Donnerstag, 26. September 2013

KK und Backwaren

Immer wieder werde ich nach möglichen Obergrenzen von Backwaren gefragt, die ja maßvoll gegessen werden. Ich erkläre heute mal kurz, warum das auf "Maßhalten steht" und wie man sich mengenmässig im grünen Bereich bewegt:



Mehlsachen sind deshalb für die Abnahme ungünstig, weil die "Zerkleinerung" der KH-Ketten dafür sorgt, dass der Körper leichter Energie daraus ziehen kann als aus Unverarbeitetem. Der Körper hat mehr damit zu tun, wenn er z.B. Kichererbsen mit der Hülse auseinander nehmen muss als wenn das eine Mühle schon vorher erledigt hat und ihr KEM(Dings) benutzt. 

Heisst also: Wenn man Abnehmen will, ist alles was zerschnibbelt und zerhäckselt ist nicht ideal.
Das gilt übrigens auch für den Vergleich von Wurst zu einem richtigen Stück Fleisch.


Nun ist es leider so, dass 93% der deutschsprachigen Bevölkerung damit aufwächst, täglich(!) mindestens eine Backware zu sich zu nehmen. Eine ungünstige Gewohnheit, aber eine, die man nicht ausser Acht lassen kann.

Deshalb haben wir bei KK die Backwaren nicht ausgeschlossen, sondern auf Masshalten und nur aus bestimmten Mehlen zugelassen. Die sind auch "schlimm", aber eben "weniger schlimm".


Bei den Flohkugeln ist es nun so, dass die Flohsamenschalen im Prinzip keinen nennenswerten Brennwert haben, wohl aber das Mandelmehl. 


Sehr beliebt und gerne gegessen: Unsere Flohkugeln - aber: Maßhalten!


Wie übrigens auch beim Avocadobrot.
Mandeln für sich unterliegen ja der Obergrenze von einer Hand voll, das sind ca 50 gr. Gemäss dem Flohkugelrezept auf der KK-Webseite verwendet Ihr für 5 - 7 Brötchen 150 gr Mandelmehl.
Runtergerechnet also ein Drittel, aufgerundet sind das 2 am Tag, sofern Ihr nicht noch andere Nüsse dazu nehmt.

Das DaVinci-Avocadobrot: Ungewöhnlich. Lecker.


Wer es GANZ richtig machen will isst die Flohkugeln und Avocadobro zum Frühstück und lässt sie den Rest des Tages weg.

Wer das anders macht muss einfach beobachten, wie sich das Wiegeergebnis verhält, da kann es durchaus Unterschiede bei der Auswirkung geben.

Und auch hier nochmals gesagt: Wer das bestmögliche Ergebnis erzielen will, reduziert alle Mehlwaren auf ein Minimum oder lässt sie weg. Da das gegen die oben genannte Gewohnheit spricht und beim einen oder anderen an der Motivation kratzen könnte halte ich den mässigen Konsum von Backwaren aus den erlaubten Mehlen für besser, als unmotiviert zu sein oder gar ganz aufzugeben, weil man das Gefühl hat, etwas unerträglich zu vermissen.

Ich hoffe damit verständlicher gemacht zu haben wo die Mengenbeschränkung herkommt und wie man sich selbst in etwa ausrechnen kann, was für die Abnahme noch gut ist und welche Mengen nicht mehr.

Abschliessend noch ein Hinweis, vor allem für die Blogleser/Nicht-Facebook-Gruppenmitglieder:
Kaufware bei Mehlsachen ist meistens ein ziemliches Risiko.
Wer sich Backwaren beim Bäcker kauft wird öfters in die Situation kommen, dass man nicht wirklich genau erfährt, was alles drin ist in dem Backstück. Die Verkäuferinnen wissen nicht immer bei jeder Ware genau, was drin ist und da ihnen nicht klar ist, warum wir das unbedingt wissen müssen steht oft der Verkauf vor der Beratung. Das habe ich zumindest schon so erlebt. Da aber bestimmte Mehle eine sehr verheerende Wirkung auf das Abnahmeergebnis haben, empfehle ich Euch - zumindest während der Abnahmephase - dringend auf diese gekauften und nicht selbstgemachten Backwaren zu verzichten.

Das ist leichter zu verkraften als ein Rückschlag am Wiegetag. Oder gar eine Zunahme.


Bis später.

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