Samstag, 19. Dezember 2015

... und plötzlich fühlt sichs komisch an

KKWissen
Das veränderte Körperbewusstsein
Wo Wahrheiten verschwimmen und Chancen verpasst werden

Einen hab ich noch. Ja, das Jahr ist so gut wie vorbei und ich habe Euch neulich schon die besten Wünsche mitgegeben. Aber vorgestern hat mir jemand im Rahmen einer Umfrage etwas geschrieben an dem ich hängen geblieben bin. 
Und da sich unsere Mitglieder ab und zu - mal heimlich, mal offen - die Frage zu stellen scheinen, ob sie denn mit KK nicht Beschwerden bekommen will ich noch einmal hinsetzen und meine Gedanken zusammen mit Euch ordnen.







In den vergangenen Jahren mit KK, eigenen Erfahrungen und der ständigen Kommunikation mit den Mitgliedern habe ich zwischenzeitlich eine ganze Reihe an Mustern erkannt, die immer wiederkehren. 

Eines davon ist, dass ich mitbekam, wie neue Mitglieder mit dem Wunsch, etwas an sich zu verändern und die Ernährung auf "vernünftig" umzustellen offensichtlich parallel dazu noch etwas anderes begonnen haben: 


Sie hören hin. Vielleicht zum ersten Mal achten sie auf die Signale ihres Körpers. 
Spüren das Sattsein, lernen Durst von Hunger zu unterscheiden und merken, wo es im Verdauungstrakt ziept. 

Das ist etwas Gutes, sehr Begrüssenswertes. In unserem Wunderwerk Körper sind so viele Dinge, die uns signalisieren, wie es uns geht. Und je besser wir hinhören, desto besser können wir auf uns achten.

Aber...

Ich glaube wir müssen auch ein bisschen aufpassen, dass uns der Kopf nicht einen Streich dabei spielt. In einigen Gesprächen haben wir nach einigem Überlegen und Zurückerinnern herausgefunden, dass manche der auf einmal entdeckten Symptome eigentlich schon lange vorher da waren. Und dass sie nichts mit der Umstellung zu tun gehabt haben. Im Gegenteil, ein paar Wochen später hat KK dann sogar einen sehr positiven Einfluss darauf gehabt.


Und dann ist da noch 
die Macht der Suggestion.
Mit einigen Werbebotschaften sind wir über einen so langen Zeitraum befeuert worden, dass wir oder ein paar Ratgeber in unserem Umfeld sie für bare Münze nehmen. 

Ein gutes Beispiel dafür ist Milch.
Erstaunlich oft wurde in unserer Gruppe in den letzten Jahren von Neuzugängen die Befürchtung geäussert, das Weglassen von Milch würde die Knochen schwächen. Teilweise kam das von Aussenstehenden, die KK bewertet haben, ohne es selbst probiert zu haben. Aber ihr althergebrachtes Wissen zum Besten geben wollten. 
Aber das ist Unsinn. Milch erzeugt das Gegenteil, schwächt die Knochen eher, als dass es sie stärkt, wir brauchen Milch nicht zum Überleben und Milch sorgt bei Übergewichtigen dafür, dass sie nicht abnehmen können.
Aber Milch hat je nach Verarbeitungsform Suchtpotential. Das, und die Gewohnheit zusammen genommen sorgen dafür, dass manche das Gefühl haben, sie könnten sie nicht weglassen. Sie sei ein Muss. Und auf einmal fühlt es sich komisch an. Erst wenn man sie wieder zu sich nimmt, scheint alles gut. Wie das bei einem Raucher ist nach einem 10-Stunden-Flug, oder bei anderen Suchtmitteln auch. Erstaunlich, nicht wahr?


Das ist alles nur in unserem Kopf. 
Milliarden von Asiaten haben einen erstaunlich guten Knochenbau, ganz ohne Milch. Und kurioserweise bricht der härteste Knochen, nämlich das Becken ausgerechnet in den Ländern am meisten, in denen überdurchschnittlich viel Milch getrunken wird.
Diese Erkenntnisse brauchen Zeit, bis sie sich verbreiten und Wahrheit kämpft hier natürlich auch gegen besonders starke wirtschaftliche Interessen an.


Fehldeutungen
Wie in der Einleitung erwähnt bekam ich eine Nachricht, an der ich hängenblieb. 

Ich zitiere:
"Das Eier und Fleisch essen sorgt bei mir für stetiges Sodbrennen. Kann mir nur schlecht vorstellen mich langfristig so zu ernähren."


Als ich das gelesen habe dachte ich: "Mist, hoffentlich erreiche ich die Person irgendwie..."
Vielleicht ja hier? Wäre gut, denn:

Fragt man erfahrene Mediziner und Ernährungs-Spezialisten, wird gegen Sodbrennen ausdrücklich eine fettarme und eiweissreiche Kost empfohlen.



Und das ist auch gut so und logisch, denn die tatsächlichen Haupt-Auslöser sind Kohlenhydrate. Zucker, Stärke... Und zuviel von schlechtem Fett.
Ausserdem sehr scharfes Essen. 
Und Milch. 

Bei letzterer hält sich der Mythos hartnäckig, das diese gegen Sodbrennen hilft, tatsächlich regt sie jedoch die Säureproduktion im Magen an. Und verstärkt das Problem somit noch weiter...

Die Nachricht deutet daraufhin, dass sich die Schreiberin oder der Schreiber nicht konsequent an die Empfehlungen des Konzeptes hält, und noch immer weiter auf ungeeignete Lebensmittel setzt. 

Oder, wenn auch unwahrscheinlicher - für die Zubereitung der Eier UND des Fleisches eine Menge ungünstiges Fett verwendet?
Vielleicht auch weiterhin Milch im Kaffee, ein bisschen Zucker hier, eine Kartoffel da, verarbeitete Lebensmittel... 
Was es wohl ist? Ganz sicher nicht das Ei, ganz sicher nicht das Fleisch...

Sie/er nimmt sich damit nicht nur die realistische Chance zum Abnehmen, die sie/er bei uns vielleicht gesucht hat. Und verlängert das offensichtliche Leiden, obwohl das mit uns gar nicht nötig wäre. Im Gegenteil: Ein paar Dutzend Mitglieder haben von sich berichtet, dass sie gerade mit KK jahrelange Sodbrennen-Beschwerden verloren haben. Und ich selbst gehöre ebenfalls zu denen, die geheilt sind. Nach jahrelanger Aussichtslosigkeit und einer grossen Menge an geschluckten Gegenmitteln.

Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich kein Fan von fliessenden Übergängen bin. 
Es fällt schwerer auseinander zu halten, was woher kommt und dimmt das gute Körpergefühl und die Energie, die man doch eigentlich sofort haben kann. Und nimmt eine Menge Motivation, wenn die anderen am Pausentag ihre Ergebnisse mitteilen, und man gleich blieb oder minimal abgenommen hat... 
Einer der grössten Motivationskiller bei der Abnahme ist Misserfolg, der zu lange andauert.


Nachwirkungen

Viele kommen zu uns mit einer Vorgeschichte. Viele haben andere Dinge vorher probiert. 
Diäten, die niederkalorisch sind und den Stoffwechsel zum Nachteil verändern, LowCarb... 
Das alles kann Veränderungen im Körper erzeugt haben, die noch eine ganze Weile nachwirken. Je nachdem wie lange man sich diesen ungünstigen Zuständen aufgehalten hat kann das dauern, schlimmstenfalls bis zu anderthalb Jahren, wenn man nicht mit ärztlicher Hilfe unterstützend entgegenwirkt. Das ist ebenfalls eine mögliche Falle bei der Wahrnehmung von Tatsachen.



Am Ende des Tages sollte man sich eine Frage stellen

KK empfiehlt natürliche Lebensmittel in einer ausgewogenen Zusammenstellung. 
Fleisch. Gemüse, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, gute Fette... 

Wir vermeiden Dickmacher, Krankmacher, FakeFood, Dinge die unserem Körper etwas anderes vorgaukeln zu sein, als sie sind... 

Das ist das, was Menschen in Regionen auf der Welt tun, in der das mit der Ernährung noch nicht so aus dem Ruder gelaufen ist wie bei uns. Und die ein erstaunlich gutes und ein langes Leben führen. Bei denen nicht - wie bei uns - mehr als die Hälfte der Bewohner übergewichtig oder adipös sind. Und manche Krankheiten, die bei uns zum Alltag gehören wie Krebs und Diabetes - vollkommen unbekannt sind.

Was also sollte realistisch betrachtet mit KK dafür sorgen, dass man sich tatsächlich "komisch" fühlt?

Ist es nicht wahrscheinlicher so, wie sehr, sehr viele unserer konsequenten Mitglieder berichten?


Dass sie sich wesentlich besser fühlen? Voller Energie? Wach?!




Bis sp...  nächstes Jahr.


Kommentare:

Constanze Schäfer hat gesagt…

Also ich habe seit September meine Ernährung umgestellt und kann nur sagen, das ich mich besser fühle, kein Sodbrennen haben, meine Nägel alle wieder heil sind und ich den positiven Nebeneffekt habe, 6kg weggekegelt sind. Wenn ich am LD Tag mal anders esse merke ich es gleich nach dem Frühstück (bei Brötchen und Wurst) werde ich sofort müde und lustlos, manchmal bekomme ich dann auch am Tag, wenn ich weiter alte Essgewohnheiten nachgehe, Sodbrennen. Ich hatte zu anfang auch bedenken, wegen der vielen Eier, wurde aber einen besseren belehrt und meine Blutwerte sind alle besser geworden. Es ist nicht immer leicht so konsequent durchzuhalten, besinders wenn man der einzige in der Familie ist, der überzeugt davon ist, aber es ist machbar und der Körper dankt es einem. Ich versuche soviel mundpropaganda zu machen, wie es geht, aber schließlich muss derjenige es selbst wollen. Ich finde, in der Schule sollte es unbedingt ein Fach Ernährung geben, damit den Kindern bewußt wird, was die Werbung verheimlicht. Abre das wird leider noch ein langer Weg sein. Ich kann vielen Menschen nur raten, die mit Übergewicht oder unwohlsein zu kämpfen haben, ersteinmal auch über ihre Ernährung nachzudenken. Man kann nicht jede Krankheit heilen, aber einige verhindern (Diabetis, Bluthochdruck u.a.)

NICO hat gesagt…

Ich unterschreibe jedes einzelne Deiner Worte! Genau... !

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