Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ein "neues" Gemüse tritt auf den (Speise-)Plan: Die Okra-Schote


Dieser Beitrag geht nicht an jene Handvoll Menschen, die die Okra schon lange kennen, sondern vielmehr an jene, die dieses Gemüse heute neu kennen lernen werden.

Auf der Suche nach Vielfalt ist der Blick über den "internationalen" Tellerand manchmal ganz nützlich.

So fand ich für mich die Okra-Schote als willkommene Ergänzung zwischen all dem anderen Gemüse, dass meine Küche bereits beim Vornamen kennengelernt hat.



Voller KK-Power: Die Okra-Schote birgt interessante Geheimnisse...

Okra ist auch als quiabo, Ladyfingers oder bamya bekannt und ist trotz ihrer starken Ähnlichkeit mit gerifftelten grünen Bohnen nicht zu den Hülsenfrüchten zu zählen. 

Dieses Gemüse ist vermutlich eines der ältesten, die je auf der Welt kultiviert wurden, als es die Pharaonen des alten zu sich genommen haben war es bereits mehr als 1000 Jahre auf dem Speiseplan der Geschichte.


... die für die KK-Küche extrem interessant sind...

Um so erstaunlicher, dass es in Europa eigentlich eher selten auf den Speisezetteln steht..  Man findet sie eher in den Töpfen und Pfannen der karibischen Küche, am östlichen Mittelmeer, im arabischen, im südlichen Nordamerika und in Südasien.

Dabei ist die Okra ein sehr interessantes Lebensmittel, das sich nicht nur vielfältig lecker zubereiten lässt, sondern aufgrund einiger besonderer Eigenschaften auch ein sehr hilfreiches Helferlein in der KK-Küche.


... und sie deshalb zu einem sehr wertvollen Gemüse für unsere Zwecke werden lassen.

Wie sieht sie aus?
Die Okra ist eine konische spitz zulaufende Schote mit einem Stielansatz am anderen Ende.
Beim Kochen werden diese beiden typischerweise entfernt. Im Innern beherbergen sie eine Menge kleiner, weisser Kerne, die - wenn man sie normal kocht - eine sämige Flüssigkeit absondern.

Der Vorteil für uns Kilokegler:
Da wir seit Wochen nach Möglichkeiten und Wegen suchen, Sossen und Suppen anzudicken kommt uns diese Eigenschaft wunderbar zu Pass. Verwendet man diese Schoten in Suppen und kocht sie in Sossen mit, erhält man genau den Effekt, den wir händeringend gesucht haben!

Nei Du, ist mir zu slimy, man...
Dieser Effekt ist aber nicht unbedingt jedermanns und jederfraus Sache, einige mögen das "schleimige" Gefühl (Zitat Ende) nicht besonders.
Aber man kann dem Entgegenwirken, in dem man sie für ca 5 Minuten in Essigwasser blanchiert (Spitzen und Stielansatz vorher kappen) und sie danach mit kaltem Wasser abschreckt oder sie vor ihrem Einsatz für 1 bis 2 Stunden in kaltem Zitronenwasser wässert.

Zum Geschmack:
Geschmacklich sind die Schoten relativ neutral, man erhält aber einige eingelegte Varianten, die sie säuerlich, mild oder herb werden lassen. Meine erste Sorte war eingelegt und hatte in der Konsistenz Ähnlichkeit mit Avocado-Herzen und lag geschmacklich ein bisschen Richtung Kapern, aber wesentlich weniger aufdringlich als die kleinen grünen Dinger.

Wo kauft man dieses Wunderdingens?
Tja, das ist ein bisschen kniffelig. Zeitweise gibt es sie tatsächlich im Rahmen von Aktionstagen internationaler Küche auch frisch in den grossen Supermärkten. 

Da die Eigenschaften für uns aber so interessant sind, habe ich ein wenig mehr gesucht und fand - da die Schote oft in der türkischen, arabischen oder griechischen Küche verwendet wird - meine Okras letztlich in einem türkischen Lebensmittelmarkt. Und dort gibt es sie, zumindest in Dosen eingelegt das ganze Jahr über zu kaufen. Zumindest hat mir Ergün das gesagt. ;)

Und jetzt - der Hammer zum Schluss!
Es gibt mehrere bestätigte Berichte im Internet, dass diese Schote eine weitere, für uns wertvolle Eigenschaft hat: Sie senkt bzw normalisiert beim Konsum den Blutzuckerspiegel dramatisch. Das ist nicht nur für Diabetiker wichtig, sondern auch für unsere Abnehmphase mehr als interessant!



Fazit:
Wegen der äusserst interessanten und positiven Eigenschaften sollte der Kilokegler von Welt diese Schote unbedingt in seine Küche einbauen.

Hilfe kommt aus dem Blog:
Um das ein wenig einfacher zu machen, werde ich in den folgenden Tagen verschiedene Rezepte als Starter hier veröffentlichen, die Euch dann zum selbst experimentieren anregen sollen.

Bleibt gespannt!

Das erste Rezept ist dann aus der sonnigen, feurigen Karibik.
Besorgt Euch die Schoten, und schon mal Kokosmilch, falls die alle ist - die restlichen Zutaten solltet Ihr normalerweise zuhause haben...
Bis bald...


1 Kommentar:

Julimond70 hat gesagt…

Bekommt man hier (Aachen) an jeder Ecke,da an selbigen türk. Gemüsehändler zu finden sind. ;-)
Im Gegensatz zum Butternut Kürbis,den ich immer noch nicht hatte. :-(

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