KKWISS-Auflösung
Hintergrundwissen: Die Arbeit der FDA
Warum wir unsere Lebensmittelsicherheit am besten noch heute
abkoppeln und komplett unabhängig gestalten sollten
Heute geht es um die Lebensmittelsicherheit in den USA, die auf uns einen grösseren Einfluss hat, als das auf den ersten Blick scheinen mag.
Ich beschreibe den Zustand, und was wir daraus für uns lernen sollten und müssen.
Gleich vorweg: Ich mache das nicht als dumpfsinniges Behörden-Bashing, sondern ich habe versucht, die Situation zu analysieren, in der einige Zahlen und Fakten nicht mit dem zusammengepasst haben, was ich eigentlich von einer Supermacht erwartet hätte.
Was ist die FDA?
Die FDA (Food and Drug Administration) ist die amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelsicherheit.
Sie wacht über das Wohl und Wehe von rund 320 Millionen US-Bürgern.
Was macht die FDA?
Das Aufgabengebiet ist sehr umfangreich, so kontrolliert sie Wirksamkeit und Sicherheit von Arrzneimitteln für Mensch und Tier, und achtet darauf, das die Lebensmittel für die US-Bürger sicher sind. Nebenbei kümmert sich sich noch um die öffentliche Gesundheit im Allgemeinen und sorgt mit der Zulassung von Medikamenten, dass diese schnell an den Patienten gebracht werden kann, wo immer das nötig ist.
Zusätzlich besuchen die Kontrolleure die Herstellungsanlagen der Pharmahersteller und schaut auch bei den Lebensmittelherstellern sporadisch nach dem Rechten.
Wie arbeitet die FDA?
Das ist alles sehr umfangreich, weshalb die Behörde in 2012 ca 13.500 Angestellte in Lohn und Brot hatte.
In unserem KKWISS hatte ich nun die Frage gestellt, wie viele Lebensmittelkontrolleure im Dienste der FDA für die 320.0000.000 Menschen unterwegs sind.
Die Antwort lautet: 2.000
(vgl. Deutschland - derzeit 2.300 bei 80 Mio Einwohnern)
Wem das jetzt wenig vorkommt, der liegt da gar nicht mal so falsch, denn das ist bei einem Staatengebilde dieser Grössenordnung deutlich zu wenig.
Und so sollte man sich auch nicht wundern, dass für Nordamerika jährlich eine Zahl von 48.000.000 an Krankheitensfällen gemeldet werden, die mit Problemen durch Lebensmittel in Verbindung stehen. 48 Millionen.
Das heisst - statistisch gesehen - leiden 60% der Bürger einmal im Jahr an einer Krankheit, deren Ursache mit besserer Lebensmittelsicherheit zu vermeiden wäre. Uff...
Nun kommt die nächste Zahl: 3.000 dieser Erkrankungen verlaufen tödlich.
3.000 Menschen s-t-e-r-b-e-n an unsicherem Essen.
Nicht mitgezählt sind hier logischerweise die hundertausende, die aufgrund Folgeschäden durch die wenig gesunde typisch amerikanische Ernährungsweise wie Fastfood und Co, die zwischenzeitlich eine Übergewichtsquote von 70% geschaffen hat.
Diese Gesundheits-Schäden werden auch dort noch nicht logisch verknüpft, was ich nach wie vor hier wie dort für einen massiven Fehler halte.
Wie kann das sein? Woher kommt das?
Nun habe ich mich - wie Ihr vielleicht auch - gewundert, wie das möglich ist.
Warum bestehen in einem Land, das einen derart hohen technischen Standard hat, solche Schwierigkeiten bei der Lebensmittelsicherheit?
Und warum man dort nicht etwas dagegen unternimmt. Denn das tut man nicht.
3000 Tote. Ohne zu politisch werden zu wollen, aber...
wären das 3000 Terror-Tote, dann wäre der nächste Einmarsch irgendwo garantiert fällig.
Können die nicht besser? Ist es ihnen - egal?
Schwierigkeiten, mit denen die FDA zu kämpfen hat
GELDMANGEL
Im Jahr 2014 sollten die 2.000 Kontrolleure 4.800 Einrichtungen kontrollieren.
Eigentlich ist das schon eine verhältnismässig kleine Zahl für so ein grosses Land.
Tatsächlich aber besuchten sie sogar nur ein Drittel dieses selbstgesetzen Zieles.
Auf die Frage, wo das Problem liegt werden seitens der Verantwortlichen vor allem finanzielle Gründe genannt. Es mangle schlicht und ergreifend an der finanziellen Ausstattung.
Nach eigenen Angaben hätte die FDA für den Zeitraum seit 2011 bis heute ein Budget von 580 Millionen US-Dollar benötigt, um eine reibungslose Arbeit zu garantieren.
Tatsächlich bekamen sie im genannten Zeitraum vom Kongress nicht einmal die Hälfte davon zugeteilt.
FALSCHE PRIORITÄTEN
Es scheint also eine Frage der Priorität zu sein.
Denn im gleichen Zeitraum war der Verteidigungsetat der USA bei rund 3.259 Milliarden (also 3,25 Billionen), die 5 Billionen für die aktuellen Kriegskosten im Irak noch unberücksichtigt. Afghanistan ebenso.
Aber das kann man auch so schon mal ins Verhältnis setzen: 1 : 11.238.
Ich spare mir jetzt mal die Wertung "Die Fähigkeit, andere Menschen zu töten ist also 11.238 mal wichtiger, als Fähigkeit die eigenen Bürger vor Salmonellen und Co zu schützen." - Ups. Doch nicht gespart. Sorry. Zurück zu sachlich.
Auch wenn ich mit Krieg oder mit solchen immensen Ausgaben dafür an sich tatsächlich nicht einverstanden bin - schreibe ich das hier nicht als Politikum.
Ich möchte vielmehr damit herausstellen, welche aktuellen Veränderungen in den USA in den letzten Jahren stattgefunden haben, die dieses Problem zumindest deutlich zu begünstigen scheinen. Und somit die Zuverlässigkeit der Arbeit der FDA merklich zu beeinflussen scheinen.
LOBBYISMUS
Es ist klar, dass man ein Sicherheitsproblem in einer Behörde hat, wenn man z.B. den ehemaligen Vizedirektor von Monsanto einstellt und ihn dann Themengebiete abarbeiten und entscheiden lässt, die Monsanto im Anschluss dann Milliardenumsätze garantieren. Das kann nicht gut gehen. Das ist nur einer der prominenteren Fälle, in der die Lobby dort in Form von schlechter Personalauswahl die Glaubwürdigkeit der Arbeit der FDA unterwandert hat.
Was aber eine völlig andere Qualität der strategischen Einflussnahme der Industrie hat, und was einen sehr nachdenklich stimmen sollte ist, dass die Lobbyisten dort VERHINDERT haben, dass die FDA finanziell besser ausgestattet wird.
Denn natürlich haben die Verantwortlichen der FDA um mehr Geld gebeten und auf den Missstand hingewiesen. Mehrfach. Aber jeder der fünf(!) Versuche, eine Budgetaufstockung zu erreichen wurde von den Lobbyisten erfolgreich verhindert.
Ich hoffe fast meinen Blog lesen keine deutschen Lobbyisten, sonst gebe ich denen womöglich noch eine Idee an die Hand...
Diese Methode ist eine sehr subtile und gleichsam erfolgreiche Form der Einflussnahme:
"Schiesse die Behörden finanziell handlungsunfähig, und sorge dafür, dass der Zustand so bleibt - dann können wir unbehelligt Tun und Lassen, was wir wollen.
3000 Menschenleben!? Pffffffff..."
IRRSINN MIT BEISPIEL
Nur so sind denn auch derart seltsame Vorgänge zu verstehen, wie man mit dem Nachfolgeprodukt zum in Verruf geratenen Stoff Aspartam umgegangen ist.
Monsanto hat den alten Stoff nur leicht molekular verändert und neu patentiert unter dem Namen Neotame. Da dieser sehr ähnlich aufgebaut ist, erwarte ich von ihm die gleichen negativen Eigenschaften, die ich an Aspartam schon kritisiere.
Und was macht die FDA!? Die verpassen Neotame sogar das offizielle BIOSIEGEL!!!
Neotam wird bei uns in den kommenden Jahren eine immer grössere Rolle spielen und Aspartam nach und nach ablösen. In China bauen sie aktuell ganze Fabriken dafür.
Und bei uns scheint es nach dem aktuellen Stand der Dinge sogar nicht einmal in der Zutatenliste genannt werden zu müssen, weil es als Hilfsstoff deklariert wird.
Soweit ich in Erfahrung bringen konnte ist das mindestens beim Einsatz in Medikamenten jetzt schon so festgehalten.
Falls man den Stoff meiden will, wird der einzige Anhaltspunkt wohl sein, dass beim Produkt irgendwo auf der Packung mit Sternchen ausgewiesen muss, dass es eine "Phenylalaninquelle enthält". Friss oder stirb! Und das am Besten unbemerkt.
Als neuer Mogelaufdruck ist dann wohl :"Ohne Süssstoff. *) Lt Gesetz" zu erwarten, wenn überhaupt.
Was müssen wir daraus lernen,
was davon trifft uns, was trifft auf uns zu?
EFSA - Der europäische Counterpart
Ich will hier nicht um den heissen Brei herum schreiben.
Die Anzahl der Lobbyisten, die bei der EFSA ein- und ausgehen geben mir ebensowenig Vertrauen in deren Arbeit wie die Tatsache, dass die eingeladenen Experten reihenweise genau von den Firmen Gelder erhalten, für die sie letzten Endes die gewogenen Entscheidungen treffen.
Ist das Korruption? Entscheidet selbst.
Sicher ist das System jedenfalls nicht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Geklüngele der Verbraucher die Nachsicht hat ist einfach zu hoch. Ob das zeitnah änderbar wäre - ich weiss es nicht. Nötig wäre es jedenfalls.
Was aber jetzt GAR NICHT MEHR geht, ist, die ungesunde Praxis, dass die EFSA weiter blind die Entscheidungen der FDA übernimmt, ohne sie intensiv zu prüfen oder gleich eigene Untersuchungen anstrengt, in vollkommener Unabhängigkeit.
Auch wenn das mit der Übernahme der FDA-Entscheidungen vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten noch eine gute Idee gewesen sein mag, um Kosten zu sparen, ist das bei den heutigen Gegebenheiten heute ein absolutes Unding.
Wir müssen hier unabhängige eigene Recherchen fordern, und bitte gerne ohne die Experten, die am Tropf der Industrie hängen, und vor allem aber eines: TRANSPARENZ.
Die mit Steuergeldern erlangten Daten und Entscheidungen sollten im Zeitalter des Internet offen für jedermann zur Verfügung stehen. Das wäre vernünftige nachvollziehbare Sicherheit. Alles andere ist Unsinn.
DEUTSCHLAND
Ich habe oben erwähnt, für uns in Deutschland stehen jeden Tag rund 2.300 Menschen auf, die versuchen, uns zu schützen. Ich habe zwar auch hier Anhaltspunkte, dass diese nicht immer ganz unbeeinflusst ihrer Arbeit nachgehen, aber eines scheint wenigstens zu funktionieren:
Entweder haben wir tatsächlich keine Toten zu beklagen wie die 3000 in den USA - oder wir erfahren es nicht.
Auch wenn die Zusammensetzung und Beschaffenheit vieler Lebensmittel nicht gerade gesund sind - wenigstens scheinen sie sicher.
Holzauge...
Mit dem aktuellen Umgang der wohl fehlerhaften Bewertung des Stoffes Glyphosat und der noch immer stattfindenden Verteidigung der Entscheidung der "Experten" unseres BfR (WHO: wahrscheinlich krebserregend vs BfR: unbedenklich) halte ich aber zumindest auch bei uns Wachsamkeit für eine gute Idee. Man kann sich schon fragen, ob sich da nicht nach und nach ähnliche Zustände bei uns entwickeln. Ebenso fragwürdig ist, warum unser Bundesminister Christian Schmidt trotz Warnungen des BfR einfach nicht handelt.
So geschehen in Sachen Verbot von Energy-Shots.
Trotzdem: Wir scheinen sicherer.
ABER:
TTIP kann diese Sicherheit definitiv innerhalb weniger Tage komplett auf den Kopf stellen, denn dann haben wir bei uns Lebensmittel, die von der FDA, nicht von der EFSA oder unseren Bundesbehörden geprüft sind. Bei unverändertem Risiko der Sicherheitslage dort.
Ein weiterer Grund, das TTIP-Abkommen in der aktuell bekannten Form abzulehnen.
FAZIT
Wir müssen verstehen, dass man althergebrachte Verfahren, die irgendwann ihre Berechtigung hatten von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen muss.
Denn es geschehen Dinge, die Gegenheiten verändern.
Die EFSA kann sich nicht mehr blind auf die Entscheidungen der FDA stützen, weder offiziell noch inoffiziell.
Und wir sollten ebenfalls wegkommen von der Praxis, dass die Hersteller selbst unter dem Stempel "Geheimsache" der EFSA die Daten anliefern, ohne dass diese sie tatsächlich auch ernsthaft überprüft. Falls das mehr Geld kosten sollte, wäre es zumindest gut angelegt.
SCHLUSSWORT
Ich will diesen Aufsatz mit einer wahren Geschichte beenden, die zeigt, wie amerikanische Unternehmenkultur in diesen Tagen aussieht.
Ein CEO, also der Oberboss einer grossen Firma, wurde im Rahmen einer Anhörung von einer Kongressabgeordneten darauf hingewiesen, dass das Verhalten seiner Firma auf Kosten der Bevölkerung in bestimmten Punkten als illegal einzustufen sei.
Seine Antwort nach kurzem Überlegen:
"Na, dann verpasst mir doch eine Geldbusse. Ich kann es mir leisten."
Bis später.
Weiterführende Links:
Wiki FDA
Wiki EFSA
Wiki Lebensmittelkontrolleur (Deutschland)
Englischer Artikel über die finanziellen Probleme der FDA
Besonders interessant:
Englischer Artikel, in dem medizinische Studien extern nachbewertet wurden,
nachdem die FDA ihre Arbeit längst beendet hatte. Also quasi eine Nachkontrolle zu deren Arbeit, bzw Qualitätskontrolle - von der zuständigen Aufsichtsbehörde.
Die Ergebnisse sind.... bemerkenswert.
In 78 Veröffentlichungen zu klinischen Studien wurden durch die Aufseher im Nachhinein teilweise massive Unstimmigkeiten nachgewiesen. Die FDA selbst hatte dies jedoch nur bei 3 der 78 entdeckt bzw vermerkt.
Hinweis: Das sind die Veröffentlichungen, nach denen dann Medikamente zugelassen werden.
Und auf die die Firmen dann jahrzehntelang rückverweisen - alles sei hinreichend untersucht und von den Behörden bestätigt. Wir haben das andauernd, das auf solche Papiere verwiesen wird. Achtet da mal drauf...
Die Rohdaten sind zu diesem Zeitpunkt dann allerdings geheim und von niemandem mehr einsehbar. Betriebsgeheimnis. Nur um die Tragweite zu erklären, um die es hier geht, wenn es heisst: 75x mal daneben....
Was man als FDA in der Eile wohl mal eben übersehen kann?!
Och - Kleinigkeiten... Hier zwei Auszüge:
1) Aussage der Studie: Alle Patienten hätten Besserung verspürt.
In Wahrheit wurde einem der Patienten 2 Wochen nach der Behandlung der Fuss amputiert.
2) Ein anderer Fall: Die Forscher hatten Daten verfälscht - Ergebnis: 1 Patient tot.
Insider gehen hier nicht davon aus, dass es hier um Überforderung oder Unterfinanzierung ging..
Sondern Korruption. Rechtliche Folgen für die Verantwortlichen: Null.
Und hier noch einen netten, zum guten Schluss:
Videokommentar (englisch) zur Zulassung von Ketec, Sanofi
Bei der Überprüfung wurde noch während der Bewerbungsphase festgestellt, dass die klinische Studie, die der Pharmahersteller als Grundlage für die Zulassung angegeben hat.... gar niemals stattfand! Die Prüfer empfahlen darauf hin, dass die Zulassung des Antibiotikums aufgrund dieses Betrugsversuches zu verweigern sei.
Und was macht der FDA-Kommisar? Richtig. Er lässt das Medikament zu.
Mittwoch, 20. Mai 2015
Montag, 18. Mai 2015
Schatz, lass uns doch ein paar Kinder töten
NachgehaKKt
Schatz, lass uns doch ein paar Kinder töten
Wo die Doppelmoral den Scheinen unerträglich weicht
Vor ein paar Tagen habe ich Euch zwei Berichte hier im Blog vorgestellt [3],[4] die durch zwei aktuelle Zeitungsartikel ein Update erfahren haben, an dem ich Euch gerne schweren Herzens teilhaben lassen möchte.
Schweren Herzens deshalb, weil sie so viel Unmenschlichkeit in sich tragen, dass ich mich frage, wie wir unseren Kindern eines Tages noch in die Augen blicken wollen, wenn nicht langsam so etwas wie eine Gegenbewegung entsteht. Und wir mittendrin, bitteschön.
Ich hatte Euch hier [3] einen Hinweis auf ein Problem mit einem Pflanzenschutzmittel gegeben, das momentan sehr gebräuchlich ist, und von dem die WHO aktuell festgestellt hat, dass es wahrscheinlich krebserregend ist. Ungefähr 6 bis 8 von 10 von uns haben es bereits im Körper, ob wir wollen, oder nicht.
Nun haben sich die zuständigen Verbraucherschutz-Minister der Länder vom 6.-8. Mai zu einer Konferenz in Osnabrück getroffen, und sich beraten, wie man denn in Deutschland mit diesem Problem umgehen soll.
Das Fazit der Herren Minister war nun folgendes:
"Wir fordern, die Abgabe an Privatpersonen zu verbieten. [...] Außerdem solle es ein vorläufiges Verbot von Glyphosat in Gärten, Parks und auf Kinderspielplätzen geben."[1]
Öh. Echt jetzt?! Das darf noch auf Kinderspielplätzen?! Ah, ja...
Na Gott sei Dank handeln sie wenigstens da... Oder doch nicht?!
Nein leider, denn weiter:
"Der Vertreter der Bundesregierung, der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Robert Kloos, bremste die Erwartungen, dass das Verbot schnell komme. "Für ein Verbot fehlt uns im Moment noch die Rechtsgrundlage." Derzeit laufe ein Bewertungsverfahren durch die Europäische Union, das abgewartet werden müsse." [1]
Ja doch! Lasst uns zaudern... Es geht ja nur um... Kinder!
Nebenbei bemerkt: Die Abgabe an Privatpersonen zu verbieten ist zwar ein erster begrüssenswerter Schritt in die richtige Richtung, aber wenn jetzt ein Hausmeister den Löwenzahn damit behandelt, dann ist das eine Sache.
Aber doch eine ganz andere, wenn ein Landwirt im massiven Einsatz über den Feldern das Gift in Wasser, Lebens- und Futtermittel fliessen lässt?
Die eingesetzten Mengen und der Effekt ist bei zweiterem um ein Vielfaches höher! Worüber sollten wir also viel eher diskutieren?
Naja, zumindest an zweiter Stelle gleich nach dem Irrsinn auf Kinderspielplätzen - doch sicher genau über das?!
Aber nein, lasst uns warten, was die EU dazu sagt. Hoffentlich macht sich einmal jemand ausser mir die Mühen und schaut nach, WER dort dann die Entscheidungen trifft. Und von wessen Geld die leben...
Ist unsere Politik tatsächlich sogar auf Ministerebene derart handlungsunfähig geworden, dass sie erst "Fordern" und "Warten" müssen, um unsere Kinder auf Spielplätzen zu beschützen? Und uns Verbraucher vor den Rückständen eines Mittels im Essen schützen, das "vermutlich krebserregend" ist? Au weia!
So, das Ding geht aber noch weiter.
Es gibt Länder, die haben etwas mehr Schneid.
Kolumbien zum Beispiel.
Was die wenigsten wissen:
Es ist seit Jahren gängige Praxis, mit Flugzeugen über die Koka-Plantagen zu fliegen, und Glyphosat darüber zu sprühen, um so die Ernte dort zu vernichten.
Die Idee dazu kam von den USA, und sie haben einiges unternommen, um dies bei der kolumbianischen Regierung durchzusetzen. Nebenbei: Ein Milliardengeschäft für Monsanto.
Die Regierung dort hat sich jetzt entschieden, dass diese Praxis nicht weiter fortgeführt werden kann.
DENN:
"Der Verdacht, dass «Roundup Ready» nicht unbedenklich ist, wie dies sein US-amerikanischer Hersteller Monsanto behauptet, äussern die Menschen in den Gebieten Kolumbiens mit illegalen Coca-Feldern schon lange. Von Hautausschlägen, Miss- und Fehlgeburten ist die Rede." [2]
Die gleichen Symptome wie in Argentinien auf den Soja- und Tabakfeldern, die gleichen Missbildungen wie bei Dänemarks Schweinebauern aus meinem Filmschnitt.
WAS BRAUCHEN WIR NOCH AN BELEGEN, DIESEN IRRSINN ZU STOPPEN. WAS?!
Und jetzt kommt der Teil, bei dem mir meine Seele blutet.
"Gegen das Verbot des Herbizides gibt es in Kolumbien aber Widerstand: vom amerikanischen Botschafter bis hin zur Armee – die vor einer Kokain-Schwemme warnt."[2]
Ich übersetze das mal in meine Worte:
Es ist ok, Menschen mit Gift zu besprühen, weil es sonst zu einer Kokain-Schwemme kommt, bei der wir zu blöde sind, andere Mittel zu finden, diese einzudämmen.
Oder noch deutlicher: Eine arme Landbevölkerung, die den Bildungsgrad nicht hat, die weitreichenden Folgen ihres Anbaus geschweigedenn die gesundheitlichen Folgen des eingesetzten Mittels Glyphosat zu verstehen darf mit einem Gift besprüht werden, das dann nebenbei unschuldige Kinder im Mutterleib tötet oder ihnen Missbildungen für den Rest ihres Lebensweges mitgibt. ...
...
Leute, das kann nicht die Welt sein, in der wir leben wollen.
Unmöglich kann das wahr bleiben.
Neulich warf mir jemand im Zuge meiner Kommentare zu Monsanto und der Vorgehensweise der FDA und der U.S.-Regierung vor, ich wäre platt in meinem Antiamerikanismus.
Hier meine Antwort: Mein wachsender Antiamerikanismus ist alles andere als "platt".
Wir sehen uns am 4. Juni auf dem Stachus. Genug!
Bis später.
Weiterführende Links:
[1] Quelle Pressenachlese NDR Konferenz Osnabrück
[2] Quelle Kolumbien verbietet Glyphosat
[3] Link zum Beitrag, was Glyphosat anrichtet
[4] Link zum Beitrag, was Monsanto gerade anstrebt
Schatz, lass uns doch ein paar Kinder töten
Wo die Doppelmoral den Scheinen unerträglich weicht
Vor ein paar Tagen habe ich Euch zwei Berichte hier im Blog vorgestellt [3],[4] die durch zwei aktuelle Zeitungsartikel ein Update erfahren haben, an dem ich Euch gerne schweren Herzens teilhaben lassen möchte.
Schweren Herzens deshalb, weil sie so viel Unmenschlichkeit in sich tragen, dass ich mich frage, wie wir unseren Kindern eines Tages noch in die Augen blicken wollen, wenn nicht langsam so etwas wie eine Gegenbewegung entsteht. Und wir mittendrin, bitteschön.
Ich hatte Euch hier [3] einen Hinweis auf ein Problem mit einem Pflanzenschutzmittel gegeben, das momentan sehr gebräuchlich ist, und von dem die WHO aktuell festgestellt hat, dass es wahrscheinlich krebserregend ist. Ungefähr 6 bis 8 von 10 von uns haben es bereits im Körper, ob wir wollen, oder nicht.
Nun haben sich die zuständigen Verbraucherschutz-Minister der Länder vom 6.-8. Mai zu einer Konferenz in Osnabrück getroffen, und sich beraten, wie man denn in Deutschland mit diesem Problem umgehen soll.
Das Fazit der Herren Minister war nun folgendes:
"Wir fordern, die Abgabe an Privatpersonen zu verbieten. [...] Außerdem solle es ein vorläufiges Verbot von Glyphosat in Gärten, Parks und auf Kinderspielplätzen geben."[1]
Öh. Echt jetzt?! Das darf noch auf Kinderspielplätzen?! Ah, ja...
Na Gott sei Dank handeln sie wenigstens da... Oder doch nicht?!
Nein leider, denn weiter:
"Der Vertreter der Bundesregierung, der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Robert Kloos, bremste die Erwartungen, dass das Verbot schnell komme. "Für ein Verbot fehlt uns im Moment noch die Rechtsgrundlage." Derzeit laufe ein Bewertungsverfahren durch die Europäische Union, das abgewartet werden müsse." [1]
Ja doch! Lasst uns zaudern... Es geht ja nur um... Kinder!
Nebenbei bemerkt: Die Abgabe an Privatpersonen zu verbieten ist zwar ein erster begrüssenswerter Schritt in die richtige Richtung, aber wenn jetzt ein Hausmeister den Löwenzahn damit behandelt, dann ist das eine Sache.
Aber doch eine ganz andere, wenn ein Landwirt im massiven Einsatz über den Feldern das Gift in Wasser, Lebens- und Futtermittel fliessen lässt?
Die eingesetzten Mengen und der Effekt ist bei zweiterem um ein Vielfaches höher! Worüber sollten wir also viel eher diskutieren?
Naja, zumindest an zweiter Stelle gleich nach dem Irrsinn auf Kinderspielplätzen - doch sicher genau über das?!
Aber nein, lasst uns warten, was die EU dazu sagt. Hoffentlich macht sich einmal jemand ausser mir die Mühen und schaut nach, WER dort dann die Entscheidungen trifft. Und von wessen Geld die leben...
Ist unsere Politik tatsächlich sogar auf Ministerebene derart handlungsunfähig geworden, dass sie erst "Fordern" und "Warten" müssen, um unsere Kinder auf Spielplätzen zu beschützen? Und uns Verbraucher vor den Rückständen eines Mittels im Essen schützen, das "vermutlich krebserregend" ist? Au weia!
So, das Ding geht aber noch weiter.
Es gibt Länder, die haben etwas mehr Schneid.
Kolumbien zum Beispiel.
Was die wenigsten wissen:
Es ist seit Jahren gängige Praxis, mit Flugzeugen über die Koka-Plantagen zu fliegen, und Glyphosat darüber zu sprühen, um so die Ernte dort zu vernichten.
Die Idee dazu kam von den USA, und sie haben einiges unternommen, um dies bei der kolumbianischen Regierung durchzusetzen. Nebenbei: Ein Milliardengeschäft für Monsanto.
Die Regierung dort hat sich jetzt entschieden, dass diese Praxis nicht weiter fortgeführt werden kann.
DENN:
"Der Verdacht, dass «Roundup Ready» nicht unbedenklich ist, wie dies sein US-amerikanischer Hersteller Monsanto behauptet, äussern die Menschen in den Gebieten Kolumbiens mit illegalen Coca-Feldern schon lange. Von Hautausschlägen, Miss- und Fehlgeburten ist die Rede." [2]
Die gleichen Symptome wie in Argentinien auf den Soja- und Tabakfeldern, die gleichen Missbildungen wie bei Dänemarks Schweinebauern aus meinem Filmschnitt.
WAS BRAUCHEN WIR NOCH AN BELEGEN, DIESEN IRRSINN ZU STOPPEN. WAS?!
Und jetzt kommt der Teil, bei dem mir meine Seele blutet.
"Gegen das Verbot des Herbizides gibt es in Kolumbien aber Widerstand: vom amerikanischen Botschafter bis hin zur Armee – die vor einer Kokain-Schwemme warnt."[2]
Ich übersetze das mal in meine Worte:
Es ist ok, Menschen mit Gift zu besprühen, weil es sonst zu einer Kokain-Schwemme kommt, bei der wir zu blöde sind, andere Mittel zu finden, diese einzudämmen.
Oder noch deutlicher: Eine arme Landbevölkerung, die den Bildungsgrad nicht hat, die weitreichenden Folgen ihres Anbaus geschweigedenn die gesundheitlichen Folgen des eingesetzten Mittels Glyphosat zu verstehen darf mit einem Gift besprüht werden, das dann nebenbei unschuldige Kinder im Mutterleib tötet oder ihnen Missbildungen für den Rest ihres Lebensweges mitgibt. ...
...
Leute, das kann nicht die Welt sein, in der wir leben wollen.
Unmöglich kann das wahr bleiben.
Neulich warf mir jemand im Zuge meiner Kommentare zu Monsanto und der Vorgehensweise der FDA und der U.S.-Regierung vor, ich wäre platt in meinem Antiamerikanismus.
Hier meine Antwort: Mein wachsender Antiamerikanismus ist alles andere als "platt".
Wir sehen uns am 4. Juni auf dem Stachus. Genug!
Bis später.
Weiterführende Links:
[1] Quelle Pressenachlese NDR Konferenz Osnabrück
[2] Quelle Kolumbien verbietet Glyphosat
[3] Link zum Beitrag, was Glyphosat anrichtet
[4] Link zum Beitrag, was Monsanto gerade anstrebt
Samstag, 16. Mai 2015
Meine Wahrheit zur neuen Coca Cola Life
WachgeKKüsst
Harte Fakten zur neuen Coca Cola Life
Warum Dein erster Kuss vielleicht besser nichts damit zu tun hat...
Wer mit mir in den 80er Jahren jung war, der wird sich noch an die schönste Fernsehwerbung aller Zeiten erinnern. Verliebt, das erste Mal. In love, for the very first time. Wer in den Erinnerungen schwelgen will, das sind ein paar Ausschnitte aus dem Spot - und es war das erste Mal, an das ich erinnere, dass aus einem Hintergrundlied eine Musikkarriere begann. Robin Becks Lied war ein Hit.
Hach verdammt. Hattet Ihr auch das Glück, dass Eure erste Liebe mit so viel Reinheit und Unschuld begann, wie man sie in diesem Spot sieht? Packt der Euch auch? Die Chancen stehen gut, es sind schöne Bilder, und soweit ich zurück erinnere war das meines Wissens nach auch der erfolgreichste Coca Cola Spot überhaupt...
Heute, 35 Jahre später ist nicht mehr viel von dieser Unschuld geblieben.
Coca Cola steckt in einer Krise, es muss dringend ein neues Produkt her.
Und dieses wird neu beworben, und wie wichtig es zu sein scheint, dass dieses Produkt erfolgreich wird, das sieht man an dem Umstand, dass der neue Werbespot, an dem man momentan im TV kaum vorbei kommt eine unglaubliche Nähe zu dem damaligen Erfolg hat.
Coca Cola Life, jetzt mit weniger Zucker und der "natürlichen" Süsse der Stevia aus Stevia-Extrakt*. Diese Aussage hat jetzt ein paar Probleme, auf die ich gleich zu sprechen komme.
Hachz. Wie sehr wünschte ich mir manchmal diese wunderbare Unschuld des ersten Kusses zurück. Ganz so wie aus dem Film... Doch leider bin ich so viele Jahre später nicht mehr naiv genug, um diese Unschuld mit etwas zu verknüpfen, das gar nicht so unschuldig daher kommt, wie wir das glauben sollen...
Aber der Reihe nach...
WENIGER ZUCKER.
Stimmt. Aber immer noch 28 (1 Würfelzucker: 2,4gr) auf den Liter, das sind bedauerlicherweise über 18 Würfel mehr, als die WHO als TAGESBEDARF für einen Erwachsenen empfiehlt. Was für ein "Gewinn", diese Reduzierung.
NATÜRLICHE SÜSSE
Sowohl das grün der Flasche als die im Zusammenhang mit Stevia überstrapazierte Abbildung des grünen Blatts haben beide mit den Tatsachen überhaupt nichts zu tun.
Die Schweizer haben das längst erkannt, da ist es verboten, diese Süsse "natürlich" zu nennen. Die Anpreisungen mit natürlicher Süsse, natürlich gesüsst, natürlich gesüsst mit Stevia-Extrakt, mit natürlichen Zutaten gesüsst, gesüsst mit dem Naturprodukt Stevia, natürlicher Süssstoff, natürliches Süssungsmittel etc werden von den entscheidenden Organen als "täuschend" angesehen. (Seite 4,Informationsschreiben BLV) . Und Österreich sieht das genau so. (Ebenfalls Seite 4, Österreichisches Ministerium für Gesundheit)
Und in Deutschland? Wie sieht man es da?
Zitat: 3. Täuschung des Verbraucher Eine Bezeichnung von Steviolglykoside speziell auch Rebaudioside A als ein Bio-Produkt ist nicht nur eine Täuschung des Verbrauchers, sondern eine gezielte Irreführung. (Seite 3)
Und so ist es auch. Das Endprodukt hat bei dem Herstellungsprozess, den Stevia durchläuft, bis es dann als E960 überhaupt erst in der EU vertrieben werden darf erzeugt etwas, das am Ende mit dem grünen Blatt aber auch überhaupt gar nichts mehr zu tun hat.
NULL! (Seite 1, Beschreibung des Herstellungsprozesses)
Schade. Jetzt darf das also nicht draufstehen.
Na, dann macht man es halt anders. Man macht die Flasche grün, nennt sie life, und wirbt mit Bildern von Stevia-Plantagen in Kenia, und zeigt, wie schön das Leben der Kenianer heute ist, seit die das Stevia anbauen dürfen.
Sorry. Das ist BULLSHIT.
Und die Leute glauben das immer noch... Stevia und natürlich...
Reden wir mal über die Tatsachen, die überhaupt erst für eine Zulassung von Steviaglykosiden E960 bei uns geführt haben.
Zuerst gab es eine Freigabe der amerikanischen FDA, die den Extrakt als GRAS, (generally regarded as safe) als sicher eingestuft hat. Das braucht man jetzt aber nicht wirklich ernst nehmen, denn das sind die gleichen, die Glyphosat als sicher eingestuft haben nach einer "Langzeitstudie" von 90 Tagen, die der Anmelder denen zugeschickt hat.
Blöd nur, dass das jetzt aktuell als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wird.
Aber weiter.
Die EFSA hat den Stoff dann zugelassen, wohl basierend auf der FDA-Einschätzung plus einer Studie, die der Anmelder... ... ... ... ....
Blöd nur, dass sie in einer späteren Revision dann doch vor einer Überdosierung warnen mussten. Grundlage ist ein ADI von 4mg/kg Körpergewicht, und der ADI ist deshalb zu kritisieren, weil er immer nur einen Stoff in einem Produkt anschaut, nie aber Wechselwirkungen in Betracht zieht. (EFSA-Papier, englisch)
Ich wage jetzt mal die Meinungsäusserung, dass wir eines Tages von den Langzeitwirkungen eingeholt werden, die mit einem regelmässigen Verzehr zu tun haben.
Eigentlich wollte ich mich aus diesem Cola Life - Ding total raushalten, bis ich über diese journalistische Meisterleistung gestolpert bin, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Tut mir leid, ich KANN nicht anders, als das zu kommentieren.
Denn das kann man so verblödend einfach nicht stehen lassen...
Die 5 dort genannten Fakten, darunter jeweils mein Kommentar dazu...
1. Coca-Cola Life gibt es seit 2013
Neeein, Sie haben nichts verpasst! Die neue Coca-Cola Life gibt es bei uns in Deutschland ab dem 4. Mai überall zu kaufen. In Argentinen und Chile hatte die neue Sorte allerdings schon im Sommer 2013 ihren ersten Auftritt. Im September 2014 legten Großbritannien und Schweden nach. Jetzt sind auch wir dran.
2. Sie hat deutlich weniger Kalorien
Wir vergleichen: Ein 200 ml Glas der klassischen Coca-Cola enthält 84 kcal. Die gleiche Menge der neuen Coca-Cola Life enthält hingegen nur 54 kcal. Schont also unsere Hüften...
Claudia, Du alte Stilblüte, ich sage Dir das nur ungern, die Anzahl der Kalorien hat leider absolut KEINEN Einfluss darauf, ob die Hüften geschont werden. Massgeblich ist, was das Getränk mit Deinem Insulinspiegel macht, und da hauen die 28 Zuckerwürfel voll rein. Und falls sich Dein Körper gerade davon erholt hat, kommen die Steviaglykoside obendrauf, denn die, Schätzeken sind fürs Abnehmen ebenso ungeeignet, denn die haben den gleichen Einfluss auf den Insulinspiegel: Ebenfalls rauf!
Die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit einem einzigen Glas von diesem Produkt zunimmst ist kaum geringer als beim Verzehr einer kompletten Tafel Schokolade.
Wo schont das also die Hüften? Wo?!
Bei der Gelegenheit... Wer hat Dir eigentlich die 200ml vorgegeben?
Also wenn ich mich so umschaue, dann fasst ein normales Glas, das die Menschen so typisch verwenden - 330ml.
Harte Fakten zur neuen Coca Cola Life
Warum Dein erster Kuss vielleicht besser nichts damit zu tun hat...
Wer mit mir in den 80er Jahren jung war, der wird sich noch an die schönste Fernsehwerbung aller Zeiten erinnern. Verliebt, das erste Mal. In love, for the very first time. Wer in den Erinnerungen schwelgen will, das sind ein paar Ausschnitte aus dem Spot - und es war das erste Mal, an das ich erinnere, dass aus einem Hintergrundlied eine Musikkarriere begann. Robin Becks Lied war ein Hit.
Hach verdammt. Hattet Ihr auch das Glück, dass Eure erste Liebe mit so viel Reinheit und Unschuld begann, wie man sie in diesem Spot sieht? Packt der Euch auch? Die Chancen stehen gut, es sind schöne Bilder, und soweit ich zurück erinnere war das meines Wissens nach auch der erfolgreichste Coca Cola Spot überhaupt...
Heute, 35 Jahre später ist nicht mehr viel von dieser Unschuld geblieben.
Coca Cola steckt in einer Krise, es muss dringend ein neues Produkt her.
Und dieses wird neu beworben, und wie wichtig es zu sein scheint, dass dieses Produkt erfolgreich wird, das sieht man an dem Umstand, dass der neue Werbespot, an dem man momentan im TV kaum vorbei kommt eine unglaubliche Nähe zu dem damaligen Erfolg hat.
Coca Cola Life, jetzt mit weniger Zucker und der "natürlichen" Süsse der Stevia aus Stevia-Extrakt*. Diese Aussage hat jetzt ein paar Probleme, auf die ich gleich zu sprechen komme.
Hachz. Wie sehr wünschte ich mir manchmal diese wunderbare Unschuld des ersten Kusses zurück. Ganz so wie aus dem Film... Doch leider bin ich so viele Jahre später nicht mehr naiv genug, um diese Unschuld mit etwas zu verknüpfen, das gar nicht so unschuldig daher kommt, wie wir das glauben sollen...
Aber der Reihe nach...
WENIGER ZUCKER.
Stimmt. Aber immer noch 28 (1 Würfelzucker: 2,4gr) auf den Liter, das sind bedauerlicherweise über 18 Würfel mehr, als die WHO als TAGESBEDARF für einen Erwachsenen empfiehlt. Was für ein "Gewinn", diese Reduzierung.
NATÜRLICHE SÜSSE
Sowohl das grün der Flasche als die im Zusammenhang mit Stevia überstrapazierte Abbildung des grünen Blatts haben beide mit den Tatsachen überhaupt nichts zu tun.
Die Schweizer haben das längst erkannt, da ist es verboten, diese Süsse "natürlich" zu nennen. Die Anpreisungen mit natürlicher Süsse, natürlich gesüsst, natürlich gesüsst mit Stevia-Extrakt, mit natürlichen Zutaten gesüsst, gesüsst mit dem Naturprodukt Stevia, natürlicher Süssstoff, natürliches Süssungsmittel etc werden von den entscheidenden Organen als "täuschend" angesehen. (Seite 4,Informationsschreiben BLV) . Und Österreich sieht das genau so. (Ebenfalls Seite 4, Österreichisches Ministerium für Gesundheit)
Und in Deutschland? Wie sieht man es da?
Zitat: 3. Täuschung des Verbraucher Eine Bezeichnung von Steviolglykoside speziell auch Rebaudioside A als ein Bio-Produkt ist nicht nur eine Täuschung des Verbrauchers, sondern eine gezielte Irreführung. (Seite 3)
Und so ist es auch. Das Endprodukt hat bei dem Herstellungsprozess, den Stevia durchläuft, bis es dann als E960 überhaupt erst in der EU vertrieben werden darf erzeugt etwas, das am Ende mit dem grünen Blatt aber auch überhaupt gar nichts mehr zu tun hat.
NULL! (Seite 1, Beschreibung des Herstellungsprozesses)
Schade. Jetzt darf das also nicht draufstehen.
Na, dann macht man es halt anders. Man macht die Flasche grün, nennt sie life, und wirbt mit Bildern von Stevia-Plantagen in Kenia, und zeigt, wie schön das Leben der Kenianer heute ist, seit die das Stevia anbauen dürfen.
Sorry. Das ist BULLSHIT.
Und die Leute glauben das immer noch... Stevia und natürlich...
Reden wir mal über die Tatsachen, die überhaupt erst für eine Zulassung von Steviaglykosiden E960 bei uns geführt haben.
Zuerst gab es eine Freigabe der amerikanischen FDA, die den Extrakt als GRAS, (generally regarded as safe) als sicher eingestuft hat. Das braucht man jetzt aber nicht wirklich ernst nehmen, denn das sind die gleichen, die Glyphosat als sicher eingestuft haben nach einer "Langzeitstudie" von 90 Tagen, die der Anmelder denen zugeschickt hat.
Blöd nur, dass das jetzt aktuell als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wird.
Aber weiter.
Die EFSA hat den Stoff dann zugelassen, wohl basierend auf der FDA-Einschätzung plus einer Studie, die der Anmelder... ... ... ... ....
Blöd nur, dass sie in einer späteren Revision dann doch vor einer Überdosierung warnen mussten. Grundlage ist ein ADI von 4mg/kg Körpergewicht, und der ADI ist deshalb zu kritisieren, weil er immer nur einen Stoff in einem Produkt anschaut, nie aber Wechselwirkungen in Betracht zieht. (EFSA-Papier, englisch)
Ich wage jetzt mal die Meinungsäusserung, dass wir eines Tages von den Langzeitwirkungen eingeholt werden, die mit einem regelmässigen Verzehr zu tun haben.
Eigentlich wollte ich mich aus diesem Cola Life - Ding total raushalten, bis ich über diese journalistische Meisterleistung gestolpert bin, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Tut mir leid, ich KANN nicht anders, als das zu kommentieren.
Denn das kann man so verblödend einfach nicht stehen lassen...
Die 5 dort genannten Fakten, darunter jeweils mein Kommentar dazu...
1. Coca-Cola Life gibt es seit 2013
Neeein, Sie haben nichts verpasst! Die neue Coca-Cola Life gibt es bei uns in Deutschland ab dem 4. Mai überall zu kaufen. In Argentinen und Chile hatte die neue Sorte allerdings schon im Sommer 2013 ihren ersten Auftritt. Im September 2014 legten Großbritannien und Schweden nach. Jetzt sind auch wir dran.
Oh wie schön, ist das ein Qualitätsmerkmal, dass man das erst mal weit weg von der Heimat getestet hat um zu sehen, was mit dem Produkt passiert? Könnte es nicht sein, dass das andere Gründe hat? Aber ja, hurra, wir sind endlich dran. Vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes.
2. Sie hat deutlich weniger Kalorien
Wir vergleichen: Ein 200 ml Glas der klassischen Coca-Cola enthält 84 kcal. Die gleiche Menge der neuen Coca-Cola Life enthält hingegen nur 54 kcal. Schont also unsere Hüften...
Claudia, Du alte Stilblüte, ich sage Dir das nur ungern, die Anzahl der Kalorien hat leider absolut KEINEN Einfluss darauf, ob die Hüften geschont werden. Massgeblich ist, was das Getränk mit Deinem Insulinspiegel macht, und da hauen die 28 Zuckerwürfel voll rein. Und falls sich Dein Körper gerade davon erholt hat, kommen die Steviaglykoside obendrauf, denn die, Schätzeken sind fürs Abnehmen ebenso ungeeignet, denn die haben den gleichen Einfluss auf den Insulinspiegel: Ebenfalls rauf!
Die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit einem einzigen Glas von diesem Produkt zunimmst ist kaum geringer als beim Verzehr einer kompletten Tafel Schokolade.
Wo schont das also die Hüften? Wo?!
Bei der Gelegenheit... Wer hat Dir eigentlich die 200ml vorgegeben?
Also wenn ich mich so umschaue, dann fasst ein normales Glas, das die Menschen so typisch verwenden - 330ml.
3. Sie hat deutlich weniger Zucker
Auch beim Zuckergehalt gibt es einen Unterschied. Während 100 ml Coca-Cola 10,6 g Zucker enthalten, sind es bei 100 ml Coca-Cola Life 6,7 g.
Auch beim Zuckergehalt gibt es einen Unterschied. Während 100 ml Coca-Cola 10,6 g Zucker enthalten, sind es bei 100 ml Coca-Cola Life 6,7 g.
Ausgehend von dem gleichen Glas wie oben mit den 0,33 sind wir dann über 18, und damit haben wir mit EINEM GLAS Cola Life bereits unser Tagessoll an Zucker erreicht. Gratuliere. Heisst: Das zweite Glas morgen, und heute nichts anderes an Süss mehr.
Nicht mal Obst. Aber halt deutlich weniger Zucker. Nuja. Deutlich ist subjektiv.
Nicht mal Obst. Aber halt deutlich weniger Zucker. Nuja. Deutlich ist subjektiv.
4. Da steckt Stevia drin
Neben den natürlichen Aromen (die sind übrigens in allen Sorten enthalten), steckt in der neuen Coke Life auch Stevia-Extrakt. Die zum Süßen verwendeten Steviolglycoside werden aus der Stevia-Pflanze gewonnen, die ursprünglich aus Paraguay stammt und zur Familie der Kamille und Chrysantheme gehört. Seit über 200 Jahren wird sie in Südamerika zum Süßen verwendet – ihre Süßkraft ist 200- bis 350-mal höher als Zucker und kalorienfrei.
Jetzt mal ehrlich, Claudia. Wer hat Dir das ins Heft diktiert? Zuerst die natürlichen Aromen nennen (die übrigens WIE hergestellt werden? ;) ) Das komplette Werbearsenal mit der ursprünglichen Herkunft, Kamille und Chrysantheme genannt, und dann noch den Unsinn mit den 200 Jahren Paraguay. NEIN! E960 gibt es seit dem 2. Dezember 2011 und es hat NULLKOMMAGARNICHTS mehr mit der 200 Jahre alten Tradition in Paraguay zu tun.
Neben den natürlichen Aromen (die sind übrigens in allen Sorten enthalten), steckt in der neuen Coke Life auch Stevia-Extrakt. Die zum Süßen verwendeten Steviolglycoside werden aus der Stevia-Pflanze gewonnen, die ursprünglich aus Paraguay stammt und zur Familie der Kamille und Chrysantheme gehört. Seit über 200 Jahren wird sie in Südamerika zum Süßen verwendet – ihre Süßkraft ist 200- bis 350-mal höher als Zucker und kalorienfrei.
Jetzt mal ehrlich, Claudia. Wer hat Dir das ins Heft diktiert? Zuerst die natürlichen Aromen nennen (die übrigens WIE hergestellt werden? ;) ) Das komplette Werbearsenal mit der ursprünglichen Herkunft, Kamille und Chrysantheme genannt, und dann noch den Unsinn mit den 200 Jahren Paraguay. NEIN! E960 gibt es seit dem 2. Dezember 2011 und es hat NULLKOMMAGARNICHTS mehr mit der 200 Jahre alten Tradition in Paraguay zu tun.
Hast Du das selbst geschrieben? Hast Du? Ehrlich?!? Hattet Ihr schon eine bezahlte Anzeige zu Cola Life in Eurem Magazin? Kommt noch eine?
5. Neue Verpackung
Erstmals wird es neben Mehrweg-Pfandflaschen auch Einwegpfand-Verpackungen geben, die zu 100 Prozent aus Recycling PET bestehen – dafür gibt es einen grünen Daumen nach oben!
Erstmals wird es neben Mehrweg-Pfandflaschen auch Einwegpfand-Verpackungen geben, die zu 100 Prozent aus Recycling PET bestehen – dafür gibt es einen grünen Daumen nach oben!
Wer einen grünen Daumen für PET-Flaschen verteilt, der hat verpasst, wie lange das Zeug auf unserer Erde verweilt. Das als zusätzliches Argument für die grüne Cola zu verwenden ist... Naja. Was ist mit den Dosen? Sind die nur in der Werbung abgebildet? Wieso kein Glas? Selbst das Recyceln kostet.... Energie?!
Aber ehrlich - die Verpackung ist mir fast schon egal, bei dem, was sie umschliesst...
Der Steviaextrakt entsteht übrigens anscheinend mit hochgiftiger Chemie wie Aluminiumsalzen. Die grüne Pflanze selbst schmeckt mir nicht metallisch, das weisse Pulver schon. Und verschiedene Menschen, die die Cola Life probiert haben berichten mir unabhängig voneinander, dass sie den gleichen künstlichen Geschmack gefühlt haben wie er der Cola Light und der Cola Zero zu eigen ist.
Fazit
Ich frage mich ja, was das ist, dass diese grossen Firmen allesamt so ein grosses Verständnisproblem damit haben, dass es nicht reicht, sich in ein grünes Gewand zu hüllen und nichts nachhaltig an den Inhalten zu verändern.
Für mich ist hier eine Mogelpackung einer ganz neuen Qualität auf dem Markt angekommen, die keine wirklichen Vorteile hat, sondern genau die gleichen Nachteile, wie das ursprüngliche Produkt. Und die nach meinem Empfinden an Frechheit im Unterschied zwischen dem, was es vorgibt zu sein und was es ist eigentlich bisher selten übertroffen war.
Ich weiss nicht genau, was ich uns jetzt wünschen sollte.
Der erste Impuls war, dass dieses Produkt so schnell wie möglich vom Markt verschwinden kann, da es weder einen erkennbaren Nutzen hat noch dazu geeignet ist, unsere Übergewichtsepidemie einzudämmen. Das gilt für alle damit verbundenen Krankheiten ebenso.
Würde es angenommen, dann wäre das meiner Meinung nach ein vollkommen falsches Signal an die Industrie, welches da heisst:
Würde es angenommen, dann wäre das meiner Meinung nach ein vollkommen falsches Signal an die Industrie, welches da heisst:
"Ja, bitte verarscht uns weiter, wir wollen das so!"
Der zweite Impuls ist: Nein, eigentlich sollte es bleiben.
Denn ein besseres Argument gegenüber jenen die behaupten, wir brauchen niemanden, der Verbraucher vor diesen Mogelpackungen schützt - gibt es eigentlich nicht.
Und das will ich Euch nicht vorenthalten.
Der zweite Riese steht schon in den Startlöchern. Halleluja!
Die sind dann genauso "True" wie Life in "Life" ist....
Denn ein besseres Argument gegenüber jenen die behaupten, wir brauchen niemanden, der Verbraucher vor diesen Mogelpackungen schützt - gibt es eigentlich nicht.
Und das will ich Euch nicht vorenthalten.
Der zweite Riese steht schon in den Startlöchern. Halleluja!
Die sind dann genauso "True" wie Life in "Life" ist....
Irgendwie tut es mir tatsächlich in der Seele weh...
Ich meine, dass man in der Werbebotschaft einen so wunderbaren, unschuldigen Moment wie den ersten Kuss her nimmt, um so ein wenig unschuldiges Produkt zu bewerben..
Ich glaube fast: Wären alle unsere ersten Küsse auch nur annähernd eine solche Mogelpackung, dann wären wir vermutlich als Menschheit vor lauter Enttäuschung auf dem besten Weg, auszusterben.
Bis später.
Weiterführende Links:
Coca Cola Life im Focus
Coca Cola Life im Focus
Dienstag, 12. Mai 2015
Die hohe Kunst des Selbstbeschisses
DENKK-FUTTER
Die hohe Kunst des Selbstbeschisses
... wie man den Kampf im Innern gewinnen kann
So unterschiedlich wir Menschen insgesamt sind, es gibt da diese Gemeinsamkeiten, die uns alle irgendwie verbinden.
Wir haben das alle in unserem Leben ganz sicher schon erlebt.
Manchmal wollen wir etwas erreichen oder etwas haben, und dann kommt es anders, weil uns irgendetwas hindert.
Ich möchte heute einmal ein bisschen darüber schreiben, was da passiert und wie man - wenn man begriffen hat, was da vonstatten geht, ein bisschen besser damit umgehen kann...
Goethe hat es in Faust schon beschrieben, als er notierte:
" Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.
(Faust I, Vers 1112 1117) "
Und so ist es auch. Da ist die eine Seite in uns, die uns Streben lässt - zu den hohen Gefilden, die uns antreibt, die uns vorwärts kommen lässt. Quasi der Pionier in uns.
Auf der andere Seite klammert sich da etwas in uns an das Gewohnte, das Bekannte, das Erforschte. Das ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Es wiegt uns in Sicherheit, lässt uns nicht forsch oder unbedacht ins Unglück rennen, hält uns am Boden.
Bezogen auf den Titel Selbstbeschiss hat das wiederum ganz eigene Dynamiken.
DER EINFLUSS VON GRÜN UND ROT AUF ENTSCHEIDUNGEN
Wenn es z.B. um die Entscheidung geht, ob wir etwas gegen unser Übergewicht unternehmen wollen, dann können wir dem grünen Kreis nachgeben und uns in das erwiesenermassen erfolgreiche Konzept wagen.
Aber da ist der rote Kreis in uns, die 1000 Dinge, die wir erlebt und gehört haben, wie man es möglicherweise schneller besser, effizienter erreichen kann, was der grüne Kreis von uns will. Leider füttern den roten Kreis auch eine ganze Menge an Mythen und Fehlinformationen. Und dann ist da noch etwas sehr, sehr starkes.
Wir begeben uns in komplettes Neuland, von dem wir keine Ahnung haben, wo uns das hin führt und was wir dann dort vorfinden, wenn wir unser Ziel womöglich tatsächlich erreicht haben. Das äussert sich dann oft in den Fragen wie "Was mache ich, wenn ich mein Ziel und die Haltenphase erreicht habe, was ist dann?" - Die oft gestellt wird, bevor man überhaupt angefangen hat.
CHAMPIONS LEAGE ODER KREISLIGA?
Keine Frage: Der erfolgreichere ist immer der, der seinem grünen Kreis mehr Raum gibt als seinem roten. Ob das ein erfolgreicher Unternehmer ist, der mit einer kleinen Erfindung die Welt erobert hat - er hatte den grünen Mut, loszulegen. Ob das ein Sportler wie ein Profifussballer ist, der in den Kopfball geht, auch wenn ihm klar ist, dass das schmerzhaft werden kann.
Hier ist der Unterschied, ob man in der Champions Leage spielt oder in der Kreisliga.
Das soll jetzt aber nicht missverstanden werden denn der rote Kreis hat durchaus seine Berechtigung. Wer meint, dass ein Stuntman keinen roten Kreis hat, der sollte einmal aufmerksam zusehen, wie intensiv er Zeit in Planung und Vorbereitung steckt... Nur Grün ist unklug.
DER STARKE ANTRIEB ZUM SELBSTBESCHISS
Je mehr wir aber unserem roten Kreis an Gewicht verleihen, um so grösser wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir beginnen, und selbst zu bescheissen.
Wir finden 1000 Ausreden, warum wir uns lieber in unserem sicheren, bekannten Terrain bewegen statt Neuland aufzusuchen, wir suchen instinktiv nach Gründen, warum es jetzt noch nicht so weit sei und dass wir auf dies oder das ja sowieso nicht verzichten können.
Den Milchkaffee sein lassen, den ich seit zig Jahren jeden Morgen und mehrmals täglich?! Neeee.... Das ist nichts für mich. Möööp. Rot... In Vollendung. Das Gewohnte ist stärker.
Aber tief im Innern ist uns klar, dass uns das Übergewicht nicht gut tut. Wir sind ausser Atem, wir werden in der Fussgängerzone mit mitleidigen Blicken bedacht, vielleicht sagt uns sogar der Arzt, dass wir uns gerade eine gehörige Menge an Lebenszeit nehmen, wenn wir auf diesem Weg weiter machen.
KRIEG ICH EH NICHT ZU 100% HIN, DESHALB...
Eine besondere Ausprägung hier ist noch der Perfektionismus.
Wenn uns klar wird, dass wir das nicht perfekt gestalten können, dann lassen wir es doch lieber gleich sein. Auch das ist eine Form von Selbstbetrug, wissen wir doch, dass wir mit weniger trotzdem besser da stünden als mit gar nichts. Charmanterweise sieht man das gelegentlich wenn jemand sich ein kleines Irgendwassüsses in den Mund geschoben hat um dann selbstgenervt festzustellen, dass es jetzt ja eh sowieso ganz egal sei (und der Rest der Knistertüte dann auch noch folgt...).
Warum das keine gute Idee ist, habe ich hier ja schon einmal hinreichend beschrieben.
ZIEL ERREICHT - WAS NUN?!
Und dann... ein besonderer Moment...
Die Gewichtskurve ging stetig nach unten, wir brauchen neue Kleider und bekommen Komplimente. Geile Zeit. Aber hier droht tatsächlich eine weit unterschätzte Gefahr.
Denn der rote Kreis stellt unbewusst in Frage, ob wir uns dort, wo wir neu sind überhaupt wohl fühlen... Ist dieses neue Ungewohnte wirklich das, was wir wollen?
Wir kennen uns hier doch gar nicht aus? Uhhh. Doch lieber wieder zurück zu dem, was wir Jahre kannten? Wo wir uns vielleicht nicht wohler, aber doch einfach sicherer gefühlt haben. Wenn wir uns in diesem Moment nicht klar und bewusst damit auseinandersetzen, was hier toller ist als vorher, wenn wir keine Strategien entwickeln, wie wir zum Beispiel mit den Komplimenten umgehen, die wir jetzt bekommen, dann ist es durchaus möglich, dass uns das Unterbewusstsein mit aller Macht wieder dahin zurück zieht, wo wir vorher waren.
Eine sehr häufige psychologische Ursache des Jojo in einem einzigen Textblock erklärt...
DIE LÖSUNG KÖNNTE HEISSEN: BEWUSST IN BALANCE LEBEN UND...
Ich glaube, wenn man die Balance finden will, bedeutet das, dass man diese uns allen gemeinsamen inneren Konflikte in vernünftiger Weise ganz bewusst in sich austrägt, ganz ohne sich selbst zu bescheissen. Denn wenn es jemanden gibt, der einen ehrlichen Umgang ganz besonders verdient hat... wer wenn nicht wir selbst?!
Das kann bedeuten, dass wir einen Waffenstillstand zwischen unserem Rot und unserem Grün finden, dass uns klar wird, welche Farbe uns gerade antreibt und vor allem aber, dass wir unseren Blitz aus der oberen Grafik austauschen mit etwas ganz anderem, das so sehr viel wichtiger ist als Kampf, Krieg und Selbstbetrug - und der versöhnliche Link zwischen beiden sein kann, wenn nicht sein sollte:
Dem Streben nach Glücklichsein...
Bis später.
Die hohe Kunst des Selbstbeschisses
... wie man den Kampf im Innern gewinnen kann
So unterschiedlich wir Menschen insgesamt sind, es gibt da diese Gemeinsamkeiten, die uns alle irgendwie verbinden.
Wir haben das alle in unserem Leben ganz sicher schon erlebt.
Manchmal wollen wir etwas erreichen oder etwas haben, und dann kommt es anders, weil uns irgendetwas hindert.
Ich möchte heute einmal ein bisschen darüber schreiben, was da passiert und wie man - wenn man begriffen hat, was da vonstatten geht, ein bisschen besser damit umgehen kann...
Goethe hat es in Faust schon beschrieben, als er notierte:
" Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.
(Faust I, Vers 1112 1117) "
Und so ist es auch. Da ist die eine Seite in uns, die uns Streben lässt - zu den hohen Gefilden, die uns antreibt, die uns vorwärts kommen lässt. Quasi der Pionier in uns.
Auf der andere Seite klammert sich da etwas in uns an das Gewohnte, das Bekannte, das Erforschte. Das ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Es wiegt uns in Sicherheit, lässt uns nicht forsch oder unbedacht ins Unglück rennen, hält uns am Boden.
Diesen Kampf tragen wir täglich in uns aus, bei jeder Entscheidung, sei es der Kauf von etwas, der Start in eine Beziehung, den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt.
Und je einschneidender die möglichen Folgen der Entscheidung sind, um so intensiver führen wir diesen Kampf.
Nun sind die beiden Kreise in der obigen Grafik idealerweise gleich gross dargestellt. Und tatsächlich ist das auch das, was man als die innere Balance bezeichnen könnte.
Aber ehrlich gesagt bildet das kaum unsere individuelle Persönlichkeit zuverlässig ab.
Aber ehrlich gesagt bildet das kaum unsere individuelle Persönlichkeit zuverlässig ab.
PIONIERE UND HOPPELHASEN
Während der eine die Herausforderung nicht scheut und dessen grüner Kreis dementsprechend von Natur aus grösser ist, haben den anderen vielleicht die Lebenserfahrungen zu einem eher misstrauischen, zweifelnden ängstlichen und sicherheitsbedürftigen Menschen werden lassen.
Um das klar zu sagen: Beides ist in Ordnung. Niemand muss sich für das entschuldigen, was das Leben aus ihm gemacht hat. Aber ich denke es ist gut, wenn man sich bewusst macht, ob man tendenziell eher auf der grünen oder der roten Seite des Lebens steht.
Denn natürlich hat das einen sehr grossen Einfluss auf unser Leben und auf unser Handeln.
Nebenbei bemerkt sollte man das auch im Umgang mit anderen Menschen verstehen, denn wenn ein grüner auf einen roten stösst, dann hat das seine eigene Dynamik, die oft darin endet dass der grüne ungeduldig und wütend ist während sich der rote hilflos und missverstanden fühlend zurück zieht.
Diese Dynamik sehen wir sehr oft in unserer Facebook-Gruppe, achtet da mal drauf...
Und vielleicht entwickeln die "Ehergrünen" ein bisschen ein Verständnis für die "Eherroten" und umgekehrt. Das würde mich sehr(!) freuen...
DER EINFLUSS VON GRÜN UND ROT AUF ENTSCHEIDUNGEN
Wenn es z.B. um die Entscheidung geht, ob wir etwas gegen unser Übergewicht unternehmen wollen, dann können wir dem grünen Kreis nachgeben und uns in das erwiesenermassen erfolgreiche Konzept wagen.
Aber da ist der rote Kreis in uns, die 1000 Dinge, die wir erlebt und gehört haben, wie man es möglicherweise schneller besser, effizienter erreichen kann, was der grüne Kreis von uns will. Leider füttern den roten Kreis auch eine ganze Menge an Mythen und Fehlinformationen. Und dann ist da noch etwas sehr, sehr starkes.
Wir begeben uns in komplettes Neuland, von dem wir keine Ahnung haben, wo uns das hin führt und was wir dann dort vorfinden, wenn wir unser Ziel womöglich tatsächlich erreicht haben. Das äussert sich dann oft in den Fragen wie "Was mache ich, wenn ich mein Ziel und die Haltenphase erreicht habe, was ist dann?" - Die oft gestellt wird, bevor man überhaupt angefangen hat.
CHAMPIONS LEAGE ODER KREISLIGA?
Keine Frage: Der erfolgreichere ist immer der, der seinem grünen Kreis mehr Raum gibt als seinem roten. Ob das ein erfolgreicher Unternehmer ist, der mit einer kleinen Erfindung die Welt erobert hat - er hatte den grünen Mut, loszulegen. Ob das ein Sportler wie ein Profifussballer ist, der in den Kopfball geht, auch wenn ihm klar ist, dass das schmerzhaft werden kann.
Hier ist der Unterschied, ob man in der Champions Leage spielt oder in der Kreisliga.
Das soll jetzt aber nicht missverstanden werden denn der rote Kreis hat durchaus seine Berechtigung. Wer meint, dass ein Stuntman keinen roten Kreis hat, der sollte einmal aufmerksam zusehen, wie intensiv er Zeit in Planung und Vorbereitung steckt... Nur Grün ist unklug.
DER STARKE ANTRIEB ZUM SELBSTBESCHISS
Je mehr wir aber unserem roten Kreis an Gewicht verleihen, um so grösser wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir beginnen, und selbst zu bescheissen.
Wir finden 1000 Ausreden, warum wir uns lieber in unserem sicheren, bekannten Terrain bewegen statt Neuland aufzusuchen, wir suchen instinktiv nach Gründen, warum es jetzt noch nicht so weit sei und dass wir auf dies oder das ja sowieso nicht verzichten können.
Den Milchkaffee sein lassen, den ich seit zig Jahren jeden Morgen und mehrmals täglich?! Neeee.... Das ist nichts für mich. Möööp. Rot... In Vollendung. Das Gewohnte ist stärker.
Aber tief im Innern ist uns klar, dass uns das Übergewicht nicht gut tut. Wir sind ausser Atem, wir werden in der Fussgängerzone mit mitleidigen Blicken bedacht, vielleicht sagt uns sogar der Arzt, dass wir uns gerade eine gehörige Menge an Lebenszeit nehmen, wenn wir auf diesem Weg weiter machen.
KRIEG ICH EH NICHT ZU 100% HIN, DESHALB...
Eine besondere Ausprägung hier ist noch der Perfektionismus.
Wenn uns klar wird, dass wir das nicht perfekt gestalten können, dann lassen wir es doch lieber gleich sein. Auch das ist eine Form von Selbstbetrug, wissen wir doch, dass wir mit weniger trotzdem besser da stünden als mit gar nichts. Charmanterweise sieht man das gelegentlich wenn jemand sich ein kleines Irgendwassüsses in den Mund geschoben hat um dann selbstgenervt festzustellen, dass es jetzt ja eh sowieso ganz egal sei (und der Rest der Knistertüte dann auch noch folgt...).
Warum das keine gute Idee ist, habe ich hier ja schon einmal hinreichend beschrieben.
ZIEL ERREICHT - WAS NUN?!
Und dann... ein besonderer Moment...
Die Gewichtskurve ging stetig nach unten, wir brauchen neue Kleider und bekommen Komplimente. Geile Zeit. Aber hier droht tatsächlich eine weit unterschätzte Gefahr.
Denn der rote Kreis stellt unbewusst in Frage, ob wir uns dort, wo wir neu sind überhaupt wohl fühlen... Ist dieses neue Ungewohnte wirklich das, was wir wollen?
Wir kennen uns hier doch gar nicht aus? Uhhh. Doch lieber wieder zurück zu dem, was wir Jahre kannten? Wo wir uns vielleicht nicht wohler, aber doch einfach sicherer gefühlt haben. Wenn wir uns in diesem Moment nicht klar und bewusst damit auseinandersetzen, was hier toller ist als vorher, wenn wir keine Strategien entwickeln, wie wir zum Beispiel mit den Komplimenten umgehen, die wir jetzt bekommen, dann ist es durchaus möglich, dass uns das Unterbewusstsein mit aller Macht wieder dahin zurück zieht, wo wir vorher waren.
Eine sehr häufige psychologische Ursache des Jojo in einem einzigen Textblock erklärt...
DIE LÖSUNG KÖNNTE HEISSEN: BEWUSST IN BALANCE LEBEN UND...
Ich glaube, wenn man die Balance finden will, bedeutet das, dass man diese uns allen gemeinsamen inneren Konflikte in vernünftiger Weise ganz bewusst in sich austrägt, ganz ohne sich selbst zu bescheissen. Denn wenn es jemanden gibt, der einen ehrlichen Umgang ganz besonders verdient hat... wer wenn nicht wir selbst?!
Das kann bedeuten, dass wir einen Waffenstillstand zwischen unserem Rot und unserem Grün finden, dass uns klar wird, welche Farbe uns gerade antreibt und vor allem aber, dass wir unseren Blitz aus der oberen Grafik austauschen mit etwas ganz anderem, das so sehr viel wichtiger ist als Kampf, Krieg und Selbstbetrug - und der versöhnliche Link zwischen beiden sein kann, wenn nicht sein sollte:
Dem Streben nach Glücklichsein...
Bis später.
Donnerstag, 7. Mai 2015
FilmKKritik: Was uns wirklich nährt - rbb
KKommentar
Sendung: "Was uns wirklich nährt" - rbb
Ein paar ergänzende Bemerkungen zu einem relativ guten Filmbeitrag
Gestern hatte jemand einen Filmbeitrag in die Gruppe gepostet, den ich heute angeschaut habe. Zu betrachten ist er derzeit in der Mediathek der ARD unter dem folgenden Link.
Sendung: "Was uns wirklich nährt" - rbb
Ein paar ergänzende Bemerkungen zu einem relativ guten Filmbeitrag
Gestern hatte jemand einen Filmbeitrag in die Gruppe gepostet, den ich heute angeschaut habe. Zu betrachten ist er derzeit in der Mediathek der ARD unter dem folgenden Link.
Mein Fazit ist: Wenn er insofern funktioniert, dass die Zuschauer ein bisschen verstehen lernen, mehr auf die Ernährung zu achten, finde ich ihn ganz gut.
Kritikpunkte und Ergänzungen habe ich ein paar, aber das kann man den Machern nicht vorwerfen. Da ist einfach noch ein Weg zu gehen.
Gleich zu Anfang wird die Aussage gemacht:
"Ein runder Bauch begünstigt Diabetes" - ich glaube, diese Betrachtungsweise sollte dringend dahingehend geändert werden:
"Diabetes und der runde Bauch haben die gleichen Ursachen"
Der Mann in der Ayurveda-Klinik und seine Beschwerden sind leider heute überhaupt kein Einzelfall mehr, im Gegenteil, wir werden das immer häufiger erleben, sofern nicht massive Veränderungen am Bewusstsein der Verbraucher geschehen. Die Industrie wird das nicht richten. Aber schön zu sehen, dass er sich durch etwas Einfaches wie gesünder zu essen so gut erholt hat. Auch das ist hier bei uns ja schon sehr häufig zu beobachten gewesen.
Die wissenschaftliche Arbeit aus Kanada um die Minute 25 kenne ich sehr gut. Hier hätte ich mir noch gewünscht, dass deren Ergebnisse zu Zucker in Bezug auf die genau gegenteilige Wirkung zu den positiven Aspekten aus den genannten Gemüsekonzentraten auch gleich noch erwähnt werden, denn da haben die eigentlich einen sehr guten Job gemacht. Zwar wird dann bei Minute 35 nochmal gesagt "Verzicht auf Kohlenhydrate positiv", aber den Zusammenhang erkennt daraus kaum einer. Schade.
Dass die Krebspatientin mehr Energie hat, das kennen wir auch. Schon allein deswegen kann man daraus kaum folgern, dass man vegan oder vegetarisch leben muss, um das zu erreichen.
Hier glaube ich vielmehr, dass wir einfach nur die gleichen schädlichen Dinge weglassen, die das erzeugen. Das ist aber nicht Fleisch.
Wobei man kaum bestreiten kann, dass Fleisch deshalb problematisch werden kann, weil wir die Tiere selbst nicht mehr anständig ernähren. Und sich das - zusammen mit aufgenommenen Giftstoffen wie Glyphosat - definitiv auf unser Wohlbefinden auswirken kann.
Ausgewogen und abwechslungsreich ernähren kann man sich jedoch offensichtlich besser, es sei denn, man will nur "bis in die Top 15 vorstossen", wie das später erwähnt wird.
Unterschreiben kann ich den Satz, dass sie ohne die Ernährungsumstellung vermutlich nicht mehr am Leben wäre. Das glaube ich auch.
Charmant im Bild eingefangen ist bei Minute 42 das wie ich finde typische Problem der Kommunikation zwischen Arzt und Patient.
"Sie kamen mit einem HbA1C der viel zu hoch war und Sie liegen jetzt im Normbereich" - Sehe nur ich, dass der Mann null versteht, was sie damit meint und sich damit zufrieden gibt, dass das wohl besser sei...?
Vermutlich brauchen wir doch mal so etwas wie ein Wörterbuch
"Arzt - deutsch, deutsch, Arzt". Gerade bei so einem Thema wie Gesundheit sollte es viel ernster genommen werden, wie wichtig es ist, dass man sich versteht. Da die Ärzte die Akademiker sind, bei denen man eine gewisse Intelligenz schon irgendwie voraussetzen sollte sehe ich da tatsächlich schon ein wenig die Verantwortung für eine Verbesserung der Kommunikation bei denen...
Die noch immer viel zu indifferente Betrachtung von Obst in diesem Beitrag hätte ich gerne ein bisschen anders gesehen, ich halte es für klüger, einen besonderen Wert auf Gemüse zu legen, da hier die Vorteile den Nachteilen klar überwiegen, die man sich damit "einkauft".
Endresümee:
Der Beitrag zeigt anhand ein paar Beispielen deutlich, wie wichtig und wirkungsvoll eine Ernährungsumstellung weg von den Industrieprodukten hin zur Natürlichkeit sein kann.
Ich würde mir aber wünschen, dass wir, die wir schon vieles davon ganz richtig machen auch ein wenig Energie darauf verwenden,
dass uns die Chance überhaupt erhalten bleibt, diese freie und vernünftige Entscheidung fürs "besser" zu treffen.
Denn sonst finden wir bei der gegenwärtigen Entwicklung eines Tages auch nur noch degeneriertes Gemüse in den Märkten.
Bei Fleisch ist das heute in gewissem Masse bereits leider schon der Fall....
Bis später.
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