Samstag, 23. Mai 2015

Wie tragbar ist Dr. Christian Schmidt?



KK Wissen
DIE OBERSTE INSTANZ IN SACHEN LEBENSMITTEL
Ein erweiterter Steckbrief des aktuellen 

Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft 



Heute hatte ein Mitglied unserer Facebook-Gruppe freundlicherweise einen Hinweis auf einen Artikel im Spiegel gepostet. 


Dort wird berichtet, dass Dr. Christian Schmidt, das ist unser Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die Kennzeichnung von Milch- und Fleischprodukten von Tieren, die mit genverändertem Futtermittel gefüttert wurden . ablehnt! 
Ein Verstoss gegen den Koalitionsvertrag.


Seine Ablehnung giesst er sogleich in Stein, in dem er weiter kommuniziert, dass damit die Pflichtkennzeichnung abschliessend geregelt sei. Fertig aus. 

Da das jetzt schon innerhalb kürzester Zeitspanne schon wieder eine seltsame Entscheidung war, die ich niemals treffen würde (und ich wette, Ihr mit meinem Hintergrundwissen auch nicht) wurde ich denn doch langsam neugierig, wer das überhaupt ist, unser BuMEL. 

Welchen Hintergrund hat er, welche Qualifikation ist nötig, um diesen Ministerposten zu bekommen, weiss er wohl, was er da tut, ist er unbeeinflusst in seiner Arbeit?  Das sind Fragen, die ich mir heute gestellt und beantwortet habe. Gute Unterhaltung!





Wenn man seine Webseite und die Biografie auf seiner Bundestagsseite so anschaut, dann lernt man, dass er ein grundsolider, friedliebender Bäckerssohn ist, ein Mann Gottes. 
Erst in ein paar Tagen ist er beim Bayerischen Kirchentag unterwegs...
Ganz wie es sich für einen echten Christlich Sozialen Uler gehört. 

Von 1984 bis 1989 war er Kirchenvorsteher. 

Er ist Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung, 
Aufsichtsrat im Zentrum für Internationale Friedenseinsätze gemeinützige GmbH. 

Humanitär ist er als ehrenamtliches Vorstandsmitglied bei Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V. unterwegs. 

Träger des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuz am Bande.

Ein Vorzeigebürger. Man muss ihn einfach gern haben. Bei diesem Bild in der Öffentlichkeit.


Ja, aber - höh?!

Um so verwirrender seine Reaktion auf die Bilder, die man ihm im Fernsehen gezeigt hat, bei denen kleine Ferkel auf dem nackten Beton totgeschlagen werden und teilweise noch halb lebendig auf den Müll geworfen werden. Da wurde er kurz richtig unfreundlich. Und fühlte sich nicht zuständig. Das muss die EU. Und die Länder. 
Zur Erinnerung. Das L im BuMEL steht für Landwirtschaft.

- 1 -
In einem Interview sagte er noch, dass die Kinder an der Kasse nicht unbedingt mit Süssem gelockt werden sollen, zwei Wochen später erscheint ein Artikel mit dem Titel "Schmidt erzeugt dem Verbot der Quengelkassen eine Absage".  Flipflop in zwei Wochen. Agil ist er ja... Sieht man ihm gar nicht so an...

- 2 -
Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Energyshots und empfiehlt wie viele Wissenschaftler weltweit ein Verbot, der BuMEL sieht keinen Handlungsbedarf, das müsse die EU... 

- 3 -
Ein Glyphosatverbot wird von seinem Staatssekretär Kloos vorerst ausgeschlossen, obwohl hier absolut deutliche Zeichen sind, dass dieses Mittel lebensgefährlich ist. Nicht mal auf Kinderspielplätzen wird es verboten. Stattdessen verweist man auf die EU...

- 4 -
Und jetzt findet er, dass wir Verbraucher nicht zu wissen brauchen, ob wir gentechnisch veränderte Milch oder Fleisch zu uns nehmen, weil wir es nicht auseinander halten können. Bevor mich da jemand in den Kommentaren verbessern möchte - das Gen-Futter verändert nachweislich die Gene der Tiere (via RNA) und damit das Fleisch und die Milch und damit auch UNS!


Das alles passt irgendwie nicht zusammen...
Überhaupt nicht. 

Hm. Meine Finger jucken. 
Vielleicht sollte man einmal einen anderen Ansatz versuchen und dort nachschauen, wo nicht das geschönte Bild eines Lebenslaufes die Sicht auf Tatsachen verstellt.... 
Da müssen andere Quellen her... Wo fangen wir an?

Schauen wir doch mal bei den Jungs von abgeordnetenwatch vorbei. 

Vielleicht lernen wir etwas über ihn, wenn wir sein namentliches Abstimmverhalten im Bundestag ein bisschen näher anschauen:


Bomben statt Brötchen





Also wenn ich mein Geld aus dem Wehr-Etat verdienen würde, dann wär' er mein Mann.
Durch unsere Soldaten wurden mindestens 142  unschuldige  Zivilisten in Afghanistan getötet. Peace, Christ-ian!



War ja irgendwie klar




Wer übrigens beim zweiten denkt, das ist etwas Gutes, darf sich gerne mal hier informieren, worum es da ging. Der letzte, den das trifft sind die Abgeordneten. Sieht gut aus, bedeutet aber gar nichts.



Position zu Gentechnik

Weia - Unser Schicksal scheint besiegelt...





Schauen wir mal weiter...
Nochmal über die Wikipedia-Seite fräsen...

EEeeeeek. Vollbremsung...
Er ist WAS?! Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V.?
P-r-ä-s-i-d-e-n-t?! War da nicht was? Achja, richtig... Da war was...
Achsoooooo....Deshalb Bomben statt Brötchen. 


Und gute Beziehungen in die USA schaden nie, hab ich mitbekommen. 
Die LIEBEN moderne Gentechnologien, oder wie war das?




Welche Qualifikation 
muss man eigentlich mitbringen, 
um Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft zu werden?

Irgendwas mit Ernährung gearbeitet haben?! Nein?
Ah, ich weiss, ich weiss.... Erfahrungen als Landwirt! 
Öps, nö, er ist Jurist.  Das scheint es nicht zu sein...

STIRNKLATSCH
Achso. Klaaar, der Wohnort

Es reicht, wenn man ein Mittelfranke ist!
Weil die CSU bei der Vergabe wichtiger Positionen... Regionalproporz... 


Das habe ich hier ausgegraben... Danke Horst. Dankeschön!



Ju no watt? Diss is wai wi'r Fakt. Diss is it!


Ich habe eine Aufgabe für Euch Blogleser. 
Macht mir doch mal einen Gefallen... 
Sucht doch mal im Internet nach den Nebeneinkünften von Dr. Schmidt, das muss von ihm in seiner Eigenschaft als Mitglied des Bundestages ja offiziell angegeben werden. 
Der erste der mir die Daten schicken kann mit einer zuverlässigen Quellenangabe bekommt von mir eine Überraschung zugeschickt. Gute Jagd!


ALSO, MIR REICHT'S...


Werter Herr Dr. Schmidt, 
Sie sind die oberste Instanz in Deutschland in Sachen Lebensmittelsicherheit.

Es ist mir egal, ob Sie Quengelkassen verbieten oder nicht, ich mag nur nicht, wenn jemand in der Zeitung auf verständnisvoll macht, wenn es um ein Image-Interview geht und man dann zwei Wochen später - warum auch immer - das Gegenteil entscheidet. 
Nicht schlimm - Davon stirbt niemand.

Es ist schwer zu ertragen, dass es üblich ist - und durch Ihre Untätigkeit auch weiter so bleibt, dass Ferkel, die nach der Geburt zu wenig wiegen und damit unwirtschaftlich sind mit dem blossen Schlagen auf den nackten Betonboden totgeprügelt werden und teilweise halbtot auf den Müll geworfen werden. Diese Praxis wäre mit einem einzelnen Machtwort und entsprechenden Strafen zu beseitigen. Statt dessen wird das Veterinäramt von oben zum Schweigen gebracht.

Es ist unverantwortlich, die vollkommen unnützen Energyshots nicht zu verbieten, da es mindestens in Frankreich einen toten Jugendlichen gibt, der nach dem Konsum dieser Shots verstorben ist. Und über 200 Fälle dort mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht werden. Selbst IHR BfR warnt davor, und sie machen - nichts.

Es ist unverantworlich, dass sie auch beim Thema Glyphosat die Hände in den Schoss legen, um den Herstellern weiter Zeit und Umsätze zu verschaffen, in dem Sie wieder auf die EU verweisen. Das scheint mir Ihre Lieblingstaktik zu sein. 
Aber ja! Verantworten Sie das mit Ihrem Gewissen, dass bei uns weiter Kinderspielplätze mit Gift besprüht werden, weil es zu mühevoll ist, das Unkraut mit Hitze oder von Hand zu entfernen.


Aber was überhaupt nicht akzeptabel ist: Dass Sie uns Verbrauchern genmanipuliertes Material unterjubeln, weil Sie eine Kennzeichnung für unnötig halten. 

Ich habe Ihren Auftritt bei der Schulernährung gesehen und Sie sagten dort selbst mehr oder weniger, dass sie wohl gerade erst dazu lernen, was das Thema Ernährung betrifft. Oder warum kamen Sie da gerade von einer Fortbildungsveranstaltung? 


Ich denke Sie können nichts dafür, dass Sie die falsche Personalie für diesen Job sind.

Aber ich helfe Ihnen, wo es wirklich wichtig ist. 

Denn ich habe Ihre Hausaufgaben gemacht..

In Amerika werden die Verbraucher komplett im Unklaren gelassen, was genetisch verändert ist und was nicht. Die gesamte Bevölkerung ist somit verdammt, als Versuchskaninchen zu agieren. 

Und wissen Sie was? Die Zahlen sind längst da.

Eine gesunkene Fruchtbarkeit von Männern und Frauen, die genau mit der Einführung der genetisch veränderten Organismen einher geht.


Eine stark ansteigende Anzahl an Allergien, die eine absolut logische Verknüpfung mit den GMO's und dem Einsatz der dazugehörigen Pestiziden einher geht. Vor allem bei Kindern - und wir beobachten das Gleiche mittlerweile auch schon in Deutschland.

Und eine komplette Ärztegemeinschaft in den USA, die dort schon seit 2011 fordern, dass die Anwendung von gentechnisch verändertem Material sofort gestoppt wird.


Ja, das ist Englisch - wenn das ein Problem ist, dann lassen Sie sich das gerne von Ihren Freunden bei der 
Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. übersetzen.


Ich fordere als Verbraucher die Möglichkeit zu einer freien Entscheidung, ob ich diese Lebensmittel meiden will oder nicht. Der einzige Grund, warum das nicht passieren soll ist, weil allen klar ist, dass diese Lebensmittel in den Regalen liegen bleiben. Und genau DAS macht diese dann auch obsolet.

Ich würde gerne selbst entscheiden, ob und wann ich fruchtbar bin, ich möchte keine Kinder mit Allergien sehen und habe wenig Lust auf Krebs und alle anderen Dinge, die damit in Verbindung gebracht werden.


Sie haben nicht das Recht, mir diese Kennzeichnung zu verweigern, ganz gleich ob das an Unkenntnis, Unfähigkeit oder an irgendwelchen anderen Gründen liegt, die ich mir gar nicht erst ausmalen möchte.


Werden Sie Ihrer Verantwortung gerecht und machen Sie Ihren Job - für die Menschen, die Sie offiziell bezahlen! 








Ich bin dann mal Kopfschütteln.


Bis später.


Update, brandaktuell, danke an JW aus der Facebook-Gruppe:
Rückwärtsrolle von Christian Schmidt in Sachen Kükenschreddern



Update 03.03.2016 - Luftnummer Kampagne, moniert der Spiegel
So will Christian Schmidt Kinder ernähren - mit bunten Plakaten die Millionen kosten

1 Kommentar:

Monika Tillert hat gesagt…

Guten Morgen,
leider gehört auch dies zu den vielen Entscheidungen, die die Menschheit zerstören, uns krank machen und - warscheinlich- unwiderruflich und damit nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Profitgier und immer schön dem Ami hinterher :-(
Selbst, wenn man hier "unfruchtbar" liest!! Wer will denn da noch mit gutem Gewissen Kinder in so eine Welt setzen??
Wieder so ein "..ich hab das nicht gewusst..." Ding, das alle ignorieren, bis es zu spät ist.
Mich macht allein das Lesen krank und sehr, sehr traurig.
Schöne Pfingsttage
Monika

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