch einmal die andere Seite kennengelernt. Die Privatversicherten. Die wissen nämlich, was Behandlung und Medikamente kosten. Und ja, tatsächlich, es gibt dort Menschen, die verantwortungsvoll darauf hinweisen, wenn eine Abrechnung nicht den Tatsachen entspricht. Geben wir uns doch die Chance! Und noch etwas anderes: Wenn man mal sieht, was die Medikamente so kosten, die man zwar noch in der Apotheke abholt, die dann aber unverbraucht im Medizinschrank verrotten, dann regt sich vielleicht doch auch beim einen oder anderen einmal so etwas wie ein Gewissen. Da bin ich sicher.
Bedarfsermittlung
Ein Arztgespräch sieht heute ziemlich anders aus, als früher. Ich habe das so erlebt, dass ein Arzt gehetzt den Behandlungsraum betritt, um dann angestrengt mit der neuen Praxis-Software zu kämpfen. Wenn ich richtig erinnere, hat er mir während der gesamten "Behandlung" nicht ein einziges Mal in die Augen gesehen. Und das ist, was passiert:
Er fragt nach Symptomen. Und dann beginnt das grosse Raten. Nicht beraten. Als erstes wird das probiert, was am wahrscheinlichsten ist, dafür gibt's ein paar Pillen, dann die Aufforderung, wieder zu kommen, wenn es nicht besser wird. Das war's, Arztbesuch nach ca 15 Minuten beendet. Oder auch nicht. Denn wenn die Standards nicht ziehen, beginnt das grosse Hin- und-Her-geschickt-werden. Von Arzt zu Arzt zu Arzt. Bei denen sieht die "Beratung" oder die Bedarfsermittlung auch meistens nicht viel besser aus.
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| Es gibt auch die guten... doch - wie häufig? |
Weiterbildung
Ich lasse mich gerne korrigieren, aber hier ist meine Wahrnehmung der Tatsachen:
Wer einmal als Arzt niedergelassen ist, hat keinerlei Verpflichtung zu Weiterbildungen mehr. Er kann in Würde ergrauen, mit all dem alten Wissen, das die Wissenschaft teilweise jedoch mehrfach überholt. Die einzigen, die sich um die Weiterbildung rührend kümmern, sind die Pharmafirmen, die ihre Pillen verkaufen wollen. Das passiert natürlich vollkommen ohne wirtschaftlichen Interessen und rein unter wirtschaftlichen - äh 'tschuldigung, netter Verschreiber - wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Und mir ist zu Ohren gekommen, dass diese Weiterbildungen dann auch gelegentlich dadurch interessant gemacht werden, in dem der Seminarort irgendwo an einem ganz warmen Platz in einem angenehm vornehmen Hotel stattfinden soll. Vor allem dann, wenn sich die Praxis oder das Krankenhaus über den Verkauf eines bestimmten teuren Medikamentes mehrfach ausgezeichnet hat. Natürlich ist das ein wunderbarer Anzeiger, wie interessiert der Arzt an eben diesen Krankheiten ist. Da muss man dann schon mal in Florida oder Ägypten weiter bilden. Ist klar.
Was für ein Gewinn für die Gesellschaft das sein könnte...
Man stelle sich vor, wie viel mehr Zeit und Lebensqualität die Menschen hätten, wenn die Behandlung schneller anschlagen würde, weil man genauer hinsehen würde.
Wie viel sicherer wäre der Arbeitsplatz, wenn wir produktiv sein könnten statt unnötig lange mit Symptomen zu kämpfen, die lieber gehegt als in der Ursache behandelt werden.
Mögliche Lösungsansätze
Ein paar Dinge habe ich ja oben schon erwähnt, aber ich kritisiere nur ungern Zustände so ganz ohne Lösungsvorschläge oder Denkansätze für eben solche.
Die Gesellschaft bekommt, was sie bezahlt
Wir bezahlen Arztbesuche nach deren Anzahl. Und nach der Krankheit.
Schade. Es wäre sehr interessant zu sehen, wie sich unsere Welt verändern würde, wenn wir eine winzig kleine Veränderung im System einbringen würden. Und entweder statt oder ergänzend nach dem Erfolg der Behandlung entschädigen würden.
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| Sieht so die Artzpraxis im Jahr 2020 aus? |
Was ein Arzt immer fragen sollte. Immer.
Heute wissen wir, dass das Umfeld eines Patienten einen 2x höheren Einfluss auf seine Gesundheit hat, als seine genetischen Anlagen. Dabei ist unberücksichtigt, dass es ja ebenfalls die Lebensumstände das sind, was die Epigenetik selbst beeinflusst.
Auch wissen wir, dass 60% der vermeidbaren Todesfälle allein im Lebensumfeld der Patienten begründet sind. Schon deshalb sollten die Fragen sich immer auch intensiv auf das Lebensumfeld konzentrieren. Unter anderem z.B. auch die Ernährungsgewohnheiten.
Oder krankheitsspezifisch: Wenn jemand Asthma beklagt, dann kann man schon mal eindringlich nach Schimmelbefall fragen. Die Trefferquote dürfte sehr hoch sein.
Und solche kleinen Dinge wären doch sinnvoll als erstes auszuschliessen, noch lange vor teuren MRTs CTs oder schmerzvollen Entnahmen von Nervenwasser, weil jemand dauerhaft über Kopfschmerz klagt.
Weiterbildung zum Pflichtfach
Wir brauchen mehr sinnvolle Weiterbildung. Das sollte verpflichtend werden. Oder von mir aus auch für die richtigen Betroffenen wirtschaftlich interessant. Allerdings glaube ich, das liegt momentan in den vollkommen falschen Händen. Hier muss dringend mehr Unabhängigkeit zu wirtschaftlichen Interessen Dritter geschaffen werden.
Attraktivität steigern
Ich sehe einen dringenden Handlungsbedarf die Attraktivität von Gesundheit statt Krankerhaltung zu erhöhen. Und die Arbeit im Gesundheitssystem mit einer angemessene Entlohnung zu honorieren. Schon um die Menschen bei uns zu halten, die wir teuer ausbilden.
Zum guten Schluss
Ja, es gibt sie. Die engagierten Ärzte, die ihren Beruf ernst nehmen und - was noch viel wichtiger ist - ihre Patienten ernst nehmen. Und ihre Berufung.
Allerdings sah ich in den letzten beiden Jahren, dass sie augenscheinlich in der Minderheit sind.
Das ist schade, unerträglich und eigentlich auch nicht hinnehmbar.
Deshalb werden wir mittelfristig einen Weg suchen und finden, damit unsere Mitglieder diese engagierten Ärzte mindestens leichter finden und weiterempfehlen können.
Es wird Zeit, dass unsere Gesellschaft das wieder in die Hand nimmt.
Und nicht weiter die Aktien-Gesellschaft.
Bis später.
Donnerstag, 11. September 2014
KK und Blutwerte
KK-Wissen
Wie sich die Blutwerte mit KK verändern
... und belegt, dass Eier wirklich nicht schlimm sind
Von Zeit zu Zeit berichtet eines unserer Mitglieder in der Facebook-Gruppe von Ergebnissen von Bluttests. Diese sind hervorragend geeignet um etwas über den Gesundheitszustand zu erfahren, oft lange, bevor es zu spät ist.
Wie sich die Blutwerte mit KK verändern
... und belegt, dass Eier wirklich nicht schlimm sind
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| Innenansicht eines Blutgefässes |
Von Zeit zu Zeit berichtet eines unserer Mitglieder in der Facebook-Gruppe von Ergebnissen von Bluttests. Diese sind hervorragend geeignet um etwas über den Gesundheitszustand zu erfahren, oft lange, bevor es zu spät ist.
Man könnte ein bisschen streiten, welche Werte da abgefragt werden und ob die Standards bei der Auswertung zu diesen Werten heute noch modernen Erkenntnissen Rechnung tragen, aber das wäre ein anderes Thema, für einen anderen Beitrag.
Besonders interessant sind natürlich die Berichte dann, wenn es auch hier so etwas wie ein Vorher-Nachher gibt. Das heisst, dass vor Beginn KK schon einmal Werte genommen wurden, und nach einer Weile konsequentem KK dann erneut.
Denn dann könnte man eindrucksvoll belegen, wie sich die Ernährung auf unser Wohlbefinden nicht nur bei der Psyche auswirkt, sondern auch tatsächlich auch physisch, körperlich auf die Gesundheit.
Das ist gerade deshalb interessant, weil wir ja in schöner Regelmässigkeit mit bestimmten Vorurteilen konfrontiert werden. Wir würden zu viele Eier essen, zu viel Eiweiss aus dem Fleisch und die Purine in den Hülsenfrüchten können ja auch nicht gesund sein...
Auch wäre unsere Ernährung zu einseitig, weil wir Dinge wie Obst und Milch weglassen, von denen sich immer noch das Gerücht hartnäckig hält, dass die beiden für eine ausgewogene Ernährung nötig oder gar gesund seien.
Heute habe ich nun den 90sten Bericht gelesen von einem Mitglied in unserer Gruppe.
Alle 89 zuvor hatten schon berichtet, sie hätten vorher schlechtere Werte als durch KK gehabt, es sei also eine spürbare Verbesserung eingetreten. Teilweise sogar so, dass sich die Ärzte gewundert haben, wie das möglich war und interessiert nachgefragt haben, wie sie das angestellt haben.
Aber heute, der neunzigste, ist für mich so besonders, dass ich ihn hier mit Erlaubnis zitiere. Zum Schutze der Privatsphäre der Schreiberin habe ich den Namen herausgenomen, ansonsten hier 1:1, was sie schrieb:
" So, Ihr Lieben, nun wirds etwas länger (da nur Quartalsschreiberin, aber wenn, dann gibbet Schachtelsätze)
Ich kann gar nicht ganz genau sagen, seit wann ich KK mache. Kennen seit Ende 2013 glaub ich, aber erst im Januar losgelegt, vorher LC [=LowCarb, Anm. d. Redaktion] (war sogar auch einigermaßen erfolgreich, aber dieses Konzept hier ist einfach, ach wisst ihr ja alles eh.
Da ich nicht so ganz gesund bin/war (Krebserkrankung aktuell so zu 95% "geschafft" , allerdings mit vielen Nachfolgeerscheinungen, extremer Bluthochdruck, dazu Hashi [gemeint ist Hashimoto] ) mag die Abnahme langsamer sein. Einige Lebensmittel darf ich nicht, mache ein paar wenige für mich notwendige Kompromisse. Eben weil ich das MUSS, kann ich nur jedem ans Herz legen, der es nicht unbedingt zwingend aus medizinischen Gründen muss: Versucht echt so "pingelig" und konform wie möglich - es lohnt sich.
Nun stand die erste Blutbildbesprechung an nach 9 Monaten KK. Dazu kann ich vermelden, dass ich mich vor LC und KK fast vegan ernährt habe. Also hatte ich doch Angst, dass die Werte jetzt katastrophal ausfallen und dem "Eierfrieden" nicht so getraut. Fleisch esse ich nach wie vor sehr wenig. Die Ärztin, jung und energiegeladen - also erzähle ich von meiner SLOWCARB-Ernährung.
Besonders interessant sind natürlich die Berichte dann, wenn es auch hier so etwas wie ein Vorher-Nachher gibt. Das heisst, dass vor Beginn KK schon einmal Werte genommen wurden, und nach einer Weile konsequentem KK dann erneut.
Denn dann könnte man eindrucksvoll belegen, wie sich die Ernährung auf unser Wohlbefinden nicht nur bei der Psyche auswirkt, sondern auch tatsächlich auch physisch, körperlich auf die Gesundheit.
Das ist gerade deshalb interessant, weil wir ja in schöner Regelmässigkeit mit bestimmten Vorurteilen konfrontiert werden. Wir würden zu viele Eier essen, zu viel Eiweiss aus dem Fleisch und die Purine in den Hülsenfrüchten können ja auch nicht gesund sein...
Auch wäre unsere Ernährung zu einseitig, weil wir Dinge wie Obst und Milch weglassen, von denen sich immer noch das Gerücht hartnäckig hält, dass die beiden für eine ausgewogene Ernährung nötig oder gar gesund seien.
Heute habe ich nun den 90sten Bericht gelesen von einem Mitglied in unserer Gruppe.
Alle 89 zuvor hatten schon berichtet, sie hätten vorher schlechtere Werte als durch KK gehabt, es sei also eine spürbare Verbesserung eingetreten. Teilweise sogar so, dass sich die Ärzte gewundert haben, wie das möglich war und interessiert nachgefragt haben, wie sie das angestellt haben.
Aber heute, der neunzigste, ist für mich so besonders, dass ich ihn hier mit Erlaubnis zitiere. Zum Schutze der Privatsphäre der Schreiberin habe ich den Namen herausgenomen, ansonsten hier 1:1, was sie schrieb:
" So, Ihr Lieben, nun wirds etwas länger (da nur Quartalsschreiberin, aber wenn, dann gibbet Schachtelsätze)
Ich kann gar nicht ganz genau sagen, seit wann ich KK mache. Kennen seit Ende 2013 glaub ich, aber erst im Januar losgelegt, vorher LC [=LowCarb, Anm. d. Redaktion] (war sogar auch einigermaßen erfolgreich, aber dieses Konzept hier ist einfach, ach wisst ihr ja alles eh.
Da ich nicht so ganz gesund bin/war (Krebserkrankung aktuell so zu 95% "geschafft" , allerdings mit vielen Nachfolgeerscheinungen, extremer Bluthochdruck, dazu Hashi [gemeint ist Hashimoto] ) mag die Abnahme langsamer sein. Einige Lebensmittel darf ich nicht, mache ein paar wenige für mich notwendige Kompromisse. Eben weil ich das MUSS, kann ich nur jedem ans Herz legen, der es nicht unbedingt zwingend aus medizinischen Gründen muss: Versucht echt so "pingelig" und konform wie möglich - es lohnt sich.
Nun stand die erste Blutbildbesprechung an nach 9 Monaten KK. Dazu kann ich vermelden, dass ich mich vor LC und KK fast vegan ernährt habe. Also hatte ich doch Angst, dass die Werte jetzt katastrophal ausfallen und dem "Eierfrieden" nicht so getraut. Fleisch esse ich nach wie vor sehr wenig. Die Ärztin, jung und energiegeladen - also erzähle ich von meiner SLOWCARB-Ernährung.
Sie ist auch begeistert, weil sie meinen Gewichtsverlust sieht, sagt aber:
"Na toll, ich gehe jede Wette ein, dass ich Ihnen Stetine verordnen muss, LOWCARB ist einfach ungesund"
Ich betone zum 3. Mal: Nee, Slooooowcarb...!
"Achso, na dann umso schlimmer wegen der Hülsis [Hülsenfrüchte], die ja auch noch Purine enthalten zusätzlich zu tierischen Produkten. Super, jetzt gegen Monatsende kann ich Ihnen vom Budget aber erstmal nix dagegen verordnen" (alles noch vor den Ergebnissen)
Nun... die Werte sind da... ahnt Ihr was???
Nun... die Werte sind da... ahnt Ihr was???
Meine Werte sind bis auf zwei krankheitsbedingte Klopfer genial, besser als während der VEGANEN Ernährung. Viel gutes Cholesterin, wenig schlechtes etc.
Sogar die Stiefkinder Eisen und Co sind für meine Verhältnisse ziemlich ok.
Harnsäure ist hoch, aber noch im Rahmen (ich behaupte das kommt unter anderem vom Fettabbau und Abtransport und ist noch nicht besorgniserregend)
So, das wollte ich kundtun "
Auch wenn ich tendenziell dazu neige, überall meinen Senf dazuzugeben:
So, das wollte ich kundtun "
Auch wenn ich tendenziell dazu neige, überall meinen Senf dazuzugeben:
Diesmal nicht. Denn dem ist wirklich aber auch gar nichts mehr hinzuzufügen!
Bis später.
Bis später.
Montag, 8. September 2014
Wie man trotz KK zunehmen kann
Wo kommst Du her, wo willst Du hin?
Wie man trotz KK zunehmen kann
und ein paar andere Beobachtungen aus der Gruppe - zusammengefasst
Manche Sachen kann man offensichtlich nicht oft genug schreiben, und für manche fehlten mir auch bisher die richtigen Worte. Ich glaube aber, diese jetzt gefunden zu haben.
Da das aber alles ein bisschen miteinander zusammen hängt, glaube ich, ist ein guter Zeitpunkt, einmal ein paar Beobachtungen der letzten Wochen in einen eigenen Blogbeitrag zusammen zu fassen.
Es geht darum, dass wir gelegentlich Posts von Mitgliedern in unserer Facebook-Gruppe haben, die keine Abnahme beklagen, oder gar eine Zunahme zu beklagen haben, und das, obwohl sie sich nach eigenen Angaben an alles gehalten haben, was wir so empfehlen und vorgeben.
Oder die pauschal meinen, KK funktioniere für sie einfach nicht.
Oder andere hätten viel mehr Erfolg.
Oder Beobachtungen über das eigene Wohlbefinden, dass sich durch KK eher in eine ungünstige Richtung verändert habe.
Nach jetzt dann bald 2 Jahren täglichem Umgang mit KK in der Facebook-Gruppe und über 6500 Mitgliedern habe ich viel gesehen. Und viele Gespräche mit Mitgliedern im Hintergrund geführt. Und ein paar Dinge wiederholen sich immer wieder mal. Fallen in der Wahrnehmung, oder teilweise auch noch Lücken im Verständnis darüber, was KK leisten kann (und auch tut) oder nicht.
Ich möchte ein bisschen warnen, sich von solchen pauschalen Äusserungen gleich verunsichern zu lassen. Und in solchen Fällen auch im Hinterkopf zu haben, dass wir eine recht lange Kette an Erfolgen an jedem Wochenende zu lesen bekommen und eine Menge sehr überzeugender Vorher-Nachher-Bilder von Mitgliedern gesehen haben (blättert einfach mal durch die Fotos, normalerweise kostet das nicht viel Scrollen bis zu den ersten Erfolgsbildern). Manchmal ist das, was da geschrieben wird eine sehr subjektive Einzelmeinung, die sich auf bestimmte Dinge beziehen, die man nicht zwingend für sich selbst übertragen kann. KK richtig angewendet von den Menschen, an die sich KK richtet funktioniert in 97%-98% der Fälle in einer sehr effizienten, trotzdem gesunden Weise.
"Ich nehme trotz KK zu..."
Bezogen auf die KK-Ernährung ist das bei richtiger Durchführung des Konzeptes erst einmal nahezu ausgeschlossen. Dies zumindest vor allem dann, wenn man zu den Menschen gehört, an die sich KK in erster Linie richtet:
Wir sind ein Abnehmprogramm für Übergewichtige
Das heisst wir sind für Menschen da, die tatsächlich einen BMI von deutlich über 25 oder höher als Ausgangswert haben. Je näher man an den 25 liegt, um so langsamer wird eine Abnahme vonstatten gehen.
Ab einem mittleren Normalgewicht oder einem Untergewicht allerdings kehrt sich das unter Umständen dann tatsächlich um. KK bringt einen auf ein für den Körper gesünderes Mass zurück.
Nun ist das für jene ein wenig frustrierend, die zu uns mit dem Hauptgedanken kommen, aus ästhetischen Gründen ein paar kleinere Speckröllchen zu verlieren. Vor allem natürlich die, die das vielleicht gar nicht nötig haben. Ich hatte zum Pupillenknick ja einmal hier was geschrieben. Ja, die im Normalgewicht befindlichen müssen mit einer wesentlich längeren Abnahmedauer rechnen, als jene, die mit einem Körpergewicht von 120 kg oder mehr in 2 oder 3 Kiloschritten abnehmen. Wer sich mit solchen Werten vergleicht, liegt aber in der Einschätzung, was KK zu leisten vermag vollkommen auf dem Holzweg. Denn natürlich verliert ein deutlich übergewichtiger Mensch wesentlich mehr an Kilos pro Woche. Deshalb hinkt der Vergleich natürlich enorm, wenn man den Fehler begeht, und nur die Werte auf der Waage als Massstab hinzuzieht.
Mit dieser falschen Motivation empfehle ich sogar, KK zu verlassen.
Oder aber dringlich die Prioritäten zu verschieben, denn natürlich sind wir auch für Menschen im Normalgewicht aufgrund der gesunden Ernährung interessant, aber dann ist die Definition des Körpers nebenher über das gezielte Training bestimmter Muskelgruppen viel wichtiger. Gerne parallel zu einer gesunden Ernährung, die KK fraglos bietet, nicht umsonst lesen wir fast wöchentlich von stark verbesserten Blutwerten, das kommt ja irgendwo her, nicht wahr?!
Sport ist übrigens der nächste Punkt, der tatsächlich zu einer Zunahme führen könnte, auch wenn man sich tatsächlich an KK hält. Wir haben in unserem Konzept an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass wir empfehlen, in den letzten beiden Tagen vor dem Wiegetag entweder auf Sport zu verzichten. Oder die Auswirkungen desselben - immer in Form von Wassereinlagerungen - mit ins Kalkül einzubeziehen. Wer extrem fleissig bis übermotiviert beinahe täglich oder besonders intensiv Sport macht, der lagert Wasser ein, das wiegt nunmal und schlägt sich im Wiegeergebnis nieder. Also: Unserer Empfehlung folgen und 2 Tage vor dem Wiegetag keinen Sport machen oder im Hinterkopf behalten, dass es ein Mehr geben kann, dass aber erstens schnell von selbst wieder verschwindet und zweitens in Bezug auf den ungesunden Anteil des Körpergewichts NULL zu sagen hat.
Dann gibt es aus dem Stegreif noch 3 weitere mögliche Gründe, wie es tatsächlich zu einer Zunahme kommen kann:
1) Es gibt noch immer ein paar wenig kluge Köpfe, die meinen, ein Mischen verschiedener Konzepte brächte trotzdem Erfolg. Das ist aber allenfalls dann möglich, wenn man absolut exakt verstanden hat, aus welchen Gründen wir zu- oder abnehmen, wie Verdauung und Stoffwechsel funktionieren und wie der Hormonhaushalt Einfluss auf unser Gewicht nehmen kann. Ich bleibe dabei: Mischen impossible, und ich fordere hier erneut auf, zu Schweigen, wer erfolglos ist, weil er sich selbst irgendwelche Ausnahmen gleich welcher Natur genehmigt. Dieses Verhalten ist den anderen gegenüber, die verunsichert werden, ob KK funktioniert wenn man es macht wie gedacht einfach nur eine unfaire Sauerei.
2) Der weibliche Zyklus sorgt zu bestimmten Zeiten immer für erhöhte Wassereinlagerungen, das kann für einen kurzfristigen Anstieg von bis zu 2,5 kg sorgen. Das wird gerne immer mal wieder vergessen. Das ist aber ebenfalls keine echte Zunahme, die irgendeine Aussagekraft in Bezug auf die Gesundheit hat oder auf eine zuverlässige Wirkung von KK.
3) Tja. Natürlich gibt es noch immer ein paar Menschen, die aus mir noch immer unerfindlichen Gründen einen Spass oder eine Motivation haben, KK schlecht zu reden oder zu schaden. Von einem Plus ist immer mal eben schnell berichtet, und tatsächlich fühlen sich einige dann verunsichert. Mich beruhigt in diesem Fall dann allerdings der Gedanke, dass sich die meisten mindestens an einem Wochenende an den tatsächlichen Erfolgsmeldungen und dazwischen von Vorher-Nachher-Fotos überzeugen können, wie erfolgreich man mit KK sein kann. Oder dass es ein paar kklevere KKler gibt, die dann auch gerne mal auf das Profil der "Leider-ein-Plus-Berichterstatter" gehen und dort dann Fotos von Essen oder Snacks vorfinden, die so gar nichts mit KK zu tun haben.
Ansonsten will ich abschliessend dazu nicht unterschlagen, dass es ca 2% der Bevölkerung gibt, deren Stoffwechsel tatsächlich nicht auf KK ausgelegt ist. Aber diese wirklich raren Ausnahmen sind im Regelfall nicht die, die uns von einem Plus berichten.
"Ich nehme ab, wenn ich die Hülsenfrüchte weglasse..."
Jemand, der sich ein bisschen mit Ernährung auskennt, sollte spätestens bei diesem Satz die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Oder ihn heftig schütteln. Oder beides.
Diese Aussage deutet nämlich sehr deutlich auf eines hin: Der Körper beginnt mangels Kohlenhydrate eigenes Protein (also Muskelgeweben) zur Energiegewinnung heranzuziehen. Eine typische Problemstellung, denen sich zu oft LowCarber (nicht unser KK-SssslowCarb!) ausgesetzt sehen.
Das ist nicht nur Selbstbetrug in Bezug auf die fraglos tatsächlich verlorenen Gramms und Kilos, sondern auch gefährlich und ungesund. Abgenommene Muskelmasse ist nicht nur absolut sinnfrei und den Körper schwächend, es hat auch überhaupt nichts mit dem Ziel von KK zu tun, ungesundes Speicherfett zu verlieren. Und neben dem Umstand, dass unser Herz als Muskel schlimmstensfalls mitbetroffen ist und das dann extrem negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann ist das auf Dauer auch ein leider sehr sicherer Weg, den eigenen Stoffwechsel nachhaltig und auf Jahre hinaus schlichtweg zu ruinieren.
Ganz besonders schlimm sind solche Aussagen meiner Meinung nach, wenn die eigentliche Motivation eine blosse Abneigung gegen Hülsenfrüchte an sich ist. Rückfragen in der Vergangenheit bestätigten immer wieder dass das sehr häufig der eigentliche Grund ist.
Leute, sucht Euch die Hülsenfrüchte, mit denen ihr am besten klar kommt, es gibt eine Menge da draussen, nehmt diese Empfehlung sehr ernst.
Und gerade deshalb lese ich solche Beiträge mit einem sehr unguten Gefühl und hoffe inständig, dass sich absolut niemand davon motiviert fühlt, diesen Fehler bei sich selbst einzubauen.
"KK funktioniert für mich nicht..."
Die ersten sinnvollen Schritte lauten hier:
Endlich die unsäglichen Ausnahmen aufgeben, Checkliste prüfen (oberste Datei der Liste), das Konzept (dritte Datei der Liste) überhaupt erst einmal lesen und optimistisch davon ausgehen, dass man nicht ausgerechnet zu den 2% gehört, bei denen es tatsächlich nicht gehen wird.
ABER!
Wer sich über einen längeren Zeitraum relativ schlecht ernährt hat, oder mittels verschiedener anderer Diäten (im Speziellen LowCarb und einige Pülverchen-Diäten, die ich hier namentlich nicht erwähnen werde, aus persönlichem Mangel an Interesse an einem Rechtsstreit) seinen Stoffwechsel ruiniert hat, wer eine defekte oder geschädigte Schilddrüse, Insulinresistenz oder eine andere Stoffwechselkrankheit hat, wer bereits diagnostiziert Essstörungen in der Vergangenheit hatte, die das Zeug dazu haben, den Stoffwechsel zu schädigen:
All diese Leute werden tatsächlich auch mit KK keine nennenswerte Erfolge haben.
Unsere gesunde Ernährungsweise ist zwar selbst dann nicht fehl am Platze, aber wenn es darum geht, von einem möglichen Übergewicht in den Normalbereich zurück zu finden, dann geht es nicht ohne vernünftigen ärztlichen Beistand.
Und das ist unglaublich kompliziert. Erst einmal muss man einen kompetenten Arzt finden, der sich wirklich mit der Materie auskennt, und das sind nach den Erzählungen, die mich wöchentlich erreichen unfassbar wenige. Die Suche ist sehr, sehr schwierig.
Die nächste Schwierigkeit ist, dass zumindest in Deutschland kaum Bereitschaft da ist, für ärztliche Behandlung bzw Beratung Geld zu bezahlen.
Zu lange sind wir das kostenlos gewöhnt. Ich verstehe das zwar irgendwie, denke aber auch an den möglichen Gewinn an Lebensqualität und wünsche dem einen oder anderen, hier ein Umdenken.
Ich sage das unter dem Eindruck aus Gesprächen mit unserer Dr. Simone, die fraglos eine sehr grosse Kompetenz hat und diese vielfach in Beweis gestellt hat mit präzisen Hinweisen in der Gruppe oder gegenüber einzelnen Mitgliedern, die selbst schon fast aufgegeben hatten....
Vielleicht ist das Geld, das man sonst dem wenig erfolgversprechenden Fitnessstudio gibt oder einem paar Schuhe, das am Ende dann ungetragen im Schrank steht vielleicht besser einmal in einem Beratungsgespräch mit Simone angelegt. Oder man hat einfach das Glück, jemand ähnlich kompetentes direkt vor Ort zu finden. Die Chancen stehen leider nicht sehr gut, ich habe unfassbar viel Quatsch gelesen, was da so alles draussen "rumgedoktort" wird.
Bezogen auf den Eingangsspruch "...funktioniert für mich nicht" gibt es natürlich auch hier hin und wieder Menschen, die unehrlich sind, inkonsequent, mischen, aus anderen Gründen schaden wollen oder - auch die gibt es - das Konzept nicht hinreichend studiert haben und unbewusst Fehler machen. Oder den Alkohol während der Abnahmephase nicht weglassen.
Grundsätzlich würde ich solchen Aussagen gegenüber immer sehr skeptisch sein, und ganz einfach für mich selbst probieren, wie weit und wie gut ich mit KK klar komme. Versuch macht klug, fehlerhafte Aussagen sicher nicht.
"Ich fühle mich unwohl mit..."
Es ist unglaublich interessant zu lesen, dass manche Menschen mit KK ein sehr gutes Gespür für ihren Körper zu bekommen scheinen. Das ist auch gewünscht. Leider schlägt diese (oftmals neue) Sensibilisierung manchmal auch Kapriolen. Auf einmal ist KK nicht nur für das Mehr an Energie und das bessere Lebensgefühl verantwortlich, sondern auch für Dinge, die nicht zwingend oder nur indirekt etwas mit der neuen, gesunden Form der Ernährung zu tun haben.
Ich möchte gerne davor warnen, Selbstdiagnosen zu stellen und unüberprüft zu glauben, was man denkt. Ich lade aber ausdrücklich dazu ein, solche Beobachtungen bei uns in der Gruppe zu notieren. Bitte(!) jedoch nicht als Aussage, sondern als Frage. Als Aussage macht es nur dann Sinn, wenn sie sicher von einem Arzt diagnostiziert ist, ansonsten ist es nicht mehr als eine Vermutung. Dann aber ist es den anderen gegenüber unfair, denn natürlich neigt man erst einmal dazu, solche Dinge zu glauben. Und tatsächlich gibt es oft eine gute Erklärung, und zu vielen Dingen haben wir auch Abhilfemassnahmen.
Zusammengefasst
Macht Euch nicht verrückt, wenn Ihr einmal in einer Woche ein Plus von ein paar hundert Gramm habt, das kann in der Folgewoche schon umschlagen in ein Minus von ein paar Kilo.
Haltet Euch an das Konzept, und Ihr werdet Erfolg haben, habt Ihr über einen längeren Zeitraum keinen Erfolg, schreibt mich gerne mal per PN an.
Aber macht bitte vor allem andere nicht verrückt mit Aussagen, die auf Vermutungen basieren, oder auf falschen Angaben. Das ist inakzeptabel.
Und wenn Ihr einmal etwas Negatives lest, das Euch verunsichern könnte, dann lest es mit Abstand, mit Verstand und seid gewiss, dass wir dem nachgehen.
Nicht alles, was ähnlich klingt wie Dinge, die Euch selbst widerfahren sind auch gleichen Ursprungs.
KK ist mehr als ein starres Konzept bestehend aus ein paar Seiten PDF, KK wird ständig kompetent überwacht, KK funktioniert und wir arbeiten jeden Tag daran, dass Ihr in jeder Hinsicht ein sicheres, effizientes Umfeld behalten werdet, auf das ihr vertrauen könnt.
Und eines noch zum Schluss.
Tatsächlich wirken sich negative Einflüsse in Sachen Ernährung meistens erst mit einer Zeitverzögerung von ca zwei Wochen beim Wiegeergebnis aus.
Das können vor allem die bestätigen, die sich im Urlaub ein bisschen Auszeit von KK genehmigen. Schon deshalb sollte man nachdenklich hinterfragen, wenn jemand etwas beschreibt, was während der Woche verändert wurde und dann am Wochenende verantwortlich gemacht wird. Das schafft tatsächlich einzig und alleine: Zucker, Milch und Alkohol. Aber sicher nicht die Bohne oder grüner Tee ;)
Bis später.
Wie man trotz KK zunehmen kann
und ein paar andere Beobachtungen aus der Gruppe - zusammengefasst
Manche Sachen kann man offensichtlich nicht oft genug schreiben, und für manche fehlten mir auch bisher die richtigen Worte. Ich glaube aber, diese jetzt gefunden zu haben.
Da das aber alles ein bisschen miteinander zusammen hängt, glaube ich, ist ein guter Zeitpunkt, einmal ein paar Beobachtungen der letzten Wochen in einen eigenen Blogbeitrag zusammen zu fassen.
Es geht darum, dass wir gelegentlich Posts von Mitgliedern in unserer Facebook-Gruppe haben, die keine Abnahme beklagen, oder gar eine Zunahme zu beklagen haben, und das, obwohl sie sich nach eigenen Angaben an alles gehalten haben, was wir so empfehlen und vorgeben.
Oder die pauschal meinen, KK funktioniere für sie einfach nicht.
Oder andere hätten viel mehr Erfolg.
Oder Beobachtungen über das eigene Wohlbefinden, dass sich durch KK eher in eine ungünstige Richtung verändert habe.
Nach jetzt dann bald 2 Jahren täglichem Umgang mit KK in der Facebook-Gruppe und über 6500 Mitgliedern habe ich viel gesehen. Und viele Gespräche mit Mitgliedern im Hintergrund geführt. Und ein paar Dinge wiederholen sich immer wieder mal. Fallen in der Wahrnehmung, oder teilweise auch noch Lücken im Verständnis darüber, was KK leisten kann (und auch tut) oder nicht.
Ich möchte ein bisschen warnen, sich von solchen pauschalen Äusserungen gleich verunsichern zu lassen. Und in solchen Fällen auch im Hinterkopf zu haben, dass wir eine recht lange Kette an Erfolgen an jedem Wochenende zu lesen bekommen und eine Menge sehr überzeugender Vorher-Nachher-Bilder von Mitgliedern gesehen haben (blättert einfach mal durch die Fotos, normalerweise kostet das nicht viel Scrollen bis zu den ersten Erfolgsbildern). Manchmal ist das, was da geschrieben wird eine sehr subjektive Einzelmeinung, die sich auf bestimmte Dinge beziehen, die man nicht zwingend für sich selbst übertragen kann. KK richtig angewendet von den Menschen, an die sich KK richtet funktioniert in 97%-98% der Fälle in einer sehr effizienten, trotzdem gesunden Weise.
"Ich nehme trotz KK zu..."
Bezogen auf die KK-Ernährung ist das bei richtiger Durchführung des Konzeptes erst einmal nahezu ausgeschlossen. Dies zumindest vor allem dann, wenn man zu den Menschen gehört, an die sich KK in erster Linie richtet:
Wir sind ein Abnehmprogramm für Übergewichtige
Das heisst wir sind für Menschen da, die tatsächlich einen BMI von deutlich über 25 oder höher als Ausgangswert haben. Je näher man an den 25 liegt, um so langsamer wird eine Abnahme vonstatten gehen.
Ab einem mittleren Normalgewicht oder einem Untergewicht allerdings kehrt sich das unter Umständen dann tatsächlich um. KK bringt einen auf ein für den Körper gesünderes Mass zurück.
Nun ist das für jene ein wenig frustrierend, die zu uns mit dem Hauptgedanken kommen, aus ästhetischen Gründen ein paar kleinere Speckröllchen zu verlieren. Vor allem natürlich die, die das vielleicht gar nicht nötig haben. Ich hatte zum Pupillenknick ja einmal hier was geschrieben. Ja, die im Normalgewicht befindlichen müssen mit einer wesentlich längeren Abnahmedauer rechnen, als jene, die mit einem Körpergewicht von 120 kg oder mehr in 2 oder 3 Kiloschritten abnehmen. Wer sich mit solchen Werten vergleicht, liegt aber in der Einschätzung, was KK zu leisten vermag vollkommen auf dem Holzweg. Denn natürlich verliert ein deutlich übergewichtiger Mensch wesentlich mehr an Kilos pro Woche. Deshalb hinkt der Vergleich natürlich enorm, wenn man den Fehler begeht, und nur die Werte auf der Waage als Massstab hinzuzieht.
Mit dieser falschen Motivation empfehle ich sogar, KK zu verlassen.
Oder aber dringlich die Prioritäten zu verschieben, denn natürlich sind wir auch für Menschen im Normalgewicht aufgrund der gesunden Ernährung interessant, aber dann ist die Definition des Körpers nebenher über das gezielte Training bestimmter Muskelgruppen viel wichtiger. Gerne parallel zu einer gesunden Ernährung, die KK fraglos bietet, nicht umsonst lesen wir fast wöchentlich von stark verbesserten Blutwerten, das kommt ja irgendwo her, nicht wahr?!
Sport ist übrigens der nächste Punkt, der tatsächlich zu einer Zunahme führen könnte, auch wenn man sich tatsächlich an KK hält. Wir haben in unserem Konzept an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen, dass wir empfehlen, in den letzten beiden Tagen vor dem Wiegetag entweder auf Sport zu verzichten. Oder die Auswirkungen desselben - immer in Form von Wassereinlagerungen - mit ins Kalkül einzubeziehen. Wer extrem fleissig bis übermotiviert beinahe täglich oder besonders intensiv Sport macht, der lagert Wasser ein, das wiegt nunmal und schlägt sich im Wiegeergebnis nieder. Also: Unserer Empfehlung folgen und 2 Tage vor dem Wiegetag keinen Sport machen oder im Hinterkopf behalten, dass es ein Mehr geben kann, dass aber erstens schnell von selbst wieder verschwindet und zweitens in Bezug auf den ungesunden Anteil des Körpergewichts NULL zu sagen hat.
Dann gibt es aus dem Stegreif noch 3 weitere mögliche Gründe, wie es tatsächlich zu einer Zunahme kommen kann:
1) Es gibt noch immer ein paar wenig kluge Köpfe, die meinen, ein Mischen verschiedener Konzepte brächte trotzdem Erfolg. Das ist aber allenfalls dann möglich, wenn man absolut exakt verstanden hat, aus welchen Gründen wir zu- oder abnehmen, wie Verdauung und Stoffwechsel funktionieren und wie der Hormonhaushalt Einfluss auf unser Gewicht nehmen kann. Ich bleibe dabei: Mischen impossible, und ich fordere hier erneut auf, zu Schweigen, wer erfolglos ist, weil er sich selbst irgendwelche Ausnahmen gleich welcher Natur genehmigt. Dieses Verhalten ist den anderen gegenüber, die verunsichert werden, ob KK funktioniert wenn man es macht wie gedacht einfach nur eine unfaire Sauerei.
2) Der weibliche Zyklus sorgt zu bestimmten Zeiten immer für erhöhte Wassereinlagerungen, das kann für einen kurzfristigen Anstieg von bis zu 2,5 kg sorgen. Das wird gerne immer mal wieder vergessen. Das ist aber ebenfalls keine echte Zunahme, die irgendeine Aussagekraft in Bezug auf die Gesundheit hat oder auf eine zuverlässige Wirkung von KK.
3) Tja. Natürlich gibt es noch immer ein paar Menschen, die aus mir noch immer unerfindlichen Gründen einen Spass oder eine Motivation haben, KK schlecht zu reden oder zu schaden. Von einem Plus ist immer mal eben schnell berichtet, und tatsächlich fühlen sich einige dann verunsichert. Mich beruhigt in diesem Fall dann allerdings der Gedanke, dass sich die meisten mindestens an einem Wochenende an den tatsächlichen Erfolgsmeldungen und dazwischen von Vorher-Nachher-Fotos überzeugen können, wie erfolgreich man mit KK sein kann. Oder dass es ein paar kklevere KKler gibt, die dann auch gerne mal auf das Profil der "Leider-ein-Plus-Berichterstatter" gehen und dort dann Fotos von Essen oder Snacks vorfinden, die so gar nichts mit KK zu tun haben.
Ansonsten will ich abschliessend dazu nicht unterschlagen, dass es ca 2% der Bevölkerung gibt, deren Stoffwechsel tatsächlich nicht auf KK ausgelegt ist. Aber diese wirklich raren Ausnahmen sind im Regelfall nicht die, die uns von einem Plus berichten.
"Ich nehme ab, wenn ich die Hülsenfrüchte weglasse..."
Jemand, der sich ein bisschen mit Ernährung auskennt, sollte spätestens bei diesem Satz die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Oder ihn heftig schütteln. Oder beides.
Diese Aussage deutet nämlich sehr deutlich auf eines hin: Der Körper beginnt mangels Kohlenhydrate eigenes Protein (also Muskelgeweben) zur Energiegewinnung heranzuziehen. Eine typische Problemstellung, denen sich zu oft LowCarber (nicht unser KK-SssslowCarb!) ausgesetzt sehen.
Das ist nicht nur Selbstbetrug in Bezug auf die fraglos tatsächlich verlorenen Gramms und Kilos, sondern auch gefährlich und ungesund. Abgenommene Muskelmasse ist nicht nur absolut sinnfrei und den Körper schwächend, es hat auch überhaupt nichts mit dem Ziel von KK zu tun, ungesundes Speicherfett zu verlieren. Und neben dem Umstand, dass unser Herz als Muskel schlimmstensfalls mitbetroffen ist und das dann extrem negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann ist das auf Dauer auch ein leider sehr sicherer Weg, den eigenen Stoffwechsel nachhaltig und auf Jahre hinaus schlichtweg zu ruinieren.
Ganz besonders schlimm sind solche Aussagen meiner Meinung nach, wenn die eigentliche Motivation eine blosse Abneigung gegen Hülsenfrüchte an sich ist. Rückfragen in der Vergangenheit bestätigten immer wieder dass das sehr häufig der eigentliche Grund ist.
Leute, sucht Euch die Hülsenfrüchte, mit denen ihr am besten klar kommt, es gibt eine Menge da draussen, nehmt diese Empfehlung sehr ernst.
Und gerade deshalb lese ich solche Beiträge mit einem sehr unguten Gefühl und hoffe inständig, dass sich absolut niemand davon motiviert fühlt, diesen Fehler bei sich selbst einzubauen.
"KK funktioniert für mich nicht..."
Die ersten sinnvollen Schritte lauten hier:
Endlich die unsäglichen Ausnahmen aufgeben, Checkliste prüfen (oberste Datei der Liste), das Konzept (dritte Datei der Liste) überhaupt erst einmal lesen und optimistisch davon ausgehen, dass man nicht ausgerechnet zu den 2% gehört, bei denen es tatsächlich nicht gehen wird.
ABER!
Wer sich über einen längeren Zeitraum relativ schlecht ernährt hat, oder mittels verschiedener anderer Diäten (im Speziellen LowCarb und einige Pülverchen-Diäten, die ich hier namentlich nicht erwähnen werde, aus persönlichem Mangel an Interesse an einem Rechtsstreit) seinen Stoffwechsel ruiniert hat, wer eine defekte oder geschädigte Schilddrüse, Insulinresistenz oder eine andere Stoffwechselkrankheit hat, wer bereits diagnostiziert Essstörungen in der Vergangenheit hatte, die das Zeug dazu haben, den Stoffwechsel zu schädigen:
All diese Leute werden tatsächlich auch mit KK keine nennenswerte Erfolge haben.
Unsere gesunde Ernährungsweise ist zwar selbst dann nicht fehl am Platze, aber wenn es darum geht, von einem möglichen Übergewicht in den Normalbereich zurück zu finden, dann geht es nicht ohne vernünftigen ärztlichen Beistand.
Und das ist unglaublich kompliziert. Erst einmal muss man einen kompetenten Arzt finden, der sich wirklich mit der Materie auskennt, und das sind nach den Erzählungen, die mich wöchentlich erreichen unfassbar wenige. Die Suche ist sehr, sehr schwierig.
Die nächste Schwierigkeit ist, dass zumindest in Deutschland kaum Bereitschaft da ist, für ärztliche Behandlung bzw Beratung Geld zu bezahlen.
Zu lange sind wir das kostenlos gewöhnt. Ich verstehe das zwar irgendwie, denke aber auch an den möglichen Gewinn an Lebensqualität und wünsche dem einen oder anderen, hier ein Umdenken.
Ich sage das unter dem Eindruck aus Gesprächen mit unserer Dr. Simone, die fraglos eine sehr grosse Kompetenz hat und diese vielfach in Beweis gestellt hat mit präzisen Hinweisen in der Gruppe oder gegenüber einzelnen Mitgliedern, die selbst schon fast aufgegeben hatten....
Vielleicht ist das Geld, das man sonst dem wenig erfolgversprechenden Fitnessstudio gibt oder einem paar Schuhe, das am Ende dann ungetragen im Schrank steht vielleicht besser einmal in einem Beratungsgespräch mit Simone angelegt. Oder man hat einfach das Glück, jemand ähnlich kompetentes direkt vor Ort zu finden. Die Chancen stehen leider nicht sehr gut, ich habe unfassbar viel Quatsch gelesen, was da so alles draussen "rumgedoktort" wird.
Bezogen auf den Eingangsspruch "...funktioniert für mich nicht" gibt es natürlich auch hier hin und wieder Menschen, die unehrlich sind, inkonsequent, mischen, aus anderen Gründen schaden wollen oder - auch die gibt es - das Konzept nicht hinreichend studiert haben und unbewusst Fehler machen. Oder den Alkohol während der Abnahmephase nicht weglassen.
Grundsätzlich würde ich solchen Aussagen gegenüber immer sehr skeptisch sein, und ganz einfach für mich selbst probieren, wie weit und wie gut ich mit KK klar komme. Versuch macht klug, fehlerhafte Aussagen sicher nicht.
"Ich fühle mich unwohl mit..."
Es ist unglaublich interessant zu lesen, dass manche Menschen mit KK ein sehr gutes Gespür für ihren Körper zu bekommen scheinen. Das ist auch gewünscht. Leider schlägt diese (oftmals neue) Sensibilisierung manchmal auch Kapriolen. Auf einmal ist KK nicht nur für das Mehr an Energie und das bessere Lebensgefühl verantwortlich, sondern auch für Dinge, die nicht zwingend oder nur indirekt etwas mit der neuen, gesunden Form der Ernährung zu tun haben.
Ich möchte gerne davor warnen, Selbstdiagnosen zu stellen und unüberprüft zu glauben, was man denkt. Ich lade aber ausdrücklich dazu ein, solche Beobachtungen bei uns in der Gruppe zu notieren. Bitte(!) jedoch nicht als Aussage, sondern als Frage. Als Aussage macht es nur dann Sinn, wenn sie sicher von einem Arzt diagnostiziert ist, ansonsten ist es nicht mehr als eine Vermutung. Dann aber ist es den anderen gegenüber unfair, denn natürlich neigt man erst einmal dazu, solche Dinge zu glauben. Und tatsächlich gibt es oft eine gute Erklärung, und zu vielen Dingen haben wir auch Abhilfemassnahmen.
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| Nicht jeder Post, der ähnlich klingt besagt tatsächlich auch das Gleiche |
Zusammengefasst
Macht Euch nicht verrückt, wenn Ihr einmal in einer Woche ein Plus von ein paar hundert Gramm habt, das kann in der Folgewoche schon umschlagen in ein Minus von ein paar Kilo.
Haltet Euch an das Konzept, und Ihr werdet Erfolg haben, habt Ihr über einen längeren Zeitraum keinen Erfolg, schreibt mich gerne mal per PN an.
Aber macht bitte vor allem andere nicht verrückt mit Aussagen, die auf Vermutungen basieren, oder auf falschen Angaben. Das ist inakzeptabel.
Und wenn Ihr einmal etwas Negatives lest, das Euch verunsichern könnte, dann lest es mit Abstand, mit Verstand und seid gewiss, dass wir dem nachgehen.
Nicht alles, was ähnlich klingt wie Dinge, die Euch selbst widerfahren sind auch gleichen Ursprungs.
KK ist mehr als ein starres Konzept bestehend aus ein paar Seiten PDF, KK wird ständig kompetent überwacht, KK funktioniert und wir arbeiten jeden Tag daran, dass Ihr in jeder Hinsicht ein sicheres, effizientes Umfeld behalten werdet, auf das ihr vertrauen könnt.
Und eines noch zum Schluss.
Tatsächlich wirken sich negative Einflüsse in Sachen Ernährung meistens erst mit einer Zeitverzögerung von ca zwei Wochen beim Wiegeergebnis aus.
Das können vor allem die bestätigen, die sich im Urlaub ein bisschen Auszeit von KK genehmigen. Schon deshalb sollte man nachdenklich hinterfragen, wenn jemand etwas beschreibt, was während der Woche verändert wurde und dann am Wochenende verantwortlich gemacht wird. Das schafft tatsächlich einzig und alleine: Zucker, Milch und Alkohol. Aber sicher nicht die Bohne oder grüner Tee ;)
Bis später.
Dienstag, 26. August 2014
Iss nicht dieses Marshmallow!
KK-Denkmal-Schubserle
Iss nicht dieses Marshmallow
Über Motivation, Selbstdisziplin und Erfolg
Auf der Suche nach ein paar interessanten Erklärungen, was Menschen erfolgreich machen kann, stolperte ich über dieses alte Experiment, das man mit ein paar sehr jungen Kindern gemacht hat:
Man legte ihnen einen Marshmallow auf einen Teller, und sagte ihnen:
"Ich gehe jetzt kurz aus dem Raum, und komme in 15 Minuten wieder. Wenn der Marshmallow noch da ist, dann bekommst Du einen zweiten dazu."
Nach dem Verlassen des Raums geschah folgendes:
Zwei Drittel der jungen Kinder assen ihn auf. Lediglich ein Drittel wartete brav, um dann den zweiten in Empfang zu nehmen.
Man verfolgte den Lebensweg dieser Kinder, und stellte fest, dass die, die brav gewartet haben erfolgreiche Menschen wurden. Gute Noten in der Schule, gute Jobs, erfolgreich im Beruf. Die, die nicht warten konnten, taten sich hingegen überwiegend schwer. Schlechte Noten, schlechtere Jobs, oftmals Schulden auf den Bankkonten.
Dann stellte man dieses Experiment nach. In Lateinamerika, und in Korea.
Das Ergebnis war das Gleiche.
Ein Schlüssel zum Erfolg scheint das zu sein, was zwei Drittel nicht schafften:
Die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben. Oder anders gesagt: Selbstdisziplin.
Fast zwei Jahre nach Gründung der Facebook-Gruppe und 6500 Mitglieder später kann ich bestätigen, dass ich bei uns sehr ähnliches beobachtet habe.
Einige tun sich schwerer, einigen scheint es leichter zu fallen - das Warten auf den Pausentag.
Der Tag, an dem alles erlaubt ist. Sogar ein Marshmallow.
Natürlich haben wir keine Zahlen in Bezug auf die Kontostände oder wie die Noten bei denen waren, die sich eher schwer tun. Das überlasse ich Euch, zu überprüfen, zu welcher der Fraktionen Ihr selbst gehört - oder gehören wollt. Aber ich habe eine Vermutung, dass das eventuell ein bisschen in die gleiche Richtung geht, wie das Marshmallow-Experiment.
Der grosse Vorteil heute ist: Wir sind erwachsen.
Wir haben weit mehr Überblick über das Leben, als es ein vierjähriges Kind hat, und wir können unser Verhalten überprüfen und neu sortieren. Wir können lernen, nein zu sagen, denn niemand steht da und stopft uns das weisse Süss in den Rachen.
Wenn wir es nicht lassen können, dann ist es unsere eigene Hand, aus der das Süss in den Mund gelangt.
Was aber, wenn der Stolz, etwas erreicht zu haben - wie ein Teilziel oder das Wunschgewicht - tatsächlich auch einen Einfluss hätte auf andere Bereiche unseres Lebens?
Wenn es uns als Symbol dienen könnte, dass wir alles mit einem starken Willen erreichen können, was wir uns vornehmen, und das auf andere Dinge im Leben übertragen?
Und nebenbei auch noch abnehmen?
Vor allem sollten wir aber eines daraus lernen (Speziell wir eines Drittel, die wir den Marshmallow liegen lassen). Da draussen sind zwei Drittel, die es schwerer haben als wir.
Und ein erhobener Zeigefinger ist weit weniger guter Zuspruch, als ein freundliches Ermuntern, es einfach mal zu versuchen - und an der eigenen Erfahrung dann tatsächlich stark zu werden.
Und erfolgreich.
Bis später.
Iss nicht dieses Marshmallow
Über Motivation, Selbstdisziplin und Erfolg
Auf der Suche nach ein paar interessanten Erklärungen, was Menschen erfolgreich machen kann, stolperte ich über dieses alte Experiment, das man mit ein paar sehr jungen Kindern gemacht hat:
Man legte ihnen einen Marshmallow auf einen Teller, und sagte ihnen:
"Ich gehe jetzt kurz aus dem Raum, und komme in 15 Minuten wieder. Wenn der Marshmallow noch da ist, dann bekommst Du einen zweiten dazu."
Nach dem Verlassen des Raums geschah folgendes:
Zwei Drittel der jungen Kinder assen ihn auf. Lediglich ein Drittel wartete brav, um dann den zweiten in Empfang zu nehmen.
Man verfolgte den Lebensweg dieser Kinder, und stellte fest, dass die, die brav gewartet haben erfolgreiche Menschen wurden. Gute Noten in der Schule, gute Jobs, erfolgreich im Beruf. Die, die nicht warten konnten, taten sich hingegen überwiegend schwer. Schlechte Noten, schlechtere Jobs, oftmals Schulden auf den Bankkonten.
Dann stellte man dieses Experiment nach. In Lateinamerika, und in Korea.
Das Ergebnis war das Gleiche.
Ein Schlüssel zum Erfolg scheint das zu sein, was zwei Drittel nicht schafften:
Die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben. Oder anders gesagt: Selbstdisziplin.
Fast zwei Jahre nach Gründung der Facebook-Gruppe und 6500 Mitglieder später kann ich bestätigen, dass ich bei uns sehr ähnliches beobachtet habe.
Einige tun sich schwerer, einigen scheint es leichter zu fallen - das Warten auf den Pausentag.
Der Tag, an dem alles erlaubt ist. Sogar ein Marshmallow.
Natürlich haben wir keine Zahlen in Bezug auf die Kontostände oder wie die Noten bei denen waren, die sich eher schwer tun. Das überlasse ich Euch, zu überprüfen, zu welcher der Fraktionen Ihr selbst gehört - oder gehören wollt. Aber ich habe eine Vermutung, dass das eventuell ein bisschen in die gleiche Richtung geht, wie das Marshmallow-Experiment.
Der grosse Vorteil heute ist: Wir sind erwachsen.
Wir haben weit mehr Überblick über das Leben, als es ein vierjähriges Kind hat, und wir können unser Verhalten überprüfen und neu sortieren. Wir können lernen, nein zu sagen, denn niemand steht da und stopft uns das weisse Süss in den Rachen.
Wenn wir es nicht lassen können, dann ist es unsere eigene Hand, aus der das Süss in den Mund gelangt.
Was aber, wenn der Stolz, etwas erreicht zu haben - wie ein Teilziel oder das Wunschgewicht - tatsächlich auch einen Einfluss hätte auf andere Bereiche unseres Lebens?
Wenn es uns als Symbol dienen könnte, dass wir alles mit einem starken Willen erreichen können, was wir uns vornehmen, und das auf andere Dinge im Leben übertragen?
Und nebenbei auch noch abnehmen?
Vor allem sollten wir aber eines daraus lernen (Speziell wir eines Drittel, die wir den Marshmallow liegen lassen). Da draussen sind zwei Drittel, die es schwerer haben als wir.
Und ein erhobener Zeigefinger ist weit weniger guter Zuspruch, als ein freundliches Ermuntern, es einfach mal zu versuchen - und an der eigenen Erfahrung dann tatsächlich stark zu werden.
Und erfolgreich.
Bis später.
Montag, 11. August 2014
Die Marotte mit der Karotte
KK-Wissen
Karotten und Marotten
Wie ein Gemüse rehabilitiert wird
Kaum ein Gemüse wird kontroverser in seiner Rolle bei der Abnahme bei KK diskutiert als die Karotte. Da geht es um Rohkost oder nicht, gekocht oder nicht, abends oder wanndennbitte?!
Irgendwann hat mal irgendwer etwas zur Karotte geschrieben, das irgendwie immer wiederkehrend bei uns auftaucht und neu diskutiert wird.
Dieser Post soll nun ein wenig Licht ins Dunkel bringen, was es mit den Möhren auf sich hat und wann, warum und wie man sie essen kann...
Rohkost oder nicht?
Unsere Empfehlungen richten sich dem Grunde nach immer an durchschnittlich gesunde Menschen.
Es gibt jedoch einige, deren Mägen auf Rohkost, vor allem am Abend nicht sehr gut reagieren.
Diese Menschen finden das aber meistens sehr schnell für sich selbst heraus, denn die rohe Kost macht sich dort während der Nacht deutlich bemerkbar. Die Betroffenen sollten sich da natürlich zurück halten, denn auch ein gesunder Schlaf ohne Unterbrechungen hat eine grosse, nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Abnahme.
Alle anderen können Rohkost (bitte nur die erlaubten, versteht sich) zu sich nehmen, wann immer sie Hunger verspüren. Mit KK sind wir satt und hungern nicht.
Abends auch gekocht oder nicht?
Hier gibt es tatsächlich etwas zu beachten, ist aber nicht schwer:
Es wird sehr oft argumentiert, dass die Karotte durch das Kochen mehr Zucker hat und sich damit negativ auf den Insulinspiegel und die Abnahme auswirken kann.
Das ist beides: Richtig und falsch.
Richtig ist es, wenn man die Karotte zu lange kocht, dann kann sie tatsächlich die Abnahme bremsen.
Falsch ist es, wenn man sie nur kurz blanchiert. Dabei entsteht diese Menge Zucker nicht.
Und dann ist auch keine negative Auswirkung auf die Abnahme zu erwarten.
Wer meinen Blog ausgiebig gelesen hat, der weiss, das ich selbst oft auch abends Karottennudeln zu mir genommen habe. Negative Auswirkungen? Keine.
Im Gegenteil, es gibt sogar Effekte, die damit unserer Abnahme positiv beisteuern, deren Erklärung den Rahmen dieses kurzen Aufklärposts jedoch sprengen würden.
Sehr ähnlich verhält es sich mit Süsskartoffeln und Kürbissen. Bei allen 3 gilt, diese nicht tot zu kochen, und nicht täglich einzubauen, sondern ab und zu als willkommene Abwechslung auf dem ohnehin recht reichhaltigen KK-Speisenplan. Wer eine bremsende Wirkung verspüren sollte, der sollte die Mengen reduzieren. Und abends nicht vergessen, immer ein wenig Proteine beizupacken, das ist ebenfalls hilfreich.
Lieben Dank an Dr. Simone Koch für die Hintergrundrecherchen, die jetzt eine klare, definitive Aussage ermöglicht haben.
Bis später.
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