Mittwoch, 5. August 2015

KK und Zero/Light-Getränke

Lebensmittelkunde
Warum Zero und Light nicht leichter machen

... aber sehr wahrscheinlich dick, krank und süchtig





Ich habe keine Erinnerung mehr, wie oft ich in den vergangenen Jahren gefragt worden bin, ob Cola light oder Cola Zero für eine Abnahme geeignet sei. 
Das geht sicher in die hunderte von Malen. 

Und auch unser QuickChecker ist mit unzähligen Schreibweisen dieses Stoffes malträtiert worden. Keine Frage: Das Interesse an diesen Getränken scheint riesig zu sein. 

Und riesig sind leider auch die Irrtümer bei der Wahrnehmung zur Harmlosigkeit dieser Produkte.

Was mir in der ganzen Zeit aber immer wieder besonders aufgefallen ist war, dass die Fans mit einer ungewöhnlichen Vehemenz darauf bestanden haben, Zero und Light auch weiter trinken zu wollen.

Je öfters das geschah, umso sicherer wurde ich, dass hier der Faktor Sucht eine grosse Rolle zu spielen scheint. 

Anders als bei der regulären Cola, die ja von Zucker nur so strotzt (43 Zuckerwürfel auf den Liter). Da war das absolut nachvollziehbar. Aber wieso die zuckerfreien Varianten auch?

Ich habe ein paar Male meinen Verdacht in der Facebook-Gruppe geäussert, wenn mal wieder jemand trotzig schrieb 
"Nein, auf meine Cola light kann ich auf gar keinen Fall verzichten". 

Aber bis dato war das nur ein Verdacht. 
Und eine Frage, die auf meiner To-Do-Liste sehr weit oben eine Antwort forderte.Die habe ich jetzt endlich gefunden.


Mein Irrweg zu Beginn: Scheitern erlaubt.

Nachdem ich bei meinen Recherchen relativ oft von Hilfsstoffen gelesen habe, die nicht extra ausgewiesen werden müssen war meine erste Vermutung lange Zeit, dass etwas beigemischt wird, das nicht auf dem Etikett steht. 

Denn keine einzige der Zutaten auf der Liste ist per se dafür bekannt, dass sie zu einem starken Suchtfaktor werden könnte. Es musste etwas anderes sein...

Ich sollte irren, denn tatsächlich stand des Rätsels Lösung die ganze Zeit ganz offen auf dem Etikett.

Es ist ein absolutes Lehrstück dafür, dass man die Dinge nicht einzeln, sondern viel öfters auch im Verbund betrachten muss. Ohnehin ein riesiger Fehler, dass das bei Lebensmitteln nicht getan wird, denn zum Beispiel bei den Tagesgrenzen für Zusatzstoffe werden Wechselwirkungen und Kombinationen überhaupt nicht berücksichtigt. 



Hier ist, warum manche nicht von Light und Zero lassen können:
Wie die Sucht entsteht






Während Koffein und Aspartam für sich alleine genommen jeweils einen relativ moderaten Anstieg des Dopamin-Spiegels zur Folge haben - was für sich alleine schon vereinzelt zu einer leichten Abhängigkeit führen könnte - verhalten sie sich in Kombination anscheinend anders: 


Hier kommt es zu einer kurzen sehr heftigen suchterzeugenden Hochstimmung, und zwar in einer sehr ähnlichen Weise, wie das bei einem Kokain-Rausch der Fall ist.
 
Die weitere Folge

Körpereigenes Glutamat wird ausgeschüttet und liefert sich einen Wettstreit mit dem Aspartat um die besten Plätze in der ersten Reihe. 

Beide sind bekannt als mächtige Excitotoxine, die die Neurorezeptoren sodann im Gehirn überstimulieren und dort Nervenzellen (Neuronen) beschädigen.

Jetzt wird Aspartam aber auch noch während der Verstoffwechselung unter anderem in Asparaginsäure zerlegt, die wiederum für einen Anstieg von Aspartat und Glutamat im Blutplasma sorgt. 

Der perfekte Kreislauf von Hochgefühl und Stimulanz. 
Sozusagen der multiple Hirn-Orgasmus. 

Ab und an kurz unterbrochen, bis zur nächsten Flasche Light oder Zero.

In kurzer Zusammenfassung und etwas einfacher für die Nichtdoktores gesagt:
Trinkt man eine Flasche Light oder Zero, stösst man einen Kreislauf an, der nicht nur süchtig macht, sondern auch - vor allem bei regelmässigem Gebrauch - Schäden im Gehirn verursacht.     


Oder noch einfacher: 
Beides zusammen macht kurz high und lange süchtig und obendrein einen dummen Kopf. 

Und wenn man jetzt noch die Parallele zieht zu dem, was aus regelmässiger Überdosierung von Zucker bekannt ist, dann erhöht man auch mit der zuckerfreien Variante die Wahrscheinlichkeit auf eine Depression um ein Vielfaches, wenn man sie nur regelmässig genug trinkt.


Der rosa Elefant
Wenn der Sucht-Schutz-Mechanismus einkickt




Vor meinem geistigen Auge sehe ich gerade die ersten Süssmitteljunkies kichern und sagen: "Jaaa klaaar. Kokain. So ein Schwachsinn. Ich fühl mich ganz normal, während ich das trinke und sehe keine rosa Elefanten... Ich schwör, Alter..." 

Abgesehen davon, dass man die auch mit Kokain kaum sehen wird ist das leider die falsche Herangehensweise. 

Mein Tipp: Sprecht mal mit einem Profi-Raucher.  
Die Tabakisten werden Euch berichten können, dass sie auch keine rosa Elefanten sehen. 
Obwohl der Mechanismus bei Nikotin sehr ähnlich ist. 

Je länger man süchtig ist und Zero, Light oder Zigaretten konsumiert, desto "stiller" läuft die Reaktion im Kopf ab. 

Die erste Zigarette hat alle noch schwindelig gemacht. 

Das passiert bei Vollprofi-Kippennucklern dann aber allenfalls noch, wenn sie eine längere Pause hinter sich haben - wie zum Beispiel nach einem langen Flug. 
Oder morgens, bei der ersten nach dem Aufstehen. 
Die ganz Hartgesottenen spüren auch das nicht mehr. 
Ich weiss da leider, wovon ich rede...
In Wahrheit ist es umgekehrt: 
Echte Profis aus beiden Lagern nehmen kein High mehr wahr, sondern nur ein ungutes Gefühl, das etwas fehlt. Und das lässt sie dann erneut zum Suchtstoff greifen. 

Das geschieht nicht um sich wohler zu fühlen, sondern um das ungute Gefühl loszuwerden.



Ich ahne schon, was als nächstes kommt: 
"Dann nehme ich eben die Light-Getränke ohne Koffein."
Nunja. Wozu?!



Warum Zero und Light nicht nur dümmer macht, 
sondern auch eine dumme Idee ist, wenn man abnehmen will:





Kurz gesagt: Süssstoffe machen dick.

Das mag jetzt alle wundern, die noch immer am Irrglauben festhalten, dass keine Kalorien auch nicht dick machen können. 
Das alleine macht den Kohl eben nicht fett. 
Platter Wortwitz, ich weiss. Aber wahr.  


Wer sich ernsthaft und ehrlich mit der Materie auseinander setzen will, muss immer betrachten, wie sich Zutaten im Körper auswirken, und hier ist zum Beispiel der Insulinspiegel eine wichtige Grösse. 

Und der steigt bei dem Süssstoffgemisch in sehr ähnlicher Weise, wie das auch der Zucker kann. Und macht deshalb dick. Später noch mehr dazu, im Detail.

Zusätzlich kommt hinzu, dass leider auch noch ein anderer Effekt eine Rolle spielt. 


Der Körper reagiert auf bestimmte Geschmacksrichtungen, in dem er sich für die zu erwartende Form der Verdauung ein paar Dinge in Magen und Hormonhaushalt schon mal zurechtrückt.  Denn Vorbereitung ist ja bekanntlich das halbe Leben...

Süss bedeutet für den Körper "da kommt hohe Energie aus schnell verdaulichen Kohlenhydraten", alle Werkzeuge um die auseinander zu nehmen und zu verarbeiten werden entsprechend dazu bereit gelegt. 

Aber von den eigentlich erwarteten Nährstoffen kommt: Null. 
Die Reaktion: Hunger. Appetit. Mehr. Gib schon. Los! HER DAMIT!
Und dann neigt man dazu, mehr zu essen, als man ohne das Fakesüss tun würde. 


Kopfsache - auch das noch:
Schliesslich mag noch beim einen oder anderen eine psychologische Komponente hinzukommen: Nämlich, dass man mit dem guten (falschen) Gefühl, beim Getränk ja schon Kalorien eingespart zu haben dann im Gegenzug woanders gerne zuschlagen kann. Das besonders gerne, wenn man Kalorien oder Punkte zählt...


Ob nun vielleicht nur einer der Gründe subjektiv zutreffend ist, oder eine Kombination davon und man lieber der Sucht frönt und das partout nicht glauben will:

In Versuchen wurde gezeigt, dass Probanden, die 2 Gläser Diätbrause pro Tag konsumiert haben fünf Mal so schnell am Bauchumfang zugelegt haben als die, die das nicht taten. 


Regelmässiger Konsum erhöhte das Risiko einer Zunahme erheblich - um 200%. 
Wohl einer der Gründe, warum Aspartam in der Schweinemast eingesetzt wird...



Warum Light oder Zero keinen Unterschied macht.

Cola Light kam als das Produkt für die Frauen auf den Markt, die auf ihre Linie achten wollten und an das falsche Versprechen glauben, dass null Kalorien gleichbedeutend mit null Zunahme sei.

Cola Zero folgte dann für die ganz starken Männer, die sich an Hubschraubern abseilen um die Prinzessin aus dem Wolkenkratzer zu retten und in eine bessere Zukunft zu führen. 
Und das ohne Zucker. Ohne Kalorien. Ohne Nährstoffe. Zero eben.






Man schmeckt den Unterschied tatsächlich, aber...

Auch wenn erst kürzlich in einem Versuch belegt wurde, dass die Probanden den Unterschied zwischen den beiden Produkten in erheblicher Anzahl tatsächlich erschmeckt haben, sind sie - was die Zutaten betrifft - nahezu identisch. 

Dass man das herausschmeckt hat wohl eher was mit der Sensorik, also dem Mundgefühl zu tun und einer leichten Verschiebung bei den Süssstoff-Mengen.

Aber ernährungstechnisch macht das keinen Unterschied, 

ob man zur einen oder anderen Flasche greift.




Noch immer nicht geheilt? 
Dann gehen wir doch einmal die Zutatenliste im Einzelnen durch.
Einige davon sind übrigens auch in der klassischen Zucker-Cola wiederzufinden, ganz nebenbei bemerkt...



... und warum das auch gesundheitlich eine miserable Idee ist.






Der Farbstoff (E150d)
auch bekannt als Ammoniumsulfit-Zuckerkulör verleiht der Cola die berühmte dunkle Farbe. Allerdings entstehen bei der Herstellung  des Farbstoffes Substanzen, die sich vor ein paar Jahren in Tierversuchen als krebserregend erwiesen und nebenbei Krampfanfälle ausgelöst haben. 

Da man in Amerika die Hersteller ab einer gewissen Menge hätte verpflichten können, dass sie den Warnhinweis "krebserregend" auf ihre Verpackung anzubringen hätten, beschloss Coca Cola den Herstellungsprozess zu verändern, um so der beunruhigenden Kennzeichnung zu entgehen. 

Kurios: 

Es scheint Regionen auf der Welt zu geben, bei denen der Mond günstiger im Verhältnis zum Uranus steht und der haargenau gleiche Zusatzstoff deshalb dort weniger krebserregend ist. 

Deutschland gehört wohl zum Beispiel dazu. 
Anders ist der Umstand kaum zu erklären, warum in Deutschland dieser Stoff weiter unbeeindruckt eingesetzt wird. 

Zwar hatten die amerikanischen Futterwächter damals - wie auch Coca Cola selbst öffentlich behauptet - man müsse an einem Tag 1000 Dosen Cola trinken, um auch ganz sicher etwas vom Krebs zu haben, aber bemerkenswerterweise sind relativ kurze Zeit später von der gleichen Behörde die Grenzwerte abgesenkt worden. 

Man hat da dann kein grosses Aufhebens drum gemacht. Sowas wird dann Lowkey erledigt.

Aber die Absenkung des Grenzwertes muss wohl so deutlich gewesen sein, dass es dann wohl Coca Cola zur oben beschriebenen Änderung des Herstellungsprozesses in Amerika veranlasst hat. 
Der unschöne Aufdruck "krebserregend" hätte die Kunden sonst womöglich beim Genuss des feuchten Süss gestört. 

In schönem Cola-Deutsch heisst das dann 

"Auch wenn wir nicht denken, dass durch den Stoff eine gesundheitliche Gefahr für unsere Kunden besteht, haben wir diesen Schritt gemacht, um den Sorgen von Verbrauchern zu begegnen."

Und noch etwas ist interessant: 
Der Farbstoff kann auch Aluminium enthalten. ohne dass das auf dem Etikett ausgewiesen werden muss. 

Blöd nur, dass sich der Körper kaum um Etikettenschwindel kümmert, 
sondern ganz nüchtern und sachlich genau das auswertet, was man ihm zuführt. 
Um dann den langfristigem Konsum mit Demenz, Alzheimer und Parkinson zu danken - so der recht konkrete Verdacht. 

Ebenfalls schnucklig: 
Es gibt zahlreiche Hinweise darauf,  dass Aluminium vom Körper als Östrogen missverstanden wird, was den Hormonkreislauf nachteilig beeinflusst und vor allem die weibliche Fortpflanzungsfähigkeit einschränken kann. 

Spätestens hier werden einige Frauen ein Aha-Erlebnis haben, die aktuell ihrem unerfüllten Kinderwunsch entgegenfiebern und denen das Wort Kinderwunschklinik durchaus schon einmal untergekommen ist bei der Suche nach dem "wie trotzdem?".

Ganz absurd wird das ganze Lightgedöns dann noch durch etwas anderes:
Durch die Verschiebung des Hormonkreislaufes, die das ungewollt zugeführte Metallöstrogen auslösen kann, werden dann ganz nebenbei beide Geschlechter auch noch dicker. 
Jippie!

Der Stoff ist also quasi ein Rundum-Paket: 
Verhütung und Vergessen mit Risiko auf Krämpfe und Krebs.
Und das ganze Risiko nur - für die FARBE... 





Phosphorsäure (E338)
Vor allem bei Kindern soll diese Zutat schwere Zahnschäden auslösen können.

Ausserdem stibitzt diese Säure dem Körper Kalzium, was erklärt, wieso man bei regelmässig Konsumierenden in Studien eine niedrigere Knochendichte festgestellt haben will und das vor allem bei Sportlern zu einer signifikant höheren Menge an Knochenbrüchen geführt hat..

In Experimenten der Harvard-Universität hat man festgestellt, dass die Säure eine Verschlechterung von Haut und Muskelgewebe herbeigeführt hat und Nieren und Herz schädigt, wenn man sie nur lange genug zu sich nimmt. 

Um chronische Nierenschäden herbeizuführen genüge es, 2 oder mehr Gläser Cola am Tag zu trinken. Bei weniger kommt man mit etwas Glück wenigstens noch in den Genuss von Nierensteinen.

Und Menschen mit einem hohen Blutphosphatspiegel freuen sich häufig über Entzündungen und Verkalkungen der Blutgefässe, einem erhöhten Risiko zu Bluthochdruck und gerne auch mal Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Jetzt mag man sich sorgen, ob man auch genug davon abbekommt? 
Alles gut - bei Kindern hat die EU-Kommission jüngst festgestellt, dass sie bis zum 1,7-fachen der akzeptablen Menge aufnehmen. Das ist doch schon mal was, worauf man eine solide Krankenkarriere für später aufbauen kann...




Natriumcyclamat (E952)
Ein schöner Stoff. Steht hin und wieder unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Je nachdem, ob gerade eine unabhängige Studie die Nase vorn hat oder eine gesponsorte...

Aber es muss wohl was dran sein, denn ähnlich wie auch der braune Farbstoff schon ist er in den USA seit 1970 verboten. Verbot in Deutschland? Grillenzirpen.

Auch hier steht wohl der Uranus... Ihr wisst schon... Siehe oben.

Reden wir aber mal kurz über ein paar kuriose Widersprüche rund um diesen Stoff:

Der ADI, also die erlaubte Tagesdosis sind 7mg/kg Körpergewicht. 

Nicht aber, wenn es um aromatisierte Getränke geht. 

Da sind dann 400mg/Liter erlaubt. 
Wieso das denn!? Ist es in Flüssigkeiten auf einmal weniger krebserregend? 
Oder war das nur hervorragende Lobbyarbeit, zu der man nur gratulieren kann? 

Und wieso ist es zum Süssen von Speiseeis, Bonbons und Kaugummis nicht mehr zugelassen?

Schön für unsere kleinen Racker, weil man mit dem Risiko auf Krebs ja nicht früh genug anfangen kann liest sich die folgende Passage auf Wikipedia. 

"Werden dazu noch weitere cyclamatgesüßte Lebensmittel verzehrt, so „kann mit deutlichen ADI-Wertüberschreitungen insbesondere bei jüngeren Verbrauchern“ gerechnet werden."

Abschliessend charmant finde ich dann auch die EU-Gefahrstoffkennzeichnung: Gesundheitsschädlich. Prosit!




Acesulfam-K (E950)
Dieser Stoff gilt als harmlos und geht unverändert durch den Körper. 

Und kann dann sogar - wie übrigens die meisten verwendeten künstlichen Süssstoffe nach einer ordentlichen Toilettenspülung - nicht einmal in der Kläranlage auseinandergenommen werden. 

Wen das gerne beunruhigen mag: Wir haben noch nicht einmal den Hauch einer Ahnung, was diese Wasserverunreinigung draussen in der freien Natur bei Pflanz und Tier anstellt - geschweige denn wie man es wieder aus dem Wasser herausbekommen soll. 

Was aber den Gefahrstoff-Künstlern der Welt bei der ganzen Sache in der Auswertung komplett untergeht: Acesulfam-K hat einen steigernden Einfluss auf den Insulinspiegel.

Und wer da jetzt ein klein wenig mitdenkt, versteht auch den einen oder anderen Effekt der Brause, die oben in Bezug auf das Dickmachen und Zunehmen beschrieben worden sind. 

Nicht nur, dass die Steigerung bei der gleichzeitigen Aufnahme mit Nahrungsmitteln eine ungute Rolle spielt, nein, der Körper reagiert ja zusätzlich noch auf den Umstand, dass dem gestiegenen Insulinspiegel null Blutzucker entgegensteht. 

Darüber kann man dann schon mal nachdenken, wenn man den vermeintlichen "Wert" als zuckerfreies Diätgetränk ernsthaft einschätzen will. Und gesundheitlich halte ich persönlich dieses Verwirrspiel für mindestens hungertreibend, würde aber eine paradoxe Reaktion des Körpers in Richtung Insulinproduktion beim dauerhaften Genuss absolut nicht ausschliessen wollen. Ein kleiner Wink in Richtung der insulinresistenten Vordiabetiker.



Na - wie schaut's aus? Noch da!?
Immer noch nicht genug Info für das Verständnis, warum wir bei KK sagen: 

"Lieber bleiben lassen!" 

Ok. Dann mal auf zum nächsten Inhaltsstoff.


Aspartam (E951)
Ich habe oben ja schon die Rolle als Suchtstoff beschrieben und die Auswirkungen, die das auf das Gehirn hat. Es ist ein Excitotoxin, wie auch Glutamat. Deshalb sind die Symptome bei empfindlichen Personen auch sehr ähnlich: Zusammengefasst unter dem Begriff "China-Restaurant-Syndrom" freuen diese sich über Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl im Nacken, Gliederschmerzen und Übelkeit, gerne auch mal als Migräneattacken wahrgenommen. 

Wenn man nun zu denen gehört, die - vielleicht ohne es zu wissen? - eine Stoffwechselstörung haben, die PKU (ausgeschrieben Phenylketonurie ) heisst, dann hat man damit so richtig Spass... Die Chancen stehen übrigens mit 1:8000 gar nicht mal schlecht - wenn nicht erstaunlich gut... 

Hier kommt man zu seiner mittelfristigen Portion Epilepsie und unbehandelt freut man sich dann über schwere Hirn- und Nervenschäden.

Das alles klingt jetzt schon sehr stark nach einem grundsoliden Produkt, das heute in Deutschland in rund 6000 Lebensmitteln den Kaloriensparern Freude bereitet.

Aber es kommt noch schlimmer

Ich habe jetzt schon so lange an diesem Stoff recherchiert, dass es für sich genommen für ein eigenes Buch reicht. Alles aufzuschreiben würde hier absolut den Rahmen sprengen. 

Aber ich sage Euch meine ganz persönliche Schlussfolgerung, komprimiert und begleitet von 2 Dokumenten, die ich jedem einmal ans Herz legen würde. 
Und ich würde fast wetten, dass jeder, der die beiden kennt danach niemanden mehr, den man gerne hat, auch nur annähernd diesen Stoff konsumieren sehen möchte. 


Dokument 1 - Das eine ist der Bressler-Report





Der liegt mir komplett vor, inklusive der "verloren gegangenen" Seiten.
Aus Copyright-Gründen kann ich Euch leider nur die kurze Version verlinken, aber die hat es auch schon in sich. Wer die komplette Version will, einfach mal googeln, gibt's für 8 USD.


Ganz kurz erklärt, was das ist und was man darin findet: 
Das war die Nachuntersuchung des FDA-Kommissars Jerome Bressler zu den Geschehnissen rund um die Zulassung von Aspartam durch G.D. Searle & Co., die kurze Zeit später von Monsanto übernommen wurden.

Dieser belegt nicht nur, dass bei der Erstellung des Datenmaterials für die Zulassung massiv geschlampt wurde. Ein Beispiel:
[Ratte Nr.] A23LM war in der Woche 88 am Leben, tot in der Woche 92 bis 102 und dann wieder am Leben in Woche 108 - um dann endgültig in der 112ten Woche das Zeitliche zu segnen.

Damit nicht genug. Er belegt auch, dass damals zur Zulassung schon ernstzunehmende Hinweise vorhanden waren, dass dieser Stoff Krebs erzeugt. Doch die Tumore wurden bei den Zulassungsdokumenten geflissentlich verschwiegen. 
Hätte man die Angaben wahrheitsgemäss mit eingereicht, wäre der Stoff gar nicht erst zugelassen worden. Die FDA-Experten haben sich ohnehin lange gegen eine Zulassung gesträubt.

Bis zu jenem Tag, als Donald Rumsfeld, der Marketing-Manager bei Monsanto mit Ronald Reagan ins Weisse Haus einzog. Da erst ging alles schnell. Und die Zulassung wurde erteilt. 
Wider jede Vernunft.


Dokument 2 - Die Rammazini-Studie



Das andere ist eine verhältnismässig neue Studie, die von einem italienischen Krebsforschungsinstitut, der Europäischen Ramazzini-Stiftung veröffentlicht wurde. 
Wenn ich deren Auswertung anschaue, dann sehe ich da eine glasklare Verbindung zwischen Aspartam, Lymphomen und Leukämie.
Und das entgegen der Beschwichtigung einiger "Experten" zu dieser Studie nicht bei überdimensionierten Dosen, sondern das ging schon bei einer sehr niedrigen Dosis los, nicht mal der Hälfte des in Europa zugelassenen Grenzwertes für Menschen. 

Werden wir konkret:

Ich beschreibe das jetzt mal für jene, die sich schwer tun, Studien auszuwerten auf Normaldeutsch:

Auf der Tabelle 2  (Seite 8) unter der Ziffer V sehen wir, dass bei einer Konzentration von 0,4-fach des für Menschen gültigen ADI stattliche 20% der 150 weiblichen Ratten Leukämie ausgebildet haben. Das ist jede fünfte! 

Und selbst beim 0.08-fachen (Ziffer VI) sind es immer noch stattliche 15% für beide Geschlechter.
Wen DAS nicht nachdenklich macht, dem ist wirklich nicht mit vernünftigen Argumenten zu begegnen.

Ich persönlich habe heute nicht mehr den Hauch eines Zweifels, dass dieser Stoff krebserregend ist und habe aufgrund der Fülle des unabhängigen(!) Datenmaterials, das dieser Annahme recht gibt auch kaum Zweifel, dass dieser Stoff noch zu meinen Lebzeiten eines Tages rückwirkend als einer der schlimmsten Irrtümer in die Geschichte eingehen wird, die man für Lebensmittel je zugelassen hat.  

Und gleich vorbeugend - weil die Hirnakrobaten unter den Aspartam-Befürwortern immer sagen: "Menschen sind keine Ratten."

FEIN! Wieso reicht das Testen an Ratten dann für eine Zulassung? Von Aspartam wie von anderen feinen Mittelchen wie Glyphosat!? Lasst uns diese fragwürdigen Zulassungen alle ganz schnell unbürokratisch zurück nehmen. Es käme allen zugute.



Tipp:
Bitte notiert Euch doch die obigen Zusatzstoffe auf eine Liste, wenn Euch abnehmen wichtig ist - sie werden nicht nur in Getränken sondern auch in einer beträchtlichen Menge anderer Produkte verwendet. 
Es ist bei der beschriebenen Auswirkung auf den Körper selbstredend, dass diese allesamt gänzlich ungeeignet für Abnehmwillige sind.




Und damit Schluss.




Falls es nun immer noch Menschen gibt, die nach der Lektüre dieses Berichtes weiter an ihrem Light und Zero festhalten mögen - bitteschön. Es ist Euer Leben. 

Ich habe das auch gar nicht geschrieben, um es irgendjemandem konkret auszureden, sondern vielmehr um zu erklären, warum diese Getränke in einem KKonzept, das sich um effizientes Abnehmen dreht und nebenbei noch einen sehr grossen Wert auf gesundheitliche Aspekte legt absolut ZERO verloren hat.


Wer damit Mühe hat aufzuhören, es jetzt aber gerne will, den würde ich durchaus ermutigen. Die Fakten sprechen dafür, dass das eine vernünftige Entscheidung ist. 

Der erste Schritt wäre zu erkennen und einzugestehen, dass es tatsächlich eine Sucht ist.
Der man mit etwas Hirn entgegentreten kann und sollte.

Solange man noch eines hat.


Bis später.




Weiterführende Links:

Deutsch
Huffington Post: Der wahre Unterschied von Light zu Zero
Der Spiegel: Umstrittener Farbstoff E150
DKFZ: Wirkungsweise von Nikotin
Wikipedia: Cyclamat
Wikipedia: Acesulfam
Wikipedia: Aspartam


Englisch
Renegade Pharmacist: Diet Coke Exposed

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