Donnerstag, 22. August 2013

300K


Es gibt Momente, in denen bin sogar ich dann mal eben sprachlos...



Macht nur weiter so. Dann mach ich's auch.




Bis später.

Samstag, 17. August 2013

Wir Fetten... Eine Email, die mich beschäftigt hat...


Ein paar Tage vor dem Seitenlaunch von kilokegeln.de erreichte mich eine Nachricht, die mich bis heute nicht losgelassen hat.
Es ging um die mögliche Preisgestaltung auf der Webseite, die da ja noch nicht bekannt war.

Zwei kurze, eigentlich für sich genommen harmlose Sätze, an denen ich bis heute kleben geblieben bin, waren da unter anderem zu lesen...

"Ich weiss das viele von uns Fetten nicht  unbedingt im Geld schwimmen und jeder Cent weh tut.  
Und wenn das Geld knapp ist, ist der Frust (bzw. das Fressen) nicht weit."

Ich mache mir darüber in Bezug auf die Preisgestaltung keinen Kopf, denn besser als "umsonst" geht nicht...

Aber die Kernaussage beschäftigt mich seither doch sehr.






Wir Fetten...
Noch zähle ich mich dazu, denn ich bin noch nicht dort angekommen wo ich sein will.
Zugegeben, ich bin weit entfernt von meinem damaligen Höchstgewicht...
Aber es ist noch immer mehr ein Waschbärbauch als ein Waschbrettbauch.
Klar, ich weiss dass ich da hin kommen werde und ich wäre längst da, wenn ich nicht vor Kurzem ein paar Selbstexperimente mit derzeit (aus gutem Grund) nicht erlaubten Lebensmitteln gemacht hätte, von denen nur ein Teil wirklich gut ging.

Wir Fetten...
Wir Fetten gehen in ein Vorstellungsgespräch, schwitzend ob des Stresses und der vielen Treppen bis zum Büro. Der Personalchef, selbst ein sportlicher Spargel, mustert uns kurz von oben bis unten, um dann recht schnell zu dem Schluss zu kommen, dass wir für das Unternehmen nicht tragbar wären.

Denn wir Fetten sind ja viel öfter krank. Dann natürlich viel weniger belastbar. Und eine Zierde für das Unternehmen wären wir auch nicht gerade, wenn wir uns auf eine Stelle mit optischem Kundenkontakt bewerben würden.

Es ist... eine Mischung aus Vorurteilen und einem Körnchen Wahrheit.

Tatsächlich haben wir Fetten es schwer, an Jobs zu kommen, die so interessant sind, dass sie auch die Dünnen haben wollen. Es könnte daher sehr wohl einen Zusammenhang geben zwischen Übergewicht und Bezahlung, der in diesen Personalbüros schon anfängt.
Die, in denen es dann heisst: "Vielen Dank für Ihren Besuch, wir melden uns wieder bei Ihnen..." Ja ne is kloar.

Wir Fetten gehen durch die Fussgängerzonen und haben uns durch ungesundes Essen schlimmstenfalls schon dahingehend programmiert, dass unser Belohnungszentrum im Gehirn nur noch anspringt, wenn wir irgendwo Süss und ungesund sehen.

Die Sachertorte im Schaufenster interessiert uns dann viel mehr als das schöne Kleidungsstück im Schaufenster nebenan, das wir sowieso nicht tragen können, weil es gar nicht für uns Fette gemacht ist.

Und auf dem Weg durch diesen Spiessruten-Lauf durch Verlockungen wie Sahnetorten, Fastfood und Süssgetränken ernten wir dann schlimmstenfalls auch noch eine Menge mitleidiger oder gar belustigter Blicke. Die ganz "freundlichen" Menschen spotten sogar laut.

Und auch wenn wir Fetten so tun, als würden wir die nicht bemerken: Das tun wir sehr wohl!
Und es tut weh...


Die natürliche Attraktion zweier Geschlechtspartner funktioniert nach dem erstaunlich einfachen Prinzip: "Interessant ist, wer gesund aussieht."

Ich habe das schon lange einmal bemerkt und in meinem Rotschwarzen Buch den Umkehrschluss notiert: "Wir finden hässlich, was krank aussieht."

Und Hand aufs Herz: Gesund sind wir Fetten nicht.
Schon deshalb haben wir es -von der Natur aus- nicht verdient, einen Partner zu finden.

Zumindest haben wir es sehr schwer dabei. Schwer...
Gutes Stichwort.
Oft findet man sich dann, weil der andere eben auch schwer ist. Und dadurch einsam. Doch genau dann wird es noch schwieriger, wenn auch der Partner auf  ungesundes Essen programmiert ist. 
Wie(so) sollte sich denn nun was ändern?!


Was bleibt ist - Frust.
Und einige finden ihr Heil nur noch dann, wenn das Belohnungszentrum im Kopp Purzelbäume schlägt, weil sie sich eine besonders deftige Schokoladencremetorte in den Hals schieben.

Um uns dann mit weiteren 20kg mehr beim Spargelsportler oben wieder die Absage zu holen für den guten Job. Quatsch, dadurch, dass man das dann irgendwann sogar schon auf dem Passfoto sieht, werden wir dann nicht mal mehr eingeladen...


Verdammt. Das Wort "Zwickmühle" könnte kaum besser beschrieben sein... Nicht wahr?!


Aber.

Das Arschloch ist nicht der Sportspargel. Der macht seine Aufgabe schliesslich richtig.
Wenn wir ehrlich sind.

Das Arschloch ist diese kleine Stimme in unserem Kopf, die uns einflüstert, der Bubble-Tea würde uns glücklich machen. Vielleicht tut er das kurzfristig sogar, oder besser gesagt, es fühlt sich so an... Aber langfristig...!?

Langfristig werden wir in dieser Zwickmühle verweilen, bis wir unsere Gelenke schrotten, kaum noch die Treppen herauf kommen, weiter verhöhnt und verspottet werden, wir uns scheiss-teures Insulin spritzen müssen und uns ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall aus unserer kläglichen Existenz erlöst. Harte Worte. Aber leider die Wahrheit.

WOLLEN WIR DAS?!

VERDAMMT, NEIN!

Wir wollen leben!
Ohne Frust. Ohne Trauer oder Depression, die übrigens nicht allein aus der Situation sondern auch aus dem ungesunden Essen selbst kommt.

Ich rede hier nicht von den "Fröhlichen Fetten", wobei selbst die, obwohl sie manchmal unkaputtbar zu sein scheinen dann doch auch heimlich heulend nachts um 4 am Kühlschrank stehen.


Wir Fetten müssen was tun.
Wir müssen das selbst in die Hand nehmen.
Und zwar am Besten gestern.

So wie ich mich vor etwas über einem Jahr richtig entschieden habe, solltet Ihr das auch.

Niemand wird Euch das Abnehmen abnehmen.
Das müsst Ihr schaffen.

Aber nicht alleine, und das ist der grosse Vorteil. Kommt zu uns.
Gebt Euch für 14 Tage das Konzept, es ist kostenlos erhältlich.

Spürt erstaunt, dass auch in Euch doch noch so etwas wie Energie steckt, und zwar eine verdammte Menge davon. Holt Euch ein leichteres Leben zurück!

Und dann holt Euch den verdammten Job vom Sportspargel ab, denn das Fett macht Euch nicht zu weniger wertvollen oder dümmeren Menschen, das denken "die" bloss.

Ihr habt ein Recht darauf!
Aber den ersten Schritt müsst Ihr tun. Und "Klick" machen muss es bei Euch.


Bis später.



An den Verfasser der Mail:
Ich weiss, dass Du das liest.

Ich kann Dir gar nicht genug danken für den Denkprozess, den Du bei mir angestossen hast in Bezug auf offensichtliche Zusammenhänge in unserer Gesellschaft.
Die da sind, auch wenn sie eher nicht wahrgenommen oder einfach nicht besprochen werden.

Dass  Dich trotz der Situation für den Lifetime-Tarif entscheiden willst, zeigt mir, wie ernst es Dir ist, aus dieser Situation heraus zu kommen.

Deshalb verspreche ich Dir hier heute öffentlich:
Wenn Du es schaffst, mit uns aus dieser unsäglichen Zwickmühle heraus zu kommen, wenn Du es packst, Dein Gewicht auf einen BMI jenseits der gefährlichen Seite zu verringern, dann schreibe mir eine weitere Mail.

Und dann werde ich mich ins Auto setzen, zu Dir fahren und Dir ganz persönlich gratulieren und Dir höchstpersönlich auf die Schulter klopfen.

Versprochen!

Dienstag, 13. August 2013

KK-Quicktipp: Fruchtfliegen-/Wespenfalle für unter 2 Euro Do-it-Yourself

KK-Quicktipp: Fruchtfliegen-/Wespenfalle für unter 2 Euro Do-it-Yourself

Zwei Dinge gingen mir die letzten Tage auf die Nerven: 
Erstens  flogen rund um meine Turbotee-Zitrone in nicht versiegendem Strom kleine Fruchtfliegen und zweitens habe ich eine nette Nachbarin, die ein Wespennest in ihrem Rolladen-Kasten hat und erklärtermassen nichts dagegen unternehmen wird. 

Das macht Essen auf dem Balkon unmöglich, denn kaum sitzt man draussen kommen die neugierigen gelb-schwarzen Propeller und fressen u.a. "silberdollargrosse" Stückchen aus meinem Schinken.

___ Ab hier sollten echte Wespenfreunde aussteigen... ___

Eine Lösung musste her. Hier mein KK-Quicktipp, der gleich beides auf einmal löst:
Abbildung vergrössern? Klick!


Tipp: Für die Wespenvariante den Flaschenhals mit entfernen, damit mehr Durchmesser für den Einflug da ist und den Apfelsaft gegen Cider tauschen. Das geht noch besser. Ich vermute dass durch den Alkohol ein grösseres Geruchsfeld um die Falle entsteht als ohne.

Das Spülmittel nimmt die Oberflächenspannung der Flüssigkeit und verkürzt so mögliches Leiden.

Achtet bei der Höhe der Öffnung, dass genug Zwischenraum zwischen der Lock-Flüssigkeit und dem Einflug bleibt.

Normalerweise sollte sich das Oberteil selbst andrücken, wenn nicht könnt Ihr natürlich mit Klebeband unterstützen. 


Falls die Falle nicht gut genug erkannt wird kann man mit hellen bunten oder grellen Farben, z.B. einer selbstgebastelten Papieretikett-Bandage für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Damit das noch gesagt ist: Ich achte Tiere und das Leben.
Wenn jedoch eine ernsthafte Gefahr ausgeht wie z.B. allergiebedingte Schwierigkeiten durch Wespenstiche, dann bleibt manchmal keine Alternative.

Ich fordere nicht auf, so ein Ding irgendwo im Wald aufzustellen aus purer Mordlust ;) ^^



UPDATE: Wenn man das Leiden noch verkürzen will kann man dem Gemisch noch etwas Kaisernatron oder Backpulver hinzufügen, wenn man die Falle am Bestimmungsort aufgestellt hat. Das Natron reagiert kurz und heftig mit dem Essig. Die Folge ist im Ergebnis eine Schicht Kohlendioxid über der Oberfläche der Flüssigkeit in der Falle, die das Unvermeidliche verkürzt... 

___ Ab hier können echte Wespenfreunde wieder einsteigen... ___


Bis später.

Heute: 1 Jahr NicoDaVinci-Blog









Freitag, 9. August 2013

Nein, ich habe das Rad nicht erfunden...

Wow. 
Was für ein Start gestern!

www.KiloKegeln.de

ging online, und so viel freundliches, überwältigendes Feedback. 


Und zwischendrin erhalte ich wie schon in der vergangenen Zeit einen "freundlichen" Hinweis, der mir sagt, ich habe "das Rad ja auch nicht erfunden"...


Abgesehen davon, dass das natürlich stimmt frage ich mich, welchen Zweck eine Aussage wie diese hat.





Nehmen wir das doch einmal analytisch auseinander...
Die Kernaussage in der Übersetzung soll wohl heissen: "Das ist nicht Deine Erfindung."
Vielleicht noch im Nebensatz mitschwingend etwas wie: "Was brüstest Du Dich damit?"


Vor allem aber ist es wertend, und der eigentlich Zweck scheint sogar zu sein, ein bisschen damit verletzen zu wollen. Oder eine Leistung kleiner reden, als sie ist.

Einverstanden. Ich habe weder das Rad noch SlowCarb erfunden. 

Habe ich - im Gegensatz zu anderen - auch nie behauptet.

Trotzdem frage ich mich, ob die gleiche Person, die mich das fragt, dem Busfahrer zu dem sie einsteigt den gleichen "Vorwurf" macht. Immerhin nutzt er es ja auch, das Rad.
Ein Bus hat sogar gleich eine ganze Menge davon...

Nein. Der Job des Busfahrers ist es, die Leute zuverlässig und effizient zu einem vernünftigen Preis von A nach B zu bringen.

Seine Existenzberechtigung zieht er aus der Tatsache, dass manche keinen Führerschein oder kein Auto haben oder dass sie eben komfortabler, stressfreier ankommen wollen. Oder dass eine Gruppe ein gemeinsames Ziel ansteuert, das sie gemeinsam erreichen wollen.
Und der Busfahrer kennt den Weg nach B. Und das alles kann er, weil er das Rad sinnvoll nutzt, das ein anderer erfunden hat. Toll, nicht wahr?!

Dieses Bild übertragen auf meine Tätigkeit ist zu 100% zutreffend.


Es geht nicht allein um die Inhalte. 

Auch wenn es sehr, sehr viel Arbeit ist, diese zusammen zu tragen. 
Und es ein unschätzbarer Vorteil ist, die an einem einzigen Ort vorzufinden als verteilt auf tausende Quellen, von denen man teilweise dann immer noch nicht weiss, ob die Inhalte stimmen.

Nein. Es geht um viele Dinge, die vielleicht weniger greifbar sind, aber doch da - und einen entscheidenden Einfluss auf die Erfolge haben. Motivation zum Beispiel. Mitgefühl. Eingehen auf Sondersituationen. Unglaublich viele private Dialoge, die motiviert haben. Entwicklungen erkennen und dagegen steuern, wie die Tatsachen zu erkennen, dass Hitze und Licht einen Einfluss auf unsere Erfolge zu haben scheinen... Und die Informationen so aufzubereiten, dass sie verständlich sind. Und im Kopf bleiben. Ich könnte da noch lange weiter drüber schreiben... Vielleicht fällt Euch das eine oder andere dazu aber auch einfach nur selbst ein. Ich vertraue da auf Euch.

Ich kann von mir heute sagen, dass ich einer Tätigkeit nachgehe, aus der ich unglaublich viel Zufriedenheit schöpfe. Denn das Wissen, dass das was ich tue anderer Leben zum Positiven kehrt wenn sie sich darauf einlassen, beinhaltet sehr viel glückbringende Momente. Und gibt meinem Leben einen ganz eigenen Sinn.

Und ich bezweifle, dass die Person, die mein Handeln in Zweifel ziehen möchte auch nur annähernd ein ähnliches Glück hat wie ich.

Denn sonst hätte sie solche herabsetzenden Aussagen vermutlich gar nicht nötig.


Bis später.



Weiterführende Links zum Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rad

Samstag, 3. August 2013

Der Spiegel: Natürlich künstlich - Lesetipp und Kommentar


Ihr kennt das. Wenn man ein rotes Auto einer bestimmten Marke kauft, dann sieht man auf einmal eine Menge rote Flitzer dieses Typs auf der Strasse...

Eine Zeit lang ging ich davon aus, dass mein "Sich-Beschäftigen" mit dem Thema Abnahme, Ernährung und industrieller Herstellung von Nahrungsmitteln einen ähnlichen Effekt ausgelöst haben könnte, weil ich immer mehr Titelbilder bei den grossen Magazinen sah, die sich kritisch mit dem auseinander setzen, was da so mit uns passiert.

So langsam glaube ich das nicht mehr, ich sehe einen Trend, den ich sehr begrüsse.
Und das aber nicht ohne selbstkritisch zu bleiben und mein eigenes Konsumverhalten zu reflektieren.


Der aktuelle Spiegel setzt sich mit dem Thema "Industrielle Ernährung" auseinander, genauer zeigt er ein Bild auf, das mal das "Grosse Ganze" beleuchten soll.
Die Zusammenhänge der globalen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten, nicht ohne einen ordentlichen, in meinen Augen sehr berechtigten Seitenhieb auf uns Konsumenten zu auszuteilen. Doch dazu später noch einmal mehr.



Ausgabe 31 vom 29.07.2013

Der Spiegel zeigt in seinem Artikel ein paar sehr technologisch anmutende Industriestätten, in denen unser täglich Essen heute entsteht. Ein grosser Unterschied zu dem, was die Fernsehwerbung suggerieren will.


REINRAUMTECHIK FÜR EIN SPEISEEIS

Grundsätzlich haben wir ein schönes, behütetes Leben in unserer Industriegesellschaft.
Vor allem beim Thema Nahrungssicherheit. Alles wird zig Mal kontrolliert, denn nichts fürchtet die Industrie mehr als einen Skandal. Das ist ein durchaus positiver Aspekt des Essens vom Fliessband. Wirklich schlimm krank wird man vom Essen nicht mehr, zumindest bezogen auf die Seuchen, die im Mittelalter noch ganze Landstriche dahin gerafft haben, wenn einmal ein Brunnen verkeimt war.
Allein - die Gefahren heute sind andere. Und sie gehören ebenso adressiert...


DER PREIS ENTSCHEIDET


In dem Bericht wird vom schizophrenen Konsumenten gesprochen, der zwar immer behauptet, regional gute Lebensmittel als positv zu empfinden, der dann aber - schon des Preises wegen - zurück schreckt, sie dann auch zu kaufen. 


Ich kann das gut verstehen. Vieles entscheidet sich heute über den Preis. Und die Marktmacht der grossen 6 - Nestle, Modelez(ehemals Kraft), Unilever, Danone, Mars und Dr. Oetker baut sich ja weiter mit jeder Papppackung weiter aus, die wir kaufen. Denn - je grösser die sind, desto mehr Druck können sie auf ihre Lieferanten ausüben, desto günstiger das Endprodukt.
Ein Kreislauf. Ich bin noch nicht sicher, ob ich den gut finde.

HILFSSTOFFE NICHT DEKLARATIONSPFLICHTIG


Weiters geht der Spiegel auf einen Teil der aktuellen Situation ein, den ich ebenfalls sehr kritisch sehe: Zusatzstoffe. Sehr interessant. Da gibt es - ich greife mal eines der Beispiele aus dem Artikel heraus - anscheinend ein eigenes Waschmittel für Erbsen, damit die Maschinen das besser verkraften und leichter zu reinigen sind nach der Verarbeitung.
Diese Hilfsstoffe seien am Ende dann zwar im Produkt, aber nicht auf der Kennzeichnung, da sie dort dann ja keine Funktion mehr hätten. Das ist der eine Teil, den ich sehr ungern sehe, denn genau betrachtet führt er die Lebensmittelkennzeichnung dann ein gutes Stück ad absurdum. Plakativ gesprochen: Ich mach Euch mal ein paar Gummiteile ins Essen, die es braucht, damit das Band läuft, schreib es Euch aber nicht dazu, weil sie mit dem Lebensmittel an sich ja nichts zu tun haben. Das ist ärgerliche Praxis, die auf den Prüfstand gehört!

ZUSATZSTOFFE


Ebenso ärgerlich finde ich den immer extensiveren Einsatz von E-Zusatzstoffen, ohne das Thema mal wirklich anzupacken. Wer sich mit Ärzten unterhält kennt die Realität. Die wachen dieser Zunft stellen nämlich immer häufiger einen Zusammenhang von allergenen Leiden mit dem übermässigen Konsum von "Schneller-Fertig-Essen" aus der Box fest. Und auch wenn ein Juckreiz auf der Haut sehr real ist und eigentlich keiner Studien bedarf:

Der Spiegel kritisiert hier völlig zu Recht einen Umstand, den ich eigentlich sehr ungeheuerlich finde. Während jedes kleine Schnupfenmittel hundertfach auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten getestet wird, hat sich offensichtlich bis heute noch niemand ernsthaft an die Erforschung von freigegebenen E-Zusatzstoffen und deren Wirkung mit anderen Mittelchen, die für eine günstigere und automatisiertere Produktion von Lebensmittel eingesetzt werden.

Immerhin scheint irgendjemand schon einmal festgestellt zu haben, dass die sehr häufig zum Einsatz kommende Zitronensäure nicht nur die Zähne angreift sondern dem Körper auch das einlagern von Metallen wie Blei und Cadmium erleichtert.

Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Denn das Schnupfenmittel wird weitaus weniger häufig angewendet als unser tägliches Essen. Um so verwunderlicher ist es doch dann, dass für dieses ein höherer Standard angewendet wird. Hier stimmt etwas nicht.


DER KONSUMENT IST MITSCHULD


Ja, Spiegel, das sehe ich auch so. Ihr habt das sehr amüsant in einen Satz gepackt, über den ich herzlich Lachen konnte, weil es einfach Tatsache ist:

"Sie schauen Kochshows und besitzen haufenweise Kochbücher, sind oft mit der Zubereitung von Kartoffelbrei überfordert."

Touché. Wie wahr. 

Der grosse Unterschied zwischen "Ich könnte ja, wenn ich wollte" und "Ich tue." 
Zusammen mit der oben angesprochenen Preisspirale ist das ein Kern des Problems.
Aber auch die Chance - für uns Verbraucher. Denn wenn wir morgen zwei Mal mehr aus dem Gemüseangebot in den Wagen packen als von der Schachtelbox-Palette mit dem Fertigkram, wenn wir uns Zeit nehmen, eines unser Grundbedürfnisse Essen so zu befriedigen, wie es uns eigentlich selbst zustehen sollte, dann ist das die Keimzelle für einen möglichen Ausbruch aus der aktuellen Entwicklung.

Wiederkehrend wird mir erzählt, dass das Geld für gesundes Essen ja auch erst einmal aufgebracht werden müsse. Wie der Bericht aufzeigt werden seit 12 Jahren zementierte 15% des Haushaltsgeldes für Nahrungs- und Genussmittel ausgegeben. Damit hat sich das aber auch die letzten 30, 40 Jahre halbiert. Weil das Essen billiger hergestellt werden kann zum einen, aber auch weil wir diesbezüglich zu geizig sind. Eine Küche für 10.000 und mehr Euro zu Haus, aber über den Preis der Butter meckern, kritisiert der Spiegel an dieser Stelle. 


Ja. Setzen wir doch einmal die Prioritäten neu. Wie wär's?!

Meine Kaufempfehlung für diese Ausgabe

Vielen Dank, Susanne Amann, Michael Fröhlingsdorf und Udo Ludwig für diesen Bericht.

Aber bitte belasst es nicht dabei. Zu diesem Thema gibt es noch sehr viel mehr zu sagen und zu recherchieren, und Print scheint sich ja ganz gut zu verkaufen, wenn Essen auf dem Titel ist. Macht weiter damit!

Bis später

Mittwoch, 31. Juli 2013

275000



Danke! Bedankt! Hvala! Thank you! Takk fyrir! þakka 



þér! kiitos! Merci! Gracias! Dank u! σας ευχαριστώ! ขอขอบคุณคุณ! شكرا Tack! Teşekkür ederim!

Dienstag, 23. Juli 2013

Ein Jahr SlowCarb...

So.
Heute vor 1 Jahr stieg ich morgens auf die Waage und beschloss: Genug.
Ein Jahr... Eine lange Zeit.

Für mich ist es eigentlich deshalb besonders interessant, weil ich einen nicht allzu alten TV-Bericht erinnere, in dem verschiedene Abnehmkonzepte getestet wurden, bzw bei denen nach einem Jahr die Erfolge kontrolliert wurden. ALLE waren durchgefallen, die Teilnehmer dort hatten nach ebenfalls einem Jahr zu 100% mindestens das Ausgangsgewicht wieder erreicht oder lagen sogar zu einem beträchtlichen Teil über dem, was sie vor Beginn ihrer Teilnahme auf die Waage brachten.

Ich wiege heute massiv weniger als vor einem Jahr - immer noch.
Für mich doch ein Beleg, dass das Jojo erfolgreich 
in Schach gehalten wurde.

Wenn ich das Jahr so Revue passieren lasse, dann habe ich sehr positive und einige weniger positive Erinnerungen.

Über die negativen will ich an diesem "Feier-"Tag gar nicht sprechen, wen das interessiert, der kann gerne mal in den Monat März zurück schauen. Nein, sprechen wir lieber über das Positive:

Ich durfte eine Menge Menschen kennenlernen, die ähnlich wie ich, versucht haben abzunehmen. Und durch unsere Zusammenstellungen an Infomaterial ebenfalls ihren Weg gefunden haben. Innerhalb eines Jahres hat sich aus meiner Entscheidung. "GENUG!" eine Facebookgruppe mit weit über 2000 Mitgliedern gebildet, die alle zusammen ganz sicher schon mehrere Elefanten an Gewicht gelassen haben. Die sich gut fühlen.

Die ihre Neurodermitis in den Griff bekommen haben, die als Diabetiker spürbar seltener spritzen müssen. Menschen mit MS, die diese Mistkrankheit im Zaum halten, so gut es eben geht. Hashimotos mit sehr positiven Werteverbesserungen. Menschen, die ein halbes Leben mit Sodbrennen zu kämpfen haben und auf einmal nicht einmal mehr wissen, wie man das schreibt... Und eine ganz beträchtliche Menge derer, die einfach nur ein paar Kilos zu viel hatten, und denen es wesentlich besser geht als bevor sie der Facebookgruppe beigetreten sind.

Wir haben etwas bewegt. Seit September letzten Jahres.

Es macht mich stolz und ungeheuer zufrieden, wenn ich Bilder sehe, wie manche vorher viel Gewicht mit sich rumschleppten und auf dem Nachher-Foto auf einmal so sehr viel gesünder ausschauen. Und glücklicher.

Bei all dem was war: Es war ein gutes Jahr.
Stünde ich wieder vor der gleichen Entscheidung, ich würde sie wieder genau gleich treffen.

Habt einen schönen Tag da draussen.

Bis bald.


Mittwoch, 17. Juli 2013

Das Kult-QuickChecker-Update - "Reise nach Sultanien"

Für jene, die nicht Mitglied in der Facebookgruppe sind, sei kurz erklärt:

Wir haben eine KK-interne Software, den QuickChecker.
Das Programm gibt sofortige Antwort auf Anfragen ob ein Lebensmittel erlaubt ist, oder nicht. Gibt man etwas ein, das der QuickChecker nicht kennt, wird es zur weiteren Bewertung in einer Datenbank zwischengespeichert.
Das passiert auch mit Fehleingaben oder falschen Schreibweisen.

Von Zeit zu Zeit gibt es in der Gruppe eine mittlererweile fast schon kultige Rubrik, das sogenannte "QuickChecker-Update". 

In diesem gehe ich auf einige der Eingaben ein, nicht ohne ab und an auch einen lustigen Kommentar zu Fehlschreibweisen abzugeben.

Diesmal waren es besonders viele, weshalb ich alle in einen "etwas anderen" Text gepackt habe. 

Da sich dieser Beitrag wachsender Beliebtheit erfreut, konserviere ich ihn mal zur Sicherheit hier für die Nachwelt.

Die fett markierten Worte sind die Original-Einträge aus der QuickChecker-Datenbank.



Diesmal möchte ich zu einer Reise einladen...

Und zwar nach Sultanien, genauer, in die Hauptstadt dort, die da heisst Sallat.

Schliesst die Augen und stellt Euch vor, es ist ein lauer Sommerabend im Hotel.
Die Kriketten zirpen, neben Euch sitzt ein Zuckerschotte, der sich Euch als Grabby Smith vorstellt und Euch auf eine Pinia Collada einlädt.

Im Hintergrund steht ein Nude am Grill, der abwechselnd Leisch, Gehackttes und Tunfisch auf dem Rost wendet.

Nebendran steht dessen Fetta mit Namen Kirbis, der angestrengt versucht, aus dem Labskaos schlau zu werden, das ihm der Herr aus der Frühschicht hinterlassen hat.

Sein Kollege Nestragon schneidet behände den Kantenschinken in dünne Scheibchen, und legt mit spitzer Zunge liebevoll ein paar Röschen Kräuterbrutter auf die anzurichtenden Teller.

Unterdessen backt Johannesbrot. Da das Hotel ein 5-Sterne-Schuppen ist, wird auch hier nicht gespart, man verwendet Rüh Eier.

Die Eier des Rüh nämlich sind besonders schmackhaft, da sich dieses fast ausschliesslich von Kirchenerbsen und Couwcous ernährt. Aber sie sind eben leider teuer und nichts für alle Tage.

Rechts von diesem appetitanregenden Szenario backt Kai Pirinja gerade an einer besonderen Kreation aus der Gattung Sahne Torte
Er verwendet dazu ganz raffiniert Säure Sahne, welche wegen der möglichen Verletzungsgefahren nur von bestens ausgebildeten Vertretern der Pâtissierkunst weltweit von gerade mal einer Handvoll Eingeweihter überhaupt als Zutat verwendet werden darf. 
Er garniert das ganze mit den immer seltener gewordenen Hinnbeeren, einem Pfirsisch, den er extra aus Leipzig einfliegen liess und streut darüber mit hochgezogenen Augenbrauen kunstvoll ein paar Haferpflocken.

Ein bisschen ärgert Ihr Euch über die dauernd plappernde Wahlnuss neben Euch, die den ganzen Abend Nestragon zuzwinkert und ihm einen Kuss Kuss zu wirft.
Hätte sie mal lieber einen anderen Platz gewählt, die gute...

Ihr lauscht den Empfehlungen des Kellners Smirnoff, der im adretten Parika rot vor Euch steht. Als Vorspeise empfiehlt er Euch Obsd, garniert mit Algavedicksaft und "Kaffeesahne (0,2% Fett)" auf einem schwarz weiss karierten Spiegel von Schachliksosse.

Das Wasser läuft Euch im Mund zusammen, als er mit leicht russischem Akzent das Hauptgericht anpreist:

Es gibt Gefühlte Paprika und Kojaknudeln, letztere eine Reminiszenz an den leider viel zu früh von uns gegangenen Schauspieler Telly Savalas. Dazu werden Katoffeln und Kiechererbsen gereicht. Das an einem feinen Sösslein aus Ersnussbutter
Die gemeine Ers-Nuss wird im Himalaya von den Bergziegen dort... aber das wisst ihr ja...

Als Dessert empfiehlt Smirnoff, selbst leicht schwankend "Quark mit Früchten" oder wahlweise eine feine Creme frech, eine wahre Paradiescreme, garniert mit Chutney von der edlen Aerdbeere.

Ihr nickt bloss begeistert, und während er mit Eurer Bestellung zu Nestragon Laufenbreze't, fällt Euer Auge auf Karmuth, den Dompteur.

Der purzelt mit einer Rollade geschickt direkt vor Eure Füsse, im Schlepptau ein paar Stachelbären und ein paar Adieschen. Wer letztere nicht kennt, nicht schlimm, die Stachelbären sind eh putziger...

Die kleinen Viechers führen Euch zunächst einen Nudelauflauf vor, gefolgt von einem sehr niedlich anzusehenden Kartoffel auflauf. Beide haben übrigens einen ordentlichen Nico Einlauf zur Folge, wenn man sie während der Woche isst.

Das alles würde zu Eurer Entspannung sicher beitragen, wenn nicht diese blöde Wahlnuss wäre. Die dazu noch die ganze Zeit an ihrer Cola lilght.
Ein englisches Verb übrigens, das Euch Anja H. erklären soll, wenn sie reinschaut.

Ihr lasst Euch diesen wunderbaren Abend nicht verderben, eine Brise Gesalzen umspielt sanft Euren Körper, im Hintergrund hört Ihr das Kichererbsenmehr rauschen, Erholung pur, kein Grünkernschrott, kein Idiotkennstnetmaldijon der stört, ein Kreuter zwitschert vom Dach, im Teich hinter Euch plätschert die Froelle und Ihr denkt bei Euch....

... mein Gott... wie kann man nur so einen Wahnsinnskrampf in den QuickChecker eingeben...? ^^

Die Fundstücke könnt Ihr Euch diesmal selbst herauspicken, alles, was Euch oben komisch vorkommt ist Original 1:1 so eingegeben gewesen.

Naja, Gruss an die Schwabenfraktion:
En Fleischkäsweckle darfsch fei scho, aber halt ohne Weggle.

Und ich habe etwas dazu gelernt.
Es gibt nicht nur das IPhone 4S, nein,
im QuickChecker gibts auch das "Kaffe pad s".


Bis später

Dienstag, 16. Juli 2013

Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel


Es ist Wochenende. 


Ich sitze mit zwei lieben Menschen, einem Pärchen, auf dem Balkon, die beide ihr Geld damit verdienen, anderen Menschen das Leben leichter zu machen, die nach einem Schlaganfall oder ähnlichem eine Reha brauchen.


Ich habe so einen Heidenrespekt vor deren Aufgabe, und ich weiss nicht, ob ich das leisten könnte...

Wir unterhalten uns ein wenig über Gewicht. Übergewicht. Ich sage ihnen die Zahlen.
Jede zweite Frau, sechs von 10 Männern übergewichtig in Deutschland.
Sie begegnen dem mit fast schon ungläubigem Staunen.


- Schnitt -

Ein paar Stunden später stehen wir bei einer Veranstaltung vor der Bühne, warten darauf, dass es losgeht.


Er von den beiden kommt zu mir und sagt:
"Du, wenn ich mich hier so umschaue, dann können die Zahlen wirklich stimmen."

Wir stehen zwischen ca 800 - 1000 anderen und ich schaue mich um... Ja. Tatsächlich.
Das Verhältnis ist sogar ein wenig ungünstiger, da die Zielgruppe der Veranstaltung (Radio SWR1) eher einen Schnitt von 40 haben sollte.

Plötzlich erinnere ich mich an einen Satz, den ich mit 16 schon zu hören bekam.
"Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel".

Ich hatte vorher noch nie über den Satz nachgedacht, geschweige denn ihn hinterfragt, denn immerhin hat ihn mein Lehrmeister gesagt und was der sagt stimmt sowieso.






Heute geht mir der Satz schon den ganzen Tag wieder und wieder durch den Kopf und ich überlege, wieso ich den nicht loswerde...


Ich kenne den noch in anderen Varianten wie "Im Alter ist man halt dicker, das ist halt so." Oder: "Ab 40 nehmen die Männer zu, da hat man halt schon mal ein Bäuchlein."

Wenn wir nun die Silhouetten oben schauen, dann ist das eine ziemlich typische Karriere. 

Und übrigens auch sehr zutreffend auf mich selbst, bevor ich die Reissleine gezogen habe. 
Ich bin da einfach schrecklich durchschnittlich.

Ich glaube, wenn man ein Experiment machte, und ein paar Frauen befragte, ab wann die Silhouette sexuell unattraktiv wirkt, ist zu erwarten, dass die meisten 30 noch akzeptieren, einige noch die 40. Aber dann ist Schluss. 

Wenn man nun noch die Psychologie dahinter heranzieht, dass die Damen der Schöpfung unbewusst sexuelle Attraktion damit verbinden, dass ein Mann gesund und stark ist, und der Vater der möglicherweise der dabei entstehenden Kinder werden könnte, müsste man sich überlegen, ob dann 40 noch als gesund identifiziert wird. 
Naja, vermutlich wäre er akzeptiert, wenn das Bankkonto stimmt und er sonst zuverlässig ist.
Aber allein von der Optik her!?

Wieso also akzeptieren wir eigentlich die Silhouetten 40, 45 und 55 als gegeben?
Wenn sie doch eigentlich als ungesund identifiziert werden?
Weil es "normal" ist? Der Norm entsprechend? Weil 6 von 10 diesem Bild entsprechen?

Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel.

Ich glaube nach allem, was ich heute weiss, dass der Satz nicht nur unvollständig, sondern sogar gefährlich ist. Denn wenn wir Schönreden, was nicht schön ist, wenn wir normal reden, was nicht normal sein sollte, dann schaffen wir auch keinen Bedarf und keine Antriebe zu Veränderungen.

Denn tatsächlich müsste der Satz eher heissen:
Ein Mann mit Bauch kann zum Krüppel werden.


Und Mister 55 da oben hat gute Chancen für Knie- und sonstige Gelenkprobleme, Rückenprobleme, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall. 


Und damit beste Chancen, irgendwann einmal von den beiden betreut zu werden, mit denen ich am Wochenende auf der Veranstaltung war.

Wir müssen aufhören, "normal" mit "ideal" zu verwechseln.
Wir müssen aufhören, uns das schön zu reden.

Und anfangen das, "wie es heute eben ist" zu hinterfragen und die Zustände verbessern.

Ein Mann ohne Bauch ist KKein Krüppel!



Bis später

Mittwoch, 3. Juli 2013

Umfrage beendet: Sorgt ein grosser Vorrat für mehr Verbrauch

Vor ein paar Tagen hatte ich hier im Blog eine Umfrage geschaltet, bei der mich der Zusammenhang zwischen grossen Vorräten und höherem Verbrauch interessiert hat.
101 Teilnehmer haben wie folgt abgestimmt:

Bei grossem Vorrat...


... verbrauche ich mehr            47 (46%)

... verbrauche ich gleich viel    45 (44%)

... spare ich trotzdem                  7 (6%)

wie war nochmal die Frage?   2 (1%)


Das Ergebnis hat mich ein wenig überrascht. Weil es mir selbst so geht, dass - habe ich mehr von etwas verbrauche ich mehr - ging ich davon aus, dass die Zahl etwas höher ausfällt.

Respekt für die, die auch bei einem grossen Vorrat ausreichend Disziplin haben!

Trotzdem geht es fast der Hälfte wie mir.

Und vielleicht wäre es für die und für mich sinnvoll, das Vorratsverhalten ein wenig anzupassen, und lieber ein paar Mal öfters einkaufen zu gehen anstatt sich mit grossen Vorräten selbst zu verleiten. Zumindest bei den Vorräten, die nicht unbedingt ideal für das Abnehmen geeignet sind...


Neue Umfrage geschaltet

Ich schalte jetzt eine neue Umfrage. Diesmal interessiert mich brennend, inwiefern Ihr Euch vor KK überhaupt für das Thema "gesund Ernähren" informiert habt und wie hoch der Anteil von uns ist, die sich schon vorher damit auseinander gesetzt haben und der Anteil von uns, die jetzt erst so langsam anfangen, sich in diesem wichtigen Punkt weiterzubilden.
Ihr findet sie wie immer rechts unten bei der Blogsuche.

Bis später

Sonntag, 30. Juni 2013

KK-Wissen: Warum eine ausgewogene Ernährung wichtig ist

Ich hatte  in der KK-Facebook-Gruppe folgende Quiz-Frage gestellt:

*** KK-Quizfrage: Das 'eine' Nahrungsmittel *** 
Welches Nahrungsmittel würde Dich am Leben halten, wenn Du von heute ab nur noch ausnahmslos dieses eine ohne Variation mit anderen zu Dir nehmen würdest?

Abwechslung und eine ausgewogene Ernährung sind wichtig.
Was wäre, wenn uns plötzlich von heute auf morgen nur noch Fleisch oder Pasta oder Gemüse zur Verfügung stehen würde?

Die traurige Wahrheit ist, das von allen möglichen Nahrungsmitteln nur eines das Zeug hätte, uns am Leben zu erhalten. Alle anderen würden uns aus verschiedenen Gründen ins Jenseits bringen, würde man sie sprichwörtlich für sich alleine nehmen.

Was denkt Ihr (ohne zu googeln oder nachzuschlagen)?
Schreibt spontan auf, von welchem Ihr denkt, dass es das ist.

Einen Tipp gebe ich, auch wenn ich weiss, dass hier einige (vor allem Damen) das als spontane Eingebung haben werden - es ist NICHT Schokolade. :)


Wenn Du nicht in der Facebook-Gruppe bist, kannst Du ja kurz inne halten und versuchen, Dir die Frage selbst zu beantworten.



Ist Salat dieses eine Lebensmittel, mit dem man überleben könnte?


Die Auflösung ist gleichzeitig eine interessante Antwort auf die Frage:
Warum ist eine ausgewogene Ernährung wichtig?


Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt liest überall einen Satz:
"Ernähre Dich ausgewogen..." - Aber was ist das überhaupt? Ausgewogen?

Die Antwort ergibt sich, wenn man die Frage umkehrt.
Was passiert, wenn ich nur von einem Lebensmittel esse und die anderen auslasse?
Dem bin ich nachgegangen, mit einer erstaunlichen Antwort auf die obige Quizfrage...


Ist es Wasser? Obst? Getreide? Reis? Gemüse? Fleisch?

Wasser?
Ist wichtig, keine Frage. Immerhin besteht unser Körper zu einem ordentlichen Prozentsatz (45% bis 70%) daraus. Aber ausser Mineralien hat das kühle Nass unserem Körper kaum etwas an Nährstoffen zu bieten, das uns lange am Leben hielte. Wir würden zwar nicht verdursten, aber verhungern.

OOOobst!?

Nope. Auch wenn Obst uns über den Fruchtzucker sehr schnell mit Energie versorgen würde, wäre genau der das Problem. Da Fructose nur in der Leber abgebaut wird, die aber die Mengen nicht verarbeiten kann, und als Leberfett einlagert, ist eine Leberentzündung das erste, woran wir merken, dass etwas nicht stimmt. Und vielleicht auch das Letzte.Aber, es heisst doch "5 am Tag". Genau. In Deutschland. In Dänemark heisst es 6, weil es wie "Sex" klingt und wieder woanders kann man gar nicht genug bekommen.
Das Dumme daran ist, dass das reines Marketing ist. Nichts weiter.

Ich weiss, ich weiss, Pasta - ich könnte nur von Nudeln...? Kohlenhydrate?
Nein, könntest Du nicht. Ab gesehen von den gleich weiter unten näher erklärten Problemen durch den Mangel an Aminosäuren ist Skorbut durch Vitaminmangel wahrscheinlich die grösste sich daraus ergebende Gesundheitsgefahr... Die Folgen wären Lethargie, die Knochen würden schmerzen, die Haut bekäme Flecken und... ach das wollt Ihr nicht wissen...
Wenn doch, folgt dem obigen Wiki-Link :)
Dummerweise gilt das komplett für alle Kohlenhydrate, also trifft das auf Getreide und Getreideerzeugnisse zu. Reis, Brot, Zucker, Hülsenfrüchte...


Ah. Dann Gemüse?
Kein einziges Gemüse und keine Hülsenfrucht der Welt vereint in sich alle 9 lebenswichtigen Aminosäuren, die unser Körper benötigt, um die Eiweissbausteine für unsere Muskeln herzustellen. Ein Mangel würde sich zunächst darin äussern, dass Haare ausfallen und die Fingernägel weich und brüchig würden. Dann würden Muskeln und  Organe schrumpfen. Da das Herz ein Muskel ist, wäre vermutlich Herzversagen die ungünstigste Folge.

Fleisch!?
Äh. Nein. So ungern ich das sage. Schliesslich liebe ich, wie die meisten Männer Fleisch.
Fleisch ist toll, aber allein seelig machend, wenn man es wörtlich nimmt.
(Der Gag könnte ein bisschen dauern, aber ich finde ihn klasse!)


Auch das scheitert leider am Vitaminmangel mit den gleichen Folgen wie die Kohlenhydrate.
Zusätzlich geschieht noch etwas anderes recht Unangenehmes: Wenn wir keine Kohlehydrate zu uns nehmen, beginnt der Körper Muskelgewebe abzubauen. Eigentlich könnte man es sogar härter formulieren: Unser Körper frisst sich selbst auf. Um an Energie zu kommen, geht er an die Muskeln. Und Muskeln, da denkt man(n) zuerst an Bizeps. Nochmal. Das Herz ist ein Muskel und - Bumm! Irgendwann.

Das letzte ist übrigens ein sehr wichtiger Ausflug gewesen eben.
Jetzt könnt Ihr Euch vorstellen, warum KK auf SlowCarb und nicht auf LowCarb setzt. 
Wir verzichten nicht auf Kohlenhydrate, weil es ein Gesundheitsrisiko darstellen kann und die Abnahme nicht über das Verschwinden von Fettgewebe sondern (auch) Muskelgewebe stattfindet! Und vielleicht überdenkt jetzt die/der eine oder andere auch nochmal ihre/seine strikte Abneigung gegen Hülsenfrüchte?



Die erstaunliche Antwort auf die Quizfrage lautet: Muttermilch.
Die ist das einzige, das wirklich ein Leben lang allein ausreichte.
Auch wenn sie alles beinhaltet, was rein körpertechnisch genügt um einen Erwachsenen am Leben zu halten (mal von ein paar unangenehmen Nebenwirkungen abgesehen) scheiterte das vermutlich am Versorgungsproblem.
Denn wer hat schon ausreichend lebenslangen Zugriff auf das kostbare Nass?
Und  - nächste Frage - wovon lebte dann die edle Spenderin? 


Jaja, ist nur ein Babyfläschchen. Man weiss ja nicht, wer hier zuschaut. ;)


Die zweitbeste Lösung wäre fermentierte Milch von anderen Säugetieren, also z.B. Joghurt.

AHA! Erwischt?!  Du hast doch in Deinem Blog geschrieben, dass Milch...?!
Ja. Hier und hier  hatte ich etwas dazu geschrieben. Das gilt nach wie vor.

Die Quiz-Frage war ja, was würde für sich alleine genommen ausreichend sein, um den Rest des Lebens zu überleben.
Nicht, welches Lebensmittel ist geeignet, um erfolgreich Übergewicht abzubauen... :)

Das war jetzt alles recht hypothetisch, aber leider gibt es auf der Welt tatsächlich Regionen, in denen all diese Mangelerscheinungen und Gesundheitsschwierigkeiten an der Tagesordnung sind, weil es einfach nichts anderes gibt als z.B. Reis.
Wir sollten meiner Meinung nach unsere (Über-)versorgung zu um so mehr schätzen wissen!

Ihr seht, es ist ungeheuer wichtig, nicht nur auf ein einzelnes Lebensmittel zu setzen, sondern diese untereinander zu variieren. Wenn ich mir Eure Rezepte und Fotos in der Gruppe so ansehe, dann beherzigt Ihr das ja auch schon.

Aber jetzt - jetzt wisst Ihr auch, WARUM das so wichtig ist...


Bis später.




Samstag, 29. Juni 2013

250000




WOW! Ich danke Euch für diese Riesenzahl:




Da ist eine Viertel Million, richtig?! :)

DANKE!

Dienstag, 25. Juni 2013

KK-Wissen: Warum Kalorienzählen nicht zwingend dünner macht

Immer wieder kommen zu uns KiloKeglern neue Mitglieder, die aus vorherigen Diät-Erfahrungen das Kalorienzählen gewohnt sind. Leider ist das eben kein funktionierndes System, vielleicht ein Grund, warum diese Leute bei uns landen. Und bei uns auf einmal Erfolg haben.

Warum ist das so, oder was machen wir vielleicht besser oder richtiger?

Das möchte ich heute in diesem kleinen Aufsatz einmal näher beleuchten.


Das hier sind 200 Kilokalorien.

Eine Kalorie? Was ist das eigentlich?

Um ehrlich zu sein, ich wusste das lange selbst nicht. Ich wusste, dass es etwas mit Energie zu tun hat, aber was genau? Musste ich lernen.

Eine Kalorie (cal) ist die Maßeinheit an Energie, 
die man benötigt um 1 Gramm Wasser bei 1°C auf 2°C zu erhitzen.
Problematisch ist, dass die Bezeichnungen, z.B. auf Nahrungsmitteln oder in Nährwerttabellen im Internet manchmal etwas irreführend ist. 
Denn auch wenn da von Kalorien die Rede ist, steht meistens vor dem cal ein kleines "k". kcal steht für Kilokalorien, was nichts mit den Kilos zu tun hat, die wir zu viel haben sondern mit Kilo = 1000 - was bedeutet, dass es sich bei 1 kcal um 1000 Kalorien handelt. Das heisst also, 1kcal ist die Menge an Energie, mit der man 1 Liter Wasser bei 1°C auf 2°C erhitzen kann.

Kurzer Ausflug: Joule?
Früher war eine zeitlang auch Joule auf den Verpackungen  zu lesen, seit 2010 dürfen die Lebensmittel aber nur noch mit kcal erfolgen, deshalb vergesst Joule, die sind outdated und für uns unerheblich.

Das sind auch 200 Kilo-Kalorien.

Woher kommen die?
Wir beziehen unsere Energie und unsere Kalorien aus dem Essen und dem Trinken, das wir zu uns nehmen. Genauer aus den darin enthaltenen Kohlenhydraten, aus den Eiweissen/Proteinen und den Fetten.

Wieviel brauchen wir davon?
Grundsätzlich hängt der Tagesbedarf davon ab, was wir an Energie verbrauchen. Das wiederum wird beeinflusst von unserem Alter, unserem Gewicht und unserer Körpergrösse.
Und - von dem was wir tagsüber so tun.

Ein Bauarbeiter, der den ganzen Tag nichts anderes tut als Steineschleppen verbraucht damit natürlich viel Energie. Wichtig für die Bürohengste ist, unterschätzt Euren Bedarf nicht, Arbeiten in hoher Konzentration verbrauchen sehr viel Energie, auch wenn Ihr Euch nicht bewegt.

In Mengen gesprochen ist der Tagesbedarf im Durchschnitt irgendwo zwischen 2000 und 2700 KILO(!)Kalorien, ein Hochleistungssportler im Training oder im Wettbewerb kann das locker verdoppeln.

Heisst das, wenn ich mich gar nicht bewege, verbrauche ich auch keine Energie?
Nein. Selbst im Ruhezustand verbraucht der Körper Energie, schliesslich arbeiten unsere Organe, unser Gehirn etc. ja auch, wenn wir gar nichts tun.

Das nennt man Grundumsatz. 

Naja, nicht ganz genau, denn genau gesagt ist der Grundumsatz die Energiemenge, die ein Körper auf nüchternen Magen bei vollkommener Ruhe bei 28°C pro Tag verbraucht.

Beeinflusst wird dieser Grundumsatz durch eine ganze Reihe an Faktoren, z.B. wie alt man ist, ob Männlein oder Weiblein, wie schwer und wie gross man ist, welche Klamotten man trägt, wie der Gesundheitszustand ist und - und das ist interessant und einige sollten das erkennen: Welche Muskelmasse man mit sich herumträgt.

Das heisst: Habe ich mehr Muskeln, verbrauche ich auch, wenn ich nicht viel tue am Tag mehr Energie, also kann ich mir auch eher einen Überschuss an Energie leisten, ergo kann ich leichter ein Schokoeis mit Sahne verkraften als ein untrainierter Mensch.


Soviel Snickers gibts für 200 kcal.



Was ist das mit der ausgeglichenen Energiebilanz?
Einige Abnehmkonzepte rechnen nun vor: 
Wenn Du 2000 kcal am Tag brauchst, und 2400 kcal zu Dir nimmst, dann hast Du einen Überschuss von 400kcal, also nimmst Du zu. Im Umkehrschluss hiesse das: 
Wenn Du 2000 kcal am Tag brauchst, und Du nimmst nur 1600 kcal zu Dir, dann hast Du ein Minus von 400kcal, also nimmst Du ab. Das klingt schön einfach und logisch, nicht wahr?! 

Tja. Leider sind wir keine Maschinen. Und selbst da schaffen die Automobilhersteller nicht, korrekte Verbrauchszahlen an Kraftstoff auf 100km zu liefern. Komisch? 
Genau genommen nicht. Wie bei den Automobilingenieuren haben Eure Abnehmingenieure das gleiche Problem. Die variablen Werte.

Wie Ihr oben schon gesehen habt, hängt allein der Grundumsatz schon von einer Menge - für uns Laien kaum korrekt messbaren - Faktoren ab, schliesslich verändert sich das Bild schon, wenn ein Tag heisser ist, Ihr einen Wollpulli anhabt oder einen Badeanzug tragt. 

Und selbst das ist nur die halbe Wahrheit. Denn wenn ihr mit Euren Nährwert-Tabellen den ganzen Tag brav Eure Kalorien zählt und selbst wenn Ihr dabei nichts vergesst:
Lebensmittel sind Naturprodukte, die Werte auf der Packung eine Momentaufnahme in einem Labor, die ganz locker auch mal schwanken können. 

Ein weiterer Aspekt ist, dass ihr mit 2 Gläsern Cola zwar relativ wenig Kalorien zu Euch genommen habt, aber die Verarbeitung im Körper für das Abnehmen viel unvorteilhafter ist.
Das sei ein anderes Mal noch genauer erklärt. 
Fakt ist: Ihr habt mit der Cola weder vernünftige Nährstoffe zu Euch genommen noch für die Verdauung und den Stoffwechsel wichtige Ballaststoffe.
Mit anderen Worten: Die Chancen, für jemand mit wenig Hintergrundwissen über Ernährung, sich mit dem Kalorienzählen unausgeglichen zu ernähren, ... hm... steigen, vorsichtig gesagt.
Ihr messt den Brennwert, aber nicht den Nährwert.

Also - vergesst das mit dem komplizierten Kalorienzählen. Solange Ihr das nicht unter Laborbedingungen macht, KANN das nicht zuverlässig funktionieren. Und da Ihr noch so etwas wie ein Leben ausserhalb eines Krankenhauses leben wollt, hakt diese Variante ein für alle Mal ab. Es geht einfacher. Erfolgreicher.
200 Kilokalorien an Mandeln - für manche schon ein Zehntel des Tagesbedarfs

KK funktioniert also ohne dem Energiebilanz-Prinzip?
Genaugenommen spielt das bei KK auch eine Rolle. 
ABER: Es ist nicht Euer Job, das auszutarieren. 
Denn das Konzept an sich sorgt automatisch für eine ausgeglichene Bilanz. 
Und die Auswahl der freigegebenen Lebensmittel ermöglicht Euch, dass Ihr dabei immer satt bleiben könnt. Warum das so ist, versteht Ihr, wenn Ihr die Bildergalerie aus dem Link unten anschaut. Achtet mal auf die Mengen... Ausserdem sorgt die Auswahl der Lebensmittel gleich noch dafür,  dass Ihr keine Mangelerscheinungen habt und keine Nahrungsergänzungsdingens zufügen müsst. Ihr ernährt Euch gesund. Und nehmt ab. Ohne Hunger. Ohne schlechtes Gewissen. Und ohne Kalorien zählen zu müssen.

Interessante Zusatzinfos:
Was denkt Ihr, ist der grösste Kalorienverbraucher (Grundumsatz) in Eurem Körper? 

Denkt mal kurz nach. Ich fand das Ergebnis überraschend.
Der grösste Verbraucher ist - die Leber. Sie verbraucht alleine in etwa so viel wie die komplette Skelettmuskulatur, das sind je etwa 26%. Danach kommt das Gehirn (18%), das Herz (9% - sicher mehr, wenn man verliebt ist :) ) Nieren 7% - die restlichen Prozent entfallen auf die restlichen Organe (14%).

Weitere Highlights aus der Kalorienwelt:
- Um ein Auto 35km zu bewegen reichten die Energie aus etwas über 210 BigMäcs.
- 100 Tassen schwarzer Kaffee haben gleich viel Kalorien wie 2 Cappuccinos 



Weil Bilder mehr als 1000 Worte sagen, habe ich Euch zum Abschluss noch eine sehr interessante Bildergalerie, ein paar der Bilder habt Ihr ja schon gesehen...

Wenn Ihr Euch die mal anschaut, die Mengen und die Euch bekannten erlaubten Lebensmittel anschaut, dann versteht Ihr relativ schnell ein paar Zusammenhänge, z.B. warum Ihr leicht satt seid und in der Energiebilanz nur schwer in ein übles Plus drehen könntet.
Aber Achtung: Die Bilanz ist nicht alles, es gibt eine Menge mehr Faktoren. Wisst ihr ja jetzt.


BILDERGALERIE (KLICK)DIE MENGE DIESER LEBENSMITTEL SIND ALLE 200 KILOKALORIEN.
Bitte beachtet, dass er dort zwar Kalorien schreibt, aber Kilokalorien meint (vgl. den angegebenen Tagesbedarf)




Bis später.

Montag, 24. Juni 2013

KK-Turbo-Tipp: Turbo-Chef von Tupperware

Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert.

Nach Jahrzehnten des erfolgreichen Tupperware-Ignorierens und Belächelns haben sie mich jetzt dann doch tatsächlich mal so richtig begeistert.

Ja - ich gebe es zu: DAS Produkt von Tupperware ist schlicht und einfach genial.




Vor allem ist es interessant für jene unter Euch KKlern, die es immer eilig haben und nach Möglichkeiten suchen, Zeit beim Kochen einzusparen.

Bestimmt kennen das "Dings" viele von Euch schon, aber wer nicht, der sollte es sich unbedingt anschauen.

Dieser kleine Strippen-Schnipsler, wie ich ihn getauft habe, erspart einem minutenlanges Würfeln und Hackeln von Gemüse, zwei, drei oder vier Mal an der Schnur gezogen, das wars.

Mein erster Test:
Ich habe als erstes Testobjekt gleich mal einen Kohlrabi reingepackt. 

"Hehe", dachte ich, "den packst Du nie, wenn dann vielleicht ein bisschen vorsichtige Petersilie, oder ein zartes Blättchen Basilikum - aber Kohlrabi, da ist rum..." - Pustekuchen. Das Ding hat aus meinem schönen Kohlrabimockel in 3 Zupf-Gängen Miniwürfels geschnitzt, ohne auch nur mit der Wimper zu quietschen. Tomaten, Zwiebeln, Nüsse, Paprika... Packt das Ding. Unglaublich.

Saubermachen:
Aber beim Saubermachen scheiterts doch wieder, wie immer bei solchen Maschinchen...?
Auch nicht. Alle Teile, die zu reinigen sind, können in die Spülmaschine. (Tipp: Das Messer nur mit heissem Wasser abwaschen, Spülmaschinen machen Messer stumpf - danke Bri für die Anmerkung).

Stabilität:
Nicht mal da kann man meckern, alles ist robust, schnell zusammen- und auseinandergebaut

Mobilität:
Da das kleine rote Schnitzel-Teufelchen ohne Strom auskommt, kann man es problemlos auf Arbeitsfläche, Küchentisch etc einsetzen, ohne durch das Ende des Kabels im Radius behindert zu werden.

Sicherheit:
Wenn man sich jetzt nicht ganz trottelig anstellt und mit dem Messerteil Fangen spielt, sehe ich keine Sicherheitsbedenken. Im Gegenteil, wenn ich da an die Fingerkuppen-Ab-Reiben denke, die es da so gibt... Viieeeel besser.







Kritikpunkt:
Gesucht und nicht gefunden. Das Ding ist genial. Punkt.

Fazit:
Wer es sich leisten kann, sollte zuschlagen.
Es gibt nur sehr wenige Dinge in einer KK-Küche, die sinnvoller und praktischer sind.


Bis später.

Sonntag, 23. Juni 2013

Starke Gewichtsschwankungen bei hohen Temperaturen

Einige von Euch haben diese Woche feststellen müssen, dass das Gewicht aufwärts ging statt abwärts und machen sich Sorgen. Die sind zu unrecht. 

Ich möchte Euch bitten, Euch nicht verrückt zu machen. 

Wir hatten teilweise sehr heisse Tage, wenn ich richtig erinnere sind das die ersten sehr ausgeprägten über 30°C und mehr in diesem Jahr gewesen.




Die Temperaturen können für 2 sehr konträre Auswirkungen sorgen:

Auf der einen Seite kann der verringerte Appetit, ein paar medizinische Faktoren bei der Verdauung in Kombination mit der erhöhten Körpertemperatur und natürlich das über das Schwitzen ausgeschiedene Wasser für ein ungewöhnliches gutes (Rekord-)Ergebnis sorgen.

Auf der anderen Seite kann der Körper auf seine Hitze-Not mit übermässigen Wassereinlagerungen reagieren. Hinweise darauf können zum Beispiel sein, wenn sich am Umfang etwas ins Plus wendet, der Ehe-Ring nicht mehr passen will oder die Schuhe auf einmal zu eng werden.

Diese Wassereinlagerungen sind in der Auswirkung keinesfalls zu unterschätzen, die können innerhalb einer Woche das Körpergewicht mit einem Unterschied von 4 bis 5 kg ins Plus drehen, bei sehr starkem Übergewicht sogar teilweise noch mehr.

Macht Euch im zweiten Fall nicht unnötig verrückt, Wassereinlagerungen - das wissen die erfahrenen KKler unter Euch zu bestätigen - sind im Regelfall nach 3 - 4 Tagen komplett verschwunden. Und man darf sie nicht werten wie "echte" Kilos, die gehen nämlich viel langsamer wieder weg und kosten viel mehr Aufwand und Disziplin.

Also, so lange das heisse Wetter anhält oder wir immer mal wieder solche extremen Wechsel mit Unterschieden von 10°C haben, braucht Ihr nicht gleich unruhig werden, wenn kein oder wenig Erfolg da ist, oder sogar ein Plus zu verbuchen ist.

Macht einfach wie gewohnt weiter, wenn sich das mit den Temperaturen wieder einpegelt, werdet Ihr auch feststellen, dass auf die Ergebnisse wieder mehr Verlass ist, die Euch Eure Waagen anzeigen.

Samstag, 22. Juni 2013

Für Euch gelesen: Stern Nr.26 - Die Zuckermafia


Dank eines Tipps aus der Gruppe wurde ich auf die aktuelle Ausgabe des Stern aufmerksam.

Der macht nämlich gerade mit einem Thema auf, das anscheinend immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit rückt und uns ja kein Fremdwort mehr ist: Zucker.


Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich den Titelbericht beurteilen soll.
Auf der einen Seite ist es verstörend zu lesen, wie selbstverständlich die Industrie "ihren" Zucker mit Lobbyismus verteidigt, das fand ich mutig. Dann sind da Zahlen, die einen mit etwas Hintergrund ziemlich beunruhigen. Von denen es gut ist, sie mal gelesen zu haben. Denn es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass man mit dem Problem des Übergewichts nicht alleine da steht und noch wichtiger zu verstehen, woher es kommt.



Für Euch gelesen, der aktuelle Stern
Trotzdem, irgendetwas hat mir gefehlt. Der Bericht war vielleicht ein wenig zu distanziert. 
Zu wenig aufrüttelnd. Und ein paar Fragen kamen bei der Lektüre erst auf - blieben aber unbeantwortet. Wichtige Fragen.

Da steht zum Beispiel zu der Ampelkennzeichnung auf den Produkten nüchtern zu lesen:
"Eine Millarde Euro kostete es, die Ampel abzuwehren."
Aha. Wenn etwas etwas kostet, dann ist da auf der einen Seite jemand, der das bezahlt, und auf der anderen Seite jemand, der es empfängt, richtig? Und wer ist das? Wer ist da auf der Empfängerseite?
Bei so einer grossen Summe eine gute Frage, dafür müssen viele Gummibärchen verkauft werden, bis das drin ist.


Abgesehen davon glaube ich auch nicht an die Wirkung der Ampel. 

Und auch dort wird dann wieder getrickst, da bin ich sicher. Bei Artikeln, die viel Zucker enthalten habe ich schon oft festgestellt, dass auf die Nährwerttabelle die Werte für einen Bruchteil des Inhalts angegeben werden. Dabei - seien wir ehrlich - wenn der Kirschjoghurt offen ist, ist er weg. Komplett. Mit den 24 Stückchen Würfelzucker drin.

Hier muss der Hebel wesentlich früher angesetzt werden.
Weiterbildung der Ärzte zum Beispiel. Die erzählen ihren Patienten immer noch, sie sollten weniger Eier essen. Und wenn ein Kind Übergewicht hat, dann erzählt man den Eltern, es solle sich halt mehr bewegen und weniger essen.

Und in den Schulen muss etwas passieren. Biounterricht, Kochen, Chemie, es gibt genug Foren zu erklären, was für unsere Gesundheit schlecht ist und zu vermeiden ist.
Ja, ich weiss. Als Kind hört man das nicht. Aber hey, wenn man die Dinge schon einmal gehört hat, dann kann man sie anwenden, wenn man erwachsen genug ist. Oder der Leidensdruck hoch genug.

Interessant ist auch der Vergleich mit der Tabakindustrie. Einst unangreifbar haben die heute ganz schön Federn gelassen. Erst heute wurde berichtet, dass jetzt wohl auch EU-weit auf die Packungen hässliche Bilder in 65%-Grösse gedruckt werden sollen. Ich kenne das schon aus der Schweiz und kann sagen: Es hilft null.
Der lange Kampf der Tabakindustrie wird in dem Bericht verglichen mit dem, wie jetzt für den Zucker gekämpft wird. Naja, 12 Milliarden Euro Umsatz (allein Deutschland 2012 Süsswaren und Knabbersachen) wollen beschützt werden. Kann ich schon verstehen.

Aber wenn man zynische Manager, die haargenau wissen, dass ihr Produkt krank macht immer weiter agieren lässt, dann ist das falsch. Mehrwertsteuer rauf für Süsskram. Toller Vorschlag. Zahlt der Kunde. Wenn man etwas dagegen unternehmen will, dann muss man das Geschäft uninteressanter machen. Die höhere Mehrwertsteuer zahlen die Konsumenten. Und die werden das auch weiter tun. 100%ig. Wie bei Zigaretten, die irgendwann in meinem Leben mal noch mit 3 silbernen Mark verkauft wurden und heute 14 kosten. Geraucht wird trotzdem. Und Sucht ist beides. Für eine Sucht zahlt man jeden Preis, solange man Junkie ist.

Ich empfehle Euch den Kauf dieser Sternausgabe, falls Ihr noch eine Ausgabe ergattert, holt sie Euch.

Da sind wirklich interessante Dinge drin. So sehr ins Detail will ich gar nicht gehen, aber ein paar Dinge fand ich so bemerkenswert, dass sie hier Erwähnung finden sollen:


Von den 31,8 kg Zucker, die wir im Jahr pro Kopf in Deutschland zu uns nehmen sind tatsächlich nur 16,4% reiner Haushaltszucker (das ist das Weisse, das Ihr in Euren Milchkaffee geschüttet habt - Anm. für die, die das hoffentlich gottseidank schon vergessen haben) - ich glaube, die meisten sehen vor allem diesen Zuckeranteil, weil er sehr visuell ist.
Der andere Anteil steckt in verdeckt in Süsswaren, Getränken und "Sonstigem".
Hey, das sind über 80%, den wir nicht wirklich bewusst zu uns nehmen! 80%!!
Der in so schnuckeligen Sachen steckt wie Pizza. Ja, in Pizza kann auch Zucker stecken, im angesprochenen Beispiel sind es 7 Stück Würfelzucker. In Pizza.

Und falls Ihr mal wieder so richtig Lust auf Zucker habt, dann habe ich einen neuen Rekordhalter auf meiner Liste, der Nutella (Zucker: 56%) mal eben vom Thron gestossen hat:
Erdbeerkonfitüre von Schwartau Extra. Die hat 59%. Bitte Esslöffeln...

Freiheit. Die Zuckerindustrie hat Angst vor Verboten. Spricht von Selbstverpflichtungen. Und Eigenverantwortung der Bürger... Man könne doch den Bürgern nicht die Freiheit nehmen zu entscheiden, was sie essen und trinken.

Der zynischste Satz im ganzen Bericht von den Zuckeros:
"Zucker kann durchaus Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein."
Wackersteine auch. Sind Mineralien drin, deshalb hat man die dem Wolf bei Rotkäppchen... Leute... Streicht das ausgewogen.

Werte Entscheider: Eigenverantwortung allein funktioniert hier nicht. Sonst wäre nicht jedes fünfte Kind in Deutschland stark übergewichtig.

Denn ich unterstelle den Eltern, dass sie ihre Kinder lieben und es sie nicht absichtlich unglücklich und krank für die Zukunft machen.

Nein! Sie wissen es nur nicht besser. Und wenn Obst gut ist, dann ist es Erdbeermarmelade auch. Hier ist der Ansatz: Information!

Gerne auch eine Milliarde Euro teuer. Das wird billiger als die Belastungen, die auf das Gesundheitssystem zukommen in den nächsten Jahren, wenn sich nichts tut.





Bis später.